
Study Snacks - Gastroenterologie
„Study Snacks – Gastroenterologie“ ist ein Podcast von Thieme, der Ärztinnen und Ärzten einen schnellen Überblick über aktuelle Studien aus der Gastroenterologie bietet. In kurzen Folgen werden die wichtigsten Ergebnisse verständlich zusammengefasst, sodass man sie bequem in einer Kaffeepause oder unterwegs hören kann. Die ausführlichen Studien sind in den Shownotes verlinkt. Der Podcast ersetzt nicht das persönliche Arztgespräch und weist auf die Grenzen der medizinischen Informationen hin.
Folgen

Schwere Hypertriglyceridämie: Olezarsen senkt Triglyceridspiegel und beugt Pankreatitis vor
Eine gefürchtete, da mitunter tödlich verlaufende Komplikation der schweren Hypertriglyceridämie ist die akute Pankreatitis. Konventionelle Therapien wie Fibrate und Omega-3-Fettsäuren senken die Triglyceridspiegel oft nur unzureichend. Wie gut spricht er auf Olezarsen, ein gegen Apolipoprotein C-III-mRNA gerichtetes Antisense-Oligonukleotid, an? Wie gut schützt der Wirkstoff vor einer akuten Pank

Maligne distale Gallenwegsobstruktion
Eine maligne distale Gallenwegsobstruktion wird gegenwärtig üblicherweise mittels Stenteinlage per endoskopisch retrograder Cholangiopankreatikografie (ERCP) behandelt. Allerdings birgt dieser Eingriff ein beträchtliches Risiko für eine akute Post-ERCP-Pankreatitis. Tritt diese Komplikation nach einer endosonografisch gesteuerten Choledochoduodenostomie (EUS-CDS) mit Einlage eines Lumen-Apposing M

Perioperative Immuntherapie beim resektablen hepatozellulären Karzinom
Die chirurgische Resektion gilt als kurative Standardtherapie beim hepatozellulären Karzinom im Frühstadium. Dennoch bleibt die Rezidivrate hoch. Bis zu 80 % der Patienten entwickeln nach der Operation ein Wiederauftreten. Besonders gefährdet sind Betroffene mit großen Tumoren, multifokaler Erkrankung oder Gefäßinvasion. Bisher existiert keine etablierte perioperative Standardtherapie. Adjuvante K

Zanzalintinib-Atezolizumab verbessert Gesamtüberleben bei Patienten mit kolorektalem Karzinom
Das metastasierte Kolorektalkarzinom ist prognostisch ungünstig. Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei nur etwa 15 %. Immuncheckpoint-Inhibitoren verbessern die Prognose deutlich, allerdings nur bei Tumoren mit funktionellen Defekt im DNA-Reparatursystem. Diese Subgruppe macht jedoch nur rund 5 % der metastasierten Fälle aus. Für die große Mehrheit der Patienten mit Tumoren fehlen wirksam

Remission einer MASH nach bariatrischer Operation verlängert Überlebensrate: Die histologische Remission von MASH könnte ein relevanter Surrogatendpunkt sein
Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung und ihre schwerere Form, die metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis, kurz MASH, stellen eine zunehmende klinische Herausforderung dar. Immer mehr Menschen entwickeln eine chronische Lebererkrankung als Folge metabolischer Störungen wie Adipositas, Diabetes oder dem metabolischen Syndrom. Die langfristigen Folgen kö

COX-1-Inhibitoren zeigen gute Wirksamkeit bei schwerer akuter Pankreatitis: Parecoxib und Imrecoxib könnten die Prognose bei schwerer akuter Pankreatitis verbessern
Die schwere akute Pankreatitis gehört zu den gefährlichsten Erkrankungen des Verdauungstraktes. Sie führt häufig zu Organversagen und verläuft in bis zu 40 % der Fälle tödlich. Bisher gibt es keine wirksame medikamentöse Therapie, die das Fortschreiten dieser Entzündung sicher stoppen kann. Im Zentrum der Krankheitsentwicklung steht eine massive Entzündungsreaktion. Geschädigte Azinuszellen setzen

Dekompensierte Leberzirrhose: Rekombinantes Albumin als Alternative zu Humanalbumin
Humanes Serumalbumin wird in großen Mengen benötigt – unter anderem zur Behandlung der Hypovolämie, von Verbrennungen, Blutverlusten und Hypalbuminämie, beispielsweise bei Lebererkrankungen. Seit Jahrzehnten muss der weltweite Bedarf durch menschliches Plasma gedeckt werden. Nun testeten chinesische Forschende erstmals mithilfe biotechnologisch veränderter Reispflanzen (Oryza sativa) hergestelltes

Robotergestützte Chirurgie verbessert onkologische Ergebnisse bei Rektumkarzinomen: Langzeitdaten zur robotergestützten Rektumresektion im Vergleich zur Laparoskopie zeigen Wirksamkeit
Darmkrebs gehört weltweit zu den häufigsten Krebsarten. In etwa einem Drittel der Fälle ist das Rektum betroffen. Als zentraler Behandlungsschritt werden Rektumkarzinome operiert. Seit Jahren hat sich die laparoskopische Chirurgie etabliert, weil sie weniger traumatisch ist und eine schnelle Erholung ermöglicht. Dennoch bestehen Zweifel an ihrer onkologischen Qualität. Frühere Studien zeigten, da

Darmkrebs nach Koloskopie: Karzinomrisiko hängt von Untersuchungsqualität ab
Ein beträchtlicher Anteil der nach einer Koloskopie aufgetretenen kolorektalen Karzinome geht aus übersehenen Polypen hervor. Die Leitlinienempfehlungen bezüglich der Kontrollintervalle nach Koloskopie berücksichtigen ausschließlich die Eigenschaften der resezierten Neoplasien. Die Untersuchungsqualität fließt dagegen nicht in die Empfehlungen ein. Welche dieser beiden Parameter wirkt sich stärker

Tirzepatid und Semaglutid als Adipositasmedikation im Vergleich: Tirzepatid ist Semaglutid hinsichtlich der Gewichtskontrolle überlegen
Adipositas ist weltweit ein wachsendes Gesundheitsproblem. Viele Patientinnen und Patienten verlieren zwar mit Diät und Bewegung an Gewicht, können diesen Erfolg aber langfristig selten halten. In den letzten Jahren rückten neue Medikamente in den Fokus, die gezielt in die hormonelle Regulation des Appetits eingreifen. Semaglutid, ein GLP-1-Rezeptoragonist, hat in Studien bereits beeindruckende Er

Aktiver Morbus Crohn: Subkutane Induktion- und Erhaltungstherapie mit Guselkumab
Der monoklonale Antikörper Guselkumab neutralisiert Interleukin-23 (IL-23), indem er einerseits selektiv die IL-23-p19-Untereinheit und andererseits CD64 auf IL-23-produzierenden Zellen bindet. Unter anderem ist der Antikörper zur Therapie des Morbus Crohn zugelassen. Er wird dabei in Form von Infusionen verabreicht. Eine Phase 3-Studie prüfte nun, ob auch bei subkutaner Applikation ein Behandlung

Metastasiertes Magenkarzinom: Trastuzumab Deruxtecan versus Ramucirumab plus Paclitaxel
Für HER2 (human epidermal growth factor 2) überexprimierende, nicht resezierbare oder metastasierte Karzinome des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs ist die Chemotherapie plus Trastuzumab die Therapie der ersten Wahl. Bei einem anschließenden Progress bietet das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Deruxtecan prognostische Vorteile. Eine internationale Phase 3-Studie verglich nun di

Neue Erstlinientherapie bei inoperablem Leberzellkarzinom: CheckMate 9DW zeigt Vorteile von Nivolumab plus Ipilimumab gegenüber Standardtherapie
Leberkrebs gehört weltweit zu den häufigsten und tödlichsten Krebsarten. Das hepatozelluläre Karzinom, kurz HCC, ist die dominierende Form. Es macht rund 80 Prozent aller Leberkrebsfälle aus. Die Prognose ist schlecht. Bisher werden zur Behandlung vor allem Multikinase-Inhibitoren wie Sorafenib und Lenvatinib eingesetzt. Diese Medikamente verlängern das Überleben allerdings nur moderat und die Neb

Neue Wege in der HCC-Überwachung mit MRT statt Ultraschall: Wie kontrastfreie MRT das HCC-Screening bei Leberzirrhose verbessern könnte
Die Früherkennung des hepatozellulären Karzinoms, kurz HCC, ist für das Überleben der Betroffenen entscheidend. Leitlinien empfehlen eine halbjährliche Überwachung bei Risikopatienten. Meist kommt der Ultraschall zum Einsatz. Studien zeigen jedoch, dass die Sensitivität des Ultraschalls zur Erkennung von Tumoren im Frühstadium bei nur knapp 50 % liegt. Etwa ein Drittel der Patienten profitiert nic

Intraduktale papillär muzinöse Neoplasie des Pankreas: Welche Faktoren begünstigen eine maligne Transformation?
Das maligne Transformationspotenzial intraduktaler papillär muzinöser Neoplasien (IPMN) hängt einerseits von der Größe und der Wachstumsgeschwindigkeit (Intervallstabilität) dieser zystischen Pankreasläsionen ab und andererseits vom Durchmesser des Pankreas-Hauptgangs. Ein japanisches Forscherteam untersuchte, wie häufig IPMN ohne Hochrisiko-Stigmata innerhalb von 5 Jahren oder nach diesem Zeitrau

Lugol-negative Ösophagusveränderungen: Persistierende Läsionen entarten häufig
Plattenepithelkarzinome des Ösophagus können mittels Chromoendoskopie unter Einsatz von Lugolscher Lösung erkannt werden. Lugol-negative Areale gelten dabei potenziell als tumorverdächtig. Mittels Biopsie wird in diesem Fall geprüft, ob Dysplasien, also intraepitheliale Neoplasien, vorliegen. Ein chinesisches Forscherteam untersuchte nun das Entartungspotenzial längerfristig persistierender Lugol-

Kolorektale Polypen: Koagulation des Resektionsbetts beugt Rezidiven vor
Die Mehrzahl der großen, also mindestens 20mm durchmessenden, nicht gestielten kolorektalen Polypen kann erfolgreich mittels stückweiser endoskopischer Mukosaresektion abgetragen werden. Durch die anschließende Koagulation der Resektionsränder mit der Schlingenspitze sinkt das Risiko für Adenomresiduen und -rezidive. Gilt das auch für sehr große Neoplasien? Dieser Frage ging ein australisches Fors

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Fitnesstracker erkennen Krankheitsschübe
Die Überwachung der Krankheitsaktivität bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen basiert bislang auf der Erfassung der subjektiven Symptombelastung, der Messung von Entzündungsparametern im Blut oder im Stuhl, der Bildgebung sowie der Ileokoloskopie. Ein Forscherteam aus den USA ging nun der Frage nach, ob sich die mithilfe von Fitnesstrackern objektivierten Gesundheitsparameter zur Früherkenn

Amitriptylin lindert Reizdarm-Beschwerden - Erkenntnisse aus der ATLANTIS-Studie: Wirksamkeit und Verträglichkeit von Amitriptylin beim Reizdarmsyndrom
Das Reizdarmsyndrom ist eine chronische, schubweise verlaufende Erkrankung mit Bauchschmerzen und veränderten Stuhlgewohnheiten wie Durchfall, Versopfung oder beides im Wechsel. Weltweit sind rund 5 % der Bevölkerung betroffen. Die Beschwerden beeinträchtigen die Lebensqualität massiv - privat wie beruflich. Erste Therapien wie Ernährungsumstellungen oder Medikamente lindern die Symptome oft nur u

Granulozyten-Kolonie-stimulierende Faktor plus Prednisolon - neue Hoffnung bei schwerer Alkoholhepatitis
Eine schwere alkoholbedingte Hepatitis ist die gefährlichste Form der alkoholbedingten Lebererkrankung. Die bisher einzige verfügbare Therapie mit belegter Wirkung ist Prednisolon, ein Kortikosteroid. Es kann kurzfristig die Überlebensrate leicht verbessern. Doch Steroide haben einen entscheidenden Nachteil: sie erhöhen das Risiko für schwere Infektionen. Und dieses Risiko bleibt auch nach dem Kli

Perinatale Hepatitis-B-Übertragung: Alternative Behandlungsoption für ressourcenlimitierte Regionen
Ein früherer Beginn der virustatischen Therapie mit Tenofovir-Disoproxil-Fumarat (TDF) ermöglicht bei schwangeren Patientinnen mit hoher Hepatitis-B-Viruslast den Verzicht auf die postnatale Gabe von spezifischen Immunglobulinen, ohne dass die Transmissionsrate der Erkrankung dadurch ansteigt.
Link zu Pubmed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39540799/
Pan CQ, Dai E, Mo Z, et al. Tenofovir and He

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Global steigende Inzidenz bei Frauen und bei Älteren
Die globale Prävalenz und Inzidenz von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sind stabil bis abnehmend. Demgegenüber wurde in dem aktuellen Bericht der Global Burden of Disease (GBD) eine steigende Inzidenz bei Frauen und bei Älteren verzeichnet.
Link zu Pubmed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39422305/
Danpanichkul P, Duangsonk K, Ho AHY, et al. Disproportionately Increasing Incidence of

Vonoprazan: Neuer Säurehemmer besteht den Langzeit-Sicherheitstest
Der Kalium-kompetitive Säurehemmer Vonoprazan wirkt schneller und effektiver als konventionelle Protonenpumpeninhibitoren. Dabei kommt es allerdings zu höheren Serum-Gastrinspiegeln. Eine erhöhte Rate an Malignomen oder neuroendokrinen Tumoren des Magens wurde aber im Langzeitverlauf nicht beobachtet.
Link zu Pubmed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39209187/
Umeura N, Kinoshita Y, Haruma K, et

Kolorektale Karzinome: Thermablation von Lebermetastasen nicht unterlegen
Die Effektivität der Thermablation von Lebermetastasen ist bei Patient:innen mit kolorektalem Karzinom mit hoher Wahrscheinlichkeit dem bisherigen Therapiestandard der chirurgischen Resektion nicht unterlegen. Gleichzeitig ergaben sich Hinweise für ein besseres Sicherheitsprofil der Lokaltherapie.
Link zu Pubmed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39848272/
Van der Lei S, Pujik RS, Dijkstra M, et

Resezierbares Ösophaguskarzinom: Perioperative Chemotherapie ist Radiochemotherapie überlegen
Der bisherige Therapiestandard zur neoadjuvanten Behandlung eines resektablen Ösophaguskarzinoms ist die präoperative Radiochemotherapie. Die aktuelle Studie ergab jetzt aber einen Vorteil für eine perioperative Chemotherapie mit Fluouracil, Leucovorin, Oxaliplatin und Docetaxel.
Zum Forum der Industrie von Thieme: https://fdi.thieme.de/podcasts
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.

Akute Appendizitis: Konservative Therapie bei Kindern unterlegen
Erstmals konnte in einer großen randomisierten Studie gezeigt werden, dass ein konservativer Therapieansatz mit alleiniger Antibiotikagabe bei Kindern und Jugendlichen mit akuter Appendizitis der primären Appendektomie unterlegen ist.
Zum Forum der Industrie von Thieme: https://fdi.thieme.de/podcasts
Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39826968/
St Peter SD et al. Appendi

Weltweiter Trend zu mehr Darmkrebs bei unter 50-Jährigen: Eine zunehmende Darmkrebsinzidenz bei Jüngeren zeigt sich in immer mehr Ländern.
Verschiedene Studien haben in westlichen Ländern mit hohem Einkommensniveau einen Anstieg der Zahl der Erstdiagnosen eines kolorektalen Karzinoms bei Menschen im Alter von unter 50 Jahren gezeigt: Dagegen haben sich die Neuerkrankungsraten bei Älteren häufig stabilisiert oder sind sogar rückläufig. Ein Forschungsteam um Hyuna Sung von der US-amerikanischen Krebsgesellschaft in Atlanta analysierte

Registerdaten bestätigen: Bismuth-Quadrupeltherapie ist für H.-pylori Eradikation am effektivsten
Infektionen mit Helicobacter pylori stellen weltweit die wichtigste Ursache für chronische Gastritis, peptische Ulzera und Magenkarzinom dar. Zur Eradikation stehen eine Reihe von Therapieoptionen zur Verfügung. Die Hinzunahme von Bismuth zu bisherigen Tripeltherapien hat die Heilungsraten erhöht. Eine Analyse der Daten aus einem europäischen Register zeigt, dass Bismuth-Regime immer häufiger eing

ERCP mit Hochrisikointervention: Plättchenhemmung frühzeitig pausieren!
Insbesondere ERCP mit Hochrisikointerventionen sind mit einem erhöhten Risiko für klinisch relevante Blutungskomplikationen behaftet. Diese erfordern häufig endoskopische oder radiologische Interventionen sowie Bluttransfusionen und ziehen eine erhöhte Mortalität und Morbidität nach sich. Neben oralen Antikoagulanzien erhöhte auch eine Thrombozytenaggregationshemmung mit P2Y12-Inhibitoren das Hämo

Kaltschlingenabtragung: Auch bei gestielten kleinen Darmpolypen vorteilhaft
Die Subgruppenanalyse der randomisierten TACOS-Studie fokussierte auf die Entfernung von gestielten Darmpolypen ≤10mm. Es zeigte sich, dass auch hier die Abtragung mit der Kaltschlinge zeiteffektiv und sicher ist. Anders als befürchtet kam es in keinem Fall zu verzögerten Blutungskomplikationen, während solche nach Abtragung mittels Hochfrequenzstrom bei einzelnen Patient:innen auftraten.
Link zu

Kolorektales Karzinom: Lebertransplantation verbessert Prognose bei nicht-resezierbaren Lebermetastasen
In der aktuellen Studie konnte erstmals prospektiv und randomisiert gezeigt werden, dass Patient:innen mit kolorektalem Karzinom und nicht-resezierbaren Lebermetastasen von einer Lebertransplantation im Vergleich zu einer alleinigen systemischen Chemotherapie profitieren. Es wurden Überlebensraten erreicht, die mit denen bei anderen Indikationen einer Lebertransplantation vergleichbar sind.
Adam

Food Addiction: Neue Mikrobiom-basierte Therapieoptionen?
Sowohl im Tiermodell als auch bei Menschen lässt sich im Falle einer Nahrungsmittelabhängigkeit eine spezifische Signatur des intestinalen Mikrobioms nachweisen. Durch eine Erhöhung des Blautia-Genus-Anteils ließ sich eine Nahrungsmittelabhängigkeit im Tiermodell effektiv verhindern.
Samulėnaitė et al. Gut microbiota signatures of vulnerability to food addiction in mice and humans. Gut 2024; 73:

Pankreaskarzinom-Screening
Bei Diagnose eines Pankreaskarzinoms in einem frühen Stadium ist die prognose wesentlich günstiger als – wie meistens – in einem späten Stadium. Menschen mit positiver Familienanamnese oder dem Vorliegen bekannter Hochrisiko-Genmutationen haben ein hohes Risiko, an einem Pankreaskarzino zu erkranken. Kann ein Screeningprogramm für diese Hochrisikopersonen die Erkennung in einem frühen Stadium förd

Rezidive von Magenvarizenblutungen bei Leberzirrhose
Patinet*innen mit Leberzirrhose haben nach einer akuten Blutung aus Magenvarizen ein hohes Rezidivrisiko. Zur Sekundärprävention erneuter Magenvarizenblutungen kann die primär zur Blutstillung eingesetzte Sklerotherapie wiederholt warden. Es gibt aber auch röntgenassistierten Verfahren zur Sekundärprävention wie TIPS und BRTO. Wie effektiv sind diese Verfahre zur Sekundärprävention von Blutungen a

GLP1-Rezeptoragonisten: Möglicherweise Risikoreduktion fürhepatozelluläre Karzinome
Leberzellkarzinome kommen beiPatient:innen mit Diabetes mellitus Typ 2gehäuft vor. Die Behandlung mit einemGLP1-Rezeptoragonisten könnte das Risikoinsbesondere im Vergleich zu Insulin undSulfonylharnstoffen senken. Außerdemzeichnete sich unter der Anwendung vonGLP1-Rezeptoragonisten eineRisikoreduktion für hepatischeDekompensationen ab.
Wang, Lindsey et al. “Association of GLP-1 Receptor Agonists

Neue Therapieansätze bei Leberkrebs: Verbesserte Lebensqualität durch Tremelimumab und Durvalumab
Leberkrebs, insbesondere das hepatozelluläre Karzinom, ist weltweit die sechsthäufigste Krebsart und die dritthäufigste Todesursache durch Krebs. Systemische Therapien wie Sorafenib waren lange die einzige Behandlungsoption für inoperablen Leberkrebs. Sie zeigen jedoch häufig nur begrenzte Wirkung und sind mit einer Verschlechterung der Lebensqualität verbunden.Internationale Forscher haben in der

Upadacitinib bei Morbus Crohn: Ein neuer Ansatz für schnelle Symptomkontrolle
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die wiederholt Schübe verursacht. Die Symptome wie Durchfall, Bauchschmerzen und Müdigkeit beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Aktuelle Therapien brauchen in der Regel 2 bis 6 Wochen, um die Symptome zu lindern. Kortikosteroide wirken schneller, sind jedoch aufgrund ihrer Nebenwirkungen nicht für die Langzeittherapie geeignet.

Erneutes Screening nach Darmkrebs-Vorsorgekoloskopie: ChatGPT im Praxistest
Im Rahmen der Studie erfolgten ChatGPT4-Abfragen zum Re-Screening von insgesamt 505 Patient:innen nach einer Darmkrebs-Vorsorgekoloskopie. Die Sprachausgaben des Large Language Modells wurden mit einem Leitlinien-Referenzstandard abgeglichen. Außerdem erfolgte ein Vergleich mit den Empfehlungen der Endoskopie-Einrichtungen. Es zeigte sich, dass die Empfehlungen zum Re-Screening-Intervall von Chat

Pankreaskarzinom-Screening: Früherkennung bei Personen mit hohem familiärem oder genetischen Risiko könnte Gesamtmortalität senken.
Bei Diagnose eines Pankreaskarzinoms in einem frühen Stadium ist die prognose wesentlich günstiger als – wie meistens – in einem späten Stadium. Menschen mit positiver Familienanamnese oder dem Vorliegen bekannter Hochrisiko-Genmutationen haben ein hohes Risiko, an einem Pankreaskarzino zu erkranken. Kann ein Screeningprogramm für diese Hochrisikopersonen die Erkennung in einem frühen Stadium förd

Rezidive von Magenvarizenblutungen bei Leberzirrhose: Welche Verfahren zur Sekundärprophylaxe ist am effektivsten?
Patinet*innen mit Leberzirrhose haben nach einer akuten Blutung aus Magenvarizen ein hohes Rezidivrisiko. Zur Sekundärprävention erneuter Magenvarizenblutungen kann die primär zur Blutstillung eingesetzte Sklerotherapie wiederholt warden. Es gibt aber auch röntgenassistierten Verfahren zur Sekundärprävention wie TIPS und BRTO. Wie effektiv sind diese Verfahre zur Sekundärprävention von Blutungen a

Neue Erkenntnisse zu frühem Einsatz von Biologika bei entzündlichen Darmerkrankungen: Ergebnisse einer umfassenden Studie zu Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa
Biologika haben die Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen revolutioniert. Dennoch blieb ihre Wirksamkeit bis jetzt bei der Verbesserung langfristiger Ergebnisse umstritten. Frühere Studien zeigten, dass der Einsatz von Biologika für die Therapie von Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa zugenommen hat. Allerdings verbesserte sich die Prognose der Patienten nur geringfügig. Bei Colitis Ulcerosa-Pat

Divertikulitis und Darmkrebsrisiko: Was wir wissen müssen - Ergebnisse einer großangelegten Studie zur Koloskopie nach Divertikulitis
Divertikulitis ist eine häufig vorkommende Erkrankung. Die Divertikulitis verläuft meist unkompliziert, kann aber zu Abszessen oder Perforationen im Darm führen. Oftmals besteht die Sorge, dass eine Divertikulitis eine Krebserkrankung überdecken könnte. Darmkrebs-Symptome ähneln denen einer Divertikulitis, was die Diagnose erschwert. Daher wird oft eine Koloskopie empfohlen, um Darmkrebs auszuschl

Stoffwechsel-bedingte Fettlebererkrankungen: Serumferritin als Prognosemarker?
Die „Metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatotische Lebererkrankung“ (MASLD) ist eine neue Bezeichnung für nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen, die im Rahmen von Stoffwechselstörungen, wie z.B. Adipositas oder Diabetes mellitus Typ 2, entstehen. Nachdem sich mehrere deutliche Assoziationen zwischen einer Hyperferritinämie einerseits und dem Schweregrad der Leberfibrose bei MASLD-Patient*nn

Angiodysplasie-bedingten gastrointestinalen Blutungen: Benefit durch Octreotid?
Gastrointestinalen Angiodysplasien sind Gefäßanomalien, die trotz endoskopischer Therapie zu transfusionsabhängiger Anämie führen können. Obgleich die Ergebnisse einer Metaanalyse nahelegen, dass das Somatostatin-Analogon Octreotid das Blutungsrisiko senken könnte, lassen sich bei den zu Grunde liegenden Studien einige Bias nachweisen. Goltstein et al. wollten daher Sicherheit und Wirksamkeit von

Akute Pankreatitis: Bessere Schmerzkontrolle durch Buprenorphin
Bei der Kontrolle der Schmerzsymptomatik einer akuten Pankreatitis zeigte sich Buprenorphin dem nichtsteroidalen Antiphlogistikum Diclofenac überlegen. Sicherheitsbedenken ergaben sich dabei nicht. Aufgrund der kleinen Fallzahl in der aktuellen Untersuchung empfehlen die Autor:innen die Durchführung größerer randomisierter Studien.
Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37924855/
Saini

Reduktion von Treibhausgasen: Eine Aufgabe für die gastroenterologische Endoskopie
Die Verringerung indirekterEmissionen im gastroenterologischen Endoskopiesektor ist komplex und derzeit aufgrund mangelnder Transparenz vieler Herstellerfirmen erschwert. In einer deutschen universitären Endoskopieabteilung konnte eine Reduktion der indirekten CO2-Emission um 20% erzielt werden.
Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37898548/
Henniger,Dorotheaet al.“Reducing scope 3 c

Morbus Crohn: Bester Schutz vor penetrierenden Komplikationen durch TNF-alpha-Antikörper?
In der aktuellen retrospektiven Studie wurden Wirksamkeitsunterschiede mehrerer Biologika im Hinblick auf die Verhinderung penetrierender Komplikationen beim Morbus Crohn untersucht. TNF-alpha-Blocker könnten den Substanzen Vedolizumab und Ustekinumab überlegen sein.
Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37673348/
McCurdy Jeffrey D et al. “ Comparative Effectiveness of Biologic Therap

Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre: Früherkennung wird durch künstliche Intelligenz nur gering verbessert
Plattenepithelkarzinome des Ösophagus sind in frühen Stadien potenziell heilbar, werden aber oft erst spät erkannt. Eine KI-assistierte Endoskopie verbesserte die Detektionsrate in geringem Ausmaß, nicht aber die Rate verpasster Diagnosen. Allerdings wurden die konventionellen Untersuchungen in der Studie unter Idealbedingungen durchgeführt. Das System könnte daher in anderen klinischen Settings d

Kolorektales Karzinom: Leber-MRT verbessert Planung der lokalen Metastasentherapie
Die Lokalbehandlung von Lebermetastasen basiert beim kolorektalen Karzinom bisher überwiegend auf den Ergebnissen der Kontrastmittel-verstärkten Computertomographie. Eine zusätzliche MRT-Untersuchung der Leber ist hilfreich zur besseren Therapieplanung.
Studie (PubMed): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/38081200
Görgec, Burak et al. “ MRI in addition to CT in patients scheduled for local thera

Leberzirrhose bei Hepatitis C: Großzügigeres Screening auf hepatozelluläre Karzinome kosteneffektiv
Seit der Einführung der direkt wirksamen antiviralen Substanzen zur Behandlung der Hepatitis C hat sich die Prognose der Patient:innen entscheidend verbessert. Lebensbegrenzend können aber Leberzellkarzinome sein. Ein systematisches Screening mit einer niedrigeren Inzidenzschwelle als bisher ist nach der aktuellen Modellierung kosteneffektiv.
Studie (PubMed): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3

Duktales Adenokarzinom des Pankreas: Künstliche Intelligenz verbessert Frühdiagnose im nativen Computertomogramm
Mit der frühzeitigen Diagnose kann die Prognose eines duktalen Adenokarzinoms des Pankreas entscheidend verändert werden. Ein KI-basiertes Projekt aus China könnte ein opportunistisches Screening in Thorax- und Abdomen-Computertomographien ohne Kontrastmittelgabe ermöglichen.
Studie (PubMed): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/37985692
Cao, Kai et al. “Large-scale pancreatic cancer detection vi

Nicht-alkoholische Fettleberkerankung: Erhöhtes Risiko für schwere Atem- und Harnwegsinfekte
Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist eine Multisystemerkrankung und beeinträchtigt unter anderem das Immunsystem. Patienten mit NAFLD haben ein signifikant erhöhtes Risiko, schwerwiegende Infektionen zu erleiden. Am häufigsten treten dabei Harn- und Atemwegsinfekte auf.
Studie (PubMed): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/37245712
Ebrahimi et al. „Risk of Severe Infection in Pa

Darmkrebs: Von der Theorie zur Praxis - Wie moderne Darmkrebs-Screeningtests eingeführt werden
Die Früherkennung von Darmkrebs stellt aufgrund fehlender Symptomatik eine Herausforderung dar, die durch die neuen Screening-Methoden der vergangenen Jahre gemeistert werden kann. Da sich die technischen Möglichkeiten jedoch schnell verändern, stellt sich häufig die Frage, wie diese Tests in der klinischen Praxis umgesetzt werden können. Bresalier et al. stellen daher Prinzipien vor, die bei der

Rektumkarzinom: Verzicht auf neoadjuvante Therapie in Niedrigrisiko-Situation möglich
Dem Standardverfahren der totalen mesorektalen Exzision bei Patienten mit Rektumkarzinom wird häufig eine neoadjuvante Radiochemotherapie vorgeschaltet. Obgleich dieses Vorgehen von vielen Leitlinien empfohlen wird, untersuchte diese prospektive Studie aus Deutschland, wie Patienten diese neoadjuvante Therapie erspart bleiben könnte.
Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37335957/
Rup

Pankreatitis: Hohe Mortalität in den ersten 90 Tagen nach überstandener Akuterkrankung
Um Patienten mit einer akuten Pankreatitis soweit zu stabilisieren, dass sie wieder in ihren normalen Alltag außerhalb der Klink entlassen werden können, sind häufig intensivmedizinische Maßnahmen notwendig. Aber geht eine überstandene Akuterkrankung auch mit einem Langzeitüberleben einher? Dóra Czapári und ihr Forschungsteam gingen dieser Frage nach.
Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.

Hepatitis: Bulevirtid wirksam gegen Hepatitis D
Infizieren sich Patienten gleichzeitig mit Hepatitis-B und Hepatitis D, können eine Leberzirrhose oder auch Leberzellkarzinome die Folge sein. Der 2020 zugelassene Wirkstoff Bulevirtid bietet nun erstmals eine kausale Behandlungsstrategie für Patienten mit Hepatitis D. Ein Forschendenteam um Heiner Wedemeyer konnte die Sicherheit und Wirksamkeit des Wirkstoffs bestätigen.
Um das Überleben von Pat

Darmkrebs: Fruquintinib – eine neue Behandlungsoption bei therapierefraktärem Darmkrebs
Um das Überleben von Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom zu verlängern und gleichzeitig deren Lebensqualität zu verbessern, greifen Ärzt*innen auf eine Reihe von modernen Medikamenten zurück. Eines dieser Medikamente ist Fruquintinib, das nun in einer internationalen, multizentrischen, Placebo-kontrollierten Studie getestet wurde.
Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37

Hepatische Enzephalopathie: Keine Kontraindikation für transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunt
Durch die Anlage eines TIPS lässt sich eine sofortige Drucksenkung bei einer Ösophagusvarizenblutung erreichen. Aufgrund des hohen Risikos einer hepatischen Enzephalopathie verzichten viele Zentren jedoch auf diesen Eingriff. Möglicherweise zu Unrecht, wie die prospektive Studie von Dr. Marika Rudler et al. zeigte.
Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36328772/
Rudler, Marika et al.
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