
1001 Nacht
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Diese Hörspiel-Adaption des neu übersetzten Literaturklassikers “1001 Nacht” führt uns in Paläste und auf Partys, nach Kairo und Bagdad, zu selbstbewussten Frauen und verzauberten Wesen.
Folgen

Trailer Staffel 2 - 1001 Nacht
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Ab 14. August 2026 in der Deutschlandfunk App, ab 21. August überall, wo es Podcasts gibt – sechs Wochen lang jeden Freitag neue Folgen. N. N.

Wo Schahrasad stehengeblieben war
Habt ihr jemals von etwas Spannenderem als diesem Fall gehört? - fragte Schahrasad am Ende der letzten Nacht. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Um zu überleben, muss sie die Geschichte vom Buckligen, dem Freund des Kaisers von China weitererzählen.

Nacht 67 - Ein Gast mit Waschzwang
Die Mörder des Buckligen bekommen eine Chance. Mit spannenden Geschichten können sie dem Galgen entgehen. Der Küchenchef beginnt: Ein reinlicher Gast erscheint bei einem Festessen. 120 Mal wäscht er sich die Hände. Aber warum fehlen ihm die Daumen?

Nacht 68 - Verliebt, verwirrt, verzweifelt, verschuldet
Der junge Mann ohne Daumen erzählt seine Geschichte. Über beide Ohren verknallt, verschuldet er sich für die Begehrlichkeiten seiner Geliebten. Die aber verschwindet spurlos, ehe sie auf einer Maultierstute reitend wieder auftaucht.

Nacht 69 - Versteckt in einer Kiste
Der junge Mann ist im Glück, denn die Angebetete erwidert seine Liebe. Doch sie ist die Ziehtochter von Subeida, der Frau des Kalifen. Und die stellt eine Bedingung: Der Jüngling muss unbemerkt zu ihr in den Palast gelangen. Kann das gut gehen?

Nacht 70 - Die verhängnisvolle Sirbadscha
Das Herz des jungen Manns in der Kiste pocht laut. Doch die Diener verhindern, dass er auffliegt. Der Kalif winkt sie durch, Subeida erlaubt die Hochzeit. Am Ende der langen Feier gibt es eine Schüssel köstliche Sirbadscha. Der Mann langt kräftig zu.

Nacht 71 - Verflucht gute Manieren
Der Bräutigam weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Er hat doch nur vergessen die Hände zu waschen. Doch seine Gemahlin kann ihm den Essensgeruch nicht verzeihen. Die Daumen müssen ab! Strafe muss sein, nur so kann sie mit ihm zusammenleben.

Nacht 72 - Flucht vor einem Friseur
Die letzte Chance dem Galgen zu entgehen. Der Schneider ergreift das Wort und beginnt zu erzählen: Ein junger Mann will wegrennen, als er beim Festessen den Friseur erblickt. Der war doch der Grund für seine Flucht aus Bagdad bis ganz nach China.

Nacht 73 - Das Gedicht der Alten
Eine alte Frau hat dem verliebten Jüngling versprochen: er wird seine Angebetete wiedersehen. Der schöpft Hoffnung und spricht mit der Alten. In dramatischen Versen berichtet sie ihm von vergangener Liebe, unerträglichem Herzschmerz und Einsamkeit.

Nacht 74 - Eine hartnäckige Kupplerin
Die Alte kennt die Angebetete des jungen Manns, eine Tochter aus gutem Bagdader Hause. Sie verspricht ihm, sie zusammenzuführen. Die Geliebte aber will nichts von ihm wissen. Die alte Frau gibt nicht auf und bezirzt sie mit ihrer Dichtkunst.

Nacht 75 - Ein Haarschnitt vor dem Date
Die junge Frau hat Erbarmen mit dem Liebeskranken und gewährt ihm ein Stelldichein. Heimlich, wenn der Vater beim Gebet ist. Aufgeregt macht er sich chic und will sich noch rasch die Haare schneiden lassen. So begegnet er dem unbekannten Friseur.

Nacht 76 - Die Prophezeiungen des Friseurs
Der Friseur nervt. Anstatt die Haare zu schneiden, erstellt er dem jungen Verliebten ein Horoskop. Und verkündet Unheil. Doch wer kann sich eines geschwätzigen Friseurs erwehren, der ein Universalgelehrter ist und kostenlos seine Dienste anbietet?

Nacht 77 - Ein Friseur mit Ehrgefühl
Der junge Mann erträgt den plappernden Friseur nicht mehr und will unverrichteter Dinge aufbrechen. Doch das lässt der Friseur nicht zu, schließlich hat er bereits dessen Vater die Haare geschnitten. Und ihm die besten Horoskope erstellt! N. N.

Nacht 78 - Horoskop aus Tradition
Der Friseur schneidet dem jungen Mann ein paar Härchen ab, dann hört er wieder auf. Er klopft Sprüche, gibt an und versteht die Eile des Kunden nicht. Dessen Vater und Großvater taten doch nie etwas, ohne den Rat des Friseurs einzuholen! N. N.

Nacht 79 - Eine Notlüge
Gibt es ein Entkommen vor dem Friseur? Der junge Mann behauptet, er müsse zu einem Festessen. Der Friseur schreckt auf: er hat ja selbst Freunde eingeladen, doch das Einkaufen vergessen! Da wittert der junge Mann seine Chance. N. N.

Nacht 80 - Von einem Schlamassel in den nächsten
Der Friseur möchte unbedingt sein Festessen mit dem des jungen Manns zusammenlegen. Damit der all seine großartigen Freunde kennenlernt! Doch er druckst herum, und der Friseur ahnt, dass er hinters Licht geführt werden soll. Aber nicht mit ihm! N. N.

Nacht 81 - Gut gemeint, schlecht gelaufen
Der Friseur richtet ein Durcheinander an: Er denkt, der junge Mann sei im Haus des Kadis ermordet worden. Dabei ist er in die Tochter des Kadis verliebt und versteckt sich in einer Truhe. Der keifende Friseur bringt den jungen Mann in große Gefahr. N. N.

Nacht 82 - Verfolgungsjagd durch Bagdad
Quer durch Bagdad verfolgt der Friseur den jungen Mann. Der weiß kein Entkommen und flüchtet nach China. So endet seine Erzählung beim Festmahl. Er hofft, dass die Anwesenden nun verstehen, warum er nicht mit dem Friseur an einem Tisch essen kann. N. N.

Nacht 83 - Herr Schweigsam und seine sechs Brüder
Der Friseur will sich durch seine eigene Geschichte erklären. Er tut schließlich nur Gutes! Das kann er anhand der Schicksale seiner sechs Brüder beweisen. Der Vierte war einäugig und Fleischer in Bagdad. Eines Tages betrügt ihn ein böser alter Mann. N. N.

Nacht 84 - Ein böser Zauber
Im Laden des Fleischers hat sich ein aufgehängter Schafbock in einen toten Mann verwandelt. Die Menschen sind aufgebracht, der Alte schlägt dem Fleischer ein Auge aus. Er flüchtet in die nächste Stadt, wo ihm nochmal willkürliche Gewalt widerfährt. N. N.

Nacht 85 - Aller schlechten Dinge sind drei
Der geschwätzige Friseur erzählt dem Kalifen weiter von seinem Bruder, dem gebeutelten einäugigen Fleischer. Der hört nicht auf sein Bauchgefühl, sondern bleibt in der Stadt – nur, um ein drittes Mal misshandelt und dann ausgewiesen zu werden. N. N.

Nacht 86 - Der Bruder mit den abgeschnittenen Ohren
Der Friseur und seine sechs Brüder erben vom Vater jeweils 100 Dirham. Einer investiert alles begeistert in Glaswaren. In seiner Fantasie macht ihn der Glashandel zum reichsten Mann von Bagdad. Mindestens. Seine Tagträume kennen keine Grenzen. N. N.

Nacht 87 - Böse Fantastereien
Der Friseur erzählt dem Kalifen, dass sich sein Bruder gierige Allmachtsfantasien ausmalte, sich vorstellte, wie er seine zukünftige Ehefrau regelrecht erniedrigen wird. Doch dann schlägt ihm seine Fantasie in der realen Welt ein böses Schnippchen. N. N.

Nacht 88 - Grausame Spiele
Eine alte Frau will den Bruder verkuppeln. Er lässt sich darauf ein und folgt ihr. Kerzengerade steht er vor einer Schönen. Die spielt mit ihm, bis sie keine Lust mehr hat und verschwindet. Als ein Muskelprotz erscheint, nimmt das Unheil seinen Lauf. N. N.

Nacht 89 - Rachefeldzug mit Folgen
Der Bruder mit den Glaswaren schwört Rache an seinen Folterern. Verkleidet kehrt er in das Haus der alten Frau zurück, tötet den Sklaven, die Dienerin, die Kellermeisterin. Das Mädchen fleht ihn an – sie sei selbst ein Opfer. Er glaubt ihr. N. N.

Nacht 90 - Der Mann mit dem freundlichen Gesicht
Der Friseur holt aus und erzählt von seinem sechsten Bruder. Der war verarmt. Ein freundlicher Mann lädt ihn ein: der Tisch ist gedeckt, er soll sich die Hände waschen. Doch der Bruder ist irritiert: er kann weder Essen noch Waschschüssel sehen. N. N.

Nacht 91 - Fata Morgana im Kuppelsaal
Der Hausherr lässt seine Diener allerhand Leckereien holen: Sauerfleisch, mit Pistazien gemästete Küken, Mandelspeise. Allesamt unsichtbar. Der Bruder spielt mit, tut so, als würde er essen. Wie kann er sich rächen? Klar ist: mehr Wein muss her! N. N.

Nacht 92 - Zwanzig Jahre Saus und Braus
Der redselige Friseur erzählt: sein Bruder hat den Hausherrn beeindruckt, wird zu dessen Zechkumpan und Vermögensverwalter. Als der Herr stirbt und der Bruder verarmt, kommt der Friseur auch für seinen sechsten Bruder auf – so rechtschaffen ist er! N. N.

Nacht 93 - Zurück beim Kaiser von China
Der Kaiser von China findet: die Geschichten des Schneiders von dem neugierigen Friseur und dem betrunkenen Buckligen sind das Beste, was er je gehört hat. Er lässt den steinalt gewordenen Friseur aus dem Gefängnis holen. Der plappert gleich los. N. N.

Nacht 94 - Drei Mörder und keine Leiche
Der Friseur will den toten Buckligen sehen. Dann lacht er: diese Geschichte muss mit goldener Tinte aufgeschrieben werden! Mit seinem Barbierwerkzeug zieht er einfach die Gräte aus dem Rachen des Buckligen. Der nießt, springt auf und rennt davon. N. N.

Nacht 95 - Lang wie eine Lanze, aufrechter als ein Schreibrohr
Schahrasad erzählt: In Persien lebte ein gerechter König. Ihm fehlte ein Sohn, ein Nachfolger. Dann trifft er eine Frau. Anmutig ist sie, lang wie eine Lanze, aufrechter als ein Schreibrohr. Sie heiraten. Ein ganzes Jahr lang spricht sie kein Wort. N. N.

Nacht 96 - Dschullanar aus dem Meer
Die Frau des Königs bricht ihr Schweigen, um mitzuteilen: sie ist schwanger. Und sie offenbart ihren Namen: Dschullanar, Tochter eines Meereskönigs. Sie ist abtrünnig geworden, dem Meer entstiegen, um einen Mann vom Festland zu heiraten. N. N.

Nacht 97 - Der entführte Königssohn
Der König beobachtet, wie die Familie seiner Frau dem Meer entsteigt. Sie wollen Dschullanar zurückholen, doch sie bleibt und gebiert ihren Sohn an Land. Der König ist außer sich vor Freude. Sein Schwager Saih aber nutzt seine Sorglosigkeit aus. N. N.

Nacht 98 - Wesen aus dem Wasser
Das Meer rauscht, es schäumt und teilt sich: Königssohn Badr taucht mit seinem Onkel wieder auf. Badr musste Meeresrituale durchlaufen, damit er auch unter Wasser leben kann. Badrs Vater erhält wertvolle Geschenke, beste Perlen aus dem Meer. N. N.

Nacht 99 - Meereskönigin gesucht
Der persische König ist tot, sein Sohn Badr übernimmt. Rasch soll er eine Meereskönigin heiraten. Vielleicht Dschauhara? Vor Neid auf ihre Schönheit verblassen die Schwanzfedern der Adler, heißt es. Ihr Vater aber ist der größte Tyrann aller Zeiten. N. N.

Nacht 100 - Schockverliebt
Königin Dschauhara. Welch ein Klang! Badr ist aufs bloße Hören hin schockverliebt. Nur sie will er heiraten. Mit seinem Onkel schwimmt er zur Großmutter. Sie ist erzürnt: wieso wurde Dschauhara ins Spiel gebracht, mit ihrem dummen, bösartigen Vater? N. N.

Nacht 101 - Ein fürchterlicher Krieg
Schlagt ihm den Kopf ab! - ruft König Schamandal, als König Badr um die Hand seiner Tochter Dschauhara anhält. Für ihn ist das eine Kriegserklärung. Doch die Armee von Badr gewinnt. Schamandal liegt in Ketten, seine Tochter flieht auf eine Insel. N. N.

Nacht 102 - Zweifelhaftes Inselglück
Meereskönigin Dschauhara und König Badr sind zufällig auf dieselbe Insel geflüchtet. Verliebt steht Badr unter dem Baum, auf dem sie sitzt. Sie möge runtergekommen! Er liebt sie! Ihr Vater werde freigelassen, sie heiraten. Dschauhara spielt mit. N. N.

Nacht 103 - Verzaubert in einen weißen Vogel
Dschauhara verzaubert Badr in einen prachtvollen Vogel. Ihre Dienerin hat Mitleid – statt Vogel Badr wie verlangt auf die Insel des Durstes zu bringen, setzt sie ihn an einem fruchtbaren Ort aus. Dort ist ausgerechnet ein Jäger von ihm hingerissen. N. N.

Nacht 104 - Endlich wieder Mensch
Der König kauft dem Jäger den weißen Vogel ab. Seine Frau erkennt König Badr in dem Tier, und mit einem mächtigen Spruch zaubert sie ihn zurück. Überglücklich küsst Badr den König. Der möchte seine ganze Geschichte hören. Badr erzählt. N. N.

Nacht 105 - Im tosenden Meer
König Badr tritt die Heimreise an. Ein Seesturm schmettert sein Schiff gegen einen Felsen, tagelang treibt er im Meer. Als er vor einer geheimnisvollen Stadt strandet, eilen Tiere herbei. Sie hindern Badr mit Tritten daran, aus dem Wasser zu kommen. N. N.

Nacht 106 - Von einem Zauber in den nächsten
Ein alter Gemüsehändler gewährt Badr Schutz. Er erzählt: in der grauen Stadt herrscht Königin Lab. Sie nimmt sich jeden jungen Neuankömmling für 40 Tage, dann verzaubert sie ihn in ein Tier. Badr bangt –er war doch eben erst verzaubert! N.N.

Nacht 107 - Herrscherin über die Zauberstadt
König Badr lebt einen Monat beim Gemüsehändler. Dann taucht Königin Lab mit ihrer Armee auf, um Badr zu holen. Der Gemüsehändler gibt ihn als seinen Neffen aus. Die Königin schwört, ihm kein Härchen zu krümmen, und der Alte muss zustimmen. N. N.

Nacht 108 - Ein Palast wie aus dem Garten Eden
Als Königin Lab ihren Schleier lüftet, ist es um den jungen König Badr geschehen. Darf er wirklich Tage und Nächte mit ihr auf dem Liebeslager verbringen? Dafür würde Badr glatt sterben. Der Gemüsehändler gibt ihn frei. Und die Königin triumphiert. N. N.

Nacht 109 - Badr im Liebestaumel
Für König Badr geht ein Traum in Erfüllung: 40 Tage und Nächte vergnügt er sich mit Königin Lab. Sie essen, trinken, lieben sich, und Badr vergisst den Kummer der Fremde. Nirgends sonst will er sein. Am nächsten Morgen ist die Königin fort. N. N.

Nacht 110 - Seltsame Vögel
Badr beobachtet, wie ein schwarzer Vogel einen weißen begattet, der danach menschliche Gestalt annimmt – Königin Lab! Badr ist wütend, eifersüchtig. Als er den Gemüsehändler besucht, weiht der ihn ein: all die Vögel sind verzauberte junge Männer. N. N.

Nacht 111 - Zweierlei Gerstenbrei
Badr beobachtet nachts die mächtige Königin Lab: sie zaubert einen Fluss in den Palast, lässt Gerste wachsen, stellt aus den Ähren Mehl, und daraus einen Brei her. Der Gemüsehändler weiß was zu tun ist. Er überreicht Badr seinen eigenen Gerstenbrei. N. N.

Nacht 112 - Verwandlung in eine Maultierstute
Königin Lab merkt, dass ihr Zauberspruch bei Badr nicht wirkt. Sie habe nur Spaß gemacht, versichert sie. Und probiert von seinem Gerstenbrei. Da zittert sie am ganzen Körper. Badr verwandelt sie in eine Maultierstute und reitet auf ihr in die Welt. N. N.

Nacht 113 - Königinnen und Zauberinnen
Badr verkauft die Maultierstute einer alten Frau. Sie ist Königin Labs Mutter und verwandelt das Tier zurück in ihre Tochter. Badrs Flucht misslingt. Er wird in einen hässlichen Vogel verzaubert und in einen Käfig gesperrt. Eine Dienerin hat Mitleid. N.N.

Nacht 114 - Das große Happy End
Nach dem Sieg von König Badrs Familie fehlt nur noch eine Frau für ihn. Seine Mutter Dschullanar lässt in allen Städten und Ländern Ausschau halten. Doch er weiß längst, wen er will: nur diese eine, Königin Dschahara. Stimmt ihr Vater diesmal zu? N. N.

Nacht 115 - Eine verstörte Ente
Eine angsterfüllte Ente trifft auf eine freundliche Pfauenhenne. Sie fordert die Ente auf, ihre Sorgen zu teilen. Die hat Angst vor Menschen: Nicht Fische, noch Vögel, nicht einmal Insekten sind vor ihnen sicher! Frau Pfau beruhigt: hier gibt es keine.

Nacht 116 - Ein nervöser Esel
Die Ente erzählt Frau Pfau von einem jungen Löwen. Selbst dessen Vater warnt vor den Menschen. Aus einer Staubwolke erscheint ein Esel - der hat hier einen Menschen gesehen! Er sucht Schutz vor dem Sohn Adams, der Esel bis auf die Knochen ausbeutet.

Nacht 117 - Ein fliehendes Pferd
Der Löwe möchte die Ente beruhigen, indem er den Menschen tötet. Doch sogar das kräftige Pferd hat Angst vor dem Sohn Adams. Detailliert schildert es, mit welchen Erfindungen Menschen Pferde kontrollieren, unterwerfen, verwerten. Bis in den Tod.

Nacht 118 - Ein panisches Kamel
Verschlagen, heimtückisch, listig. So zeigen sich die Menschen den Tieren. Aus einer Staubwolke tritt ein rennendes Kamel hervor. Die riesige Kreatur erzählt von ihren Demütigungen. Und von akuter Gefahr – denn ein Mensch ist hinter ihm her.

Nacht 119 - Ein unerkannter Mensch
Ein alter Mann taucht auf. Rasch unterwirft er sich dem zähnefletschenden Löwen. Da dieser noch nie einen Menschen gesehen hat, erkennt er den Zimmermann nicht. Der hat den Auftrag, eine Schutzhütte für den Gepard zu zimmern. Die will der Löwe auch!

Nacht 120 - Ein niederträchtiger Adamssohn
Der Zimmermann baut eine Kiste. Der Löwe soll hineingehen, um Maß zu nehmen. Die ist doch zu klein?! Doch der Zimmermann zwängt ihn hinein und nagelt die Kiste zu. Er triumphiert. Das muss dieser Adamssohn sein, vor dem alle Tiere Angst haben.

Nacht 121 - Eine freundliche Antilope
Eine Antilope freundet sich mit Frau Pfau und der Ente an. Eines Tages ankert in der Nähe ein Schiff. Frau Pfau fliegt davon, die Antilope rennt in die Steppe. Nur die Ente ist zu langsam und wird zur Jagdbeute. Und Schahrasad fragt: Was ist Glück?

Was zuvor geschah
König Schahriyar ist gekränkt: seine Ehefrau betrügt ihn. Jede Nacht rächt er sich an einer anderen Frau. Dann meldet sich die kluge Schahrasad freiwillig. Sie hat einen Plan: den König mit ihren Geschichten zu fesseln und vom Morden abzubringen.

Nacht 1 - Der tödliche Dattelkern
Schahrasad erzählt: Ein reisender Kaufmann rettet sich vor großer Hitze unter einen Nussbaum. Versehentlich tötet er den Sohn eines Dschinnis, der auf der Plantage lebt. Aus Rache will der den Kaufmann töten. Verzweifelt sucht er nach einem Ausweg.

Nacht 2 - Ein Jahr Aufschub
Der Dschinni will den Kaufmann mit seinem Schwert töten, doch der Kaufmann verhandelt und bekommt Aufschub. Er zieht los, um sich von seiner Familie zu verabschieden. Am vereinbarten Tag kehrt er zurück – und trifft einen Mann mit einer Gazelle.

Nacht 3 - Drei geheimnisvolle Alte
Ein zweiter und ein dritter Mann tauchen auf der Plantage auf. Auch sie wollen das Ende der Geschichte des Kaufmanns erleben und warten auf den wütenden Dschinni. Schließlich wirbelt Staub auf, der Dschinni erscheint und zückt sogleich sein Schwert.

Nacht 4 - Die verzauberte Gazelle
Der erste alte Mann macht einen Deal mit dem rachsüchtigen Dschinni: Er erzählt die Geschichte von seiner verzauberten Gazelle. Und wenn die Geschichte dem Dschinni gefällt, bekommt der Alte ein Drittel des Lebens vom Kaufmann geschenkt.

Nacht 5 - Zauber und Gegenzauber
Die Gazelle des Alten war einmal seine Ehefrau, die zaubern konnte. Sie hatte die Geliebte des Alten aus Eifersucht in eine Kuh, deren Sohn in ein Kalb verwandelt. Die Kuh wurde geschlachtet. Für das Kalb besteht Hoffnung, wieder Mensch zu werden.

Nacht 6 - Die zwei Windhündinnen
Der zweite Alte erzählt: Die beiden Hündinnen waren einmal seine Brüder. Alle drei hatten Geld von ihrem Vater geerbt und ihr Glück gesucht. Während der Alte einen florierenden Laden aufbaute, verprassten seine Brüder ihren Anteil.

Nacht 7 - Die übernatürlichen Kräfte einer Ehefrau
Der Alte erzählt von seiner Hochzeit auf einer Handelsreise. Seine eifersüchtigen Brüder wollten ihn und seine Frau töten und warfen sie ins Meer. Sie hatten jedoch nicht mit den übernatürlichen Kräften der Ehefrau gerechnet.

Nacht 8 - Ein Träger taucht auf
Die drei Alten haben den Kaufmann mit ihren Geschichten freibekommen. Schahrasad setzt zu einer neuen Erzählung an: auf dem Markt in Bagdad bietet ein Träger einer einkaufenden Frau seine Dienste an. Bald schon stöhnt er unter der Last.

Nacht 9 - Das Haus der drei Schwestern
Schahrasad erzählt: eine reiche Dame kommt mit einem Träger von ihrer Einkaufstour nach Hause. Sie lebt mit ihren beiden Schwestern in prächtigen Räumen. Der Träger staunt über die Festhalle und die strahlende Erscheinung der drei Frauen.

Nacht 10 - Wein und Gesang - unter einer Bedingung
Die drei Schwestern leben allein in ihrem großen Haus. Der Träger findet: da fehlt ein Mann, denn jeder Tisch hat vier Beine. Er darf unter der Bedingung bleiben, nichts darüber zu erzählen. Sodann kann das Fest steigen, der Weinkelch kreisen.

Nacht 11 - Das Basilikum des Draufgängers
Die drei Schwestern und ihr Gast lassen es sich gut gehen. Mit köstlichen Speisen, vielen Bechern Wein, mit Liebkosungen und Fausthieben, und schließlich splitternackt im Wasserbecken. Die Frauen provozieren ihren Gast mit ihrer Offenheit.

Nacht 12 - Drei einäugige Bettelmönche
Nach dem gemeinsamen Gelage wollen die Schwestern ihren Gast verabschieden, doch der überredet sie, über Nacht zu bleiben. Dafür verspricht er, sich vollständig und unhinterfragt ihren Regeln zu unterwerfen. Dann klopft es an der Tür.

Nacht 13 - Hoher Besuch inkognito
Der Kalif von Bagdad, sein Wesir und ein Diener ziehen durch die nächtliche Stadt und hören die Party hinter der Haustür der drei Schwestern. Der Kalif möchte unbedingt mitfeiern. Eine verrückte Geschichte muss her, damit sie nicht erkannt werden.

Nacht 14 - Ein geheimnisvolles Ritual
Die neuen Gäste müssen versprechen, Augen ohne Zungen zu sein und über das bei den drei Schwestern Erlebte zu schweigen. Denn es wird bizarr: eine der Schwestern schlägt ihre beiden Hündinnen, nur um sie anschließend zu küssen und mit ihnen zu weinen.

Nacht 15 - Im Liebeswahn
Spät in der Nacht führt die zweite Schwester ihr Ritual durch. Sie spielt Laute und singt, bis sie in Ohnmacht fällt und ihr geschundener Körper sichtbar wird. Was hat das zu bedeuten? Die Gäste dürfen keine Fragen stellen. Sie platzen vor Neugier.

Nacht 16 - Gefährliche Neugier
Die Gäste der drei merkwürdigen Schwestern halten es kaum mehr aus. Die Männer wollen wissen, weshalb die drei Frauen ihre gewaltsamen Rituale vollziehen. Sie fragen – und verstoßen damit gegen die Vereinbarung. Sogleich folgt die Strafe.

Nacht 17 - Ein schreibender Affe
Schahrasad erzählt: Die drei mysteriösen Schwestern fordern alle Gäste auf, ihre Geschichte zu erzählen. Andernfalls werde ihnen der Kopf abgeschlagen. Einer trumpft auf: einst war er ein Königssohn, der in einen klugen Affen verzaubert wurde.

Nacht 18 - Der Verwandlungskampf
Die Tochter des Königs will den klugen Affen zurück in einen Menschen verwandeln. Sie murmelt Zaubersprüche, bis das böse Wesen auftaucht, das ihn verzaubert hat, ein Ifrit. Die beiden liefern sich einen rasanten Kampf in wechselnden Gestalten.

Nacht 19 - Der Lebensgeist des Ifrits
Das Mädchen kämpft weiter, um den Affen zurück in einen Königssohn zu verwandeln. Sie ringt mit dem Ifrit, bis die Funken sprühen und alles in einem Flammenmeer endet. Das Mädchen gewinnt, der Affe wird zum Königssohn. Doch sie ist schwer verletzt.

Nacht 20 - Der Abstieg zum Bettelmönch
Der Königssohn ist gerettet, aber der Preis ist hoch. Es gibt Tote und Verletzte, er muss den Palast verlassen. Als Bettelmönch streift er umher, bis er Bagdad und schließlich das Haus der Damen erreicht. Das ist seine Geschichte.

Nacht 21 - Die versteinerte Stadt
Der Kalif verlangt von den drei Schwestern, auch ihre Geschichten zu erzählen. Die Jüngste beginnt: sie hatte einst zwei weitere Schwestern, mit denen sie eines Tages zu einer Handelsreise auf dem Meer aufbrach. Sie erreichten eine versteinerte Stadt.

Nacht 22 - Eine lockende Stimme
Alle Stadtbewohner sind verzaubert, der Palast liegt still, scheint jedoch bewohnt. Die junge Frau erkundet den seltsamen Ort, bis um Mitternacht eine feine Melodie erklingt. Sie folgt der Stimme, die zu einem jungen Mann in einem Gebetsraum führt.
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