
bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter
bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter. Der Ökonom und Strategieberater bringt Wirtschaft und Finanzen auf den Punkt. Unverblümt und unabhängig gibt Stelter pointierte Antworten auf die Wirtschaftsfragen unserer Zeit. Featured by Handelsblatt.
Folgen

Strafzölle retten Volkswagen nicht
Bekanntlich schläft die Konkurrenz nicht und Wettbewerb ist für die deutsche Wirtschaft eigentlich auch nichts Neues. In vielen Branchen ist der Wettbewerbsdruck aber inzwischen enorm. Besonders deutlich spürt das der Volkswagen-Konzern. Am 9. Juli 2026 hat der VW-Aufsichtsrat über das größte Sparprogramm der Firmengeschichte beraten. Bis zu 100.000 Stellen weltweit sollen wegfallen, vier deutsche

Investitionsstreik in Deutschland
Deutschland investiert immer weniger. Die produktiven Netto-Investitionen liegen bei 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – vor der Finanzkrise waren es zwei Prozent. China erreicht 23 Prozent, Indien 14, die USA vier, die EU im Schnitt zwei. Unser Land ist offenbar nicht mehr der Ort, an dem Wohlstand entsteht.Diese Fakten dokumentiert die McKinsey-Standortstudie „Catalyzing Competitiveness: Whe

Strom ist (und bleibt) zu teuer
Anfang Juli 2026 hat der Koalitionsausschuss der schwarz-roten Bundesregierung nach zehn Stunden Verhandlung 34 Maßnahmen beschlossen, um Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau, Steuerentlastungen und Reformen bei Rente und Arbeitsmarkt voranzubringen. Zum Kernproblem der deutschen Industrie – den Strompreisen – findet sich kein Wort. Die Situation ist nicht neu. Dafür nimmt die Dringlichkeit

KI: Die Ungleichheitsmaschine
Künstliche Intelligenz könnte zu mehr Ungleichheit führen. Das befürchtet jedenfalls MIT-Professor Daron Acemoğlu. Der Träger des 2024er Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften prognostiziert, dass ein immer größerer Teil der Wertschöpfung den Kapitalbesitzern zufallen würde, ein immer kleinerer Teil den Arbeitnehmern. Wenige Ökonomen haben diese These so weit gedacht wie Phil

Hat die EZB ihre Lektion gelernt?
Am 11. Juni 2026 hat die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen erhöht – auf 2,25 Prozent und damit um 25 Basispunkte. Die Gründe für diese Erhöhung waren der Iran-Krieg und der dadurch ausgelöste Energiepreis-Schock. Die EZB betonte, aus dem Fehler der Vergangenheit gelernt zu haben. Vier Jahre ist es jetzt her, dass Russlands Überfall auf die Ukraine einen ä

Digitale Kolonie Europa
Am 1. April 2026 sendete die ARD im Vorabendprogramm „Wissen vor Acht – Erde” einen Beitrag über KI und Klima. Tenor: Künstliche Intelligenz sei klimaschädlich, statt KI solle man lieber das eigene Gehirn benutzen. Es war kein Aprilscherz. Es wirkte aber wie einer. Der Beitrag wurde wiederholt und steht noch immer in der Mediathek. Während in Deutschland zur Hauptsendezeit die Klimabilanz von

Europa klar im Vorteil
Johannes Reck gründete 2009 während seines Studiums an der ETH Zürich eines der heute erfolgreichsten europäischen Tech-Unternehmen: GetYourGuide, die führende globale Plattform für gebuchte Reise-Erlebnisse. Längst hat GetYourGuide den Hauptsitz nach Berlin verlegt und inzwischen ist daraus ein Konzern mit über zwei Milliarden Dollar Bewertung geworden – 50.000 Partner, 200.000 bestellbare Erlebn

Arme reicher machen statt Reiche ärmer
Sollte man Milliardäre stärker besteuern? Oder sollte man sie am besten gleich abschaffen? In Deutschland fordert die Partei Die Linke seit Februar 2025 die Halbierung der Milliardärsvermögen binnen zehn Jahren.Hinter all diesen Vorschlägen steht der französische Ökonom Thomas Piketty. Mit seiner Formel „r (die Rendite auf dem Kapital) ist größer als g (das Wachstum der Wirtschaft)" lieferte er 20

Offene Schranken statt Gegen-Zölle
Am 27. März 2026 hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf Vorschlag von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) den Freihandelsbefürworter und Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), Gabriel Felbermayr, in den Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen. Felbermayr ist damit einer der fünf „Wirtschaftswei

Heuschrecken als Aufbauhelfer
Im April 2005 nannte der damalige SPD-Chef Franz Müntefering Finanzinvestoren „Heuschrecken" – auf der internen SPD-Liste standen elf Namen: KKR, Apax, Goldman Sachs, BC Partners, Carlyle, Permira, Blackstone, CVC, Advent, Saban und WCM. Münteferings Lehrstück war die Grohe AG. Einundzwanzig Jahre später ist Grohe globaler Marktführer im Sanitärbereich, Hauptsitz Düsseldorf, mehrere tausend Beschä

Politik ohne Kompetenz
Thomas Sattelberger, ein ehemaliger deutscher Spitzenmanager bei verschiedenen Großunternehmen, sagte einmal in einem Interview: „China hat eine Vision. Wir hingegen warten auf die Not oder den Gegner.” Der Ökonom Dr. Jochen Andritzky, früherer Generalsekretär des Sachverständigenrates für die Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Fünf Wirtschaftsweise) und Mitgründer der Zukunft-Fab

Ohne Ziel ist alles Wurscht
Ende Mai 2026 hat der Sachverständigenrat für die Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – Fünf Wirtschaftsweise – sein Frühjahrsgutachten vorgelegt. Mit einer harten Diagnose: Die deutsche Wirtschaft befindet sich im siebten Jahr einer anhaltenden Schwäche, die Ursachen sind strukturell, der Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz steigt unter geltendem Recht bis zum Jahr 2040 auf 49,7

Vom radikalen Neustart zur Ernüchterung
Kurz vor der Bundestagswahl, im Februar 2025, hat Prof. Hans-Werner Sinn bei bto in Episode #277 die Wahlprogramme der Parteien analysiert. Sein Befund: Deutschland brauche einen radikalen Neustart, der weit über die Agenda 2010 hinausgeht. Doch keine der antretenden Parteien – weder Union, SPD, Grüne, FDP, BSW noch AfD – habe die nötigen wirtschaftspolitischen Antworten geliefert, um den Niederga

Reformtherapie statt Geldinfusionen
Die EU steht nicht gut da. Der Draghi-Report warnt. Der Letta-Report kritisiert. Die Deindustrialisierung schreitet voran. Die Wachstumslücke zu den USA wächst und der Binnenmarkt hat Handelshürden von 45 Prozent auf Waren und 110 Prozent auf Dienstleistungen – ein Vielfaches der Trump-Zölle – nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Antwort auf die Probleme? Wie immer:

Wenig Bildung, ergo wenig Wohlstand
In der vorangegangenen Episode #391 hat Jonas Schreiber, ein Realschullehrer aus Bayern, über die Realität in den Klassenzimmern berichtet. In dieser Folge reichen wir nun die wissenschaftliche Untermauerung nach. Dr. Ludger Wößmann, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München und als Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik einer der einflussreichsten Bildungsökonomen Europas, war

Krise des Bildungswesens
Die Technische Universität Berlin musste eilig ihr Hauptgebäude räumen – die Bausubstanz ist nicht mehr sicher. Eine Studie des UNICEF-Forschungsinstituts Innocenti stuft Deutschland beim Kindeswohl auf Platz 25 von 37 wohlhabenden Ländern ein. Im Bildungsbereich wird sogar nur Platz 34 erreicht. Nur 60 Prozent der 15-Jährigen schaffen die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik. Stammen sie aus

Chinas Aufstieg – Amerikas Niedergang
Der US-Präsident reiste in einer Position der Schwäche nach China und seine Gastgeber gaben ihm durchaus zu verstehen, dass sie sich in einer vorteilhafteren Stellung sehen. Große Durchbrüche waren von dieser Visite demzufolge nicht zu erwarten und traten auch nicht ein. All das passt in die Situation einer sich verschiebenden Weltordnung, bei der zu hoffen bleibt, dass der Übergang nicht zu einem

Fatale Kombination: Verschuldung und Inflation
Angesichts der immer weiter steigenden Verschuldung ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Notenbank der “Fiskalischen Dominanz” beugen muss. Mit diesem Begriff bezeichnen Ökonomen den Zustand, in dem die Sicherung der Zahlungsfähigkeit des Staates vor der Inflationsbekämpfung steht. Doch nicht nur die fiskalische Dominanz gefährdet die Unabhängigkeit der Notenbank, sondern auch die “Finanzi

Finger weg vom deutschen Gold!
Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin, hat vorgeschlagen, die Bundesbank solle einen Teil ihrer Goldreserven verkaufen, um mit den Erlösen die dringend nötigen Investitionen in die Zukunft zu tätigen. Ein Vorschlag, der nicht nur einmal mehr verdeutlicht, wie sehr die staatlichen Finanzen aus dem Ruder laufen, sondern auch, wie gering die

Versagen der Gesundheitsbürokratie
Die deutschen Gesundheitsausgaben haben 2024 mit 538,2 Milliarden Euro einen neuen Rekord erreicht – 12,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, ein Plus von 37,4 Milliarden gegenüber 2023. Für 2025 schätzt das Statistische Bundesamt 579,5 Milliarden, ein weiterer Anstieg um 7,7 Prozent. Wir geben pro Kopf 6.444 Euro pro Jahr aus, mehr als jede vergleichbare europäische Volkswirtschaft. Und trotzdem:

Sozialstaat wirkungslos gegen rechts
Der Sozialabgabengedenktag – ein symbolischer Stichtag, der zeigt, bis zu welchem Tag eine durchschnittliche Person in Deutschland rechnerisch für alle Sozialausgaben gearbeitet hat – fiel 2026 auf den 11. April und lag damit zwei Tage später als noch 2025. Deutschland baut den Sozialstaat aus, statt ihn zu reformieren – über eine Billion Euro Sozialausgaben pro Jahr. Nach Umfragen des Deutschen G

Einfach überflüssig: der digitale Euro
Die EZB treibt den digitalen Euro mit Hochdruck voran — als strategisches Prestigeprojekt, begründet mit Souveränität, Effizienz und dem Erhalt von Zentralbankgeld im digitalen Zeitalter. Aber was soll dieses Ding eigentlich lösen? Wozu brauchen Bürgerinnen und Bürger einen „digitalen Euro“, wenn sie bereits bargeldlos mit Karte, SEPA Instant oder Wero zahlen können? Dr. Volker Wieland, Professor

Keine Antwort auf die Speicherfrage
Die Energiewende funktioniert nur mit teuren fossilen Back-Up-Kraftwerken. Da dieser Umstand nicht zum Image der “Freiheitsenergien” passt und außerdem nicht zur erwünschten Klimaneutralität führt, sollen Speicher das Problem der unbeständigen Stromerzeugung durch erneuerbare Energien lösen. Batterien gelten dabei vielen Beobachtern als wichtiger Baustein, andere setzen auf Wasserstoff – der zuvor

Die Wurzel der Deindustrialisierung Deutschlands
Vor 40 Jahren, am 26. April 1986, ereignete sich in Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl, einem der größten sowjetischen Kernkraftwerke, ein folgenschwerer Reaktorunfall. Die Katastrophe war das Ergebnis eines unzulässigen und nicht nur ungenügend vorbereiteten, sondern auch nicht genehmigten Experiments. Obwohl ein derartiges Unglück in Deutschland unmöglich war, führte es letztlich zum Komplet

Französische Verhältnisse
Wie geht es weiter, wenn Deutschland seinen Absturz nicht aufhalten kann? Die Antwort liegt näher, als wir denken – nämlich gleich jenseits des Rheins. Einfach nur Schulden machen, ohne Reformen durchzusetzen, wird Deutschland sehr schnell in „Französische Verhältnisse" führen – das ist eine sehr konkrete Gefahr.Im April 2026 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen neuen Fiscal Monitor v

Mehr Benchmarking für Deutschland
Seit Jahren liegt Estland bei der Digitalisierung des Staates vorne. Seit Jahren stellen die Esten regelmäßig ihre Technologie und Verfahren in Deutschland vor. Seit Jahren bieten die Esten ihre Software frei verfügbar an. Was zur Frage führt: Wieso übernehmen wir nicht eine solche etablierte und seit Jahren gut funktionierende Lösung?Das Muster ist in allen Politikbereichen stets das gleiche: Ein

Die echten Kosten der Dunkelflaute
Deutschland ignoriert die wahren Kosten der Energiewende. Die Systemkosten liegen bei über 36 Milliarden Euro jährlich und können auf 90 Milliarden steigen. Damit gibt es keine Aussicht auf günstigen Strom – im Gegenteil. Ohne politischen Kurswechsel müssen wir uns auf noch höhere Strompreise einstellen. Für den Standort Deutschland ist das ein existenzgefährdendes Szenario.Doch warum sind die Ern

Ökonomie kennt keine Schwerelosigkeit
Am 6. April 2026 hat die Orion-Kapsel der Artemis-II-Mission den Mond umrundet — der erste bemannte Mondflug seit über 50 Jahren. Vier Astronauten erreichten eine Rekorddistanz von 406.771 Kilometern von der Erde. Die Menschheit ist zurück im tiefen Weltraum. Doch das neue Weltraumrennen wird nicht von Staaten entschieden, sondern von Unternehmern.Die globale Weltraumwirtschaft hat 2024 ein Volume

Der Kapitalismus und sein Staat
In der vorangegangenen Episode #377 „FLEXIBEL UND UNDOGMATISCH” sprachen wir mit dem Harvard-Historiker Prof. Dr. Sven Beckert über seine Tausend-Jahre-Geschichte des Kapitalismus. Ein geschätzter Hörer hat daraufhin per Zuschrift eine fundamentale Kritik formuliert: Beckert beschreibe in seinem Buch zwar die Geschichte, würde aber nicht verstehen, was Kapitalismus eigentlich ist. Genau darüb

Flexibel und undogmatisch
Weltweit kehrt der Staat zurück. Doch bedeutet das zugleich das Ende des kapitalistischen Wirtschaftssystems? Keineswegs. In seiner Tausend-Jahre-Geschichte des Kapitalismus zeigt der deutsche Harvard-Historiker Prof. Dr. Sven Beckert, dass solche Umbrüche zum Rhythmus des Systems gehören: Phasen institutioneller Stabilität – die Nachkriegsordnung nach 1945, die neoliberale Ordnung nach 1975 – wer

Die mutlose Gesundheitskommission
Die FinanzKommission Gesundheit, berufen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), hat ihren ersten Bericht mit 66 Empfehlungen zur kurzfristigen Stabilisierung der GKV-Finanzen (Gesetzliche Krankenversicherung) vorgelegt. Aber fast die Hälfte der 42 Milliarden Euro Finanzwirkung sind gar keine echten Einsparungen, sondern Einnahmeerhöhungen und Kostenverschiebungen. Was Experten in bto-I

Ohne Reformen wächst nur die Inflation
500 Milliarden Euro Sondervermögen, steigende Verteidigungsausgaben, massive Infrastrukturinvestitionen – Deutschland plant so viel auszugeben, wie selten zuvor. Unabhängig davon, ob das Geld tatsächlich zweckgerichtet investiert wird, steht die Frage: Reicht das für mehr Wachstum? Eine neue Studie des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zeigt, dass in alternden Gesellschaften mit strukturel

Wir haben kein Geld
In der vorangegangenen Episode #373 „Die große Veruntreuung” hat der Ökonom Professor Lars Feld die expliziten Schulden Deutschlands analysiert: 851 Milliarden neue Schulden bis 2029, Schuldenquote auf 95 Prozent bis 2040. Doch das ist nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Die Generationenbilanz von Professor Bernd Raffelhüschen zeigt: Die wahre Staatsverschuldung liegt bei 15,4 Billionen Euro –

Die große Veruntreuung
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat berechnet, dass 86 Prozent der Mittel aus dem Sondervermögen im Jahr 2025 zweckentfremdet wurden. Das Münchner ifo Institut kommt sogar auf 95 Prozent. Ausgaben, die zuvor aus dem Kernhaushalt finanziert wurden, wanderten ins Sondervermögen und die frei gewordenen Mittel flossen in konsumtive Ausgaben.Die gefährlichste Konsequenz ist nicht die

Europäische Traumtänzerei
Wir befinden uns in einem globalen Wirtschaftskrieg, zu dessen Realität auch gehört, dass er immer wieder von militärisch geführten Kriegen flankiert wird – so wie derzeit im Iran. Es ist höchste Zeit, dass Deutschland und Europa das erkennen und entsprechend handeln. In Folge #306 „Globaler Wirtschaftskrieg" sprach Daniel Stelter mit dem Frankfurter Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Werner Plu

Economic Statecraft – Neuordnung der Weltwirtschaft
Die Welt befindet sich im Umbruch. Und wer die wirtschaftspolitischen Schlagzeilen der letzten Monate verfolgt, könnte meinen, es ginge um Zölle, Handelskriege, vielleicht noch um den Dollar. Doch was, wenn das alles nur die Oberfläche ist? Was, wenn hinter den scheinbar chaotischen Entscheidungen der Trump-Administration ein System steckt – eine Grand Strategy, die weit über klassische Wirtschaft

Energie ist die Achillesferse der Wirtschaft
Am 28. Februar 2026 haben die USA und Israel mit koordinierten Luftangriffen auf den Iran begonnen und damit die größte amerikanische Militäroperation im Nahen Osten seit dem Irakkrieg 2003 gestartet. Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Frachtschifffahrtsrouten der Welt, ist seitdem faktisch geschlossen. Durch dieses maritime Nadelöhr fließen rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels und be

Die Iran-Frage dreht sich um China
Der Krieg mit dem Iran ist Teil der geopolitischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China. Die EU ist dabei immer mehr zur Rolle des Zuschauers verdammt, aufgrund mangelnder wirtschaftlicher, militärischer und damit (geo)politischer Macht. Wie sehr China zu einem technologischen Rivalen geworden ist, konnte Bundeskanzler Merz bei seinem Besuch von Unitree Robotics in Hangzhou live erleben.&

Endlich deutsches Gas fördern
Bundeswirtschaftsministerin Reiche plädiert für die Förderung von Gas aus heimischen Lagerstätten. Eine klima- und geopolitisch richtige Forderung, schließlich ist Flüssiggas ähnlich umweltschädlich wie Kohle und die nationalen Vorkommen machen uns unabhängiger von den Verwerfungen in der Welt.Dass das sogenannte Fracking in Deutschland risikoarm betrieben werden kann, hat Professor Dr. Hans-Joach

Divergierender Währungsraum
Der Euro war von Beginn an kein optimaler Währungsraum: sehr unterschiedliche Wirtschaftsstrukturen, Produktivitätsniveaus, Staatsfinanzen und Arbeitsmärkte wurden unter einer einheitlichen Geldpolitik zusammengefasst. Das Ventil der Wechselkursanpassung zum Ausgleich von wirtschaftlichen Divergenzen entfiel.Die Hoffnung der Euro-Befürworter war damals, dass die gemeinsame Währung den Druck erzeug

Mehr Verteidigung ohne Schuldenunion
Russlands Angriffskrieg und das Zittern um die Verlässlichkeit des Partners USA zwingen Europa, seine Verteidigung massiv auszubauen. Schätzungen sprechen von rund 250 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr für die EU. In Paris und Rom sieht man darin den Hebel für die nächste Stufe der Schulden- und Transferunion. Doch das ist nicht der einzige Weg und für Deutschland ganz sicher nicht der beste. Wi

Das Guns-and-Butter-Modell
Mit dem Ende des Kalten Krieges sanken die Verteidigungsausgaben in den westlichen Staaten deutlich, in Europa bis 2015 im Schnitt um rund 25 Prozent gegenüber 1990. Diese „Friedensdividende“ wurde jedoch nicht genutzt, um Staat und Abgabenlast zu reduzieren, sondern um den Wohlfahrtsstaat auszubauen. Angesichts der geopolitischen Zeitenwende liegt es auf der Hand, dass wir diese Entwicklung

Die gefährliche Eurobonds-Falle
Der Ökonom Dr. Hanno Lustig, Professor für Finanzwesen an der Stanford University in Kalifornien, brachte angesichts der Eurobond-Diskussion das aktuelle europäische Finanzproblem mit zwei Sätzen auf den Punkt: „Hey Mitbewohner, ich stoße an mein Kreditkartenlimit. Sollen wir uns eine gemeinsame Kreditkarte zulegen?” (a. d. Engl.) Schon seit Jahren drängen die Eurozonen-Mitbewohner Frankreich

Kommunale Schuldenfalle
Deutschland erlebt eine Zeitenwende der Kommunalfinanzen. Haben die Kommunen zwischen 2015 und 2022 noch über 40 Milliarden Euro an Überschüssen erzielt, fahren Städte und Gemeinden seit 2023 immer größere Defizite ein. Für 2025 und die kommenden Jahre werden Defizite von über 30 Milliarden pro Jahr erwartet. Die wesentliche Verantwortung für die Misere trägt dabei die Bundespolitik, die den Kommu

Alles halb so schlimm?
Staatsschulden sind nicht per se schlecht – entscheidend ist, wofür sie eingesetzt werden. Aber wofür darf der Staat Schulden machen und wofür nicht? Ist das Ende von Sparzwang und schwarzer Null ein Freibrief für Staatsschulden? Können Staatsschulden nicht positiv wirken? Kann der Staat überhaupt ohne Schulden auskommen? Darüber hat Daniel Stelter im April 2022 in Folge 132 mit dem Titel Gefährli

Zukunftsrepublik statt Schuldenrepublik
Die Ausgaben des Bundes sind seit 2014 um 70 Prozent gestiegen – deutlich schneller als die Wirtschaftsleistung, die nominal um rund 50 Prozent zugelegt hat. Das viele Geld floss dabei nicht in Investitionen oder Bildung, sondern in den Ausbau des Sozialstaates und in den Schuldendienst. Trotz der Veruntreuung der eigentlich für Investitionen gedachten Sondervermögen klaffen in der Haushaltsplanun

Die veraltende Wirtschaft
Deutschland investiert seit Jahren zu wenig. Das gilt gleichermaßen für den Staat wie die Privatwirtschaft. Der Kapitalstock ist mittlerweile älter als in Frankreich und Italien und beinahe schon auf dem schlechten Niveau Großbritanniens. Eine Folge der ausbleibenden Investitionen ist, dass unser Wachstumspotenzial immer schlechter wird. Das müssten wir schnellstens ändern, doch leider passie

(Ir)rationales Gold
Der Goldpreis hat ungeahnte Höhen erreicht. In der letzten Januarwoche 2026 sind 5.000 US-Dollar pro Feinunze Gold überschritten worden. Ist das eine spekulative Blase oder sehen wir das finale Alarmsignal eines kollabierenden Schuldenzyklus? In dieser Episode geht es um das “Schuldenendspiel” und die Erosion des Vertrauens in Papierwährungen. Darüber spricht Daniel Stelter mit einem der führenden

Europa und die neue Sicherheitsökonomie
Das Zeitalter der „Kriegswirtschaft“ macht ein seit Jahrzehnten vor allem hierzulande vernachlässigtes Thema wieder hochaktuell: die wirtschaftspolitische Staatskunst, auch als Geoökonomie bezeichnet. Zum Begründer dieser Disziplin wurde der deutschstämmige Ökonom Albert O. Hirschman, der 1945 unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik vor dem Zweiten Weltkrieg das Buch mit

Willkommen in der Kriegswirtschaft
Das Theater um Grönland und die Reden in Davos haben es erneut gezeigt: Die Europäer haben immer noch nicht erkannt, wie fundamental sich die Weltordnung geändert hat. Seit etwa zehn Jahren verfolgt China eine Strategie, die systematisch und bewusst jeden bedeutenden Produktions-Bottleneck der Welt kontrolliert. China hat sich so systematisch auf einen neuen Kalten Krieg vorbereitet. Wie erfo

Staatlich erzeugte Wohnungsnot
Migration ohne Wohnungen zu bauen, bürokratisierte Bauauflagen und Überregulierung des Wohnungsmarktes haben Deutschland in die Wohnungsnot geführt. Doch statt daraus Schlüsse zu ziehen, überbieten sich die Parteien mit Interventionsphantasien, die bis zur Enteignung reichen.Dabei wäre es besser, sich auf den Markt zu besinnen, wie Professor Dr. Steffen Sebastian, Lehrstuhlinhaber für Immobilienfi

Finanzkrise reloaded
Die weltweite Verschuldung erreicht neue Rekordstände und die Risiken verlagern sich zunehmend in einen Bereich, der lange als sicher galt: die Staatsanleihemärkte. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürften die Staatsschulden der entwickelten Volkswirtschaften bis 2030 auf durchschnittlich knapp 120 Prozent des BIP steigen. Nicht wenige Staaten weisen schon heute Schuldenni

Wendepunkt für die Eurozone
Man musste kein Hellseher sein, um die Entscheidung der EU-Staats- und Regierungschefs vorauszusehen: Sie entschieden im Dezember 2025, dass nicht etwa russisches Vermögen für die weitere Ukraine-Hilfe mobilisiert wird, sondern die deutschen Steuerzahler. Erneut führten die EU-Staatsoberhäupter gemeinsam mit der EU-Kommission das gut eingeübte Stück “Deutschland zahlt” auf. Dabei wurde doch h

Der Euro ist eine Last
Mehr als zehn Jahre liegt die Eurokrise nun zurück. Der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Regierungen ist es vordergründig gelungen, den Euro zu stabilisieren und Zweifel am Fortbestand der Währungsunion zu zerstreuen. Und nicht nur das, die Eurozone scheint weiterhin attraktiv zu sein, wie der Beitritt Bulgariens Anfang des Jahres 2026 belegt.Kritiker würden anmerken, dass es nicht unbedingt

Kontrollverlust im Gesundheitswesen
Der demografische Wandel tritt in den kommenden Jahren mit voller Wucht ein. Damit das Sozialsystem diese Herausforderung bewältigen kann, müsste es heute in einem sehr stabilen Zustand sein. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Schon heute sind die Kosten für Rente, Gesundheit und Pflege völlig ausgeufert. Die Politik fokussiert sich derweil darauf, neue Einnahmequellen für ein ineffizient

Deutschland? Keine gute Aktie!
Wir leben in einer Zeitenwende. Aber in einer ganz anderen als von der Politik proklamiert. Es ist nicht nur ein geopolitischer, sondern ein fundamentaler ökonomischer Bruch. Während die Netzwerkökonomie – KI und Plattformen – zu einer „Winner-takes-most“-Verteilung führt und den Wohlfahrtsstaat unter Druck setzt, versuchen die Staaten, ihre explodierenden Schulden durch finanzielle Repression zu

Was für ein Jahr (2)
Das Jahr 2025 ist bald Geschichte. 2026 verspricht ein mindestens genauso spannendes (Podcast-)Jahr zu werden. Doch zunächst kommt der zweite Teil unseres Jahresrückblicks mit einer Auswahl der interessantesten Gespräche zur Ära Trump 2.0 und den Veränderungen in der Geopolitik, zu Verteidigung und Sicherheit in Europa, zur Geldordnung, zum Euro und den Schulden, aber auch zu Innovation und Zukunf

Was für ein Jahr (1)
Das Jahr 2025 ist auf der Zielgeraden angekommen. Nur noch ein paar Tage oder ein paar letzte Meter – um im Bild zu bleiben – und wir stehen vor einem neuen Jahr, dessen Herausforderungen schon deutlich erkennbar sind. Doch zunächst ist jetzt traditionell die Zeit für einen Blick zurück auf überaus spannende zwölf Podcast-Monate. Im heutigen ersten Teil des Rückblicks geht es um die wirtschaftlich

Unendliche Abhängigkeit
Die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA geht mit Europa hart ins Gericht. Dabei ist es falsch, von einer „Scheidungsurkunde“ zu sprechen, wie es der eine oder andere Politiker und Kommentator tat. Die neue Sicherheitsstrategie ist vielmehr so zu sehen wie das Schreiben eines sehr besorgten Freundes, der darauf hinweist, dass der Lebenswandel nicht geeignet ist, ein langes und gesundes Lebe

Rente ist Betrug à la Ponzi
Erneut hat die Politik in ihren Augen die Rente „sicher gemacht“, indem sie mal wieder ein Versprechen abgegeben hat, nämlich dass die Rente sicher sei. In Wirklichkeit haben die politisch Verantwortlichen aber nur versprochen, anderen Menschen mehr Geld abzunehmen, um es an die Rentner weiterzugeben. Das entspricht einem ordentlichen Ponzi-Schema, bei dem es darum geht, genug Einnahmen zu erziele

Im Dschungel des Sozialstaats
Über 500 Sozialleistungen gibt es auf Bundesebene – so eine Schätzung. Nichts Genaues weiß man nicht. Hinzu kommen noch vielfältige Leistungen auf Kommunal- und Landesebene. Der Sozialstaat ist so komplex, dass niemandem mehr klar wird, wer überhaupt wofür wie viel Geld erhält.Doch das, was man verstehen kann, führt bereits zu erheblichen Fehlanreizen, wenn es beispielsweise für Familien fast nich

EU behindert Entwicklung Afrikas
Anlässlich von 25 Jahren Partnerschaft trafen sich Ende November 2025 die Führungsspitzen von Europäischer Union (EU) und Afrikanischer Union (AU) sowie zahlreiche Staats- und Regierungschefs von Mitgliedstaaten beider Organisationen in der angolanischen Hauptstadt Luanda. Anwesend war auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron.Das siebte Gipfeltreffen EU-AU stand unter dem Motto „Förde

Fehlereingeständnis? Fehlanzeige!
Deutschland ist nicht allein mit seiner Energiewende. Großbritannien hat in den letzten 20 Jahren einen ähnlichen Weg gewählt – mit gleichem Ergebnis. Der Umstieg auf Wind und Sonne statt Kohle und Gas – und Deutschlands Verzicht auf Kernkraft – hat die Kosten für Strom explodieren lassen. Der Niedergang der energieintensiven Industrien in beiden Ländern dürfte eine direkte Folge davon sein, wie a

Cum-Ex bleibt ein Skandal
Rund 1,6 Milliarden Euro wollte sich Dänemark mit einer Klage vor dem Londoner High Court von Steuerbetrügern zurückholen und hat eine schwere Niederlage erlitten. Die Klage auf Erstattung von zu Unrecht erschlichenen Steuererstattungen – bekannt geworden als Cum-Ex-Skandal – wurde im Oktober 2025 abgewiesen, weil der Richter den dänischen Behörden mangelhafte Prüfung der Auszahlungen und damit fa

Trumps Angriff auf die Weltwirtschaft
In vielen Hauptstädten der Welt und in noch mehr Unternehmen wird man die Tage zählen, bis Donald Trump nicht mehr im Amt ist und alles wieder gut wird. Doch diese Hoffnung dürfte trügen. Trump hat den internationalen Rahmen zerschlagen, der seit 1945 Sicherheit, Wachstum und Wohlstand garantiert. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Trump – oder irgendjemand in seinem Umfeld – einen Plan hat, um d

Schlüsselindustrie am Tiefpunkt
Die deutsche Chemieindustrie schlägt Alarm: Hohe Energiepreise, schrumpfende Auslandsnachfrage und strukturelle Standortprobleme setzen der Branche massiv zu – und stehen sinnbildlich für die Krise der gesamten deutschen Industrie. „Die deutsche Chemie taumelt dem Jahresende entgegen, die Auftragsbücher sind im Inland und im Ausland leer“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Chemischen Ind

Licht und Schatten beim Mindestlohn
Sind steigende Löhne wirklich ein Gewinn für alle? Die Befürworter des Mindestlohns und seiner weiteren Steigerung verweisen auf den bisherigen Erfolg des Instruments. Und in der Tat hatte der deutliche Anstieg des Mindestlohnes seit seiner Einführung 2015 von 8,50 Euro je Stunde auf heute 12,82 Euro keinen messbaren negativen Effekt auf die Beschäftigung. Trotz einer durchschnittlichen Lohnsteige

Gold – Seismograf im Finanzsystem
In den letzten drei Jahren hat sich der Goldpreis mehr als verdoppelt – ein deutliches Zeichen wachsender Zweifel am Finanzsystem und möglicher Umbrüche im Weltwährungssystem. Immer mehr Notenbanken setzen auf Gold statt US-Dollar oder Euro. Was hinter diesem Trend steckt, kommentiert Daniel Stelter in dieser Episode. Was im Goldmarkt passiert, erklärte Ronald Stöferle, Managing Partner der Liecht

Die neue Weltfinanzordnung
Der Anteil des US-Dollars an den globalen Währungsreserven ist auf 56,3 Prozent gefallen. Das ist der niedrigste Stand seit 30 Jahren. China arbeitet systematisch daran, die Dollar-Dominanz zu brechen und wickelt einen immer größeren Anteil des Handels nicht mehr in Dollar, sondern in Renminbi ab. Schon jetzt liegt der Anteil bei rund 30 Prozent, nachdem auch Saudi-Arabien begonnen hat, die chines

Teil des Problems
Scott Bessent, der US-Finanzminister, hat sich in einem Artikel kritisch mit der Politik der US-Notenbank FED auseinandergesetzt. Er beklagt unzureichende theoretische Fundierung, Selbstüberschätzung und eine übermäßige Einmischung in die Märkte. Folge seien Blasen, Vermögensungleichheit und eine Verzerrung der Marktsignale.Diese Kritik ist berechtigt – wenngleich Bessent damit bestimmte politisch

Das ominöse Versagen des Marktes
Politiker und Interessenvertreter sprechen gerne von „Marktversagen“, um staatliche Eingriffe zu rechtfertigen. Tatsächlich ziehen aber staatliche Eingriffe allzu oft Fehlentwicklungen nach sich, die dann als angebliches Marktversagen gerechtfertigt werden. Beispiele gibt es dafür mehr als genug: die Energiepolitik, die Wohnungspolitik oder auch die Geldpolitik. Der sogenannte Greenspan-Put –

So sanieren wir Deutschland
Bereits im Jahr 2018 beschrieb Daniel Stelter in seinem Bestseller Das Märchen vom reichen Land: Wie die Politik uns ruiniert den absehbaren Niedergang Deutschlands. Mittlerweile ist allen klar, dass ein großer Teil seiner Prognosen eingetreten ist und unser Land in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Aber wie kann es weitergehen? Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden, um de

Das Ende des Fortschritts
Ein kurzer aktueller Einschub zur Chipkrise in der deutschen Automobilindustrie: Ein geopolitischer und wirtschaftlicher Konflikt zwischen den Niederlanden, China und (indirekt) den USA hat den globalen Halbleitermarkt stark belastet. Schwer betroffen kämpfen die deutschen Autohersteller gegen die Auswirkungen der Exportbeschränkungen für Halbleiter des Unternehmens Nexperia, die China als Reaktio

Glaubwürdigkeitsrevolution in der Ökonomie
Der Wirtschaftsnobelpreis 2021 ging an David Card, Joshua Angrist und Guido Imbens. Die drei Wissenschaftler erhielten die Auszeichnung für ihre bahnbrechenden Arbeiten, die die empirische Wirtschaftsforschung grundlegend verändert haben. Nicht nur, weil kürzlich der diesjährige Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen worden ist und auch nicht nur, weil Prof. Dr.

Zwischen Nobelpreis und Klimapopulismus
Während die Anhänger der Degrowth-Bewegung nach der Volksabstimmung für „Klimaneutralität 2040“ in Hamburg jubelten, ehrte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften drei Ökonomen, deren Forschungsschwerpunkt das innovationsgetriebene wirtschaftliche Wachstum ist. Diese gegensätzlichen Ereignisse zeigen erneut, was falsch läuft in Deutschland und Europa.Philippe Aghion vom Collège de Fr

Supermacht Demografie
Die alternde Gesellschaft führt zu deutlich steigenden Kosten für Pensionen, Renten und die Gesundheitsversorgung. Obwohl die Politik in Deutschland das Thema verdrängt, sind massive Verteilungskonflikte zu erwarten, da die Aufwendungen kaum noch tragbar sind.Hinzu kommt eine weitere negative Wirkung, denn eine alternde und schrumpfende Bevölkerung bedeutet auch, dass das Wirtschaftswachstum zurüc

Die demografische Produktivitätsfalle
Sozialstaat, Verteidigung, Investitionen in die Zukunft – all dies lässt sich am leichtesten finanzieren, wenn die Wirtschaft wächst. Wächst die Wirtschaft aber nicht, dann verschärfen sich die Verteilungskonflikte. Die OECD rechnet vor, dass das reale BIP pro Kopf in Deutschland seit 2015 weniger als drei Prozentpunkte zugelegt hat – in den USA um rund 40 Prozentpunkte und im Schnitt aller O

Reizthema Anreize — Bürgergeld vs. Mindestlohn
Arbeit muss sich lohnen und der Sozialstaat sollte die richtige Balance zwischen Unterstützung und dem Setzen von Anreizen finden. Die aktuelle Diskussion zum Bürgergeld dreht sich genau um diese Frage: Ist die Hilfe ausreichend oder zu großzügig bemessen, um einen Arbeitsanreiz zu setzen? Die Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) versuchte in einer Studie nachzuweisen

Sozialstaat erdrückt eigene Basis
Deutschland lebt „strukturell über seine Verhältnisse“, so der Bundesrechnungshof. Im Jahr 2026 wird fast jeder dritte von der Bundesregierung ausgegebene Euro mit Krediten finanziert. Das hat wenig mit einer „soliden Finanzwirtschaft“ zu tun, konstatieren die Rechnungsprüfer. Einer Feststellung, der man mit Blick auf die Finanzpolitik der letzten Jahrzehnte, deren Folgen wir heute zu spüren bekom

Neues Geldsystem beendet Geldschöpfung der Banken
Das Drucken gefälschter Banknoten ist illegal. Das Schaffen privaten Geldes ist es jedoch nicht. Weit über 90 Prozent des von uns genutzten Geldes wurde von den Privatbanken geschaffen. Es stellt sich die Frage, ob das so weitergehen soll. Die Öffentlichkeit betrachtet das Geld der Banken als elektronisches Bargeld und damit als eine sichere Kaufkraftquelle. Dabei stehen auf der einen Seite d
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