
WDR 3 Meisterstücke
Eine unterhaltsame Reise durch das faszinierende Universum der klassischen Musik - für Liebhaber:innen und Neueinsteiger:innen. Michael Lohse und sein Team erzählen die Geschichten hinter den Meisterwerken: Pointen, Fakten, Hintergründe.
Folgen
Vicenzo Bellini: Norma – Priesterin zwischen den Fronten
Oper zum Reinbeißen: Nach Bellinis „Norma“ ist sogar ein Pastagericht benannt. Die berühmteste Arie daraus kennt fast jeder – doch „Casta Diva“ ist mehr als schöne Melodie: vokales Krisenmanagement. Von Nick Sternitzke.
Anton Dvorák: 8. Sinfonie – böhmischer Sommertag
Die 8 muss eine Glückszahl sein: Dvořáks 8. Sinfonie klingt nach Sonnenschein, Waldspaziergang und Melodien im Überfluss. Dabei beginnt dieses heitere Meisterstück ausgerechnet in Moll. Von Michael Lohse.
Hans Werner Henze: Voices – engagierter Einzelgänger
Verbotene Bücher, vom eigenen Vater angezeigt: Hans Werner Henze weiß früh, was falsche Autorität bedeutet. In „Voices“ macht er daraus Musik als Widerstand – wild, unbequem und voller Stimmen aus aller Welt. Von Ben Süverkrüp.
Chopin: Sonate b-Moll – der berühmteste Trauermarsch der Welt
Kennedy, Churchill, Tito: Chopins Trauermarsch ist der Soundtrack für Staatsbegräbnisse. Dabei ist dieser Welthit nur die Single-Auskopplung einer Klaviersonate – rätselhaft, düster und alles andere als harmlos. Von Michael Lohse.
Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 7 – Beethovens produktiver Sekretär
Ein Leben im Schatten Beethovens: Ferdinand Ries war Schüler, Sekretär und Biograf des Genies. Aber seine 7. Sinfonie klingt nicht nach Fußnote – sondern nach einem Komponisten, der endlich selbst gehört werden will. Von Christoph Vratz.
Mahler: Sinfonie Nr. 9 – Abgesang vor Alpenkulisse
Ein Bauernhaus in Toblach, eine zugige Holzhütte – und Musik an der Grenze zum Unendlichen: Mahlers 9. Sinfonie klingt wie ein Abschied, aber auch wie ein letzter großer Liebesbrief an die Welt. Von Christoph Vratz.
Max Bruch: Violinkonzert – Gänsehaut in g-Moll
One-Hit-Wonder der Klassik: Max Bruch schreibt mit seinem ersten Violinkonzert einen Welterfolg – und leidet den Rest seines Lebens darunter. Denn das Publikum will immer nur dieses eine Stück hören.
Von Michael Lohse.
Claude Debussy: Clair de Lune – magischer Mond über Bergamo
Mondschein mit Ohrwurm-Garantie: Claude Debussys „Clair de Lune“ gehört zu den berühmtesten Klavierstücken der Welt. Dabei vergessen wir schnell, dass der Mond nur ein Teil einer viel größeren Klanglandschaft ist.
Von Dominik Mercks.
Johann Sebastian Bach: Englische Suiten - Tanzende Tasten
„Germany, twelve points!“ Europa wächst musikalisch schon lange vor dem ESC zusammen. Johann Sebastian Bach macht in seinen „Englischen Suiten“ aus französischen, italienischen und deutschen Einflüssen ein barockes Feuerwerk. Von Christoph Vratz.
Peter Tschaikowsky: Pathétique - Requiem auf sich selbst
Hat Tschaikowsky mit seiner 6. Symphonie seinen eigenen Nachruf komponiert? Die „Pathétique“ klingt wie ein musikalisches Requiem – und nur neun Tage nach der Uraufführung ist der Komponist tot. Von Michael Lohse.
Franz Lehár: Das Land des Lächelns - Herzschmerz auf chinesisch
Dieser Welthit überstrahlt alles: „Dein ist mein ganzes Herz“. Doch hinter der Arie steckt mehr als Operettenkitsch – Lehár erzählt von gescheiterter Liebe und einer Welt, die aus den Fugen gerät.
Von Nick Sternitzke.
Mozart: Sonata facile – für Profis zu schwer
Tapetenwechsel für den Kopf: Mozart komponiert seine C-Dur-Klaviersonate in einer Zeit des Umbruchs. Sie ist ein Meisterwerk der musikalischen Ökonomie und eine Herausforderung - selbst für Profis! Von Christoph Vratz.
Giacomo Puccini: Turandot – Traumatisierte Prinzessin
Jahrelang ignoriert - dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei. Von Michael Lohse.
Louise Farrenc: 3. Sinfonie - Feuer und Finesse
Jahrelang ignoriert – dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei. Von Michael Lohse.
Ludwig van Beethoven: Missa solemnis – sein größtes Werk
Missa solemnis heißt wörtlich „feierliche Messe“. Doch Beethoven macht aus seiner Messe mehr als Kirchenmusik: ein gewaltiges Werk zwischen Andacht und Zweifel – Krieg und Frieden. Von Michael Lohse.
Leonard Bernstein: Candide – Voltaire am Broadway
„Wir leben in der besten aller möglichen Welten“, lernt Candide von seinem Lehrer – bevor ihn Kriege und Naturkatastrophen um die Welt treiben. Ist das wirklich die beste aller Welten? Leonard Bernstein stellt diese Frage in seiner fetzigen Broadway-Operette „Candide“. Von Nick Sternitzke.
Franz Schubert: Oktett D 803 – große Sinfonie für 8 Solisten
Was ist besser: das Original oder das Remake? Meistens natürlich das Original. Aber in diesem Fall ist Schuberts Remake von Beethovens Septett alles andere als eine uninspirierte Kopie – es ist furios. Von Ben Süverkrüp.
Bernard Herrman: Psycho - die bekannteste Filmmusik der Welt
Man duscht vorsichtiger, wenn man diesen Soundtrack gehört hat: Bernard Herrmann hat sich mit seinen messerscharfen Dissonanzen zum Hitchcock-Thriller „Psycho“ ins popkulturelle Gedächtnis gesägt. Von Michael Arntz.
Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 - Sturm und Idylle
Ist das überhaupt ein Klavierkonzert? Ein Kritiker spottet: eher eine „Sinfonie mit obligatem Klavier“. Brahms’ 2. Klavierkonzert sprengt alle Erwartungen – monumentale 50 Minuten, sinfonische Wucht und ein Klavier, das manchmal lieber schweigt ... Von Michael Lohse.
Enrique Granados: Goyescas – Goya auf dem Klavier
Ohne die Goyescas von Enrique Granados gäbe es wahrscheinlich kein „Besame mucho“. Zumindest sollen die Melodien aus dem Klavierzyklus den eingängigen Schmachtfetzen inspiriert haben. Dabei steckt Granados Klaviermusik voller technischer Gemeinheiten. Von Michael Lohse.
Bohuslav Martinu: 2. Violinkonzert – ein Tscheche im Exil
Wir kennen das: Man wirft alles in die Waagschale für ein gemeinsames Projekt. Der Geiger Mischa Elman spielt um sein Leben – doch der Komponist Bohuslav Martinů bleibt ungerührt. Keine Regung, nur ein stiller Abgang. Ist der Traum vom eigenen Violinkonzert damit geplatzt? Von Christoph Vratz.
Liszt: Études d'exécution transcendante - Todesart für Pianisten
„Transzendentale Exekution“ klingt nach esoterischer Hinrichtung, ist bei Franz Liszt aber pure Klaviermagie: zwölf Stücke, die weniger die Finger dressieren als ganze Welten entfachen – zwischen Klangrausch, Nervenkitzel und Virtuosen-Wahnsinn. Von Michael Lohse.
Giuseppe Verdi: Macbeth – Mörderpaar auf dem Königsthron
Verdis Anti-Oper: „Macbeth“ hat keine Hits, keine Helden und erzählt keine Liebesgeschichte. Stattdessen folgen wir einem Polit-Promi-Paar, das seine Kinderlosigkeit mit Karriere kompensiert – und dabei über Leichen geht … Von Nick-Martin Sternitzke.
Franz Schubert: 8. Sinfonie – kleiner Mann mit langem Atem
Das Tor zur Romantik hat Schubert mit dieser Sinfonie weit aufgestoßen. Den Orchestermusikern geht bei so viel musikalischem Fortschritt jedoch die Puste aus: Sie führen nur zwei Sätze, also die Hälfte, vor Publikum auf … Von Christoph Vratz.
Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand - Karriere trotz Krieg
Fast wäre sein Traum geplatzt. Doch Paul Wittgenstein lässt sich nicht kleinkriegen, nur weil er im Krieg den rechten Arm verloren hat. Maurice Ravel schreibt ihm ein Klavierkonzert, das er – wortwörtlich – mit Links spielen kann ... Von Ben Süverkrüp.
Peter Tschaikowsky: Der Nussknacker – Blumenwalzer und Zuckerfee
Achtung: Zuckerschock?! – Wer glaubt, Tschaikowskys "Nussknacker"-Musik ist nur klebrig-süß, wird staunen: Der Komponist hat Motive und Tonarten in einem ausgeklügelten Plan vernetzt ... Von Christoph Vratz.
Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132 - Hauptsache gesund!
Beethoven hört nichts mehr – und schreibt Musik, die persönlicher kaum sein könnte. Sein Streichquartett op. 132 entsteht in völliger Taubheit und zeigt: Für große Ideen braucht man kein Orchester. Von Christoph Vratz.
Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll – Hollywood dankt
Schreibblockaden können selbst Profis lange lähmen: Vier Jahre bringt Sergei Rachmaninoff keine Note aufs Papier. Erst als er sich professionelle Hilfe holt, schreibt er sein 2. Klavierkonzert – dank einer Hypnosetherapie. Von Michael Lohse.
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 - Hochform im Rentenalter
200 Euro für ein Konzertticket? Popstarpreise, und die gab es schon vor 200 Jahren. Haydn war damals Europas Superstar – und startet selbst im Rentenalter noch einmal richtig durch, etwa mit seiner letzten und 104. Sinfonie ... Von Christoph Vratz.
Heinrich Schütz: Weihnachtshistorie - Bibel trifft Oper
Dieser Weihnachtshit sprengt jede Timeline: 300 Jahre älter als „White Christmas“, 150 Jahre vor „Stille Nacht“ und gut 70 Jahre vor Bachs Weihnachtsoratorium entstand Heinrich Schütz’ Weihnachtshistorie. Und für ein geistliches Werk steckt darin erstaunlich viel Opernwucht ... Von Ben Süverkrüp.
Alban Berg: Wozzeck – Welterfolg wider Willen
Berlin, 1925. Vor 100 Jahren geht „Wozzeck“ zum ersten Mal über die Bühne und der Jubel ist groß. Aber wenn etwas so viel Beifall bekommt, kann es nicht gut sein, findet der Komponist Alban Berg und verlässt enttäuscht die Premiere seiner Oper … Von Ben Süverkrüp.
Sergei Rachmaninoff: 2. Sinfonie - Eleganz und Melancholie
„Die schrecklichste Stunde meines Lebens“, erinnert sich Sergei Rachmaninoff an die misslungene Premiere seiner 1. Sinfonie. Mit dem Komponieren will er aufhören. Erst nach Jahren und einem Tapetenwechsel wagt er sich an seine 2. Sinfonie ... Von Christoph Vratz.
Charles-Marie Widor: 5. Orgelsinfonie - Hochzeitsjubel made in Paris
Mendelssohn und Wagner gehören zur Hochzeit wie der Reis vor die Kirche – und sind längst zu Ritual-Klischees erstarrt. Dabei gibt es eine originelle und überwältigende Alternative: Widors Orgelsinfonie! Von Christoph Vratz.
Bach: Air aus Suite Nr. 3 – Trost und Magie
Bloß eine Single-Auskopplung: Bachs „Air“ gehört in die Orchestersuite Nummer 3 und ist nur ein Satz unter mehreren. Aber: Wo sind die anderen Sätze? Und warum werden sie von der „Air“-Melodie in den Schatten gestellt? Von Dominik Mercks.
Franz Liszt: 1. Klavierkonzert – Tragik und Triangel
„Das versteht ihr alle nicht“, denkt sich der Pianist Hans von Bülow, als er in Liszts Partitur blickt. Franz Liszt komponiert so kühn, dass die Kritik ihn zerreißen wird – und es ist ihm vollkommen egal. Von Michael Lohse.
Charles Gounod: Faust - Weltruhm mit deutschem Klassiker
Musik zum „Faust“? Unmöglich, meint Goethe. Er kann nicht ahnen, dass knapp 30 Jahre nach seinem Tod Charles Gounod den Pakt mit dem Teufel eingehen – und damit Operngeschichte schreiben würde … Von Christoph Vratz.
Brahms Klavierquintett op. 34 - Gipfel der Kammermusik
Achtung, Dauerbaustelle: Brahms schreibt sein Klavierquintett erst für Streicher, dann für zwei Klaviere – und verwirft beides wieder. Warum ringt er so mit der Form? Von Ben Süverkrüp.
Johann Strauß: An der schönen blauen Donau - Lebensfreude pur
Seit der Weltausstellung in Paris 1867 erklingt dieser Walzer rund um den Globus – als musikalische Visitenkarte Wiens und fester Bestandteil jedes Neujahrskonzerts. Strauß trieft in diesem Walzer vor Ideen – aber nicht jede ist neu ... Von Dominik Mercks.
Domenico Scarlatti: Klaviersonaten - Grenzgänger aus Neapel
555 Sonaten! Domenico Scarlatti komponiert wie am Fließband. Eine seiner Sonaten funkelt ganz besonders wie ein barockes Tanzfest: spanische Rhythmen, wilde Harmonien – und das alles auf einem einzigen Cembalo! Von Murat Kayi.
Ludwig van Beethoven: Violinkonzert - überirdisch schön
Ein Musiker-Alptraum: Der Konzerttermin rückt näher, und es gibt so gut wie keine Proben. Dem Solisten von Beethovens Violinkonzert müssen die Schweißperlen auf der Stirn gestanden haben ... Von Michael Lohse.
Rameau: Pièces de clavecin - der französische Bach
Zyklopen, Musen, gackernde Hühner und schmetternde Vögel: In seinen „Pièces de clavecin“ lässt Jean-Philippe Rameau die Cembalo-Tasten zum Theater werden – voller Fantasie und technischer Raffinesse. Von Christoph Vratz.
Mieczysław Weinberg: 3. Sinfonie - Genie im Schatten
Mieczysław Weinberg verliert im Holocaust seine Familie, wird Komponist in der Sowjetunion – aber ohne großen Durchbruch. Erst nach seinem Tod wird seine Musik wieder entdeckt – auch die 3. Sinfonie. Von Christoph Vratz.
Felix Mendelssohn: Lieder ohne Worte - Poesie für Pianisten
Das Konzept ist genial und etwas für alle, die auf Gesang verzichten können: Mendelssohn schreibt Klavierstücke, so eingängig wie Arien – nur ohne den nervigen Gesang … Von Christoph Vratz.
Louise Farrenc: Klarinettentrio op. 44 - Kraft und Eleganz
Ein Buchstabe macht den Unterschied: Wahrscheinlich wäre die Karriere der französischen Komponistin Louise Farrenc als Louis Farrenc steiler verlaufen. Doch als Frau kämpft Louise Farrenc gegen Windmühlen ... Von Michael Lohse.
Arvo Pärt: Tabula rasa - radikaler Neuanfang
„So wenige Noten“, staunt der Geiger Gidon Kremer bei der Uraufführung von „Tabula rasa“. Arvo Pärt hat vor allem eines komponiert: Stille. Im Saal herrscht eine seltene Ruhe – kein Husten, kein Atmen ist zu hören ... Von Christoph Vratz.
Darius Milhaud: Le boeuf sur le toit - Avantgarde mit Sambaflair
„Der Ochse auf dem Dach“ katapultiert Darius Milhaud ins Rampenlicht: Ein Pariser Nachtclub übernimmt den Titel und macht Milhaud zum Ehrenmitglied. Doch während das Publikum feiert, stempelt die Kritik den Komponisten zum Jahrmarktsmusiker ab … Von Michael Lohse.
Bach: Das Wohltemperierte Klavier - Trip durch die Tonarten
Warum eigentlich „wohltemperiert“? Müssen die Tasten eine bestimmte Temperatur haben – oder muss gar der Klavierhocker beheizt werden? Von Michael Lohse.
Donizetti: Lucia di Lammermoor - Schottische Familienfehde
Auf ihre große Liebe verzichten – das verlangt die Familie. Aus politischem Kalkül soll Lucia einen Fremden heiraten. In Donizettis Oper endet das in einer blutigen Katastrophe in der Hochzeitsnacht ... Von Michael Lohse.
Dimitri Schostakowitsch: 5. Sinfonie - erzwungener Jubel?
Die Partei hat ihre Ohren überall: Schostakowitsch steht unter parteipolitischer Beobachtung. Stalin gefällt seine „chaotische“ Musik nicht. Also verpackt der Komponist seinen Widerstand in „ordentlichere“ Töne ... Von Christoph Vratz.
Poulenc: Klarinettensonate - musikalisches Antidepressivum
Mehr Star-Besetzung geht kaum: Jazzlegende Benny Goodman und der Shootingstar des Broadway und Konzertpodiums Leonard Bernstein spielen 1963 die Uraufführung von Francis Poulencs Klarinettensonate. Der Komponist erlebt diese Premiere allerdings nicht mehr ... Von Christoph Vratz.
Janáček: Kreutzersonate - tödliche Eifersucht
Kammermusik kann tödlich enden: In einer Tolstoi-Geschichte kommen sich ein Geiger und eine Pianistin zu nahe – mit fatalen Folgen. Leoš Janáček macht daraus ein verstörendes Streichquartett. Von Michael Lohse.
Richard Wagner: Rheingold - Woge, du Welle!
Kein „Star Wars“ und kein „Der Herr Ringe“ ohne Richard Wagner. Komponisten wie John Williams oder Howard Shore haben viel von ihm gelernt – etwa, wie man eine epische, mehrteilige Geschichte musikalisch zusammenhält ... Von Christoph Vratz.
Joaqín Rodrigo: Concierto de Aranjuez - Gärten der Gefühle
Diese Flitterwochen waren gut! Joaquín Rodrigo macht aus seinen Erinnerungen ein Konzert für Orchester und Gitarre. Logisch – denn er hat die Flitterwochen ja auch in einer spanischen Stadt verbracht! Von Michael Lohse.
Edvard Grieg: Lyrische Stücke - intime Lebensgeschichte
Erfolg kann lästig sein: Die „Lyrischen Stücke“ von Edvard Grieg verkaufen sich so gut, dass dessen Verleger immer wieder Nachschub bestellt – über fast vierzig Jahre ... Von Michael Lohse.
Giuseppe Verdi: Rigoletto - Fluch und Rache
Skandalös: Im Italien der 1850er Jahre sitzt die Aristokratie in den Logen und Verdi stellt die gesellschaftlich Geächteten auf die Bühne: Singend prangert ein Buckliger den Machtmissbrauch des Adels an ... Von Christoph Vratz.
Schubert: Der Tod und das Mädchen - Schmerz, der tiefer bohrt
1824 ist kein gutes Jahr für Schubert: Zoff unter Freunden, ein Opern-Flop und eine schwere Infektion. Er ist näher am Tod als am Leben – auch musikalisch. Er komponiert das Streichquartett in d-Moll – auch bekannt unter dem Titel: "Der Tod und das Mädchen" ... Von Ben Süverkrüp.
Erik Satie: Parade - Gipfeltreffen der Avantgarde
Ein Theaterskandal, ein Gerichtsprozess und jede Menge Feinde. Hätte Erik Satie gewusst, worauf er sich mit der Ballettmusik "Parade" einlässt, hätte er die Finger davon gelassen. Von Michael Lohse.
Johannes Brahms: Violinkonzert - Warum Oboisten Brahms lieben
Johannes Brahms lässt sich Zeit mit seinem Violinkonzert. Vielleicht, weil er sich mit der Geige als Soloinstrument nur bedingt auskennt. 1878 macht er sich endlich an die Arbeit – und das Ergebnis gefällt nicht jedem Geiger ... Von Christoph Vratz.
Georges Bizet: L'Arlesienne - Liebeskummer mit Saxophon
Sie hat dem Stück seinen Namen gegeben und tritt kein einziges Mal auf: das Mädchen aus Arles – L'Arlesienne. Kein Wunder, dass die männliche Hauptfigur im Liebeskummer ertrinkt. Georges Bizet steuert den Soundtrack für dieses Schauspiel bei. An seinen Durchbruch glaubt niemand ... Von Michael Lohse.
Ludwig van Beethoven: 5. Klavierkonzert - Echo der Kanonen
Wenn Beethoven etwas Wichtiges zu sagen hat, komponiert er in der Tonart Es-Dur. Seinem 5. Klavierkonzert in Es-Dur verpasst ein gewiefter Verleger sogar noch den Beinamen „The Emperor“. Von Napoleon-Bewunderung kann hier jedoch keine Rede sein. Von Michael Lohse.
Elgar: The Dream of Gerontius - Melodien aus dem Jenseits
Wenn es eine offizielle Liste der "legendären Konzertsaalkatastrophen" gäbe, hätte "The Dream of Gerontius" einen fest Platz darin. Der Komponist Edward Elgar hatte einfach Pech bei der Uraufführung.
Von Christoph Vratz.
Robert Schumann: Klavierquartett Es-Dur - Juwel der Kammermusik
Für Robert Schumann gibt es nur ganz oder gar nicht: Entweder lähmt ihn seine Depression oder er ist buchstäblich nicht zu bremsen. Dann komponiert er ein Klavierquartett auch schon mal in Windeseile. Von Michael Lohse.
Bach: Brandenburgische Konzerte - Sechserpack für den Markgrafen
Brandenburg - nicht nur Rainald Grebe widmete diesem Bundesland eine Hymne: Johann Sebastian Bach komponierte gleich 6 Konzerte für den Markgrafen von Brandenburg, die später als "brandenburgische" bekannt wurden. Ein barockes Best Of, in dem Bach alle möglichen Instrumente seiner Zeit kombiniert und durch Charme und Leichtigkeit bezaubert - ebenso wie durch den Mut zum Experiment. Von Dominik Mer
Fanny Hensel: Das Jahr - Musik für jeden Monat
Als Komponistin stand Fanny Hensel im Schatten ihres Bruders Felix Mendelssohn Bartholdy. Dabei zeigt ihr Klavierzyklus „Das Jahr“, was für ein großes Talent sie hatte. Von Martin Zingsheim.
Gregorio Allegri: Miserere - sakraler Superhit
Die Noten zu Allegris Miserere hält der Vatikan streng geheim. Doch einem berühmten Teenager aus Salzburg gelingt es, sie nach einmaligem Hören komplett aufzuschreiben… Von Volker Sellmann.
Mieczysław Weinberg: 3. Sinfonie - Genie im Schatten
Mieczysław Weinberg verliert im Holocaust seine Familie, wird in der Sowjetunion Komponist– aber ohne großen Durchbruch. Erst nach seinem Tod wird seine Musik wiederentdeckt – auch die 3. Sinfonie. Von Christoph Vratz.
Friedrich Smetana: Die Moldau – sinfonische Flussfahrt
"Die Moldau" ist ein Hit! Das Hauptthema ist der größte Ohrwurm, den Friedrich Smetana je komponiert hat – den er aber selbst nie hören konnte. Er hat während des Komponierens sein Gehör verloren. Von Michael Lohse.
Dimitri Schostakowitsch: 15. Sinfonie - rätselhaftes Vermächtnis
"Eine fröhliche Sinfonie" will Schostakowitsch 1971 schreiben. Doch daraus wird nichts. Schon von Krankheit gezeichnet, wird seine letzte Sinfonie zur ergreifenden Auseinandersetzung mit dem Tod. Er zieht noch mal alle Register seiner Kunst und gibt der Nachwelt Rätsel auf, indem er ausgiebig aus eigenen und fremden Werken zitiert. Von Michael Lohse.
Pierre Boulez: Le Marteau sans maître - Logik und Poesie
Pierre Boulez war nicht nur ein großer Dirigent, sondern prägte die Musik der Nachkriegszeit auch als Komponist. Als Vertreter der seriellen Musik wollte der Messiaen-Schüler alle Aspekte des Klangs in Reihen organisieren und schuf faszinierende Werke voller Logik und Poesie wie "Der Hammer ohne Meister" von 1955. Von Ben Süverkrüp.
Genialer Egozentriker - Ein Heldenleben von Richard Strauss
Genial oder größenwahnsinnig? Diese Tondichtung von Richard Strauss aus dem Jahr 1898 polarisiert bis heute: ein Meisterstück wie ein Film: mit einem Helden, einer großen Liebe und feindlichen Widersachern. Der Komponist blickt zurück auf seinen künstlerischen Lebensweg und zieht dabei alle Register seiner facettenreichen Klangsprache. Von Martin Zingsheim.
Stolzer Baske - Ravels Rhapsodie espagnole
Maurice Ravel war zwar Franzose, aber er hatte baskische Wurzeln und beschäftigte sich in vielen Werken mit Spanien. Ganz besonders in der spanischen Rhapsodie, seinem ersten großen Orchesterwerk von 1907, Die Suite verzaubert durch folkloristisches Kolorit, sinnliche Süße und einen Orchesterklang, der süchtig macht. Von Michael Lohse.
Siegesfeier oder Sarkasmus - Prokofjews 5. Sinfonie
Mitten im Krieg und doch in der Abgeschiedenheit der Natur komponiert Sergej Prokofjew 1944 seine längste Sinfonie. Das Regime erwartet von ihm heroische Klänge und Prokofjew liefert. Doch die Fünfte ist weit mehr: Der 53jährige Komponist findet darin zu einer vielschichtigen Synthese seines Schaffens. Von Christoph Vratz.
Abschied von Warschau - Chopins erstes Klavierkonzert
Chopin ist 20 und verliebt, als er 1830 in Warschau sein erstes Klavierkonzert schreibt. Nach der Premiere im Nationaltheater verlässt er seine Heimat endgültig. Auch wenn das Orchester nur Statist ist - das Jugendwerk sprüht vor Charme und Einfällen und zeigt schon alle Merkmale von Chopins raffiniertem Klavierstil. Von Michael Lohse.
Die dunkle Seite - Mozarts Sinfonie Nr. 40 in g-Moll
Mozart Sinfonien stehen fast ausnahmslos in Dur. Nur zweimal macht der Komponist eine Ausnahme: beidesmal in g-Moll. Nur wenige Werke Mozarts weisen solche Dramatik auf wie seine späte 40. Sinfonie von 1788. Eine faszinierende Schicksalsmusik, über deren genaue Entstehungsumstände wenig bekannt ist. Von Michael Arntz.
Neuland - Claude Debussy und seine "Préludes"
Claude Debussy hasste Auslandsreisen - er brach lieber auf zu imaginären Orten. So wie 1909 mit dem ersten Band seiner Préludes: Kühne Klavierstücke, die Raum lassen für eigene Bilder. Die poetischen Titel stehen erst am Schluss in Klammern. Mit seinen innovativen Harmonien stößt Debussy das Tor zur Moderne weit auf. Von Christoph Vratz.
Soundtrack einer Liebe - Robert Schumanns Klavierkonzert
Robert Schumann schreibt sein einziges Klavierkonzert in der wohl glücklichsten Phase seines Lebens: Endlich ist er mit Clara, der Liebe seines Lebens, verheiratet und kann durchstarten. Aus ihrem Namen leitet er die Töne des Hauptmotivs ab, auf dem das ganze Werk basiert. Eng verzahnt er Klavier- und Orchesterpart und schreibt der Pianistin seines Herzens eine höllisch schwere Solokadenz auf den
Der letzte Satz - Sibelius' 7. Sinfonie
Sibelius' letzte Sinfonie aus dem Jahr 1924 besteht aus nur einem einzigen Satz. Um den aber hat der Komponist lange gerungen. In gut 20 ergreifende Minuten packt er sein Vermächtnis als Sinfoniker. Danach verstummt der Finne zunehmend, obwohl er noch gut 30 Jahre zu leben hat. Von Christoph Vratz.
Abschied vom Konzertsaal - Beethovens 4. Klavierkonzert
Am 22. Dezember 1808 hat Beethoven seinen letzten Auftritt als Pianist - bei der Premiere seines vielleicht bedeutendesten, ganz sicher seines poetischsten Klavierkonzerts: dem Vierten in G-Dur. Schon die nur scheinbar schlichten Anfangsakkorde ließen etliche Interpreten verzweifeln. Und im langsamen Satz sahen Kritiker Bezüge zum Drama von Orpheus und Eurydike. Von Michael Arntz.
Traumatisierte Prinzessin - Turandot von Giacomo Puccini
Mit "Nessun dorma" enthält diese Oper Puccinis wohl größten Hit. Doch die Geschichte von der eiskalten Prinzessin und ihren lebensgefährlichen Rätselfragen ist keine leichte Kost: Unter der Oberfläche lauern die Abgründe. Mit seiner letzten Oper suchte der Komponist Anschluss an die Moderne und hinterließ ein geniales Fragment. Von Michael Lohse.
Endlich Ferien - Haydns "Abschiedssinfonie"
Um das Finale von Haydns 45. Sinfonie ranken sich viele Anekdoten. Eine geht so: Die Hofmusiker des Grafen Esterhazy wollten endlich nach Hause zu ihren Familien und verleihen diesem Wunsch Nachdruck mit einem orchestralen Happening, bei dem ein Musiker nach dem anderen aufsteht und geht. Doch auch die übrigen Sätze faszinieren durch ihren expressiven Ton. Von Michael Lohse.
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