
WDR Zeitzeichen
Der tägliche Podcast über Geschichte von der Antike bis heute, über Europa und die Welt, über die Geschichte der Menschheit: 15 Minuten zu historischen Persönlichkeiten und Erfindungen. Von George Washington bis Rosa Luxemburg, vom Büstenhalter bis Breaking Bad.
Episodes
Die Hayden-Expedition und wie ein Nationalpark erfunden wird
Der Yellowstone-Nationalpark in den USA zieht jährlich rund drei Millionen Touristen an. Zu verdanken ist dies auch einer Forschungsreise des Geologen Ferdinand Hayden. Sie begann am 11. Juni 1871. Von Almut Finck.
Wie Antoni Gaudí zum Star-Architekten wurde
In Barcelona sind seine Bauten allgegenwärtig. Antoni Gaudí (gest. 10.06.1926) ist als Architekt der Sagrada Familia weltberühmt. Doch sein Weg startet holprig - mit Problemen an der Uni. Von Andrea Klasen.
Gauguin in Tahiti: Die dunkle Wahrheit hinter dem Südseetraum
Am 9.6.1891 erreicht Paul Gauguin Tahiti - und findet statt Paradies die koloniale Realität. Doch warum schaffen seine Werke einen Mythos, der bis heute unser Bild prägt? Von Laura Dresch.
Maggi: Vom einfachen Arme-Leute-Essen zur Kultwürze
1886 erfindet Julius Maggi eine Würze, die Fleischgeschmack vortäuscht. Er macht Geschmacksverstärker zum beliebten Massenprodukt und begründet so ein Lebensmittel-Imperium. Von Kay Bandermann.
Der stille Held hinter Schindlers Liste: Mieczyslaw Pemper
Die Welt kennt Oskar Schindler und seine große Rettungstat. Kaum jemand kennt den Mann, der ihm ganz entscheidend dabei geholfen hat: Mieczyslaw Pemper (gest. am 7.6.2011). Von Herwig Katzer.
Ein großes Herz für Freund und Feind in Not: CARE-Pakete
Im Juni 1946 senden die USA die ersten CARE-Pakete nach Europa, um die die Not der Menschen zu lindern. Vor allem in Deutschland werden sie zum Symbol der Nachkriegszeit. Von Veronika; Biermann Bock.
Zwischen Romantik und Abgrund: Komponist Carl Maria von Weber
Er liebt die Natur, kämpft mit Schulden und schreibt Musik voller Dramatik: Carl Maria von Weber gilt als Wunderkind, Hallodri und Visionär. Er stirbt am 5. Juni 1826.
Von Christoph Vratz.
Die Blutnacht von Kathmandu: Nepals ungeliebter König Gyanendra
Das Massaker im nepalischen Königshaus von 2001 brachte mit Gyanendra Bir Bikram einen König hervor, den das Volk auch beim zweiten Mal nicht auf dem Thron wollte. Von Murat Kayi.
Vom belächelten Spinner zum Radheld: Nils Gustaf Håkansson
Ohne Rennrad und Erlaubnis fährt der 65-Jährige "Stahl-Opa" das 1.700km-Rennen durch Schweden. Er schläft kaum - und gewinnt mit großem Vorsprung. Im Juni 1951 radelt er los.
Von Kolja Sand.
Kleines Schwarzes: Ein Kleid revolutioniert die Mode
1926 veröffentlicht die US-Vogue eine Skizze von Coco Chanel: Das "Kleine Schwarze" sprengt modische Regeln, wird zum Symbol der Selbstbestimmung und gilt bis heute als Klassiker. Von Steffi Tenhaven.
"Die Pille": Trennung von Sex und Fortpflanzung
Als am 1. Juni 1961 "die Pille" nach Deutschland kommt, warnen Kirche, Ärzte und Politik. Frauenrechtlerinnen feiern sie, andere kritisieren Risiken und Abhängigkeiten.
Von Veronika; Biermann Bock.
Transsibirische Eisenbahn: Der Wilde Osten auf 9.288 Kilometern
Sie ist die längste Bahnstrecke der Welt und ein westlicher Traum von Abenteuer. Doch hinter dem Mythos der Transsibirischen Eisenbahn steckt harte Machtpolitik. Von Daniela Wakonigg.
Judenpogrome 1096: Kreuzfahrer bringen den Tod ins Rheinland
Im Mittelalter lassen Kreuzfahrer auf dem Weg nach Jerusalem ihrem Hass gegen Jüdinnen und Juden freien Lauf. Auch in Köln eskaliert die Gewalt mit tödlichen Folgen. Von Uwe Schulz.
Der Tag, an dem Barbarossa verschwand - und Italien gewann
In der italienischen Hymne werden genau zwei Orte erwähnt: Rom - und Legnano. Ein Örtchen bei Mailand. Dort endet am 29.5.1176 die legendäre Schlacht gegen Barbarossas übermächtige Kaisertruppen. Von Edda Dammmüller.
Zwischen Stalingrad und Fernweh: Heinz G. Konsalik
Seine Romane über Krieg und Heimkehr erreichten Millionen. Heinz G. Konsalik (geboren 28.5.1921) erzählt vom Leid deutscher Soldaten - und schweigt über ihre Schuld. Von Andrea Klasen.
Der tödliche Reichtum der Osage-Indianer: Öl, Morde und das FBI
Die wahre Geschichte hinter dem Film "Killers of the Flower Moon" spielt 1921: Sie erzählt von Gier und einem indiginen Volk, das eigentlich nur seine Ruhe suchte - und vom ersten großen Fall des FBI. Von Andrea Kath.
Naturforscherin Amalie Dietrich: Pionierin mit düsterem Kapitel
Zehn Jahre reist Amalie Dietrich (geb. 26.5.1821) nach Australien: das Abenteuer ihres Lebens. Sie sammelt unbekannte Pflanzen und Tiere - und auch menschliche Skelette. Von Marko Rösseler.
Mondlandung: Wie Kennedy das Space Race gegen die Sowjets dreht
Am 25.5.1961 kündigt der US-Präsident an, innerhalb eines Jahrzehnts Menschen zum Mond zu schicken. Mitten im Kalten Krieg hat er nicht nur die Erforschung des Weltraums im Sinn. Von Christoph Tiemann.
Moskau brennt: Der Überfall der Krimtataren
Am 24. Mai 1571 verwandeln die Krimtataren Moskau in ein Inferno: Menschen ersticken, Leichen treiben durch die Moskwa. Der Zar flieht. Zurück bleibt ein historisches Trauma. Von Daniela Wakonigg.
Lebendige Pharmaziegeschichte: Deutschlands älteste Apotheke
Der 23.5.1241 gilt als Geburtsdatum der Löwen-Apotheke in Trier. Vom Mittelalter bis heute - also seit bald 800 Jahren - werden dort Arzneien hergestellt und verkauft. Von Joachim Heinz und Markus Harmann.
Der Muskatnuss-Kapitalismus von 1621 und die mörderischen Folgen
Der Aufstieg der Niederlande zur Weltmacht und ein furchtbares Menschheitsverbrechen auf den indonesischen Banda-Inseln: Dahinter steckt der Kampf um Muskatnüsse. Von Thomas Pfaff.
Alles für das Nichts: Otto von Guericke
Wie lässt sich auf der Erde das Nichts darstellen, das zwischen den Sternen liegt? Die Frage bewegt Otto von Guericke ein Leben lang. Am 21.5.1686 stirbt er als Begründer der experimentellen Physik. Von Stephan Beuting.
Poet, Player, Provokateur: wie Heine mit Deutschland hadert
Am 20.5.1831 kehrt der Dichter Heinrich Heine Düsseldorf und Deutschland den Rücken. Antisemitismus, Nationalismus und Skandale haben ihn ins Pariser Exil gedrängt. Von Michael Richmann.
Vier Minuten Meisterschaft: Der bitterste Tag auf Schalke
Am 19.5.2001 ist Schalke 04 für einen kurzen Moment gefühlt Deutscher Meister - bis ein Freistoß in Hamburg alles verändert. Kommentator Manni Breuckmann erzählt vom dramatischsten Tag seiner Reporterkarriere. Von Christian Gerdener.
Armut und Affären: Franziska zu Reventlow und die Bohème
Sie flieht aus adliger Enge in ein Leben voller Kunst, Literatur und unzählige Liebhaber. Franziska zu Reventlow, geboren am 18. Mai 1871, lebt radikal selbstbestimmt. Von Christian Kosfeld.
Erik Satie: Revolutionär der Musik und seltsamer Außenseiter
Erik Satie (geb. 17.5.1866) ist ein Außenseiter mit einem Leben voller schräger Anekdoten - und ein musikalischer Visionär. Er prägt mit radikal einfachen Klängen die Moderne. Von Philip Ritter.
Sykes-Picot: Verrat an der arabischen Welt
Am 16.5.1916 unterzeichnen Großbritannien und Frankreich das Sykes-Picot-Abkommen. Sie haben heimlich den Nahen Osten unter sich aufgeteilt. Mit spürbaren Auswirkungen bis heute. Von Marfa Heimbach.
Guanchen gegen Spanier: Teneriffas blutige Eroberung
Auf den Kanaren erproben die Spanier ihre kolonialen Bestrebungen. Auf Teneriffa leisten die indigenen Guanchen aber unerwartet heftigen Widerstand - bis zum Jahr 1496. Von Tobias Sauer.
Warum Karl IV. nicht der Friedenskaiser des Mittelalters war
Karl IV. (geb. 14.05.1316) gilt als Verhandler, der lieber Geld als Waffen nutzte. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein anderes Bild über den Kaiser aus dem Mittelalter. Von Maren Gottschalk.
Die Welt zu Gast bei Nazis - die große IOC-Fehlentscheidung
Am 13.5.1931 vergibt das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Olympischen Spiele 1936 nach Berlin. Das Sportfest wird eine Propaganda-Show für das NS-Regime. Von Ralph Erdenberger.
Zu radikal für Hitler: Nazi-Ideologin Mathilde Ludendorff
Sie kämpft für Frauenbildung und predigt rassistische Thesen: Ludendorff (gest. am 12.05.1966) ist eine Vordenkerin völkischer Ideologie - die bis heute in rechten Kreisen wirkt. Von Melahat Simsek.
Erstaunliches Paar: Die Zwillinge aus Siam
Am Oberkörper verbunden - so kommen Chang und Eng am 11.5.1811 zur Welt. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein, doch sie bleiben bis zum Tod verbunden. Von Erik Hlacer.
Friedensmission oder Irrsinn? Rudolf Heß fliegt nach England
Der Stellvertreter Hitlers fliegt am 10.5.1941 heimlich nach Schottland. Sein Plan: Frieden mit England. Das Unternehmen endet in Gefangenschaft und sorgt für Spott. Von Heiner Wember.
Verpasste das Kriegsende um 27 Jahre: Soldat Yokoi Shoichi
Am 9.5.1991 trifft Yokoi Shoichi endlich den Kaiser. 27 Jahre hatte er allein im Dschungel von Guam ausgeharrt - weil er Japans Kapitulation 1945 für eine Falle hielt.
Von Kolja Sand.
100 Jahre auf dem Planeten Erde: Naturfilmer David Attenborough
Vater der Naturdokus: Zum 100. Geburtstag von David Attenborough (geb. am 8.5.1926) blickt das Zeitzeichen auf ein Jahrhundert Staunen und Mahnen im Zeichen der Natur. Von Anne Preger.
Warum ein Student Bismarck umbringen wollte
Am 7.5.1866 schießt der Student Ferdinand Cohen-Blind auf Otto von Bismarck. Er sieht das Attentat als einzige Möglichkeit, um Frieden zu sichern. Von Murat Kayi.
Erster Tourist im All: Wie Dennis Tito die NASA ärgert
Dennis Tito träumt vom All. An der Börse wird er reich - und kauft für Millionen ein Ticket ins Weltall. Am 6.5.2001 kehrt der erste Weltraumtourist auf die Erde zurück. Von Andrea Halter.
Weimarer Flaggenstreit: Drei Farben, die die Republik entzweien
In der Weimarer Republik steht Schwarz-rot-gold für Deutschland. Aber die Kaiserfarben Schwarz-weiß-rot bleiben populär. Über den Flaggenstreit (5.5.1926) zerbricht die Regierung. Von Thomas Klug.
Vom Literaturstar zur Gejagten: Schriftstellerin Irmgard Keun
Am 4.5.1936 flieht Irmgard Keun vor den Nazis nach Ostende. Sie ist jung, modern und ein Literatur-Star. In Belgien beginnt ein Leben zwischen Freiheit, Angst und Verlust. Von Christiane Kopka.
SED-Chef Walter Ulbricht: Gestürzt vom politischen Ziehsohn
Mehr als 20 Jahre bestimmt Ulbricht an der SED-Spitze über die DDR. Dann verliert er Moskaus Unterstützung. Erich Honecker steht am 3.5.1971 für die Übernahme bereit. Von Thomas Klug.
Schüsse auf den Terrorfürsten: Das Ende von bin Laden
Zehn Jahre dauert die Suche nach Osama bin Laden, Führer der Terrorgruppe al-Qaida. und Drahtzieher von 9/11. Am 2.5.2011 tötet ihn ein US-Kommando beim Sturm auf sein Versteck in Pakistan. Von Martin Herzog.
Höher, schneller, Empire State: Wettlauf der Wolkenkratzer
Mitten in der Weltwirtschaftskrise blickt New York nach oben: Am 1.5.1931 öffnet das Empire State Building - und bleibt fast vier Jahrzehnte das höchste Gebäude der Welt. Von Erik Hlacer.
Michael Gartenschlägers Kampf gegen die DDR‑Todesautomaten
Michael Gartenschläger beweist die Existenz der DDR‑Selbstschussanlagen. Doch bei seiner letzten Aktion am 30.4.1976 wird er von einem Stasi-Kommando erwartet und erschossen. Von Ulli Schäfer.
Warum der Osteraufstand Irland geprägt hat
Am Ostermontag 1916 starten irische Rebellen einen Aufstand gegen die britische Kolonialmacht. Er endet nach wenigen Tagen am 29. April 1916. Trotzdem stilisiert ihn Irland zur Geburtsstunde der Nation. Von Almut Finck.
Die Piratin Mary Read: Seemannsgarn oder wahres Abenteuer?
Mary Read stirbt am 28. April 1721 in Haft auf Jamaika. Brutale Piratin, mutiger als viele Männer, angeblich Geliebte von Anne Bonny. Doch was ist historisch belegbar? Von Andrea Kath.
Hunger und Terror: Die deutsche Wehrmacht besetzt Athen
Am 27.4.1941 marschieren deutsche Truppen in Athen ein. Hinrichtungen, Plünderungen und Hunger werden Alltag. Aber es entsteht auch Widerstand gegen die Besatzer. Von Claudia Friedrich.
Vom Mittelalter zur Renaissance: Petrarca auf dem Mont Ventoux
Aus Neugier erklimmt der Dichter den Gipfel. Sein Bericht vom 26.4.1336 beschreibt göttliche Erkenntnis, aber auch die schöne Aussicht - und gilt als kulturhistorischer Wendepunkt. Von Raoul Mörchen.
Meilensteine der Weltliteratur: Homer schreibt Ilias und Odyssee
Zwei Epen, ein Mythos: Ilias und Odyssee prägen bis heute das Erzählen von Krieg, Heimkehr und Sinnsuche. Wer war Homer - und warum wirken diese Geschichten bis heute? Von Ralph Erdenberger.
Frankreich zwischen Ruhm und Schuld: Henri Philippe Pétain
Henri Philippe Pétain, geb. am 24.4.1856, wird als General im 1. Weltkrieg zum Nationalhelden. Im 2. Weltkrieg führt er das Vichy-Regime und kollaboriert mit Deutschland. Von Heinz, Joachim; Harmann, Markus.
Aethelred "the Unready": Mythos eines schwachen Königs
Ein Versager, unbereit, unfähig gegen die Wikinger: So lautet das Urteil der Chronisten über Aethelred (gest. 23.4.1016). Dabei erzählt sein Beiname eigentlich eine andere Geschichte.
Von Herwig Katzer.
"Gottes Freund, aller Welt Feind": Die Störtebeker-Legende
Der Freibeuter Klaus Störtebeker gilt als eine Art Robin Hood auf hoher See - erst recht nach seiner Festnahme am 22.4.1401. Wieviel Wahrheit steckt in der Geschichte? Von Martina Meißner.
80er-Mega-Star Prince: geniales Multitalent und King of Funk
Am 21.4.2016 stirbt einer der innovativsten Künstler der Popgeschichte: Der US-Musiker Prince wird nur 57 Jahre alt. Sein Nachlass wird bis heute aufgearbeitet. Von Thomas Pfaff.
Bargeld als Geschichtsbuch: Harriet Tubman auf der 20-Dollar-Note
Wer mit Dollar-Noten bezahlt, der hält die Gesichter weißer Männer in der Hand. Die ehemals versklavte Harriet Tubman soll das ändern - seit dem Beschluss vom 20.4.2016 aber ist wenig passiert. Von Michael Marek.
Desaster in der Schweinebucht oder: Der kubanische Stachel
Am 19.4.1961 scheitert die Invasion in der Schweinebucht. Kuba ist bis heute ein Stachel im Selbstbild der US-Amerikaner - was bedeutetet das für die Zukunft der Insel? Von Burkhard Hupe.
Martin Luther verteidigt seine Thesen: "Ich kann nicht anders"
Am 18.4.1521 riskiert Martin Luther sein Leben. Statt zu widerrufen, verteidigt "der Erzketzer" in Worms seine Kritik an Kaiser und Kirche - und besiegelt damit deren Spaltung. Von Tobias Sauer.
Wie der Fall Vera Brühne zum Justiz-Krimi wurde
Am 17. April 2001 stirbt Vera Brühne. Sie ist bekannt in der Münchner High Society, als sie Anfang der 1960er wegen Mordes verurteilt wird. Etwa 10 Jahre später machen neue Erkenntnisse den Fall zu einem Agenten-Thriller. Von Martina Meißner.
Verschollen im arktischen Eis: Polarforscher John Franklin
Immer wieder fährt Franklin (geb. 16.4.1786) ins Eis. Er will Karriere machen, die Nordwestpassage finden und wird schließlich berühmt - allerdings nicht nur als Entdecker. Von Joscha Seehausen.
Newton und der Apfel: Die Legende vom Geistesblitz
Isaac Newton erzählt vom niederfallenden Apfel, der ihm am 15. April 1726 einen Geistesblitz bescherte - eingängig, aber wohl eher erfunden. Sein Weg zur Gravitation war deutlich länger. Von Marko Rösseler.
Moschee, Gottesdienst und Aristoteles: das Erbe des Averroes
Im Jahr 1126 wird Averroes in Córdoba geboren. Der islamische Gelehrte übersetzt Aristoteles und prägt damit Europas Philosophie und das Werk Salman Rushdies. Von Uli Hufen.
Der wahre Erfinder der Eisenbahn: Ingenieur Richard Trevithick
Trevithick (geb. 13.4.1771) bringt sich selbst Ingenieurskunst bei, erfindet unter anderem die Dampflok. Doch ihm fehlt der Geschäftssinn. Berühmt werden mit seinen Ideen andere. Von Thomas Mau.
Juri Gagarin: Als erster Mensch im Erd-Orbit
Es ist ein Propagandaerfolg für die UdSSR und eine wissenschaftliche Sensation: Am 12.4.1961 umkreist Juri Gagarin als erster Mensch die Erde in einem Raumschiff. Fast wäre er nicht zurückgekehrt. Von Christoph Tiemann.
Bob Dylans erster Auftritt in New York
Am 11.4.1961 steht erstmals auf einem Konzertplakat in New York dieser Name: Bob Dylan. Der Rest ist Musik-, Kunst- und Literaturgeschichte. Von Veronika; Biermann Bock.
Monte Verità: Die Kommune und der Kunst-Mäzen
Am Lago Maggiore errichtet eine Künstler-Gruppe ab 1900 eine pazifistische Kommune. Sie lockt erst Gleichgesinnte an – und im Jahr 1926 den Bankier Eduard von der Heydt, Finanzier von Nazi-Spionen. Von Gianna Scholten.
Henrik Kauffmanns Alleingang: Der Grönland-Deal mit den USA
Ohne Mandat schließt der dänische Botschafter am 09.04.1941 ein Abkommen mit Washington ab. Die USA sichern sich Militärbasen in Grönland - ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Von Almut Finck.
Mehr als Folter: Die Motive hinter der päpstlichen Inquisition
1231: Gründung der päpstlichen Inquisition. Weit mehr als Gewalt und Scheiterhaufen: Sie ist eine kirchliche Waffe gegen Abweichler und prägt das Abendland über Jahrhunderte. Von Veronika Bock und Ulrich Biermann.
Kapitalistische Klemmbausteine: Lego-Gründer Ole Kirk Christiansen
Er beginnt mit Holzspielzeug - und erschafft eine Weltmarke: Ole Kirk Christiansen, geboren am 7.4.1891, legt den Grundstein für Lego. Seine Idee prägt Generationen. Von Heiner Wember.
Verrat im Kalten Krieg: Wie West-Spion Tiedge zur Stasi ging
Als Chef der Spionageabwehr DDR kennt Hansjoachim Tiedge (gest. 6.4.2011) die Geheimnisse westdeutscher Geheimdienstarbeit - und verrät sie alle, ausgerechnet an die DDR. Von Martin Herzog.
Bibo, Bert, Bildungsauftrag: Sesamstraße startet in Deutschland
Am 5. April 1971 sendet der NDR die "Sesame Street". Bunt, frech, amerikanisch; die Kritiker sind empört, die Kinder lieben es. Ein Klassiker für Generationen entsteht. Von Jana Magdanz.
Der tote Papst Formosus vor Gericht
Nach seinem Tod im Jahre 896 kommt Formosus nicht zur Ruhe: Binnen acht Jahren wird er zweimal feierlich und zweimal weniger feierlich bestattet. Einmal wirft man den Leichnam gar in den Tiber. Von Wolfgang Meyer.
Ein lustbetontes Frauenleben als "Gentleman Jack": Anne Lister
Sie lebt und liebt gegen die Normen ihrer Zeit. Und schreibt alles minutiös auf. Die Engländerin Anne Lister (geb. am 3.4.1791) gilt vielen als "erste moderne Lesbe". Von Christiane Kopka.
Max Ernst: Skandalmaler mit Angst vor der weißen Leinwand
Max Ernst erfindet sich und die Kunst ständig neu: Er bringt Dada nach Köln, begründet den Surrealismus mit und inspiriert Action Painting. Von Christopher Heimer.
Erich Honecker besucht Disneyland
Neu entdeckte Tagebücher beweisen: Erich Honecker war 1986 heimlich und anonym in den USA - um den Kapitalismus zu studieren und damit vielleicht die DDR zu retten. Eine unglaubliche Reise... Von Jana Fischer.
Clara Schumann: Star-Pianistin, die Robert berühmt machte
Clara Wieck ist ein Star, dann heiratet sie. Doch statt ihre Karriere aufzugeben, tritt sie weiter auf - mit ihrem Mann. Am 31.3.1841 erstmals unter neuem Namen. Von Raoul Mörchen.
Krimkrieg: Mehr als 500.000 Tote für eine "Heilige Mission"
Vorgeblich um Orthodoxe zu schützen, zettelt der Zar Krieg mit den Osmanen an. Am 30.3.1856 endet der Krimkrieg mit seiner Niederlage und einer Demütigung, die bis heute nachhallt. Von Almut Finck.
Charles Manson: Vom Außenseiter zum gefürchteten Sektenführer
Charles Manson hält sich für Jesus, bewundert Hitler - und manipuliert seine "Manson Family" so geschickt, dass sie für ihn mordet. Am 29.3.1971 wird er zum Tode verurteilt. Von Philip Ritter.
Meilenstein der modernen Gerichtsmedizin: die "Lungenschwimmprobe"
Ein toter Säugling, ein Verdacht, ein Experiment: Im Jahr 1681 beweist erstmals ein neuartiges forensisches Verfahren die Unschuld einer vermeintlichen Kindsmörderin. Von Martina Meißner.
Visionär der Moderne: Der Autor Stanislaw Lem
Am 27.3.2006 stirbt der Science-Fiction-Autor Stanislaw Lem. Sein Werk ist philosophisch und technisch zugleich – und wirft einen realistischen Blick auf eine mögliche Zukunft. Von Michael Richmann.
Fatima: Die Übermutter des Islam
Im Jahre 606 wird die Tochter Mohammeds geboren und später zur zentralen Figur im schiitischen Islam. Als die "Mutter der Imame" prägt sie bis heute diesen Glauben. Von Marfa Heimbach.
Lebensabend im Museum: Ishi, der Letzte seines Stammes
Am 25.3.1916 stirbt in San Francisco der mutmaßlich letzte Angehörige der Yahi, einer indigenen Gruppe in Kalifornien. Nach fünf Jahren als lebendes Forschungsobjekt. Von Markus Harmann; Joachim Heinz.
Olympia nur für Frauen: Mit eigenen Spielen zu gleichem Recht
Lange schließt das IOC Frauen aus, bis Sportlerinnen ab dem 24.3.1921 erstmals eigene Spiele organisieren – und damit die Gleichberechtigung im Spitzensport vorantreiben. Von Merle Schaack.
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