
1001 Nacht
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Diese Hörspiel-Adaption des neu übersetzten Literaturklassikers “1001 Nacht” führt uns in Paläste und auf Partys, nach Kairo und Bagdad, zu selbstbewussten Frauen und verzauberten Wesen.
Folgen

Trailer Staffel 2 - 1001 Nacht
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Ab 14. August 2026 in der Deutschlandfunk App, ab 21. August überall, wo es Podcasts gibt – sechs Wochen lang jeden Freitag neue Folgen. N. N.

Wo Schahrasad stehengeblieben war
Habt ihr jemals von etwas Spannenderem als diesem Fall gehört? - fragte Schahrasad am Ende der letzten Nacht. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Um zu überleben, muss sie die Geschichte vom Buckligen, dem Freund des Kaisers von China weitererzählen.

Nacht 67 - Ein Gast mit Waschzwang
Die Mörder des Buckligen bekommen eine Chance. Mit spannenden Geschichten können sie dem Galgen entgehen. Der Küchenchef beginnt: Ein reinlicher Gast erscheint bei einem Festessen. 120 Mal wäscht er sich die Hände. Aber warum fehlen ihm die Daumen?

Nacht 68 - Verliebt, verwirrt, verzweifelt, verschuldet
Der junge Mann ohne Daumen erzählt seine Geschichte. Über beide Ohren verknallt, verschuldet er sich für die Begehrlichkeiten seiner Geliebten. Die aber verschwindet spurlos, ehe sie auf einer Maultierstute reitend wieder auftaucht.

Nacht 69 - Versteckt in einer Kiste
Der junge Mann ist im Glück, denn die Angebetete erwidert seine Liebe. Doch sie ist die Ziehtochter von Subeida, der Frau des Kalifen. Und die stellt eine Bedingung: Der Jüngling muss unbemerkt zu ihr in den Palast gelangen. Kann das gut gehen?

Nacht 70 - Die verhängnisvolle Sirbadscha
Das Herz des jungen Manns in der Kiste pocht laut. Doch die Diener verhindern, dass er auffliegt. Der Kalif winkt sie durch, Subeida erlaubt die Hochzeit. Am Ende der langen Feier gibt es eine Schüssel köstliche Sirbadscha. Der Mann langt kräftig zu.

Nacht 71 - Verflucht gute Manieren
Der Bräutigam weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Er hat doch nur vergessen die Hände zu waschen. Doch seine Gemahlin kann ihm den Essensgeruch nicht verzeihen. Die Daumen müssen ab! Strafe muss sein, nur so kann sie mit ihm zusammenleben.

Nacht 72 - Flucht vor einem Friseur
Die letzte Chance dem Galgen zu entgehen. Der Schneider ergreift das Wort und beginnt zu erzählen: Ein junger Mann will wegrennen, als er beim Festessen den Friseur erblickt. Der war doch der Grund für seine Flucht aus Bagdad bis ganz nach China.

Nacht 73 - Das Gedicht der Alten
Eine alte Frau hat dem verliebten Jüngling versprochen: er wird seine Angebetete wiedersehen. Der schöpft Hoffnung und spricht mit der Alten. In dramatischen Versen berichtet sie ihm von vergangener Liebe, unerträglichem Herzschmerz und Einsamkeit.

Nacht 74 - Eine hartnäckige Kupplerin
Die Alte kennt die Angebetete des jungen Manns, eine Tochter aus gutem Bagdader Hause. Sie verspricht ihm, sie zusammenzuführen. Die Geliebte aber will nichts von ihm wissen. Die alte Frau gibt nicht auf und bezirzt sie mit ihrer Dichtkunst.

Nacht 75 - Ein Haarschnitt vor dem Date
Die junge Frau hat Erbarmen mit dem Liebeskranken und gewährt ihm ein Stelldichein. Heimlich, wenn der Vater beim Gebet ist. Aufgeregt macht er sich chic und will sich noch rasch die Haare schneiden lassen. So begegnet er dem unbekannten Friseur.

Nacht 76 - Die Prophezeiungen des Friseurs
Der Friseur nervt. Anstatt die Haare zu schneiden, erstellt er dem jungen Verliebten ein Horoskop. Und verkündet Unheil. Doch wer kann sich eines geschwätzigen Friseurs erwehren, der ein Universalgelehrter ist und kostenlos seine Dienste anbietet?

Nacht 77 - Ein Friseur mit Ehrgefühl
Der junge Mann erträgt den plappernden Friseur nicht mehr und will unverrichteter Dinge aufbrechen. Doch das lässt der Friseur nicht zu, schließlich hat er bereits dessen Vater die Haare geschnitten. Und ihm die besten Horoskope erstellt! N. N.

Nacht 78 - Horoskop aus Tradition
Der Friseur schneidet dem jungen Mann ein paar Härchen ab, dann hört er wieder auf. Er klopft Sprüche, gibt an und versteht die Eile des Kunden nicht. Dessen Vater und Großvater taten doch nie etwas, ohne den Rat des Friseurs einzuholen! N. N.

Nacht 79 - Eine Notlüge
Gibt es ein Entkommen vor dem Friseur? Der junge Mann behauptet, er müsse zu einem Festessen. Der Friseur schreckt auf: er hat ja selbst Freunde eingeladen, doch das Einkaufen vergessen! Da wittert der junge Mann seine Chance. N. N.

Nacht 80 - Von einem Schlamassel in den nächsten
Der Friseur möchte unbedingt sein Festessen mit dem des jungen Manns zusammenlegen. Damit der all seine großartigen Freunde kennenlernt! Doch er druckst herum, und der Friseur ahnt, dass er hinters Licht geführt werden soll. Aber nicht mit ihm! N. N.

Nacht 81 - Gut gemeint, schlecht gelaufen
Der Friseur richtet ein Durcheinander an: Er denkt, der junge Mann sei im Haus des Kadis ermordet worden. Dabei ist er in die Tochter des Kadis verliebt und versteckt sich in einer Truhe. Der keifende Friseur bringt den jungen Mann in große Gefahr. N. N.

Nacht 82 - Verfolgungsjagd durch Bagdad
Quer durch Bagdad verfolgt der Friseur den jungen Mann. Der weiß kein Entkommen und flüchtet nach China. So endet seine Erzählung beim Festmahl. Er hofft, dass die Anwesenden nun verstehen, warum er nicht mit dem Friseur an einem Tisch essen kann. N. N.

Nacht 83 - Herr Schweigsam und seine sechs Brüder
Der Friseur will sich durch seine eigene Geschichte erklären. Er tut schließlich nur Gutes! Das kann er anhand der Schicksale seiner sechs Brüder beweisen. Der Vierte war einäugig und Fleischer in Bagdad. Eines Tages betrügt ihn ein böser alter Mann. N. N.

Nacht 84 - Ein böser Zauber
Im Laden des Fleischers hat sich ein aufgehängter Schafbock in einen toten Mann verwandelt. Die Menschen sind aufgebracht, der Alte schlägt dem Fleischer ein Auge aus. Er flüchtet in die nächste Stadt, wo ihm nochmal willkürliche Gewalt widerfährt. N. N.

Nacht 85 - Aller schlechten Dinge sind drei
Der geschwätzige Friseur erzählt dem Kalifen weiter von seinem Bruder, dem gebeutelten einäugigen Fleischer. Der hört nicht auf sein Bauchgefühl, sondern bleibt in der Stadt – nur, um ein drittes Mal misshandelt und dann ausgewiesen zu werden. N. N.

Nacht 86 - Der Bruder mit den abgeschnittenen Ohren
Der Friseur und seine sechs Brüder erben vom Vater jeweils 100 Dirham. Einer investiert alles begeistert in Glaswaren. In seiner Fantasie macht ihn der Glashandel zum reichsten Mann von Bagdad. Mindestens. Seine Tagträume kennen keine Grenzen. N. N.

Nacht 87 - Böse Fantastereien
Der Friseur erzählt dem Kalifen, dass sich sein Bruder gierige Allmachtsfantasien ausmalte, sich vorstellte, wie er seine zukünftige Ehefrau regelrecht erniedrigen wird. Doch dann schlägt ihm seine Fantasie in der realen Welt ein böses Schnippchen. N. N.

Nacht 88 - Grausame Spiele
Eine alte Frau will den Bruder verkuppeln. Er lässt sich darauf ein und folgt ihr. Kerzengerade steht er vor einer Schönen. Die spielt mit ihm, bis sie keine Lust mehr hat und verschwindet. Als ein Muskelprotz erscheint, nimmt das Unheil seinen Lauf. N. N.

Nacht 89 - Rachefeldzug mit Folgen
Der Bruder mit den Glaswaren schwört Rache an seinen Folterern. Verkleidet kehrt er in das Haus der alten Frau zurück, tötet den Sklaven, die Dienerin, die Kellermeisterin. Das Mädchen fleht ihn an – sie sei selbst ein Opfer. Er glaubt ihr. N. N.

Nacht 90 - Der Mann mit dem freundlichen Gesicht
Der Friseur holt aus und erzählt von seinem sechsten Bruder. Der war verarmt. Ein freundlicher Mann lädt ihn ein: der Tisch ist gedeckt, er soll sich die Hände waschen. Doch der Bruder ist irritiert: er kann weder Essen noch Waschschüssel sehen. N. N.

Nacht 91 - Fata Morgana im Kuppelsaal
Der Hausherr lässt seine Diener allerhand Leckereien holen: Sauerfleisch, mit Pistazien gemästete Küken, Mandelspeise. Allesamt unsichtbar. Der Bruder spielt mit, tut so, als würde er essen. Wie kann er sich rächen? Klar ist: mehr Wein muss her! N. N.

Nacht 92 - Zwanzig Jahre Saus und Braus
Der redselige Friseur erzählt: sein Bruder hat den Hausherrn beeindruckt, wird zu dessen Zechkumpan und Vermögensverwalter. Als der Herr stirbt und der Bruder verarmt, kommt der Friseur auch für seinen sechsten Bruder auf – so rechtschaffen ist er! N. N.

Nacht 93 - Zurück beim Kaiser von China
Der Kaiser von China findet: die Geschichten des Schneiders von dem neugierigen Friseur und dem betrunkenen Buckligen sind das Beste, was er je gehört hat. Er lässt den steinalt gewordenen Friseur aus dem Gefängnis holen. Der plappert gleich los. N. N.

Nacht 94 - Drei Mörder und keine Leiche
Der Friseur will den toten Buckligen sehen. Dann lacht er: diese Geschichte muss mit goldener Tinte aufgeschrieben werden! Mit seinem Barbierwerkzeug zieht er einfach die Gräte aus dem Rachen des Buckligen. Der nießt, springt auf und rennt davon. N. N.

Was zuvor geschah
König Schahriyar ist gekränkt: seine Ehefrau betrügt ihn. Jede Nacht rächt er sich an einer anderen Frau. Dann meldet sich die kluge Schahrasad freiwillig. Sie hat einen Plan: den König mit ihren Geschichten zu fesseln und vom Morden abzubringen.

Nacht 1 - Der tödliche Dattelkern
Schahrasad erzählt: Ein reisender Kaufmann rettet sich vor großer Hitze unter einen Nussbaum. Versehentlich tötet er den Sohn eines Dschinnis, der auf der Plantage lebt. Aus Rache will der den Kaufmann töten. Verzweifelt sucht er nach einem Ausweg.

Nacht 2 - Ein Jahr Aufschub
Der Dschinni will den Kaufmann mit seinem Schwert töten, doch der Kaufmann verhandelt und bekommt Aufschub. Er zieht los, um sich von seiner Familie zu verabschieden. Am vereinbarten Tag kehrt er zurück – und trifft einen Mann mit einer Gazelle.

Nacht 3 - Drei geheimnisvolle Alte
Ein zweiter und ein dritter Mann tauchen auf der Plantage auf. Auch sie wollen das Ende der Geschichte des Kaufmanns erleben und warten auf den wütenden Dschinni. Schließlich wirbelt Staub auf, der Dschinni erscheint und zückt sogleich sein Schwert.

Nacht 4 - Die verzauberte Gazelle
Der erste alte Mann macht einen Deal mit dem rachsüchtigen Dschinni: Er erzählt die Geschichte von seiner verzauberten Gazelle. Und wenn die Geschichte dem Dschinni gefällt, bekommt der Alte ein Drittel des Lebens vom Kaufmann geschenkt.

Nacht 5 - Zauber und Gegenzauber
Die Gazelle des Alten war einmal seine Ehefrau, die zaubern konnte. Sie hatte die Geliebte des Alten aus Eifersucht in eine Kuh, deren Sohn in ein Kalb verwandelt. Die Kuh wurde geschlachtet. Für das Kalb besteht Hoffnung, wieder Mensch zu werden.

Nacht 6 - Die zwei Windhündinnen
Der zweite Alte erzählt: Die beiden Hündinnen waren einmal seine Brüder. Alle drei hatten Geld von ihrem Vater geerbt und ihr Glück gesucht. Während der Alte einen florierenden Laden aufbaute, verprassten seine Brüder ihren Anteil.

Nacht 7 - Die übernatürlichen Kräfte einer Ehefrau
Der Alte erzählt von seiner Hochzeit auf einer Handelsreise. Seine eifersüchtigen Brüder wollten ihn und seine Frau töten und warfen sie ins Meer. Sie hatten jedoch nicht mit den übernatürlichen Kräften der Ehefrau gerechnet.

Nacht 8 - Ein Träger taucht auf
Die drei Alten haben den Kaufmann mit ihren Geschichten freibekommen. Schahrasad setzt zu einer neuen Erzählung an: auf dem Markt in Bagdad bietet ein Träger einer einkaufenden Frau seine Dienste an. Bald schon stöhnt er unter der Last.

Nacht 9 - Das Haus der drei Schwestern
Schahrasad erzählt: eine reiche Dame kommt mit einem Träger von ihrer Einkaufstour nach Hause. Sie lebt mit ihren beiden Schwestern in prächtigen Räumen. Der Träger staunt über die Festhalle und die strahlende Erscheinung der drei Frauen.

Nacht 10 - Wein und Gesang - unter einer Bedingung
Die drei Schwestern leben allein in ihrem großen Haus. Der Träger findet: da fehlt ein Mann, denn jeder Tisch hat vier Beine. Er darf unter der Bedingung bleiben, nichts darüber zu erzählen. Sodann kann das Fest steigen, der Weinkelch kreisen.

Nacht 11 - Das Basilikum des Draufgängers
Die drei Schwestern und ihr Gast lassen es sich gut gehen. Mit köstlichen Speisen, vielen Bechern Wein, mit Liebkosungen und Fausthieben, und schließlich splitternackt im Wasserbecken. Die Frauen provozieren ihren Gast mit ihrer Offenheit.

Nacht 12 - Drei einäugige Bettelmönche
Nach dem gemeinsamen Gelage wollen die Schwestern ihren Gast verabschieden, doch der überredet sie, über Nacht zu bleiben. Dafür verspricht er, sich vollständig und unhinterfragt ihren Regeln zu unterwerfen. Dann klopft es an der Tür.

Nacht 13 - Hoher Besuch inkognito
Der Kalif von Bagdad, sein Wesir und ein Diener ziehen durch die nächtliche Stadt und hören die Party hinter der Haustür der drei Schwestern. Der Kalif möchte unbedingt mitfeiern. Eine verrückte Geschichte muss her, damit sie nicht erkannt werden.

Nacht 14 - Ein geheimnisvolles Ritual
Die neuen Gäste müssen versprechen, Augen ohne Zungen zu sein und über das bei den drei Schwestern Erlebte zu schweigen. Denn es wird bizarr: eine der Schwestern schlägt ihre beiden Hündinnen, nur um sie anschließend zu küssen und mit ihnen zu weinen.

Nacht 15 - Im Liebeswahn
Spät in der Nacht führt die zweite Schwester ihr Ritual durch. Sie spielt Laute und singt, bis sie in Ohnmacht fällt und ihr geschundener Körper sichtbar wird. Was hat das zu bedeuten? Die Gäste dürfen keine Fragen stellen. Sie platzen vor Neugier.

Nacht 16 - Gefährliche Neugier
Die Gäste der drei merkwürdigen Schwestern halten es kaum mehr aus. Die Männer wollen wissen, weshalb die drei Frauen ihre gewaltsamen Rituale vollziehen. Sie fragen – und verstoßen damit gegen die Vereinbarung. Sogleich folgt die Strafe.

Nacht 17 - Ein schreibender Affe
Schahrasad erzählt: Die drei mysteriösen Schwestern fordern alle Gäste auf, ihre Geschichte zu erzählen. Andernfalls werde ihnen der Kopf abgeschlagen. Einer trumpft auf: einst war er ein Königssohn, der in einen klugen Affen verzaubert wurde.

Nacht 18 - Der Verwandlungskampf
Die Tochter des Königs will den klugen Affen zurück in einen Menschen verwandeln. Sie murmelt Zaubersprüche, bis das böse Wesen auftaucht, das ihn verzaubert hat, ein Ifrit. Die beiden liefern sich einen rasanten Kampf in wechselnden Gestalten.

Nacht 19 - Der Lebensgeist des Ifrits
Das Mädchen kämpft weiter, um den Affen zurück in einen Königssohn zu verwandeln. Sie ringt mit dem Ifrit, bis die Funken sprühen und alles in einem Flammenmeer endet. Das Mädchen gewinnt, der Affe wird zum Königssohn. Doch sie ist schwer verletzt.

Nacht 20 - Der Abstieg zum Bettelmönch
Der Königssohn ist gerettet, aber der Preis ist hoch. Es gibt Tote und Verletzte, er muss den Palast verlassen. Als Bettelmönch streift er umher, bis er Bagdad und schließlich das Haus der Damen erreicht. Das ist seine Geschichte.

Nacht 21 - Die versteinerte Stadt
Der Kalif verlangt von den drei Schwestern, auch ihre Geschichten zu erzählen. Die Jüngste beginnt: sie hatte einst zwei weitere Schwestern, mit denen sie eines Tages zu einer Handelsreise auf dem Meer aufbrach. Sie erreichten eine versteinerte Stadt.

Nacht 22 - Eine lockende Stimme
Alle Stadtbewohner sind verzaubert, der Palast liegt still, scheint jedoch bewohnt. Die junge Frau erkundet den seltsamen Ort, bis um Mitternacht eine feine Melodie erklingt. Sie folgt der Stimme, die zu einem jungen Mann in einem Gebetsraum führt.

Nacht 23 - Das Jawort des Jünglings
Der schöne Königssohn lebt allein in der versteinerten Stadt. Alle anderen wurden bestraft, weil sie heilige Feuer anbeteten. Er fühlt sich einsam und klagt der Besucherin sein Leid. Diese will ihn nach Bagdad mitnehmen und heiraten.

Nacht 24 - Eifersucht und Rache
Das Glück der Dame und ihres Geliebten hält nicht an. Aus Eifersucht werfen ihre Schwestern beide über Bord. Sie rettet sich auf eine Insel und trifft eine Schlange, die zum Mädchen mit Zauberkräften wird. Es nimmt grausam Rache an den Schwestern.

Nacht 25 - Eine folgenreiche Einladung
Der Kalif fordert die zweite Schwester auf, ihre Geschichte zu erzählen. Und das tut sie: Nachdem ihr Vater und ihr Mann gestorben waren, arbeitete sie als erfolgreiche Schneiderin. Eines Tages tauchte eine alte Frau mit einer dringlichen Bitte auf.

Nacht 26 - Ein gefährlicher Kuss
Die Schneiderin heiratet überraschend und ist glücklich. Eines Tages möchte sie auf dem Markt Seidenstoff kaufen. Sie geht in Begleitung, denn sie hatte ihrem Ehemann geschworen, mit keinem anderen Mann zu sprechen. Doch sie gerät in eine Zwickmühle.

Nacht 27 - In Lügen verstrickt
Der Mann der Schneiderin entdeckt die Wunde auf ihrer Wange und verlangt eine Erklärung. Sie verwickelt sich in Notlügen und Widersprüche. Er vermutet einen Nebenbuhler und will sie in zwei Hälften teilen lassen. Ihr bleiben noch die Abschiedsworte.

Nacht 28 - Mit dem Leben davongekommen
Ihre Schwiegermutter rettet die Schneiderin in letzter Minute vor dem Mord durch ihren eifersüchtigen Ehemann. Geschlagen, gedemütigt und verstoßen lebt sie fortan mit ihren beiden Schwestern, zufrieden ohne Männer. Bis die vielen Gäste auftauchten.

Nacht 29 - Der Kalif sucht eine Lösung
Nachdem der Kalif die Geschichten der drei Damen gehört hat, will er ihr Unglück beenden. Er lässt die Schlange herzaubern, das Geisterwesen, das zwei Schwestern in Hunde verwandelt hat. Und muss von ihr die Wahrheit über seinen Sohn erfahren.

Nacht 30 - Ein merkwürdiger Fang
Schahrasad beendet die Geschichte der drei Damen und ihrer Gäste und setzt zu einer neuen Erzählung an: Der Fischer und der Dschinni! Ein betagter Fischer zieht eines Tages ein volles Netz aus dem Meer. Doch er hat sich zu früh gefreut.

Nacht 31 - Der Geist aus der Flasche
Der Fischer hat kein Glück. Erst beim vierten Versuch fängt er etwas, das wertvoll zu sein scheint: eine versiegelte Messingflasche. Er öffnet sie, eine gewaltige Rauchsäule strömt heraus und wird zu einem gigantischen, furchteinflößenden Ifrit.

Nacht 32 - Ein aufständischer Dschinni
Der Ifrit will den Fischer töten, obschon der ihn aus der Flasche befreit hat. Viele Jahrhunderte lang war das aufsässige Wesen auf dem Meeresgrund gefangen gewesen. Dort war sein Zorn ins Unermessliche gewachsen. Doch der Fischer will leben.

Nacht 33 - Die List des Fischers
Schahrasad erzählt: Der Fischer will den bösen Geist mit einem Trick überlisten. Und es klappt! Der Ifrit verzieht sich zurück in die Messingflasche, bevor er kapiert, dass der Fischer ihn erneut einsperren will. Sie verhandeln, wie es weitergeht.

Nacht 34 - Die Belohnung
Der Dschinni ist in der Flasche gefangen und verhandelt mit dem Fischer über sein Schicksal. Mit vielen Schwüren kann er den alten Mann überzeugen, ihn rauszulassen. Rauch entströmt, und der Ifrit nimmt Form an. Wird er den Fischer verschonen?

Nacht 35 - Streit unter Brüdern
Schahrasad erzählt: Als der Wesir des Sultans von Ägypten stirbt, übernehmen seine Söhne das Amt. Sie sind zunächst unzertrennlich. Doch noch bevor sie selbst heiraten, geraten sie in Streit über die Hochzeit ihrer nicht gezeugten Kinder.

Nacht 36 - Nuraddin zieht in die Welt
Wutentbrannt verlässt Nuraddin Kairo und reitet aufs Geratewohl los: durch die Wüste bis zur Stadt Basra. Dort empfängt ihn der alte Wesir. Er will, dass Nuraddin seine Tochter heiratet, sein einziges Kind. Erst dann soll er der neue Wesir werden.

Nacht 37 - Eine Doppelhochzeit
Zufall oder Schicksal? Nuraddin heiratet die Tochter des Wesirs von Basra, gleichzeitig heiratet sein Bruder Schamsaddin in Kairo. Die zerstrittenen Brüder wissen nichts voneinander. Bald schon wird in Basra ein Junge geboren, in Kairo ein Mädchen.

Nacht 38 - Fünf Ratschläge für Hasan
Hasan wächst zu einem jungen Mann heran. Dann erkrankt sein Vater, der Wesir von Basra. Er vertraut Hasan an, dass der Wesir von Ägypten sein Bruder ist. Bevor er stirbt, schreibt er alle Ereignisse seines Lebens auf und überreicht Hasan den Brief.

Nacht 39 - Flucht aus Basra
Hasan trauert um seinen Vater und vernachlässigt seine Pflichten als neuer Wesir. Der zornige Sultan will Hasans Besitz zerstören lassen und schickt Boten. Doch unter ihnen ist ein treuer Diener, der losreitet, um Hasan zu warnen. Gerade rechtzeitig.

Nacht 40 - Am Grab des Vaters
Der trauernde Hasan trifft den Händler Ishak, ein Freund seines Vaters. Sie kommen ins Geschäft: Hasan erhält tausend Dinar, Ishak eine Schiffsladung Waren. Erschöpft schläft Hasan am Grab seines Vaters ein. Doch auf dem Friedhof wohnt ein Ifrit.

Nacht 41 - Zwischen Himmel und Erde
Am Nachthimmel von Basra trifft der Ifrit eine Ifritin. Sie kommt gerade aus Kairo: der Wesir dort hat eine Tochter im gleichen Alter wie Hasan. Der ägyptische Sultan wollte sie heiraten, doch der Wesir verweigerte es ihm. Sie sei bereits versprochen.

Nacht 42 - Hasan hoch in der Luft
Die Ifritin berichtet: Der zornige Sultan hat befohlen, dass die Tochter seines Wesirs sofort den Stallknecht mit zwei Buckeln heiraten muss. Besorgt hecken der Ifrit und die Ifritin einen Plan aus und fliegen den schlafenden Hasan nach Kairo.

Nacht 43 - Goldmünzen für alle
Hasan findet sich in Hochzeitsvorbereitungen wieder, seine Taschen voll Gold. Die Ifrite haben es hineingezaubert. Er verteilt die Münzen unter den Frauen von Kairo. Die sind überzeugt: die Tochter des Wesirs soll Hasan heiraten, nicht den Buckligen.

Nacht 44 - Dämonisches Treiben
Die Hochzeitsnacht steht bevor, und alle Gäste werden nach Hause geschickt. Außer Hasan, den halten die beiden Ifrite auf. Die Geisterwesen haben etwas vor: Sie spielen dem ungeliebten Bräutigam übel mit, und Hasan kann das Brautgemach betreten.

Nacht 45 - Abends Kairo, morgens Damaskus
Schahrasad erzählt: Die beiden Ifrite treiben weiter ihr Spiel mit Hasan. Gemeinsam fliegen sie den schlafenden Bräutigam durch die Luft. Als der Tag anbricht, legt die Ifritin den halbnackten Hasan rasch vor einem Stadttor von Damaskus ab.

Nacht 46 - Der Koch von Damaskus
Hasan flüchtet vor der aufgebrachten Menge in einen Imbiss und wird vom Koch beschützt. In Kairo indes ist die Verwirrung perfekt: Sitt al-Husn denkt an die schöne Nacht mit Hasan. Ihr Vater staunt: hat sie nicht den buckligen Diener geheiratet?

Nacht 47 - Eine unglaubliche Wendung
Der Brautvater findet heraus: seine Tochter hat die Nacht tatsächlich nicht mit dem buckligen Diener verbracht. Im Schlafzimmer zeugen ein liegengelassener Turban, Krummdolch und Unterwäsche von einem reichen Bräutigam und bergen eine Überraschung.

Nacht 48 - Der Sohn
In ihrer Hochzeitsnacht haben Hasan und Sitt al-Husn einen Sohn gezeugt, Adschib. Er wächst ohne den verschwundenen Hasan auf und hält seinen Großvater Schamsaddin, den Wesir von Kairo, für seinen Vater. In der Schule spielt man dem Jungen übel mit.

Nacht 49 - Suche nach dem Vater
Als Adschib wissen will, wer sein Vater ist, bricht seine Mutter in Tränen aus. Da beschließt sein Großvater, Hasan in Basra zu suchen. Alle drei brechen samt Dienern auf. Sie rasten bei Damaskus, ohne zu wissen, dass Hasan dort als Koch lebt.
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