
Geschichte(n) hören
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt in diesem Podcast Audio-Mitschnitte von Veranstaltungen zur Verfügung. Die Beiträge behandeln historische und politische Themen rund um die SED-Diktatur und die deutsche Teilung. Hörer können Vorträge, Diskussionen und Zeitzeugengespräche nachhören. Das Angebot richtet sich an alle, die sich für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte interessieren.
Folgen
Spuren im Leben – politische Haft und Zwangsarbeit im DDR-Strafvollzug
In der SED-Diktatur war Freiheitsentzug nicht nur Strafe, sondern auch ein Instrument staatlicher Repression.
Als politischer Gefangener der DDR gilt, wer wegen eines politischen Straftatbestandes, wie z. B. „ungesetzlichem Grenzübertritt“, inhaftiert wurde. Zudem sind auch Menschen umfasst, die aus politischen Gründen und oft unter konstruierten Vorwürfen zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. A
Stimmen aus Ruinen – eine literaturgeschichtliche Begehung Berlins nach 1945
Nach 1945 war Berlin nicht nur physisch zerstört, sondern auch literarisch-kulturell eine Stadt der Abbrüche wie der verlorenen Enden und Ansätze. In den Texten der unmittelbaren Nachkriegszeit spiegelt sich diese Erfahrung von Leere, Schweigen und Verlust ebenso wie die neuerliche Suche nach Ausdrucksformen und Deutungen jener schmerzlichen Situation, in der man sich wiederfand.
Die Veranstaltun
Jugendkongress „Einheit: Jetzt!“ – Junge Perspektiven auf 35 Jahre deutsche Einheit
Wie geht’s, wie steht’s, deutsche Einheit? 35 Jahre sind seit der Vereinigung zweier deutscher Staaten vergangenen. Zeit, nachzufragen: Wie (er)lebt sich deutsche Einheit im Jahr 2025?
Beim Jugendkongress »Einheit: Jetzt!« am 23. September in Berlin stehen junge Sichtweisen auf Einheitsdinge im Mittelpunkt: Junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren reflektieren von 10 bis 16:30 Uhr mit eigenen Bei
Tierisch geteilt?! Waschbär, Hase und Co. und die innerdeutsche Grenze
Über 40 Jahre lang war Deutschland geteilt. Berliner Mauer und innerdeutsche Grenze trennten Familien, Freunde, S- und U-Bahnnetze, Dörfer und ganze Landschaften. Bis heute spüren wir die Folgen der Teilung in Politik und Gesellschaft. Doch was bedeuteten Stacheldraht und Todesstreifen eigentlich für die Tierwelt rund um Mauer und Grenze? Vom »Grünen Band« über Ost-West-Waschbären bis hin zu den b
Geteiltes Erinnern: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Aufarbeitung der NS-Gewaltverbrechen in Polen und im geteilten und vereinten Deutschland
Die Beziehung zwischen Polen und Deutschland ist bis heute tief geprägt von den Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands. Bis heute bestehen dabei erhebliche Unterschiede in der Erinnerungskultur. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die jahrzehntelange Teilung Europas nach dem Krieg, die auch in der DDR und der Bundesrepublik Deutschland zu unterschiedlichen Narrativen führte. In der B
Doppelte Verfolgung – Die Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und in der DDR
Vor 75 Jahren, am 31. August 1950, beschloss die Regierung der DDR, die »Sekte ›Jehovas Zeugen‹ aus der Liste der erlaubten Religionsgemeinschaften« zu streichen. Im Oktober des Jahres folgte ein Schauprozess gegen führende Funktionäre, der mit hohen Haftstrafen endete. Unter den in der SBZ/DDR verfolgten Angehörigen der Religionsgemeinschaft waren beinahe 700 Männer und Frauen, die schon im Natio
Bodo Mrozek: „Hybrid Warfare“ im Kalten Krieg: Definitionen, Geschichte, Konfliktfelder
Der Begriff ‚Hybrid Warfare‘ ist jüngeren Datums, doch können auch etliche Formen ‚irregulärer‘ Kriegführung im Kalten Krieg darunter gefasst werden. Darunter fällt ein breites Bündel militärischer, geheimdienstlicher, politischer, medialer und kultureller Maßnahmen, die im Kalten Krieg zwar nicht erfunden, aber wesentlich weiterentwickelt wurden. Der Vortrag führt anhand konkreter Beispiele, beso
Martin Lutz: Energieabhängigkeit und nationale Sicherheit im Kalten Krieg
Energieabhängigkeit bedeutete seit den Ölkrisen der 1970er Jahre in der Bundesrepublik vor allem: Die Abhängigkeit vom Öl aus dem Nahen Osten, und diese galt es zu verringern. Doch dazu mehr sibirisches Erdgas aus der Sowjetunion, und dann ausgerechnet für die Energieversorgung des eingeschlossenen West-Berlins? Im verschärften Kalten Krieg nach Ende der Entspannungspolitik warf diese Frage Mitte
Carsten Richter: „Verdeckter Kampf“: Desinformation als „Kriegswaffe“ im deutsch-deutschen Konflikt
Staatlich betriebene Desinformation hatte im Kalten Krieg Hochkonjunktur in Ost und West. Ihre Befürworter erhofften sich davon Vorteile in der Systemkonkurrenz, die auch für und in einem 'heißen' Krieg zum Tragen kommen sollten. Der Vortrag beleuchtet mit dem Verdeckten Kampf ein Konzept der Bundeswehr für den Zwischenraum zwischen Krieg und Frieden, das Desinformation und Propaganda der DDR in m
Daniela Münkel: Geheimdienstkrieg in Deutschland. Spionage, Propaganda, Gegenspionage
Der Kalte Krieg war auch ein Krieg der Geheimdienste. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen die Auseinandersetzungen zwischen DDR-Staatssicherheit und der Organisation Gehlen/BND. Welche Strategien wurden verfolgt, wie konkretisierte sich Spionage und Gegenspionage und nicht zuletzt, welche Propagandastrategien begleiteten einzelne Aktionen?
Referentin
Prof. Dr. Daniela Münkel ist Historikerin,
Enrico Heitzer: Sabotage und Infiltration: Antikommunistische Kampfgruppen im Spannungsfeld zwischen Widerstand und Geheimdienst
Antikommunistische Organisationen wie die „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ standen für Widerstand gegen die SED-Diktatur – und zugleich für hybride Kriegführung im frühen Kalten Krieg. Der Vortrag beleuchtet die Verflechtung von humanitärem Engagement, politischer Strategie und nachrichtendienstlicher Instrumentalisierung und behandelt die Frage, wie Infiltration, Sabotage und psychologische O
Stadt oder Land – die neue Ost-West-Frage? – Vorstellung des Jahrbuchs Deutsche Einheit 2025
35 Jahre nach der deutschen Einheit reicht der Ost-West-Gegensatz allein nicht mehr aus, um die politische Geografie Deutschlands zu beschreiben. Die Wahlen der letzten Jahre zeigen ein anderes Bild: grün-rote Großstädte, umgeben von blauer oder schwarzer Provinz. Politische Haltungen, Lebensstile, kulturelle Präferenzen, Mobilitätsmuster und Berufe sortieren sich zunehmend entlang der Linien zwis
Tierisch geteilt?! Waschbär, Hase und Co. und die innerdeutsche Grenze
Über 40 Jahre lang war Deutschland geteilt. Berliner Mauer und innerdeutsche Grenze trennten Familien, Freunde, S- und U-Bahnnetze, Dörfer und ganze Landschaften. Bis heute spüren wir die Folgen der Teilung in Politik und Gesellschaft. Doch was bedeuteten Stacheldraht und Todesstreifen eigentlich für die Tierwelt rund um Mauer und Grenze?
Vom »Grünen Band« über Ost-West-Waschbären bis hin zu den
Wir müssen reden! Demokratieverständnis in Ost und West – ist das wirklich so unterschiedlich?
Den Tag der Demokratie am 15. September 2025 nimmt die Bundesstiftung zum Anlass, um über Demokratie und Politikverständnis in der Gegenwart zu diskutieren:
Ostdeutschland wird heute oft zur Projektionsfläche gemacht – für Entfremdung, Populismus und Politikverdrossenheit. Doch was sagt das über den Zustand der Demokratie und die Einstellungen gegenüber dem politischen System insgesamt? Zweifel
Wir müssen reden! Verbrechen & Gewalt: Kommunismus und Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur
„Hoffen wir, dass bei der nächsten Gedenkfeier in zehn Jahren, 2015, die Erfahrung des GULag in unser kollektives europäisches Gedächtnis eingegliedert worden ist.“ — Jorge Semprún, Buchenwald-Rede 2005
Heute, 20 Jahre später wirkt dieser Satz wie ein dringender Appell: Während die nationalsozialistischen Verbrechen fest im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert sind, bleibt die Erinnerung an
Podiumsdiskussion: Wende-Bilder. Künstlerische Blicke auf die Jahre um 1989
Im Rahmen der Abschlusstagung präsentieren Forscherinnen und Forscher des „Medienerbes“ die Ergebnisse ihrer Arbeit und treten in den Dialog mit Expertinnen und Experten aus Kunst-, Geschichts- und Filmwissenschaft, Soziologie, Geschichtsdidaktik und Museen. Bereichert wird die Tagung durch Vorträge externer Referentinnen und Referenten, darunter aus den Partner-Verbünden zur DDR-Forschung „Das um
Die Erfahrung von Frauen im (post)sozialistischen Block: Terror, Widerstand, Erinnerung Tag 1
Die Erfahrung von Frauen im (post)sozialistischen Block: Terror, Widerstand, Erinnerung Tag 2
Fachtag Enteignungen 2025: Kriegsende 1945 – Bodenreform und Enteignungen in der SBZ: Geschichte, Erinnerung und Folgen
1945-2025: 80 Jahre nach Kriegsende bietet die Veranstaltung die Gelegenheit zur Reflexion über die Enteignungen und damit verbundenen Umwälzungen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Im Mittelpunkt steht die Enteignungspolitik der SMAD und die damit verbundenen Kulturgutverluste und der Kulturgutentzug. Unter der Parole „Junkerland in Bauernhand“ fanden ab September 1945 Enteignungen von Gro
Zukunft wählen – Stimmen für morgen – Abendveranstaltung mit Impulsen und Gesprächen
Die Wahlen zur Volkskammer der DDR am 18. März 1990 waren nicht nur eine politische Richtungsentscheidung – nach 40 Jahren diktatorischer Bevormundung bedeuteten sie für die Menschen in der DDR auch einen Akt demokratischer Selbstermächtigung. Dass nach den Jahrzehnten der SED-Diktatur und nur vier Monate nach dem Fall der Mauer wieder ein freigewähltes demokratisches Parlament in Ostdeutschland z
Zukunft teilen – Jüdische Aufbrüche im geteilten und vereinten Deutschland
Inmitten des demokratischen Umbruchs von 1989/90 in der DDR fiel eine wichtige Entscheidung für die Zukunft des jüdischen Lebens in Deutschland: Am 12. Februar 1990 folgte der Zentrale Runde Tisch einer Initiative des Jüdischen Kulturvereins Berlin zur Aufnahme von Jüdinnen und Juden aus der Sowjetunion. Zwei Monate später bekannte sich die frei gewählte Volkskammer im Namen aller Bürgerinnen und
Erfahrung, Erinnerung und Instrumentalisierung: Das lange Kriegsende in Europa Tag 1
Ein neuer Krieg in Europa stellt das historische Erinnern und das offizielle Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor neue Herausforderungen. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 sind bisher gültige Deutungsmuster zum Ende des Zweiten Weltkriegs außer Kraft gesetzt und müssen hinterfragt werden. Ziel der Konferenz ist die kritische Auseinandersetzung mit etabl
Erfahrung, Erinnerung und Instrumentalisierung: Das lange Kriegsende in Europa Tag 3
Ein neuer Krieg in Europa stellt das historische Erinnern und das offizielle Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor neue Herausforderungen. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 sind bisher gültige Deutungsmuster zum Ende des Zweiten Weltkriegs außer Kraft gesetzt und müssen hinterfragt werden. Ziel der Konferenz ist die kritische Auseinandersetzung mit etabl
Erfahrung, Erinnerung und Instrumentalisierung: Das lange Kriegsende in Europa Tag 2
Ein neuer Krieg in Europa stellt das historische Erinnern und das offizielle Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor neue Herausforderungen. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 sind bisher gültige Deutungsmuster zum Ende des Zweiten Weltkriegs außer Kraft gesetzt und müssen hinterfragt werden. Ziel der Konferenz ist die kritische Auseinandersetzung mit etabl
Die deutsche Einheit (er)leben – ein Generationendialog
Wie erinnern Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verschiedener Jahrgänge die deutsche Einheit vor rund 35 Jahren? Und welche Sichtweisen haben Nachgeborene auf das Leben in dieser Zeit?
Der Einigungsprozess hatte nicht nur auf politischer Ebene eine große Tragweite, sondern wirkte direkt in den Alltag vieler Menschen hinein, insbesondere den der Ostdeutschen. Sie waren 1990 mehrfach zur Wahl aufgerufen
Verleihung des Karl-Wilhelm-Fricke-Preises 2025
Mit ihrem Karl-Wilhelm-Fricke-Preis möchte die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur das Engagement derjenigen sichtbar machen, die sich über Jahrzehnte weltweit mit Zivilcourage und Mut gegen Diktaturen und autoritäre Herrschaft sowie für demokratische Rechte und Freiheiten eingesetzt haben und einsetzen. Ausgezeichnet werden mit dem von Dr. Burkhart Veigel gestifteten Preis Einzelproj
Zukunft leben – Lebensentwürfe und Identitäten im Wandel
Im 35. Jahr der deutschen Einheit leben wir heute auch diejenigen Zukünfte, die Menschen und Ost und West mit der Überwindung der Teilung verbanden. Vieles, was in der historischen Zeitenwende 1989/90 erkämpft, erdacht und ersehnt wurde, ist Wirklichkeit geworden. Manche Hoffnungen blieben unerfüllt, wieder anderes war 1990 noch nicht vorstellbar. Am Ende unserer zweijährigen Veranstaltungsreihe „
Zukunft erfinden – Innovation und Imagination im geteilten und vereinten Deutschland
Mit der Friedlichen Revolution von 1989 stellten hunderttausende Menschen unter Beweis, dass sich Zukunft gestalten lässt: Ihr politischer Selbstermächtigungsakt machte Freiheit und Demokratie – kurz zuvor noch unvorstellbare Zukunftsvisionen – rasant zur Realität. Und dies in einer kommunistischen Diktatur, die die Zukunft ebenso kontrollierte wie die Gegenwart. Die Propaganda der SED verordnete
Wie George Orwells Roman „1984“ fast in der DDR erschienen wäre
George Orwells Roman '1984' spielte in den Debatten des Kalten Krieges eine zentrale Rolle. Seine literarische Darstellung eines totalitären Systems wurde auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs überwiegend einseitig als Kritik am Stalinismus verstanden, den der Sozialist Orwell als Mitglied der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg selbst erlebt hatte. Der Roman war im gesamten Ostbl
Buchpremiere: Die befohlene Zukunft. DDR-Science-Fiction zwischen Zensur und Selbstzensur
Wie jede andere Literatur unterlag auch die SF der DDR der als Druckgenehmigungsverfahren getarnten staatlichen Zensur mit ihren Gutachten und kulturpolitischen Erwägungen. Die Einflussnahme begann jedoch schon ganz am Anfang des „literarischen Entwicklungsprozesses“: Wie weit wagte man sich als Autor an kritische Themen? Wo nahm man zensierende Eingriffe vorweg? Auf welche Passagen war man bereit
Vom Zarenreich zur Revolution: Buchvorstellung „Der sterbliche Gott“ mit Jörg Baberowski
Am 18. Dezember 2024 laden die Bundesstiftung Aufarbeitung und der C.H. Beck Verlag zur Vorstellung von Jörg Baberowskis Buch „Der sterbliche Gott – Macht und Herrschaft im Zarenreich“ ein. In einem Gespräch mit derm Autor, das von Dr. Ulrich Mählert geführt wird, wird es darum gehen, wie die letzten Jahre des Zarenreichs die Grundlagen für die spätere bolschewistische Herrschaft legten und inwief
Zeitlose Jahre: Frauen zwischen Repression und Freiheit in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR
Das „Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen in der SBZ/SED-Diktatur e. V.“ und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur laden Sie anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember 2024 herzlich ein zur Buchpräsentation, Lesung und Gespräch.
Herz auf der Straße – Protest und Emotion
Wutbürger, Klimaangst, Pride-Paraden – Proteste gehen oft mit großen Gefühlen einher. Emotionen wie Enttäuschung, Verbundenheit oder Wut bringen Menschen auf die Straße, Mut und Hoffnung stiften Gemeinschaftsgefühl. Auf die niedergeschlagenen Aufstände im kommunistischen Machtbereich wie den 17. Juni 1953, den Prager Frühling 1968 und das Tian‘anmen-Massaker 1989 reagierten die Menschen in Ost und
Die innerdeutsche Grenze, die deutsche Teilung und ihre Erinnerung im Grünen Band
9. November 1989: Jubelnde Menschen erklimmen die Berliner Mauer. Dieses Bild haben wir alle vor Augen, wenn es um das Ende der deutschen Teilung geht. Doch die Teilung und ihre Überwindung betraf nicht nur die Großstadt Berlin, sondern vor allem auch viele Dörfer und kleinere Orte auf dem Land. Wie wurde die Grenze von der östlichen Seite wahrgenommen und wie von der westlichen? Was bedeutete es,
Präsentation des Jahrbuchs Deutsche Einheit 2024
Die öffentliche Debatte um die DDR-Geschichte ist immer noch ein erinnerungskultureller Kampfplatz. Die institutionalisierte Aufarbeitung der SED-Diktatur konkurriert mit dem vielstimmigen Familiengedächtnis, dem Geraune in den sozialen Netzwerken und der Mythenproduktion geschichtspolitischer Akteure von links bis rechts. Die deutschen Aufarbeitungsweltmeister schwanken zwischen Selbstbewusstsein
1989 – Mit der Revolution in die Zukunft
Im Herbst 1989 gingen hunderttausende Menschen in der DDR für eine freie und demokratische Zukunft auf die Straße. Mit ihrem Mut brachten sie die Berliner Mauer zu Fall und läuteten das Ende des SED-Regimes ein. Protest, Selbstdemokratisierung und Freiheit – was kurz zuvor noch unvorstellbare Zukunftsträume in der kommunistischen Diktatur gewesen waren, wurde 1989 rasant zur Gegenwart der Menschen
Zweiter Weltkrieg, Opposition und die Erinnerung: Herausforderung für die Demokratie heute
Anlässlich des 85. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges möchten wir in diesem Rahmen die zentrale Bedeutung der Erinnerungskultur für die Demokratie heute diskutieren. Moderiert von Robert Parzer debattieren Anne Delius (Historikerin und Publizistin, Bundeszentrale für Politische Bildung), Markus Meckel (Theologe, Außenminister der DDR a.D., Ratsvorsitzen der Bundesstiftung zur Aufarbei
Queerfeindlichkeit in Gesetzesform
Welche direkten und indirekten Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit queerer Menschen hatte die strafrechtliche Verfolgung von Homosexualität in der DDR? Wie gestaltete sich das gesellschaftliche Klima für queere Menschen? Welche organisierten Formen der Selbstbehauptung und des Widerstands waren innerhalb des Systems möglich? Der 35. Jahrestag der offiziellen Streichung des §151 aus dem Strafge
Aufgewachsen in DDR-Heimen – Betroffene und Experten im Austausch
Heimerziehung in der DDR ist bis heute aktuell: Zum einen sind die Folgen für die Betroffenen oftmals ein Leben lang präsent, zum anderen rückte das Thema in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Wissenschaft und ist Gegenstand öffentlicher Debatten. Mitte der 1960er-Jahre wurde das Jugendhilfe- und Heimsystem in der DDR neu ausgerichtet. Ziel war die „Heranbildung vollwertiger Mitglieder de
Verleihung des Karl-Wilhelm-Fricke-Preises 2024
Am 13. Juni fand die Verleihung des Karl-Wilhelm-Fricke-Preises 2024 statt. Der Hauptpreis ging in diesem Jahr an den Lern- und Gedenkort Kaßberg, den Sonderpreis erhielt der Journalist Peter Wensierski. Der Nachwuchspreis 2024 ging an Leonie Schöler für ihren TikTok-Kanal @heeyleonie.
Preisverleihung des Jugendwettbewerbs „Umbruchszeiten“ 2024
Am 10. Juni 2024 haben wir die Preisverleihung live aus dem „Bundesministerium für Digitales und Verkehr“ die Preisverleihung des Jugendwettbewerbs „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit" gestreamt. Das Event hat in Anwesenheit von Staatsminister Carsten Schneider, Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland und weiteren Jurymitgliedern stattgefunden. Moderiert wurde die V
Zukunft erinnern – Das Morgen von gestern im Heute
Wie unterschiedlich die Zukunftsvorstellungen in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ausfielen, zeigte sich 1949 bei der Gründung gleich zweier deutscher Staaten: Politisch, rechtlich und ideologisch waren die Bundesrepublik und die DDR zwei völlig entgegengesetzte, staatsgewordene Zukunftsversprechen. Die Podiumsdiskussion bildet den Auftakt der zweijährigen Reihe „Zurück in die Zuku
In guter Verfassung? Lehren, Impulse und aktuelle Herausforderungen
„Nie wieder ist jetzt!“ – unter diesem Motto gehen derzeit viele Menschen auf die Straße, um gegen Extremismus und für unsere Demokratie zu demonstrieren. Aus der Geschichte der gescheiterten Weimarer Republik und den Schrecken des Nationalsozialismus wollten auch schon die Mütter und Väter des Grundgesetzes lernen, als sie vor 75 Jahren in Bonn tagten. Nach dem Fall der Berliner Mauer vor 35 Jahr
Erwartungen an die Demokratie
Motive für die Beteiligung an gesellschaftspolitischen Prozessen. Dritte Veranstaltung der Reihe "Kirche als Lernort der Demokratie". Mit der Friedlichen Revolution wurden innerhalb und außerhalb der Kirchen Hoffnungen erfüllt und Träume verwirklicht, an deren Umsetzung kaum noch jemand geglaubt hatte. Gleichzeitig ging die Transformation zum vereinigten Deutschland nicht ohne Unsicherheiten, Entt
Da war doch was: Diskussionen über die DDR (Folge 3)
In der dritten Folge von „Da war doch was“ geht es weniger um die DDR selbst, als vielmehr um die Diskussionen über sie. Denn auch drei Jahrzehnte nach ihrem Ende wird noch oft und viel über den SED-Staat geredet. Und manchmal wird es dabei auch sehr emotional. Wie wird über die DDR geredet und warum so oft falsch? Über dieses Thema spricht Thomas Klug mit Dr. Anna Kaminsky, Direktorin der Bundess
Demokratielabor Kirche
Die evangelische Kirche war Teil der Friedlichen Revolution in der DDR. In der Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsarbeit fanden viele Menschen ein gemeinsames Thema zum Engagement. In kirchlichen Räumen konnten Personen verschiedenen Glaubens und mit unterschiedlichen Weltanschauungen jenseits der offiziellen SED-Diktatur miteinander ins Gespräch kommen.
Kirche als Lernort der Demokratie - träg
Was Jugendliche über die DDR im Schulunterricht lernen sollten
Das Jahr 2023 markierte einen Kulminationspunkt in der erinnerungskulturellen Debatte um die gegenwärtige Einordnung und Bewertung der DDR-Geschichte. Es erschienen zahlreiche Publikationen mit großer gesellschaftlicher Resonanz und kontroversen Reaktionen, die das Spannungsfeld von Alltag und Diktatur einerseits sowie der Transformationszeit in ihren Auswirkungen bis heute andererseits neu vermes
(Nicht) Unsere Revolution? Protestgeschichte von Menschen mit Behinderungen in der DDR
Wie gestaltete sich der Alltag von Menschen mit Behinderungen in der DDR? Unter welchen Bedingungen war ihnen gesellschaftliche Teilhabe möglich? Was bedeutete es für sie und ihre Angehörigen, in der kommunistischen Diktatur für ein selbstbestimmtes Leben einzutreten? Inwieweit waren behindertenpolitische Themen Teil der Bürgerrechtsbewegung in den 1980er-Jahren? Welche Folgen hatte die Friedliche
DDR im Plural. Ostdeutsche Vergangenheiten und ihre Gegenwart
Es gab nicht die eine DDR: Der ostdeutsche Teilstaat hat in der Geschichtswissenschaft und öffentlichen Debatten diverse Deutungen erfahren. Um den verschiedenen Zuschreibungen an die DDR, wie Unrechtsstaat, Fürsorgediktatur oder Nischengesellschaft, gerecht zu werden, empfiehlt sich ein pluraler Zugriff auf das vielschichtige Wesen der DDR und seinen Nachwirkungen.
Das bietet das jüngst erschien
Die Friedliche Revolution 1989: biografische Erfahrungen und aktuelle Bezüge
Im Herbst 1989 gingen in vielen Städten in der DDR Menschen auf die Straße. Ihre Anliegen waren vielfältig – unter anderem forderten sie Menschenrechte, prangerten Umweltzerstörung an und setzten sich für politische Reformen ein. Als Volk wollten sie von den Machthabern gehört werden und die Zukunft des Landes mitgestalten. Mit dem Fall der Berliner Mauer, dem zentralen Runden Tisch und den ersten
Deutsch-deutsche Dolmetscher. 50 Jahre Westkorrespondenten in der DDR
Im September 1973 wird Dietmar Schulz als dpa-Journalist in der DDR akkreditiert. Bald sind das öffentlich-rechtliche Fernsehen, der Rundfunk und die großen westdeutschen Zeitungen mit Journalisten im anderen Deutschland vertreten. Fünf von ihnen haben wir zu einem Zeitzeugengespräch eingeladen: Neben Dietmar Schulz, der bis 1979 in der DDR arbeitete, sind am Freitag, 13. Oktober, ab 14 Uhr Peter
Demokratischer (Un-)Wille? Der Umgang mit antidemokratischem Protest
Weltweit gehen Menschen für ihre Überzeugungen auf die Straße oder begehren – oft unter großen persönlichen Risiken – gegen Diktaturen auf. Sie eint der Wille zu Veränderungen: Am 17. Juni 1953 etwa erhoben sich über eine Million Menschen in der DDR für bessere Lebensverhältnisse und demokratische Reformen gegen das SED-Regime. 1989 demonstrierten Hunderttausende für Freiheit und Demokratie und br
"Über unsere Köpfe hinweg? Zum Narrativ der deutschen Einheit"
Wie vollzog sich 1990 politisch die deutsche Einheit? Über 30 Jahre lang dominierten hier in Politik und Öffentlichkeit die Deutungen des westdeutschen „Machens“ (Kohl) oder der „westdeutschen Übernahme“ der DDR. Doch die DDR ging 1990 weder als Unrechtsstaat noch als Diktatur in die deutsche Einheit über. Ihre 1990 nach der Friedlichen Revolution frei und demokratisch gewählte DDR-Regierung, ihre
Wer gehört zum „Wir“? Zugehörigkeiten und Identitätsvorstellungen im Vereinigungskontext
Ostdeutsch gegen westdeutsch, deutsch gegen nicht-deutsch – seit 1990 wird darüber gestritten, wer dazugehört. Die Spannungen zwischen dem großen „Wir“ der Bundesrepublik nach der deutschen Einheit und den vielen „Wirs“, mit ihren mannigfaltigen Zugehörigkeiten und unterschiedlichen Teilhabevorstellungen bestimmen die derzeitigen Debatten in Medien und Politik. Wer gehört somit nach welchen Kriter
Traum und Terror – 50 Jahre nach dem Militärputsch in Chile
Am 11. September 1973 putschte sich das Militär unter der Führung von Augusto Pinochet in Chile an die Macht und stürzte den demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende. In den Jahren der Militärdiktatur geschahen zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und das Land wurde nach den Prinzipien des Neoliberalismus umgestaltet. Erst 1990 gelang es, zur Demokratie zurückzukehren.
25 Jahre Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Mit etwa 400 Gästen beging die Bundesstiftung Aufarbeitung am 30. August im Rahmen der Zeitgeschichtlichen Sommernacht ihr 25-jähriges Jubiläum. In der Villa Elisabeth in Berlin-Mitte blickte Direktorin Dr. Anna Kaminsky mit Wegbegleitern, Mitarbeitern und Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft nicht nur auf die vergangenen 25 Jahre zurück, sondern ordnete die Stiftung und ihre Arbeit auch
Der Hitler-Stalin-Pakt
Vor 84 Jahren unterzeichneten die Sowjetunion und das NS-Regime am 23. August 1939 den sogenannten Hitler-Stalin-Pakt. Die Vereinbarung ebnete den Weg für den deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939, mit dem der Zweite Weltkrieg begann. Wenige Tage später besetzte die Sowjetunion Ostpolen. Darüber hinaus hatten die Vertragspartner in einem geheimen Zusatzprotokoll die Aufteilung der Länd
Da war doch was: Der Mauerbau am 13. August 1961 (Folge 2)
Am 13. August 1961 wird die Grenze zwischen Ost und West abgeriegelt. Straßen werden aufgerissen, Panzersperren und Stacheldraht errichtet. Die Berliner Bevölkerung ist schockiert. In den folgenden Tagen wird der Stacheldraht durch eine ca. 2 m hohe Mauer ersetzt. Familien werden getrennt, über 50.000 Ostberliner können ihre Arbeitsplätze im Westen nicht mehr erreichen und Grenzsoldaten schießen a
Wir müssen Reden! Enteignungen in der SBZ und DDR
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs errichtete die sowjetische Besatzungsmacht in ihrer Zone eine Diktatur nach sowjetischem Vorbild. Damit war nicht nur die politische Umgestaltung, sondern auch tiefgreifende wirtschaftspolitische Entscheidungen verbunden. Dazu gehörten rücksichtslos durchgeführte Enteignungen von Land- und Grundbesitz aber auch von Handwerks- und Industriebetrieben sowie dem Ho
Stadt, Land, Netz – Protesträume im Wandel
Demonstrationszüge, Steinewerfer, Panzer, Straßenschlachten: Auch Fotos vom 17. Juni 1953 haben das deutsche Bildgedächtnis von Auf- und Widerstand geprägt. Tumulte auf den Straßen, Menschen vor Machtzentren, der öffentliche Raum im Ausnahmezustand – Massenproteste weltweit erzeugen heute ähnliche Bilder. Doch Protest regt sich nicht nur in öffentlichen Räumen, Revolten brechen nicht nur auf bekan
Der lange Schatten der Diktatur – Posttraumatische Belastungen nach politischer Verfolgung
Auch mehr als 30 Jahre nach dem Ende der SED-Diktatur leiden zahlreiche Menschen an den Folgen der politischen Verfolgung. Psychischer Druck, Folter, Zersetzung der Persönlichkeit aber auch die Stigmatisierungen im Alltag haben oftmals komplexe Gesundheitsschäden und Traumatisierungen verursacht und wirken bis heute fort. Seit 2021 untersucht das länderübergreifende Forschungsverbundprojekt „Gesun
Nikolai Epplée: Die unbequeme Vergangenheit. Vom Umgang mit Staatsverbrechen in Russland und anderswo
Das Verbot der internationalen Menschenrechtsorganisation Memorial im Dezember 2021 war der letzte Schlag des Putin-Regimes gegen die russische Zivilgesellschaft. Zwei Monate später begann der großflächige Angriff auf die Ukraine. Dass sie den Krieg nicht verhindern konnten – mit dieser Erkenntnis schlagen sich vor allem diejenigen herum, die sich den Geschichtslügen der Kreml-Propaganda entgegeng
Busludscha oder Belene? Kommunismusaufarbeitung in Bulgarien
Seit 2013 setzt sich die Sofia Platform Foundation für die Aufarbeitung der kommunistischen Diktaturvergangenheit in Bulgarien ein. Besondere Aufmerksamkeit widmet die NGO dem Straflager Belene, das 1949 auf der gleichnamigen Donauinsel an der Grenze zu Rumänien errichtet worden war. Bis 1987 wurden unter der Herrschaft der Kommunisten zahlreiche Regimegegner sowie so genannte "Konterrevolutionär
Wir müssen reden! „Fake News“ und „Meinungsfreiheit“
Folgt man Debatten in den sozialen Medien, kann man den Eindruck gewinnen, es gibt keine gesicherten Fakten oder Wahrheiten mehr. Die Medienlandschaft hat sich in den letzten zehn Jahren grundlegend verändert. Was sind eigentlich »Fake News«? Wann wird eine abweichende Meinung zu »Fake« und wer entscheidet jeweils, was »wahr« oder »falsch« ist? Was ist von der Meinungsfreiheit gedeckt und wo begin
Verleihung des Karl-Wilhelm-Fricke-Preises 2023
Mit ihrem Karl-Wilhelm-Fricke-Preis möchte die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur das Engagement derjenigen sichtbar machen, die sich über Jahrzehnte weltweit mit Zivilcourage und Mut gegen Diktaturen und autoritäre Herrschaft sowie für demokratische Rechte und Freiheiten eingesetzt haben und einsetzen. Ausgezeichnet werden mit dem von Dr. Burkhart Veigel gestifteten Preis Einzelproj
Kerze, Schirm und abgeschnittenes Haar – Symbole von Protest und Widerstand
Die Demonstranten der Leipziger Montagsdemonstrationen hielten Kerzen in den Händen, die zu einem Symbol der Friedlichen Revolution wurden. Als 2014 in Hongkong tausende Menschen mit Regenschirmen für mehr Demokratie auf die Straße gingen, sprachen Medien von der „Regenschirm-Revolution“. Seit dem Tod von Masha Amini im September 2022 schneiden sich Frauen weltweit die Haare ab als Zeichen der Sol
Treuhand – Alltag einer umstrittenen Behörde
Für die Überführung einer sozialistischen Planwirtschaft in eine soziale Marktwirtschaft gab es keinen Masterplan. Die Treuhandanstalt, die im Kern auf einen Beschluss der Modrow-Regierung zur Errichtung einer „Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums“ zurückging, als unmittelbare Bundesbehörde steht bis heute für diese Umgestaltung. Die konkrete Umsetzung, eine Mischung aus Impr
Protest! Aufstand und Aufbegehren in Diktatur und Demokratie - Geschichte und Gegenwart
Lautstark auf der Straße, heimlich im Verborgenen, global im Netz: Menschen finden vielfältige Wege, ihren politischen (Un-)Willen zu bekunden. Wofür bzw. wogegen sie protestieren und mit welchem Risiko sie aufbegehren, hängt ganz wesentlich vom politischen System ab: Während Demokratien Versammlungsfreiheit gewähren und von der Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger leben, unterdrücken Diktatur
Protest und Erinnerung
125 Jahre Märzrevolution von 1848, 70 Jahre Volksaufstand vom 17. Juni 1953: Im Jahr 2023 wird in Deutschland an gleich zwei Revolutionen erinnert, in denen Menschen für Freiheit, Demokratie und Einheit auf die Straße gingen. Doch während die Märzrevolution als Teil der europäischen Demokratiebewegung gilt, wird der Volksaufstand vom 17. Juni häufig als bloße DDR-Geschichte wahrgenommen. Dies wird
70 Jahre danach – Zeitzeugen erinnern sich an den 17. Juni 1953
Rund vier Jahre nach Gründung der DDR kam es zu einem landesweiten Aufstand gegen den „Aufbau des Sozialismus“ und die zunehmende Stalinisierung der Gesellschaft. Fehlende Freiheitsrechte, die Kollektivierung der Landwirtschaft, Versorgungsengpässe und schließlich Erhöhungen der Arbeitsnorm ohne Lohnausgleich sorgten in der Bevölkerung für Unmut. Ausgehend von Ost-Berlin legten am 17. Juni 1953 üb
Da war doch was: Der 17. Juni 1953 (Folge 1)
Der Sprecher der Sowjetischen Militäradministration klingt hochoffiziell, als er die Meldung vom Ausnahmezustand in der DDR verkündet. Ein Reporter des Westberliner RIAS berichtet von den Ereignissen am Brandenburger Tor. Und der Chef-Propagandist der SED, Karl-Eduard von Schnitzler, erklärt alles, was in jenen Tagen in der DDR passiert als etwas, was vom Westen gesteuert wird. Der 17. Juni 1953 o
Zwischen Recht und Repression – Protest und Staatsmacht
Das bekannteste Foto vom 17. Juni 1953 zeigt ein ungleiches Duell: zwei Männer, die Steine gegen einen Panzer werfen. Die Erinnerung an den Volksaufstand in der DDR ist immer auch die an seine gewaltsame Niederschlagung – zu der neben dem Einsatz sowjetischer Panzer auch die größte Verhaftungsaktion in der Geschichte des SED-Regimes gehörte.
Die Veranstaltung widmet sich der Frage, wie autoritäre
Akten und Macht. Deutsche Zentralarchive in den Systemumbrüchen des 20. Jahrhunderts
Als Gedächtnis einer Gesellschaft sind Archive wohl bekannt, als politisch umkämpfte Institutionen hingegen weniger. Archivarinnen und Archivare sahen sich im 20. Jahrhundert mehrfach mit diktatorischen Regimen konfrontiert, die ihre Führungsansprüche und Ideologie auch im Archivwesen durchzusetzen trachteten. Der Historiker Peter Ulrich Weiß hat in einer neuen Studie exemplarisch die Entwicklung
Erinnerungsdebatten. Vom Umgang mit der Vergangenheit 1989–1992
Mit dem neuen Online-Portal www.erinnerungsdebatten.de stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur eine umfangreiche Dokumentation der parlamentarischen Debatten über den Umgang mit der NS- und der SED-Vergangenheit zur Verfügung, die von 1989 bis 1992 geführt wurden.
Das Portal dokumentiert die Diskussionen der Vertreterinnen und Vertreter des Zentralen Runden Tisches in der DDR,
"Das ist (nicht) unser Krieg"
Am 24. Februar 2022 überfiel Russland mit seinen Truppen die Ukraine und versuchte das Land zu besetzen. Die russische Seite begründete den Einmarsch unter anderem mit einer angeblich notwendigen „Entnazifizierung“ des Nachbarlandes. Bundeskanzler Olaf Scholz erklärte am 27. Februar 2022, der russische Überfall auf die Ukraine markiere eine „Zeitenwende“. Putin habe „kaltblütig einen Angriffskrieg
Spiel ohne Grenzen? Fußball in der Transformation
Am 19. Januar 2023 blicken wir ab 18 Uhr zurück auf den Prozess der deutschen Einheit auf dem grünen Rasen. Wie bewältigten die Ost-Klubs die doppelte Transformation der Fußballeinheit und der forcierten Globalisierung seit Mitte der 1990er Jahre? Wie unterscheidet sich die Erinnerung an den Nationalsozialismus im Vereinswesen in Ost und West? Woher rührte die Gewaltwelle in den Stadien der 1990er
Auftaktveranstaltung zur Tagung "Die langen Schatten der Verfolgung" und Premiere des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2023
Abschlusstagung des Forschungsverbunds „Landschaften der Verfolgung“. Der Forschungsverbund „Landschaften der Verfolgung“ untersucht seit 2019 die politische Repression in der DDR. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbund hat dabei Grundlagenarbeit zum Verständnis des SED-Regimes und seiner bis in die Gegenwart reichenden Folgen geleistet. In der Abschlusstagung am 16
1968 und der Prager Frühling – Wahrnehmungen in Ost und West
Im Jahr 1968 kulminierten Protestbewegungen weltweit. Die erste Nachkriegsgeneration war erwachsen und hinterfragte in Ost wie West die politischen und gesellschaftlichen Maßstäbe der Älteren. Die jeweiligen Reformbestrebungen standen unter den Vorzeichen des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation. Im Osten war mit dem Prager Frühling die große Erwartung verbunden, einen „Sozialismus mit mensch
Demokratien im Dialog: Demokratischer Wandel und Menschenrechte in Taiwan
Taiwan ist eine der dynamischsten und modernsten Demokratien Asiens. Taiwan hat in seiner wechselvollen Geschichte aus eigener Kraft in einem mühevollen und friedlichen Prozess etwas geschaffen, das modellhaft für die ganze südostasiatische Region ist. Taiwan ist heute ein Leuchtturm für Demokratie und Menschenrechte. Gleichzeitig erleben wir in diesen Monaten eine sich stetig aufbauende Bedrohung
30 Jahre SED-Unrechtsbereinigungsgesetze
Am 4. November 1992 trat nach langen Beratungen das Strafrechtliche Rehabilitierungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland (StrRehaG) in Kraft. Rund 30 Jahre sind seit Einführung des ersten SED-Unrechtsbereinigungsgesetzes vergangen. Was ist erreicht worden? Welche Fragen sind offen? Wo besteht noch dringender Verbesserungsbedarf?
Diese Fragen wurden am 28.11.2022 von Evelyn Zupke, Dieter Dombrows











