
Beziehungskosmos
Journalistin Sabine Meyer stellt die Fragen und Psycho- und Paartherapeutin Felizitas Ambauen antwortet. Der Podcast behandelt, was gute Beziehungen ausmacht und wie man sie lernen kann, auch zu sich selbst. Es geht um Prägungen aus der Kindheit, Bindungsmuster, Glaubenssätze und Emotionen. Der Podcast ist ein wohlwollender Begleiter zur Selbstreflexion und hilft, beziehungsweiser zu werden.
Episodes
137 Care Burn-Out - Oder wenn Fürsorge krank macht
«Eine gute Mutter ist immer für ihr Kind da!», «Wenn man kleine Kinder hat, ist man eben erschöpft – das ist normal!», «Niemand hat gesagt, dass Vereinbarkeit einfach ist; da muss man sich schon voll reinhängen!» Solche und weitere autoritäre Stimmen sind mitverantwortlich dafür, dass Personen in Care-Rollen noch schneller ausbrennen, als sie diesem Risiko ohnehin schon ausgesetzt sind. Nach wie v
136 Selbstdiagnose - Oder von der Pathologisierung des Normalen
Dieser Typ ist toxisch! Die ist doch einfach bordi....Es triggert mich total, wenn Du das sagst!Mit Narzissten spreche ich nicht!Sorry, hab's verpeilt, das ist halt mein ADHS. Das war voll das Trauma...Psychologische Fachbegriffe und Konzepte haben es in den Alltag geschafft. Der Therapiesprech ist allgegenwärtig. Einerseits hat das grosse Allgemeinwissen über psychologische Konzepte dazu geführt
135 *Schema-Analyse* - Brauchen wir die romantische Liebe im Alter (noch)?
In dieser Folge analysieren wir das Buch von Doris Knecht: "Ja, nein, vielleicht." Da es sich in diesem Roman um fiktive Figuren handelt, können wir in dieser neuen Rubrik *Schema-Analyse* ganz nah ran, ohne jemandem zu nahe zu treten. Wir besprechen die Schemata der Hauptfigur, ordnen Beziehungsdynamiken ein und analysieren Verhaltensmuster.Zum Inhalt: Eine Frau in den Fünfzigern lebt alleine und
134 Toxische Freundschaft - Oder wer trägt Schuld
Manipulation, Abwertung, Respektlosigkeit – Begriffe, die oftmals gleichgesetzt werden mit toxischer Beziehung. Um zu verstehen, was die Toxizität einer Beziehung ausmacht, muss man jedoch genauer hinschauen, denn längst nicht alles, was als toxisch bezeichnet wird, ist tatsächlich giftig. Manchmal ist es auch einfach der Versuch, schwierige Gefühle zu vermeiden. Wie wird eine toxische Beziehung
133 Grüne Kommunikation - Oder wieso die Ich-Botschaft nicht reicht
Müssen wir jetzt schon wieder über Kommunikation reden? Ja, müssen wir! Kommunikation ist DAS Thema, das in jeder Paartherapie eine Rolle spielt. Zwar sind sich in der Theorie die meisten der Relevanz bewusst, scheitern aber trotzdem in der Umsetzung. Sind Ich-Botschaften wirklich immer hilfreich? Was hat fehlende Impulskontrolle mit dem Wetterbericht zu tun? Wann ist «es einfach mal gut sein lass
132 Globale Krisen - Oder was sie mit unserer Psyche machen
Kriege, Covid, Klimakrise - die Welt hält uns in Atem und der Umgang mit all den Unsicherheiten und drohenden Katastrophen ist nicht einfach. Im Gegenteil, globale Krisen können zutiefst verunsichern, ermüden, provozieren oder starke Emotionen auslösen und unsere Psyche belasten. Wie findet man einen gesunden individuellen Umgang mit den Krisen dieser Welt? Was haben unsere Bindungsmuster und uns
131 Neuro-Kater - Oder über den Umgang mit Reizüberflutung
Jedes Licht ist zu grell, jedes Geräusch zu laut, der Kopf dröhnt und der Magen ist flau. Man hat sich einen Neuro-Kater geholt - und das ganz ohne Alkohol oder Drogen. Nicht alle reagieren jedoch gleich stark auf Reize und nicht alle erschöpfen gleich schnell. Auch die Zeit der Erholung ist sehr unterschiedlich. Wie hängt der Neuro-Kater mit Neurodivergenzen zusammen? Was ist der Unterschied zwis
130 Overthinking - Oder wenn die Gedanken nicht still stehen
Es ist mitten in der Nacht, man sollte schlafen, doch das Gedankenkarussell dreht und dreht. Immer wieder die gleichen Themen. Es fühlt sich wie Treibsand an, in welchem man immer weiter einsinkt.Begriffe dafür gibt es viele: Overthinking, rumination, worrying oder grübeln. Was ist es, was uns die Gedanken nicht abstellen lässt? Was ist der Unterschied zwischen nachdenken und grübeln? Kann grübeln
129 Freundschaft – Oder welche Freund:innen zu uns passen
Freundschaften prägen unser Leben. Zu unrecht werden sie oft in der Priorität hinter die romantische Paarbeziehung oder Familienmitglieder gestellt. Wir finden, es wäre an der Zeit auf eine Hierarchie zu verzichten und alles unter dem Oberbegriff Beziehung zusammenzufassen. Auch schematherapeutisch sind Freundschaftsbeziehungen ein spannendes Thema, denn sie verhalten sich nicht selten komplementä
128 Unerfüllter Kinderwunsch – Oder wenn es einfach nicht klappt
Ein unerfüllter Kinderwunsch kann viele Gesichter haben: es tritt keine Schwangerschaft ein, die Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt, man ist sich nicht einig über die Anzahl der gewünschten Kinder oder es fehlt die geeignete Beziehungsperson dazu. Was alle Varianten verbindet, ist der sehnlichste Wunsch und das unsichtbare Leiden. Viele Paare fühlen sich in dieser Phase allein und hilflos.
Winterpause - und BIG NEWS!
Uns ist was entgangen!Fast hätten wir vergessen, uns von Euch zu verabschieden.Das holen wir jetzt nach: Adé - wir machen Winterpause. Nebst ein paar Infos zum neuen Jahr dürfen wir Euch endlich noch die grossen Neuigkeiten verraten, was wir im 2026 geplant haben. Wir freuen uns auf Euch! Am 23. Januar 2026 sind wir mit einer neuen Folge Beziehungskosmos wieder zurück am Start. Von Herzen Danke, d
127 KI und Beziehung - Oder Chat GPT als Beziehungscoach
KI ist in unseren Beziehungen und unserem emotionalen Alltag angekommen. Menschen fragen den Chat um Rat, wenn sie ihre Liebsten nicht mehr verstehen. Sie wollen hören, dass sie im Recht sind oder einfach nur ein paar Tipps abfragen, wie man besser kommunizieren könnte. In die Psychotherapie kommen die Klient*innen mit fertigen Analysen - denn Chat GPT hat ihnen bereits erklärt, dass der andere da
126 Healthismus - Oder zwischen Gesundheit und Fitnesswahn
Hast Du Dich heute schon genug bewegt? Genug Proteine gegessen? Wie war Deine Schlafqualität? Und reicht die Body Battery für den ganzen Tag? Noch nie war es so einfach, sich selbst zu überwachen, Daten über den eigenen Gesundheitszustand zu sammeln und Statistiken über allfällige Veränderungen zu führen. Die gute Seite dieser Entwicklung: Viele bewegen sich mehr, achten auf gesunde Ernährung und
125 Solosex – Oder über die Lust mit sich selbst
Solo-Sex! Masturbation. Selbstbefriedigung. Onanie.Heute gehört Sex mit sich selbst dazu und wird oft als gleichwertige – oder sogar wichtigere? – Praktik wie Sex mit anderen Menschen beschrieben. Doch nicht alle fühlen sich gleich wohl damit, sich selbst zu berühren. Je nach Glaubenssätzen, die in der eigenen sexuellen Lerngeschichte eine Rolle spielten, kann Solo-Sex mit angenehmen oder schambeh
124 Künstliche Intelligenz - Oder wie wir immer mehr Beziehungsskills verlieren
«Lieber Chat-GPT, ich glaube, mein Partner ist narzisstisch! Was soll ich tun?»Erschien es vor gar nicht allzu langer Zeit noch als sehr absurd, einen Chat um Beziehungsrat zu fragen, ist es heute schon gang und gäbe. Wir fragen den Chat nach Tipps, Kochrezepten oder Fakten und geniessen es, dass es uns knackig aufbereitet, mit wenigen Bullet-Points sagt, worum es geht und was wir nun tun sollen.
123* Schema Chemie - Oder wie gut wir zusammen passen
Fight! Flight! Freeze! Zu dieser Folge empfehlen wir, unser Buch «Beziehungskosmos, eine Anleitung zur Selbsterkenntnis» als Ergänzung zur Hand zu nehmen. Unsere Bewältigungsstile bestimmen zu einem guten Teil, wie wir unsere Beziehungen leben und welche Herausforderungen daraus entstehen. Wir kämpfen und setzen uns für unsere Bedürfnisse ein, wir versuchen Gefühle und Konflikte zu vermeiden od
122 Porno - Oder Chancen und Risiken für die Beziehung
Über 90 Prozent der Schweizer Männer und fast 60 % der Frauen schauen Pornos, sagt eine Studie aus dem Jahr 2019. Und die Zahlen steigen weiter. Trotzdem sprechen viele nur ungern darüber. Besonders in romantischen Beziehungen erleben viele Pornografie als Gefahr, empfinden es als Betrug. Schadet Pornokonsum der Beziehung? Ist es ein Problem, wenn eine Person heimlich Pornos schaut und das nicht
121 Ablösung – Oder wenn die Kinder flügge werden
Die Kinder werden grösser, werden selbstständiger und brauchen uns immer weniger. Verschiedenste Gefühle machen sich breit: Wehmut, Traurigkeit, Freude über neue Freiheiten - und manchmal alles zusammen. Viele Erziehungsratgeber sagen den Eltern, wie man mit diesen Veränderungen umgehen kann. Was die Ablösung der Kinder aber mit den Eltern und dem Familiensystem macht, welche alten, bereits erled
120 Streit - Oder ab wann Konflikte destruktiv werden
Für die einen braucht es einen lauten Schlagabtausch, andere empfinden bereits eine angeregte Diskussion als Streit. Wie man mit einem Streit umgeht, welche Emotionen und Glaubenssätze dabei angekickt werden, wie bedrohlich oder destruktiv ein Konflikt deshalb empfunden wird, ist sehr individuell. Kommt hinzu, dass Motive und Glaubenssätze, die bei einer Auseinandersetzung wirken, vielen nicht bew
119 Caring Masculinities - Oder wie erziehen wir unsere Söhne
Männlichkeit ist in der Krise! Es fehlen gute männliche Vorbilder für Jungs! Toxic Masculinity all over the place! Gewalt, Dominanzstreben, Konkurrenzdenken, emotionale Gehemmtheit und fehlende Selbstfürsorge. Das sind nur einige Zuschreibungen, die als typisch männlich gelten. Viele Eltern möchten ihren Söhnen jedoch eine andere Art von Männlichkeit vermitteln. Eine Männlichkeit, die umfassender
118 Rollenwechsel - Oder wenn die Eltern älter werden
Es ist ein normative Lebensereignis, dass sich die Rollen zwischen Eltern und Kindern verschieben, wenn erstere immer bedürftiger werden. Und dieser Rollenwechsel betrifft praktisch alle auf die eine oder andere Art und Weise. Trotzdem fühlen sich viele damit ziemlich alleine gelassen. Für viele andere Lebensübergänge gibt es mittlerweile Ratgeber, Foren und Erfahrungsberichte. Man weiss in etwa,
117 Emotional Load #2 - Oder wie man die Last auf mehrere Schultern verteilt
Emotional Load zu erkennen, ist schwierig. Noch viel schwieriger ist es jedoch, die emotionale Zuständigkeit im Alltag abzugeben oder umzuverteilen. Dafür muss man seine Bedürfnisse kennen und in Worte fassen können. Dafür muss man ein Gegenüber haben, das ein offenes Ohr und freie Kapazitäten hat und dann braucht es noch passende Strategien, die das System wirklich entlasten. Wie spricht man über
116 Emotional Load #1 - Oder über die unsichtbare Last der Care-Arbeit
Beziehungen sind erwiesenermassen für unser Wohlbefinden essentiell, mitunter aber sie sind auch der Grund für Erschöpfungen und Burnout. Denn sie bedürfen einer stetigen emotionalen Arbeit. Ist diese zu gross, laugt uns diese unsichtbare Last aus.Gerade Mütter und Frauen werden von klein auf zur Care-Arbeit hinerzogen, lernen den Blick immer auch auf die Bedürfnisse anderer zu richten, oft auch a
115 Arbeit und Privatleben - Oder wie man Konflikte entschärft
Man solle die Arbeit und das Private trennen! Nichts von der Arbeit nach Hause nehmen. Abschalten. You wish.... Hört sich in der Theorie stimmig an, sieht in der Praxis aber anders aus. Selbst wenn man keine Unterlagen nach Hause nimmt, nach Arbeitsschluss nicht mehr per Mail oder Handy erreichbar ist und eine Abwesenheitsnotiz eingeschaltet hat, liegen die Erfahrungen bei der Arbeit nicht einfac
114 Dating Apps - Oder wie sie uns nicht auslaugen
«Ich suche: attraktiv und unkompliziert!»Verschiedenste Apps buhlen um die Aufmerksamkeit von Menschen, die Beziehung, Ablenkung, Selbstwertpolitur oder einen Dopamin-Kick suchen: Quantität, Parallelität, Beschleunigung, der Mensch als Konsumgut. So aufregend diese Apps auch sein können, sie erschöpfen die meisten User*innen früher oder später. Hyperstimuliert und gleichzeitig gelangweilt. Die anf
113 Nach der Trennung - Oder wie man sich als Paar entflechtet
Jede Trennung ist ein Prozess, auch wenn es einen Zeitpunkt gibt, an dem es ausgesprochen wird. Doch nach dem Entscheid zur Trennung, fängt es oft erst richtig an: Das Gemeinsame muss entflechtet werden, neue Gefühle tauchen auf. Wut, Schuld, Scham, Rachegefühle, Angst und Trauer vermischen sich. Dinge, die jahrelang als gegeben betrachtet wurden, werden in Frage gestellt. Das Wohlwollen und die G
112* Arbeitsbeziehungen - Oder Schemata am Arbeitsplatz
Wir analysieren unsere Beziehungsmuster mit den Partner*innen, wollen möglichst gute Eltern sein, arbeiten unsere Kindheit auf - aber welche Rolle spielt die Arbeitswelt? Auch dorthin nehmen wir unsere Prägungen mit, doch nicht immer zeigen sie sich gleich wie im privaten Bereich. Was macht unser Job mit unserer Psyche und was sagt er über die eigene Schema-Struktur aus? Wie lässt sich erklären,
111 Pensionierung - Oder das Tor zur Freiheit ?
Die Rush-Hour des Lebens ist vorbei und es wird wieder ruhiger. Für manche sogar zu ruhig. Man tritt aus dem Erwerbsleben aus, die Kinder, sofern es welche gibt, sind ausgeflogen und die Paarbeziehung muss mit einer neuen Dynamik zurechtkommen. Plötzlich ist man ständig beieinander, entdeckt lang versteckte - nicht nur gute - Seiten am anderen und ist herausgefordert, eine neue Gangart zu zweit fi
110 Moralische Dilemmata - Oder wenn es kein Richtig gibt
Ambiguitätstoleranz wird in unserer Zeit immer wichtiger: der Umgang mit uneindeutigen Gefühlen und Situationen. Diese auszuhalten kann sehr unangenehm sein und viel emotionalen und kognitiven Stress verursachen. Schaut man genau hin, merkt man schnell, dass die meisten Situationen im Leben nicht ganz so eindeutig sind, wie wir sie gerne hätten.Darum schauen wir in dieser Vertiefungsfolge zu Folge
109 Trennung – Oder Schluss aus heiterem Himmel
Gestern war alles noch gut und heute kommt das Aus! Eine Trennung kann manchmal gefühlt aus heiterem Himmel kommen und einen emotionalen Schockzustand auslösen. Alles wackelt. Man fühlt sich verloren und nicht mehr handlungsfähig, man hat keinen Appetit und kann nicht mehr schlafen, auch die normalsten Alltagsverrichtungen erscheinen plötzlich kaum mehr möglich. Man steht komplett neben sich. Was
108* Ambiguitätstoleranz - Oder über die Kunst des Aushaltens
Sabrina wählt Grün, Yoli SVP. Ist eine Beziehung trotzdem vorstellbar? Reto lebt nachhaltig, würde aber trotzdem gerne die Welt sehen und deshalb auch fliegen. Darf er das?Jo isst vegan, ihre Eltern führen eine Metzgerei. Geht das am gleichen Familientisch? Andere Lebensanschauungen, verschiedene moralische Standpunkte oder unterschiedliche Grundwerte können sehr herausfordernd sein und führen r
107 Schule - Oder wie diese Lebensphase unsere Schemata prägt
Die Schulzeit ist psychologisch eine sehr prägende Zeit. Für viele Jahre verbringen wir sehr viel Zeit an diesem Ort, umgeben von ganz neuen Dynamiken. Die Peers, die Gleichaltrigen, werden zu den wichtigsten Bezugspersonen, Lehrpersonen können neue autoritären Stimmen bilden oder wichtige Leitfiguren für die Kinder werden. Aber nicht nur für die Kinder ist der Schuleinritt eine wichtige Zäsur im
106 Rush Hour des Lebens – Oder über das mittlere Alter
In den mittleren Jahren berichten viele Menschen, dass ihre Ressourcen schrumpfen. Für alles ist zu wenig Zeit, zu wenig Energie, zu wenig Luft. Gefühlt brennt die Kerze an beiden Enden und die (Über-)Forderung in verschiedensten Lebensbereichen bringt einen an die Grenzen. Menschen berichten von zu viel Stress, schlechtem Schlaf und Beziehungsproblemen. Die Energie, die einem bislang zur Verfügun
105* Selbstgespräche - Oder willst Du mit mir gehen?
Selbstgespräche werden in unserer Gesellschaft sehr unterschiedlich bewertet. Einerseits verbinden wir sie schnell mit Scham und damit, dass irgendwas «nicht richtig im Kopf» sei und andererseits helfen sie uns und werden von den meisten in der einen oder anderen Form angewendet. Wie kommt man am besten mit sich selbst ins Gespräch? Was ist der Nutzen von Selbstgesprächen? Wann und wie machen si
104 Lebenskrisen - Oder über die Entwicklung der Identität
Niemand möchte eine Krise haben, denn die ist in unserer Gesellschaft negativ konnotiert. Krisen bedeuten vor allem unangenehme Emotionen, Unsicherheit, Angst, vielleicht sogar die Entwicklung einer psychischen Störung. Das will man nicht! Also schieben einige ihre Krisen einfach möglichst lange auf und weg, im Glauben, dass man so um sie herumkommt. Dabei gehören sie zum Leben dazu und sind für d
103 Das regulierte Nervensystem - Oder wie wir uns wieder sicher fühlen
Wir reden über Verhaltensänderungen, Schema-Prägungen und Beziehungsdynamiken. Was dabei oft vergessen geht, aber all das mitbeeinflusst, liegt eine Schicht tiefer: unser autonomes Nervensystem. Dieses ausgeklügelte System, das ständig Reize und Impulse aus der Aussenwelt und unserem Körper aufnimmt und interpretiert. Unser Radarsystem, das alles Innen und Aussen überwacht, uns alarmieren und uns
102* Energiemanagement #2 – Oder über die gute Planung
Zeitmanagement alleine genügt nicht, um nicht zu erschöpfen, das ist mittlerweile vielen bekannt. Vielmehr geht es darum, dass die zur Verfügung stehende Energie umsichtig genutzt und clever geplant wird. Dazu gehört auch, dass man weiss, wie man selbst funktioniert, was wie viel Energie verbraucht und wo man wieder richtig auftanken kann. All das geht nicht ohne Selbstbeobachtung, immerwährende A
101 Zusammenziehen - Oder ob man es lieber bleiben lässt
Zusammenziehen! Ein Schritt in einer Beziehung, den die meisten als normativ benennen würden, etwas, das man tut. Früher oder später. Weil... ja, warum eigentlich? Während es vor ein paar Jahrzehnten nur verheirateten Paaren erlaubt war, eine gemeinsame Wohnung zu mieten, können dies heute Menschen in allen möglichen Konstellationen tun. Und immer mehr fragen sich, ob dieser Schritt überhaupt sinn
100 Wir feiern - Oder sich auf den Lorbeeren ausruhen
100 Folgen Beziehungskosmos-Podcast! Wer hätte das gedacht?! Fast hätten wir es übersehen und einfach eine weitere Folge aufgenommen. Aber dann hielten wir einen Moment inne und beschlossen, diesen Meilenstein zu feiern! Denn niemals hätten wir geglaubt, was in nur fünf Jahren alles passieren kann: Der meistgehörte Podcast 2022 und 2023 auf Spotify, unser erstes Buch als Beststeller, eine ausverka
99 Perimenopause - Oder die Zeit der Wechseljahre
Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Herzrasen und Hitzewallungen. Mehr Wut im Bauch, weniger Kompromissfähigkeit und die Entschlossenheit, sich nicht mehr hintenanstellen. Kürzere Zyklen, stärkere Blutungen und Hormone in der Achterbahn. Willkommen in der Perimenopause! Die Perimenopause ist eine Zeit, die mehr als 10 Jahre umfasst und jede Person mit Zyklus betrifft. Einige erleben es als
98 Toxische Negativität - Oder über die Verbitterungsspirale
Alle Welt ist gegen mich! Ich habe es nicht verdient, so behandelt zu werden! Bevor nicht Gerechtigkeit einkehrt, kann ich nicht ruhen. Schwierige Erfahrungen, Lebenskrisen oder Schicksalsschläge gehören zu jedem Leben dazu. Doch nicht alle Menschen verarbeiten diese gleich. Einige fangen sich nach einer Krise wieder und lassen verschiedene Emotionen und Interpretationen zu, sodass sie erneut zuf
97 Toxische Positivität – Oder das erzwungene Glücklichsein
«Alles hat seinen Sinn!» – «You can get it if you really want!» – «Lächle und die Welt lächelt zurück.» Wir sind umgeben von Nachrichten und Aufforderungen, die suggerieren, dass das Glück in greifbarer Nähe ist, wenn wir es nur wollen. Wenn wir nur genug tun. Wenn wir nur genug positiv sind! Glück gibt es für alle, die es wollen, die die richtige Einstellung und die richtige Frequenz haben. Glück
96 Autismus im Erwachsenenalter – Oder Leben im Spektrum
Die Autismus-Diagnose erhalten zunehmend auch Erwachsene. Noch vor wenigen Jahren war der Blick auf das Thema und die Diagnosestellung auf Kinder eingeschränkt. Aber auch sonst ist viel im Wandel. Erst vor kurzem wurde die Kategorie Autismus in Autismus-Spektrum umbenannt. Der Ruf nach diverseren Ansätzen wird lauter und auch der Begriff der «Norm» wird hinterfragt, da er vor allem die Abweichung
95 Chronische Schmerzen - Oder wie Krankheit die Beziehung fordert
Für diese Folge haben wir Erfahrungen aus unserer Community eingeholt und unfassbar viele Rückmeldungen bekommen. Chronische Schmerzen sind ein riesiges Thema, doch stehen sie oft im Hintergrund. Das Votum war klar: Dieses Thema braucht mehr Sichtbarkeit! Und dazu wollen wir mit dieser Folge einen kleinen Beitrag leisten. Chronische Schmerzen und Krankheiten beeinflussen unsere Beziehungen, ob wir
94 Mutterwerdung - Oder die verschwiegene Krise
«Mutter werden ist das Schönste der Welt, Du wirst sehen?» Sobald es um das Thema «Mutterwerdung» geht, setzen noch immer viele die rosarot eingefärbte Brille auf und zücken den Weichzeichner. Das Mutterwerden kritisch zu betrachten, es zu bereuen oder sich nicht sicher zu sein, ob man es überhaupt will, wird als problematisch und «unnatürlich» abgetan. Dabei ist das Mutterwerden eine krisenanfäll
93* Energiemanagement #1 - Oder wie man ein Burn-Out umschifft
Wer das Gefühl hat im Hamsterrad zu spulen und nur noch zu funktionieren, dem wird oft geraten, besser auf sein Zeitmanagement zu achten. Mit einer guten Zeitplanung lässt sich eine Erschöpfung vermeiden, so die Theorie. Mittlerweile weiss man, dass das viel zu kurz greift. Denn nicht die Lücken in der Agenda bestimmen, ob jemand ausbrennt oder nicht, sondern wie sich die Termine und Pläne auf uns
92 People Pleasing - Oder weg vom vorauseilenden Gehorsam
Anerkennung und Wertschätzung von aussen ist für People Pleaser das höchste zu erreichende Gut. Sie stellen die Bedürfnisse der Anderen in den Vordergrund und vor allem vor ihre eigenen. Kommt wenig oder keine Rückmeldung, wird das als Abwertung oder Beschämung erlebt. Das Phänomen des «People Pleasing» ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und wird durch die erbarmungslose Bewertungskultur
91 Non-Monogame Beziehungen - Oder über Stolpersteine und Chancen
Nebst der immer noch am weitesten verbreiteten monogamen, heterosexuellen Beziehungsform gibt es heute viele andere Modelle, die zunehmend an Bedeutung und Anerkennung gewinnen. Die Offenheit gegenüber non-monogamen Verbindungen steigt und somit auch das Interesse daran, wie man sich möglichst gut darauf vorbereitet. Sei es das Öffnen einer vormals monogamen Beziehung oder der Start in eine neue B
90 Wetterbericht - Oder wie man emotional in Verbindung bleibt
In dieser Folge rückt endlich der viel zitierte «Wetterbericht» in den Fokus. Diese Intervention geht zurück auf das Zwiegespräch von Michael Lukas Möller und stellt eine Möglichkeit dar, sich in der Beziehung immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Es wird einander mitgeteilt, was emotional einem bewegt, was einen beschäftigt und was die eigenen Bedürfnisse sind. Man äussert Wünsche und
89 Bedürfniskult - Oder über die Überpsychologisierung
"Du bist wichtig! Deine Bedürfnisse sind wichtig! Sie sind so wichtig, dass Du sie immer immer aussprechen darfst! Du hast ein Anrecht darauf, dass darauf eingegangen wird! Schau zuerst auf Dich! Du hast es verdient! Self-Care is Self-Love!" Waren die psychologischen Grundbedürfnisse bis vor nicht allzu langer Zeit noch etwas, was im Verborgenen nach Befriedigung suchte, sind sie heute so omniprä
88 Endlichkeit – Oder lebe ich das Leben, das ich wirklich leben will
Glimmerwarnung: diese Folge könnte durchaus etwas Leichtigkeit enthalten. Wir alle wissen, dass wir irgendwann einmal sterben, aber glauben tun wir es trotzdem nicht so recht. Die Endlichkeit unseres Lebens bleibt etwas Abstraktes, oft so lange, bis wir zum Hinsehen gezwungen werden. Das macht, dass wir wertvolle Zeit versäumen, in Ruhe darüber nachzudenken, wie wir unser Leben gestalten wollen un
87 Gaslighting - Oder über emotionale Manipulation
Ob auf Social Media, in der Weltpolitik oder in romantischen Beziehungen: Gaslighting ist in aller Munde! Ist es mehr als ein Modebegriff? Ja, fast jede*r ist schon mal mit Gaslighting in Berührung gekommen, sei es in der Herkunftsfamilie, in der Schule, dem Arbeitsplatz oder in engen Beziehungen. Die eigene Wahrnehmung wird abgesprochen, der Selbstwert systematisch untergraben und wunde Punkte ab
86 Schlaf – Oder eine erschöpfte Gesellschaft
«Schlafmangel ist eine langsame Form der Selbsttötung» schreibt der amerikanische Autor Matthew Walker. Schlaf lässt sich nicht verhandeln. Wir brauchen ihn alle - um zu überleben und um gesund zu bleiben. Doch unser modernes Leben steht einem gesunden Schlafverhalten entgegen. Gesellschaftliche Strukturen verhindern, dass wir so schlafen können, wie wir es bräuchten. Das Schulsystem wird dem Schl
85* Sexnegative Schemata – Oder wie sie unsere Lust beeinflussen
Unsere Gesellschaft ist im Default sexnegativ eingestellt. Kaum ein Kind wächst auf, ohne dass es Sex mit Moral, starken Bewertungen, Leistungsanspruch, Scham oder Angst kennenlernt. Gleichzeitig wird erwartet, dass man als erwachsene Person Sex frei und offen lebt, keine Tabus mehr kennt und seinen Körper liebt. Wie prägt die Gesellschaft unsere Vorstellungen von Sex? Welchen Einfluss hat die Wah
84 Gleichberechtigte Elternschaft - Oder über die Schieflage im System
Der Übergang von der Paarbeziehung in die Elternschaft wird oft als durchwegs positives Life-Event beschrieben. Erst in jüngster Zeit durften auch Stimmen lauter werden, die aussprachen, wie herausfordernd sich dieser Wechsel gestalten, wie viele schwierige Gefühle er auslösen kann und wie stark sich Muster verfestigen, die man doch eigentlich loswerden wollte. Wie verhindert man eine Retraditiona
83 Pause - Oder warum wir eine Erholungsrevolution brauchen
Ferien machen, bevor man erschöpft ist! Pausen einplanen, damit man erholt bleibt! Einen Tag im Bett verbringen, um nicht krank zu werden! Präventiv erholen. Pausen und Erholung sind zwar für unsere physische und psychische Gesundheit essenziell, doch sie im richtigen Mass zu nehmen, fällt den meisten schwer. Zu viele negative Glaubenssätze sind damit verknüpft, unser Selbstwert oftmals von unsere
82 Sexuelle Lust - Oder welche Mythen wir über Bord werfen sollten
Sex muss spontan sein! Guter Sex endet mit einem Orgasmus! Wer lange braucht, um erregt zu werden, hat ein Problem! Und wenn man halt einfach den Kopf ausschalten würde, ginge es doch, oder?! Solche und ähnliche Glaubenssätze kennen wir alle. Sie werden uns bereits von früh auf eingetrichtert und zu selten hinterfragt. Tun wir dies allerdings nicht, leiten sie uns - oft unbewusst - und beeinflusse
81* Positive Schemata - Oder über unser seelisches Immunsystem
Werden unsere psychologischen Grundbedürfnisse nach Bindung, Selbstwirksamkeit, gesunden Grenzen, Wertschätzung und Spass genug erfüllt, entwickeln sich sogenannte «positive Schemata». Wir fühlen uns eingebunden und erleben die Welt als kontrollierbar. Wir können im richtigen Moment nein und ja sagen, denn wir kennen unsere Grenzen. Wir werden von anderen wertgeschätzt, ohne davon abhängig zu sein
80 Gender Psychologie - Oder wieso nicht alle gleich sind
Der Faktor Geschlecht und Gender wurde lange in Forschung, Behandlung und Prävention psychischer und physischer Erkrankungen aussen vor gelassen. Der Referenzwert war - und ist auch heute noch oft - der Mann. Alles andere wich von der Norm ab. Dies mit teilweise fatalen Folgen. So zeigen Studien, dass Frauen in Notfallpraxen tendenziell weniger schnell behandelt werden als Männer oder ihnen häufig
79 Wut - Oder was sie in Beziehungen bewirkt
Wut! Eine Basis-Emotion, die wir alle kennen. Doch Wut ist weit mehr als eine angeborene Gefühlsäusserung. Sie kann auch als sekundäres Gefühl auftauchen, sozusagen als Antwort auf eine andere Emotion oder sie kann in einem bestimmten Verhalten sichtbar sein. Auf jeden Fall aber beeinflusst sie unsere Selbstwahrnehmung, unsere Beziehungen und unsere Interaktion mit der Welt. Doch wann ist Wut hilf
78 Entstrickung – Oder wie gesunde Ablösung gelingt
Erwachsene Kinder, die sich noch immer von der Meinung ihrer Eltern abhängig fühlen. Eltern, die ihre erwachsenen Kinder nicht loslassen können: Verstrickte Familienbande können die eigene Selbstentfaltung hemmen und beschneiden, wir bleiben das Kind und stecken in entsprechenden Mustern fest. Wir haben bereits besprochen, wie man Verstrickungen innerhalb von engen Beziehungen erkennen kann (Folge
77 AD(H)S - Oder was es mit unseren Beziehungen macht
Beziehungen sind für alle ab und an herausfordernd oder frustrierend. Hat eine Person zudem ein AD(H)S, kann es noch ein wenig interessanter werden. Und zwar für alle Beteiligten. Ist ein AD(H)S für eine Beziehung per se eine Belastung? Muss sich die Person mit AD(H)S mehr zusammenreissen oder ist es an der anderen Person ohne AD(H)S grosszügiger zu sein? Wie gelingt eine Beziehung zwischen einer
76 Verstrickung – Oder wenn Ablösung (noch) nicht gelingt
«Sich gesund abzulösen heisst nicht, weniger zu lieben, sondern reifer zu lieben.» (Sandra Konrad)Zu unseren normativen Lebensaufgaben gehört es, sich von seiner Herkunftsfamilie und den Eltern in gesundem Masse abzulösen. Die Erwartungen der Eltern nicht zur Pflicht zu machen, über Generationen weitergegebene Aufträge nicht zu erfüllen, um den Eltern ein gutes Kind zu sein. Gesunde Ablösung heiss
75 AD(H)S - Oder anders, aber nicht falsch
Im Alltag zerstreut, abgelenkt und emotional auf einer Achterbahnfahrt. Impulsiv im Internet Dinge gekauft, die man gar nicht braucht und ständig in Bewegung. Ob es ein AD(H)S ist? Heute ist diese Diagnose in aller Munde, es wird sogar gefragt, ob es nicht einfach eine Modeerscheinung sei und nicht alle ein wenig AD(H)S sind. Wie hilfreich ist eine Diagnose für Betroffene? Warum ist es so wichtig,
74 Ferien - Oder wieso es beim Ausspannen oft knallt
Die schönste Zeit des Jahres steht an: Ferienzeit! Doch nicht für alle starten diese Auszeiten des Alltags so ruhig und entspannt, wie sie sich das wünschen. Spannung liegt in der Luft, die Erwartungen gehen auseinander und so richtig klappen will es mit der Erholung auch nicht. Was sagt es über eine Beziehung aus, wenn die Ferien konfliktbeladen sind? Wie kann man eine Eskalation in den Ferien ab
73 Polysecure – Oder wieso wir mehr als eine sichere Bindung brauchen
Viele Menschen suchen nach der einen, bedingungslosen und sicheren Beziehung. Sie sehnen sich nach jemanden, der oder die alle Bindungsbedürfnisse erfüllt. Viele glauben es, in der romantischen Zweierbeziehung zu finden und bürden sich damit einen enormen Druck auf. Dabei könnte ein breiteres und dichteres Beziehungsnetz Entlastung bringen. Sind polyamore und nicht-monogame Beziehungen glücklicher
72* Schema-Arbeit - Oder alles im grünen Bereich
Unser erstes Buch ist da! Darin widmen wir uns der Schema-Arbeit. Doch was ist das genau und wie unterscheidet sie sich von anderen psychologischen Fachrichtungen? Schritt für Schritt schauen wir uns die Schema-Arbeit, das Schema-Modell und wie sich damit arbeiten lässt, an. In dieser Folge des Beziehungspodcasts «Beziehungskosmos» ist unser Buch «Beziehungskosmos – eine Anleitung zur Selbsterkenn
71 Ex-Beziehungen - Oder was sie uns lehren
Meistens führt man im Leben mehr als eine Liebes-Beziehung. Und jede Beziehungs-Erfahrung beeinflusst die nächste. Sie schlagen in alte Schema-Kerben oder geben uns die Möglichkeit, in für uns gesündere Beziehungsmuster hineinzuwachsen. Die einen denken mit Freude und Dankbarkeit an verflossene Lieben zurück, anderen schnürt es noch Jahre später den Hals zu. Liebesbeziehungen reaktiveren oft unbew
70 Trauer - Oder wenn der Trennungsschmerz nicht aufhört
Eine Beziehung geht zu Ende. Gewollt oder ungewollt. Eine wichtige Bezugsperson stirbt. Verluste von uns nahestehenden Menschen sind eine normative Erfahrung. Das bedeutet, wir alle werden früher oder später damit konfrontiert sein und einen Trauerprozess durchleben. Der Abschiedsschmerz wird meist jedoch neben Trauer noch von anderen Gefühlen begleitet: Scham. Schuld. Angst. Wut. Auch diesen Gefü
69 Ja, nein oder vielleicht? – Oder über die Anfänge einer Beziehung
Der Beginn einer Beziehung stellt viele vor grosse Herausforderungen: Wie authentisch darf man sich zeigen? Was, wenn es wieder eine Enttäuschung gibt? Wie kann ich mich auf jemanden einlassen oder mich verletzbar zu machen? Negative Beziehungs- und Datingerfahrungen stecken noch tief in den Knochen, die Unverbindlichkeit verunsichert oder die rosarote Brille verblendet komplett. Es ist die Zeit
68 Sex und Elternschaft - Oder wenn das Bedürfnis nach Nähe gestillt ist
Kinder verändern das Sexleben ihrer Eltern oft grundlegend. Es fehlt an Zeit, Raum, spontaner Lust oder an allem zusammen. Viele Bezugspersonen bezeichnen sich als «over touched» und sind froh, nicht noch mehr Nähe geben oder erfahren zu müssen, wenn es um den partnerschaftlichen Sex geht. Wie problematisch ist es, wenn die eigenen Kinder sinnliche Erfahrungen so weit abdecken, dass das Bedürfnis
67* Schema-Imagination - Oder über die Kraft der Bilder
In der Schema-Arbeit spielen Imaginationen eine bedeutende Rolle, um mit schwierigen oder alten unaufgelösten Gefühlen umzugehen. Man trifft zum Beispiel auf sein inneres Kind, lernt, ihm in die Augen zu sehen und es in all seinen Bedürfnissen anzunehmen oder man grenzt sich mit Hilfe einer Imagination bewusst von schwierigen Erinnerungen und damit zusammenhängenden Gefühlen ab, um weniger von ihn
66 Domestizierter Sex – Oder warum die Erotik erlischt
Können wir begehren, was wir schon haben? Erotik, Leidenschaft, Lust: Irgendwann verschwinden diese Komponenten aus vielen Beziehungen. Warum ist es so schwierig, die Leidenschaft und Erotik in einer stabilen Beziehung aufrecht zu erhalten? Müssen wir akzeptieren, dass Intimität und Leidenschaft nicht zusammengehen? Guter, leidenschaftlicher Sex verlangt Intentionalität, aktiven Einsatz und vor al
65* Bewältigungsstrategie «Freeze» - Oder warum Du wichtiger bist als ich
Unterwürfig. Angepasst. Immer darauf fokussiert, was das Gegenüber braucht und will. Menschen, die sich die Coping-Strategie «Freeze» zu eigen gemacht haben, vernachlässigen ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu Gunsten anderer. Sie setzen alles daran, die Bindung nicht zu gefährden, auch wenn sie dazu die Bindung zu sich selbst aufgeben müssen. Wieso wählt jemand diese «Maske» als Strategie? Wa
64* Bewältigungsstrategie «Flight» - Oder wenn man nicht fühlen will
Unnahbar. Kühl. Vielleicht sogar abweisend. Oder: immer beschäftigt, busy busy busy, um sich nicht mit den unangenehmen Fragen des Lebens beschäftigen zu müssen. Vielleicht auch: ganz viel am Hören, Lesen und Reden - aber viel zu wenig am Fühlen.Emotionale Vermeidung hat viele Gesichter, aber immer das gleiche Ziel. Bestimmte, meist unangenehme Gedanken und Gefühle sollen damit vermieden werden. D
63 Erziehungsstil - Oder wie er unsere Gesinnung prägt
In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Mit welcher Haltung begegnen wir unseren Mitmenschen? Geht es um Zusammenarbeit und Vertrauen oder um Macht und Überlegenheit? Die Weichen, für welchen Weg wir uns als Erwachsene entscheiden, werden zu einem Gutteil bereits in der Kindheit gestellt. Je nachdem, ob wir eine autoritäre Erziehung erlebt haben, bei welcher es vor allem um Gehorsam und Mi
62* Bewältigungsstrategie «Fight» - Oder wenn Angriff die beste Verteidigung ist
Wenn es unangenehm wird, dann schalten wir oftmals ein «Notfallprogramm» ein. Eine Strategie, die wir als Kind erlernt haben, um unsere Grundbedürfnisse und damit auch unsere Gefühle zu schützen. In der Schema-Arbeit unterscheidet man zwischen drei Bewältigungsstrategien: Fight, Flight und Freeze - oder anders ausgedrückt Überkompensation, Vermeidung und Unterwerfung. Diese Folge widmen wir dem Fi
61 Schuld - Oder über den Shitstorm im eigenen Kopf
Bin ich schuld oder fühle ich mich einfach schuldig? Schuld ist ebenso eine komplexe und schwierige Emotion wie die Scham. Dabei lohnt es sich auch da, einmal genau hinzuschauen. Schuld und Scham sind beides Emotionen, die für den sozialen Zusammenhalt enorm wichtig sind. Aber nicht hinter jedem Schuldgefühl steckt eine tatsächliche, objektive Schuld. Ganz oft nehmen Menschen voreilig die Schuld a
60 Emotionales Essen – Oder wieso wir mit dem Kopf anstatt dem Bauch essen
Von klein auf lernen wir, essen zu kontrollieren und gewisse Nahrungsmittel als gut oder schlecht zu bewerten. Wir essen unter Stress, zu Belohnung oder unter Druck oder Zwang. Wir schauen täglich komplett unrealistische Körperideale auf den Social Media an. Und wir fragen uns warum essen mit so schwierigen Emotionen und strafenden Gedanken verbunden ist. Lustvolles Essen, ohne Regeln, nach den B
59 Scham – Oder warum sie für die Entwicklung wichtig ist
«Schäm dich!» - einer der wirkungsvollsten Sätze, die man in der Erziehung anwenden kann, um ein Kind zurecht zu stutzen. Scham und Schuld. Zwei Emotionen, die wir alle kennen und am liebsten nicht spüren wollen. Oft, weil sie moralisch aufgeladen sind und viel mit Bewertung und Abwertung zu tun haben. «Du bist falsch so, wie du bist!»Doch ist es hilfreich, die Scham deswegen einfach loswerden zu
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