
Luft nach oben - der Beatmungspodcast
Von Prof. Dr. Georg Mols und Romina Hohenhaus, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Ortenau-Klinikum Lahr im Schwarzwald. Der Podcast behandelt die physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen des pulmonalen Gasaustauschs und des respiratorischen Systems sowie Diagnose- und Therapiemöglichkeiten respiratorischer Störungen. Besprochen werden unter anderem die Einstellung der Beatmung, assistierte Spontanatmung, HighFlow, NIV, Bauchlage und weitere Maßnahmen. Er richtet sich an Einsteiger und erfahrene Kolleginnen und Kollegen in Anästhesie und Intensivmedizin, die sich mit den Grundlagen auseinandersetzen wollen.
Folgen

Folge 22: Spitzendruck und Plateaudruck
In der heutigen Folge besprechen wir den Spitzendruck und den Plateaudruck. Für die Dehnung und mögliche Überdehnung der Lunge ist lediglich der Plateaudruck relevant. Der Spitzendruck, aber vor allem die Differenz zwischen Spitzendruck und Plateaudruck wird durch die Gasströmung und die Atemwegswiderstände bestimmt. Ein isolierter Anstieg des Spitzendrucks weist dann auf ein Problem mit dem Atemw

Folge 21: Rekrutierungsmanöver
Rekrutierungsmanöver wurden lange Zeit auch bei ARDS-Patienten empfohlen bzw. vorgeschlagen. Die vor allem von Burkhard Lachmann in seinem Editorial "Open up the lung and keep the lung open" propagierte Idee war, alle erreichbaren Alveolen zu eröffnen, damit das Atemzugvolumen auf mehr offenes Lungenvolumen zu verteilen und die einzelnen Alveolen somit vor Überdehnung und Scherkräften zu stützen.

Folge 20: Andere Lagerungen
In dieser Episode besprechen wir Alternativen zur Bauchlage, also die 135-Grad-Schwimmer-Position und die 90-Grad-Seitenlage.
Die 135-Grad-Lagerung ist beliebt, weil sie weniger aufwändige ist und seltener zur Druckschäden führt. Allerdings gibt es für ihre Anwendung beim ARDS mit beidseitiger Pathologie keine Evidenz. Auch pathophysiologisch ist klar, dass die 135-Grad-Lagerung nicht gleich wirks

Folge 19: Bauchlage: Wann ist sie indiziert und wie gehen wir praktisch vor?
Nach Erörterung der Wirkmechanismen der Bauchlage geht es heute mehr um praktische Aspekte: Wann ist die Bauchlage konkret indiziert? Was hat sie für Komplikationen? Wie kann man diese unwahrscheinlicher machen? Wie gehen wir praktisch vor? Wie lange sollte der Patient pro Tag auf dem Bauch liegen? Wie lange im Krankheitsverlauf? Wann hören wir mit der Bauchlagerung wieder auf?
Ab sofort gehen wi

Folge 18: Bauchlage: Warum und warum wirkt sie?
Die heutige Folge wurde live auf dem KOSII in Konstanz aufgenommen. Wir besprechen die Evidenz für die Bauchlage und ihre Wirkmechanismen. D.h. es geht primär um die Frage, warum die Bauchlage beim schweren ARDS die Überlebenschancen unserer Patienten verbessert.
In der nächsten Folge geht es um praktische Aspekte der Bauchlage, also wann, wie lange am Tag, wie lange im Krankheitsverlauf und wie.

Folge 17: PEEP bei ARDS
In der heutigen Folge sprechen wir über den PEEP bei ARDS. In der klinischen Praxis wird der PEEP oft nach der Oxygenierung eingestellt. Auch die berühmte Studie des ARDS-Network nutzte die Oxygenierung als Basis für die Einstellung des PEEP (vgl. Literatur in den Shownotes). Hier wurden die allseits bekannten FiO2/PEEP-Tabellen entwickelt, die sich auf vielen Intensivstationen finden.
Die Studie

Folge 16: Tidalvolumen bei ARDS
In dieser Folge sprechen wir über das Tidalvolumen (Atemzugvolumen) bei ARDS-Patienten. Lange Zeit wurden 6 mL/kg bezogen auf das Idealgewicht empfohlen. Schon seit gut 20 Jahren ist jedoch klar, dass diese strikte Empfehlung keine gute wissenschaftliche Basis hat. Daher wurden nun endlich die einschlägigen Empfehlungen und Leitlinien korrigiert.
Wir sprechen auch über die notwendige Individualis

Folge 15: Modi der kontrollierten Beatmung
Heute sprechen wir über die verschiedenen Modi der kontrollierten Beatmung.
Zunächst klären wir die Begriffe druckgesteuert, zeitgesteuert, druckkontrolliert und volumenkontrolliert. Dann diskutieren wir das Flussmuster der beiden zeitgesteuerten Modi (druckkontrolliert und volumenkontrolliert) und ihre postulierten und realen Vor- und Nachteile. Schließlich besprechen wir die Indikationen der be

Folge 14: Die Intubation auf der Intensivstation
Die Intubation auf der Intensivstation hat ganz andere Herausforderungen als die Intubation im OP. Der Gasaustausch ist oft eingeschränkt, der Patient ist in der Regel nicht nüchtern bzw. hat eine gestörte Magenentleerung, der Kopf des Patienten ist oft schlechter zugänglich als im OP, das Equipment ist oft schlechter als in der Anästhesie etc. Die Intubation kommt zwar auf der Intensivstation häu

Folge 13: Indikationen zur Intubation auf der Intensivstation
In der heutigen Folge sprechen wir über die Indikation zur Intubation auf der Intensivstation. Wesentlich sind hier ein Versagen der oder Kontraindikationen für die NIV bzw. der konventionellen Sauerstofftherapie, ein Schädel-Hirn-Trauma, Vigilanzminderungen anderer Ursache, mangelnde Sekretdrainage, manifeste, nicht sofort bzw. anders behebbare Hypoxien und nicht behebbare Erschöpfung.
Wir disku

Folge 12: Nicht-Invasive Ventilation (NIV)
Nicht-Invasive Ventilation (NIV) gewinnt immer mehr Popularität. Wir besprechen in dieser Folge, was NIV eigentlich ist, wie diese Technik funktioniert und welche Möglichkeiten man beim Interface hat. Ebenso, wann NIV eingesetzt werden sollte, was gute und was weniger gute Indikationen sind. Besprochen werden auch die Nachteile und Kontraindikationen.
Besonders wichtig: NIV sollte nicht überreizt

Folge 11: Sauerstoff und HighFlow
Sauerstoff gehört zu unseren wichtigsten Medikamenten. In der heutigen Folge besprechen wir Indikationen und Applikationsformen von Sauerstoff (verschiedene Masken, Sauerstoff-Brille etc.). Anschließend wird die HighFlow-Therapie und ihre Vorteile gegenüber der konventionellen Sauerstoff-Therapie und ihre möglichen Vorteile gegenüber der Nicht-Invasiven Beatmung (NIV, nächste Folge) diskutiert.

Folge 10: Diagnostik: Blutgasanalyse
In der heutigen Folge geht es um die Blutgasanalyse. Diskutiert werden zunächst die möglichen Abnahmeorte (venös, gemischt-venös, kapillär und arteriell) und Probleme in der Präanalytik. Anschließend besprechen wir ein mögliches Schema zur strukturierten Interpretation der Blutgasanalyse. Hierbei steht die Oxygenierung am Anfang, wobei zwischen der Frage nach Hypoxie und Oxygenierungsstörung diffe

Folge 9: Diagnostik: Sonographie
In der heutigen Folge befassen wir uns mit der Sonographie. Schon seit langer Zeit wird sie zur Detektion und Quantifizierung von Pleuraergüssen eingesetzt. Relativ neu (im Vergleich zu anderen Einsatzgebieten der Sonographie) wird sie zur Erkennung eines Pneumothorax, eines Lungenödems oder eine Pneumonie eingesetzt. Hauptvorteile der Sonographie im Vergleich zu CT und Röntgen-Thorax sind die sch

Folge 8: Diagnostik: Röntgen-Thorax und CT
Die Röntgen-Aufnahme des Thorax ist die klassische radiologische Untersuchungsmethode auf der Intensivstation. Diese wird wegen des größeren Informationsgehaltes immer mehr durch die Computertomographie abgelöst. In dieser Folge werden die Vor- und Nachteile beider Methoden und ihre jeweiligen Indikationen aus intensivmedizinischer Sicht diskutiert. Dabei wird auch angesprochen, dass das „Mitfahre

Folge 7: Diagnostik: Klinische Untersuchung
Die klinische Untersuchung gerät immer in den Hintergrund gegenüber apparativen diagnostischen Verfahren – zu Unrecht. Schließlich ist die klinische Untersuchung bestens geeignet, apparative Untersuchungen, die Zeit, Geld und/oder Strahlung kosten, sinnvoll zu planen. Außerdem ist sie oft das schnellste Verfahren in kritischen Situationen, in denen man manchmal nicht warten kann, bis das Sono-Gerä

Folge 6: Therapeutische Strategien bei Hyperkapnie
Heute geht es um die pathophysiologisch orientierte Therapie bei Störungen der Atempumpe, die meist mit einer Hyperkapnie einher gehen. Zunächst sollte man versuchen, kausal zu therapieren, also die Störung der jeweiligen Einzelkomponente der Pumpe direkt zu adressieren. Parallel dazu bzw. wenn das nicht geht, können wir die Einstellungen des Beatmungsgerätes verändern. Atemfrequenz und Tidalvolum

Folge 5: Therapeutische Strategien bei Hypoxie
Störungen des Lungenparenchyms durch Alveolarkollaps (Atelektasen) oder Eiter und Zellschrott in den Alveolen führen in erster Linie zur Hypoxie. Wenn wir die so verursachte Hypoxie behandeln wollen, müssen wir die Alveolen also eröffnen und Sekret befreien. Dazu stehen uns prinzipiell 3 Ansätze zur Verfügung: 1. Die Einstellung der Beatmung, insbesondere des PEEP. 2. Die (ggf. assistierte) Sponta

Folge 4: Klinische Symptomatik von Hypoxie und Hyperkapnie
Auch in Bezug auf die klinische Symptomatik müssen O2 und CO2 getrennt betrachtet werden. Eine Hypoxie verursacht oft Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit und Verwirrtheit. Eine Zyanose kann, aber muss nicht auftreten. Hingegen geht eine Hyperkapnie – sofern das Atemzentrum nicht gestört ist – mit Luftnot und Unruhe einher. Schließlich ist Hyperkapnie der primäre Atemantrieb. Erst bei Hypoxie tritt ei

Folge 3: Störungen des Kreislaufs im Zusammenhang mit dem Respiratorischen System
Störungen des Kreislaufs wie etwa bei einer Lungenembolie können den pulmonalen Gasaustausch fast ungestört lassen oder ihn schwerwiegend beeinträchtigen. Ursächlich dafür ist nicht die Lunge, sondern u.a. der mögliche Abfall des Herzzeitvolumens. Dieser ist jedoch von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, da er von einer kardialen Vorschädigung, von Anämie und Volumenstatus beeinflusst wird. D

Folge 2: Das Respiratorische System
In dieser Folge wird der funktionelle Aufbau des respiratorischen Systems besprochen. Hierbei wird zwischen dem Gasaustauscher, also der Lunge, und der Atempumpe unterschieden. Der Kreislauf gehört nicht zum respiratorischen System, muss aber mit betrachtet werden (nächste Folge).
Störungen im Subsystem Lunge beeinträchtigen in allererster Linie die Oxygenierung. Störungen der Atempumpe vorrangin

Folge 1: O2 und CO2
O2 und CO2 müssen getrennt betrachtet werden. O2 muss von außen in den Körper transportiert werden. CO2 muss aus dem Körper rausgebracht werden. Das allein verursacht wesentliche Unterschiede im Verhalten der beiden Gase. Hinzu kommen Unterschiede der physikalischen Eigenschaften.
In der Folge wird die alveoläre Gasgleichung hergeleitet, die AaDO2 und der PaO2/FiO2-Quotient (Horowitz-Quotient) bes

Folge 0: Luft nach oben - der Beatmungspodcast
Wir - Romina Hohenhaus & Georg Mols - stellen uns vor, erzählen, warum wir den Podcast machen und wen wir erreichen wollen.
Empfohlen

Deutsch lernen - Deutsch-D1-Audio-Erlebnis

Löhr & Pennekamp

Einschlafen mit Tolkien

Die Maus zum Hören

Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

Interpretationssache - Der Musikpodcast

Augstein & Blome

KI-Briefing Daily - Tägliche KI-News in 5 Minuten

Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

DeutschFluss - German Podcast For Beginners

WDR 2 Einfach Fußball

WDR 5 Das philosophische Radio