
Notaufnahme - der Podcast von Ärzte ohne Grenzen
Der Podcast 'Notaufnahme' von Ärzte ohne Grenzen beleuchtet die Herausforderungen der humanitären Hilfe weltweit, wie Seenotrettung, Mangelernährung und Naturkatastrophen. In jeder Folge berichten Mitarbeitende und Patient*innen aus den Projektländern über ihre Arbeit und ihr Leben unter schwierigsten Bedingungen. Der Podcast setzt sich selbstkritisch mit der Arbeit der Organisation auseinander und lenkt den Blick auf wenig beachtete Krisen.
Folgen

Menschen im Blick – schnelle Hilfe auf dem Mittelmeer
„Wenn ihr nicht gekommen wärt, wären wir jetzt wahrscheinlich tot.“ Diesen Satz hört die Crew unseres neuen Schiffs nach ihrer ersten Rettung auf dem Mittelmeer von einem 9-Jährigen: In dieser Folge berichtet unser Crew-Mitglied Camil El-Khoury, wie er diese Rettung erlebte, was seine Arbeit als Intercultural Mediator ausmacht und warum wir Abschottungspoltitik mit Soldidarität begegnen.

Das Wundermittel gegen HIV, an das kaum jemand rankommt
In diesem Kurzpodcast geht es um eine innovative Vorbeugespritze gegen HIV: mit ihr ließe sich die weltweite Epidemie stoppen. Aber kaum jemand bekommt sie. Das versucht Ärzte ohne Grenzen zu ändern. Ob das klappen kann und wie das Medikament genau funktioniert, erfährst du in dieser Folge.

Erst Cholera, dann Ebola. Einsätze am Limit
“Wir hatten nur noch für einen Tag Kochsalzlösung, um die Patient*innen weiter behandeln zu können.” Christina Böhrer versucht gemeinsam mit ihrem Team im Osten der Demokratischen Republik Kongo einen Choleraausbruch einzudämmen – unter Zeitdruck, mit knappen Ressourcen und viel Improvisation. Kurz darauf bricht Ebola aus. In dieser Folge berichten zwei Gäste, was Notfalleinsätze ausmacht, warum

Mittelmeer: Aus Seenot gerettet und dann?
In diesem Kurzpodcast geht es um Seenotretung und darum, wie unsere Crew ihre ersten Rettungen mit dem neuen Schiff erlebt hat. Du erfährst, welche Unterstützung die Überlebenden sofort an Board brauchen, wie das Schiffsteam sie mit dem Nötigsten versorgen kann - auch dann, wenn die Menschen nicht mehr dabeihaben als ihre triefend nasse Kleidung.

So hilfst du von zuhause: deine Klicks für Karten im Krisengebiet
Du willst medizinische Nothilfe unterstützen – mit ein paar Stunden Zeit und deinem Laptop? In dieser Folge erzählt Annika Fiegehenn, wie Freiwillige digitales Kartenmaterial für Einsätze von Ärzte ohne Grenzen erstellen. Hör rein und erfahre, wie diese Klicks Leben retten können – etwa bei Ebola-Ausbrüchen – und wie du selbst Teil der internationalen Nothilfe wirst.

Cholera: Kontrolle oder Katastrophe
In diesem Kurzpodcast geht es um Cholera und darum, warum die ersten 72 Stunden über Leben und Tod entscheiden. Erfahre, wie die Ärztin Diyani Dewasurendra und ihr Team in Malakal im Südsudan auf einen Choleraausbruch reagieren: Kinder kommen mit starkem Durchfall in unser Krankenhaus – was passiert dann? Cholera breitet sich rasend schnell aus. Aber mit sauberem Wasser, schnellen Entscheidungen u

Drohnen, Distanzen, Desinteresse – drei Jahre Krieg im Sudan
“Ich fühle mich, als würde ich auf einem Pulverfass sitzen”, so beschreibt die Pflegefachkraft Cordula Häffner ihren Alltag als Nothelferin im Sudan. Mit ihrem Team bietet sie medizinische Versorgung für Menschen einem abgelegenen Gebirgszug in Zentraldarfur. Sie berichtet in dieser Folge, warum der Krieg nicht zum Ende kommt, es dringend mehr Hilfe braucht, aber auch was die Menschen im Land tro

Schutz ohne Waffen
Wie fungiert ein einfaches Symbol als Türsteher in bewaffneten Konflikten? Die Ärztin Patricia berichtet aus Mossul: Wegen dieses Schildes wurde das Krankenhaus, in dem sie arbeitete, zum “Ort der Hoffnung”. Wie verfeindete Kämpfer Bett an Bett behandelt werden, warum humanitäre Prinzipien wirklich helfen und warum dieses Symbol in Mossul oder auch in Haiti und Afghanistan für Sicherheit sorgt? Da

Erster Einsatz, viele Fragen – Mitarbeiten bei Ärzte ohne Grenzen
_“Kann ich mich ohne medizinischen Background bei Ärzte ohne Grenzen bewerben? Welche Qualifikationen werden gesucht? Wie läuft so ein Bewerbungsprozess ab? Und woher weiß ich, ob humanitäre Nothilfearbeit überhaupt das richtige für mich ist?”_
**Hast du dir diese Fragen schon mal gestellt?** Und willst du vielleicht einen echten Perspektivenwechsel wagen? Dann ist diese Folge genau das richtige

Soforthilfe nach sexualisierter Gewalt
Schnelle Hilfe in kurzer Zeit – das ist elementar für Überlebende von sexualisierter Gewalt. Worauf kommt es bei der Behandlung an? Darüber spricht unsere Host, die Ärztin **Patricia Neugebauer**. Einfühlsam und zugleich faktenreich bringt sie in 5 Minuten auf den Punkt, warum die ersten 72 Stunden besonders entscheidend sind, um Betroffenen helfen zu können.
👉 Hol dir deine Dosis Wissen: Jetzt

Die unsichtbaren Wunden des Kriegs - Traumatherapie in der Ukraine
“Drohnenangriffe, Raketeneinschläge, aber auch ganz andere schlimme Erfahrungen haben die Patient:innen gemacht”, sagt die Traumatherapeutin **Lena Furtner**. “Und sie bleiben auch nach vier Jahren Krieg jeden Tag mit der völligen Unsicherheit konfrontiert.” Doch wie therapiert man Traumata in diesem anhaltenden Ausnahmezustand? Das beschreibt Lena und gibt dabei einen Einblick in die Arbeit des T

Erdnusspaste als Wunderwaffe
Es ist der Gamechanger, um Mangelernährung zu behandeln – effektiv, unkompliziert und günstig: unsere Host, die Ärztin Patricia Neugebauer, spricht in dieser Folge über ein kleines Päckchen, das im Kampf gegen die schwere Krankheit eine echte Wunderwaffe ist.
**Worum es sich bei dieser Wunderwaffe handelt, das bringt Patricia in nur 5 Minuten auf den Punkt.**
Zusätzlich zu unserer Langfolge kan

In eigener Sache
Am 09.02. launchen wir unseren neuen Kurzpodcast “5 Minuten Notaufnahme. Deine Dosis Wissen”. In dieser Sonderfolge stellen unsere Moderator*innen **Anna Dushime** und **Christian Katzer** ihre neue Host-Kollegin vor: die Ärztin **Patrica Neugebauer**. Sie war mehrmals mit Ärzte ohne Grenzen im Einsatz und wird das neue Format jeden zweiten Montag im Monat moderieren. Besonderes Feature ist, das

HIV: Eskalation einer stillen Krise
"Unsere Station ist fast die einzige Anlaufstelle für HIV-Patient*innen im indischen Bundesstaat Bihar, wo mehr als 100 Millionen Menschen leben. Denn es gibt keine öffentliche Gesundheitsversorgung für HIV-Patient*innen dort", sagt die Krankenpflegerin **Jemima Schwab**, die in der indischen Stadt Patna für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz war.
In der 65. Folge der Notaufnahme berichtet sie, wie D

Flucht ist kein Zuhause: Willkommen im größten Geflüchtetencamp der Welt
Stell dir vor, du lebst in einer provisorischen Bambushütte und alles ist nass. Deine Kleidung, dein Bett, alles. Es ist Monsunzeit und der Regen tropft durch das löchrige Dach. Die Luft ist nicht nur feucht, sie ist nass. Wenn du Wasser holst, oder zur Toilette musst, musst du raus in den Regen. Und du bist wieder bis auf die Knochen nass.
So geht es über einer Million Rohingya im größten Geflü

Gaza: Amputationen, Traumata und Instant-Cappuccino
_“Unser Team hat alles gegeben. Wir haben ihn über einen langen Zeitraum reanimiert. Am Ende hat es aber nicht gereicht. Und dieser Junge ist gestorben. Das war für uns einer von diesen Momenten, der alles verdunkelt hat.”_ Das berichtet die Notfallkrankenpflegerin **Katja Storck** nach ihrem zweiten Einsatz im Gazastreifen.
Sie berichtet in der 63. Folge der Notaufnahme vom Leben der Menschen n

Choice Matters - Gynäkologische Hilfe in Krisengebieten
Alle zwei Minuten stirbt eine Frau durch Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt. Wie kann das heutzutage immer noch sein? Und warum spielen unsichere Schwangerschaftsabbrüche dabei eine so große Rolle?
Die Gynäkologin Vivian Simm war bereits in vier Einsätzen mit Ärzte ohne Grenzen im Einsatz. In der 62. Folge der “Notaufnahme” erklärt sie den Unterschied zwischen sicheren und uns

Verhandlungen um Leben und Tod – vergessene Krise im Ostkongo
Stell dir vor, dein Weg zur Arbeit ist lebensgefährlich - weil in den Straßen deiner Stadt Recht und Ordnung zusammengebrochen sind: Schüsse auf offener Straße, willkürliche Verhaftungen und Selbstjustiz – direkt vor deiner Haustür. Deine Vorgesetzten sagen: “Komm nur, wenn du dich sicher genug fühlst”. Und du kommst…
Genau das hat Marcus Bachmann erlebt. Er berichtet davon in der 61. Folge der N

Gaza und Sudan: Wenn die Bombe im Krankenhaus einschlägt
Wenn Raketen im Krankenhaus einschlagen oder Krankenwagen vom Kugelhagel gestoppt werden, muss Ärzte ohne Grenzen reagieren. Aber wie? Das weiß Anita Chatterjee.
Im Gazastreifen und im Sudan war sie als Projektkoordinatorin mit Vorfällen wie diesen konfrontiert. Dabei hat sie hautnah miterlebt, was es heißt, wenn im Krieg keine Rücksicht auf humanitäre Helfer:innen genommen wird. "Ich war im Apr

10 Jahre Seenotrettung – Erfolge und Herausforderungen
Ob Schüsse auf See, die Verhaftung der eigenen Kapitänin oder endlos lange Wege zum sicheren Hafen: Oscar Schaible war als Seenotretter mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Über Jahre hinweg hat er hautnah erlebt, wie Schikanen, Dekrete und politische Entscheidungen die zivile Seenotrettung zunehmend erschweren und kriminalisieren.
“Ich habe die volle Wucht dieser unmenschlichen Politik am

Mut zur Mücke: Tigermücken-Taskforce im Einsatz gegen Dengue
„Guten Tag, dürfen wir acht Millionen Stechmücken vor Ihrer Haustür freilassen?“
Wer würde da schon mit „Ja, gerne“ antworten? Aber ungewöhnliche Umstände erfordern manchmal ungewöhnliche Gegenmaßnahmen. Und davon erzählt die 58. Folge der Notaufnahme.
In Honduras, wo die Tigermücke heimisch ist, haben Teams von Ärzte ohne Grenzen eine innovative Methode getestet. Sie soll verhindern, dass s

Schlangen, Gegengift und KI – medizinische Versorgung nach giftigen Bissen
“Auch wenn die Menschen ein Krankenhaus erreichen, gibt es dort meist kein Gegengift” berichtet der **Chirurg Matthias Oppelt**. “Und wenn es eines gibt, können sich die Patient*innen das teure Gegengift nicht leisten. Besonders schlimm betroffen sind vor allem Menschen mit geringem Einkommen und das sind im Südsudan mehr als 90% der Bevölkerung.“
Gemeinsam mit den Co-Moderator:innen Anna Dushi

Schneise der Verwüstung - humanitäre Nothilfe nach einem Zyklon
"Es war eine Schneise der Verwüstung, die der Zyklon in Mosambik hinterlassen hat", sagt Sebastian Weber. "Auch über die vielen Toten und Verletzten hinaus hat ein Wirbelsturm gravierende Folgen: Schulen und Gesundheitszentren werden zerstört. Die Wasserversorgung bricht zusammen. Ganze Ernten werden vernichtet", berichtet der Logistiker.
Gemeinsam mit den Co-Moderator:innen Anna Dushime und Chri

Husten, wir haben ein Problem – Tuberkulose tötet.
“Ich hatte einen Tuberkulose-Patienten, der war dem Tod näher als dem Leben. Wir haben trotzdem alles versucht und konnten dann selbst kaum glauben, wie sich das entwickelt hat”, berichtet der Notfallmediziner Lukas Helbig von seiner Arbeit im Südsudan. In der 55. Folge des Podcasts “Notaufnahme” schildert er ganz praktisch, was eine Tuberkulosediagnose für die Menschen im Südsudan bedeutet.
Geme

Ein geschützter Raum für Mütter – psychologische Hilfe in Mossul
"Wir sind in einem schallisolierten und sichtgeschützten Raum. Wir führen ein Einzelgespräch und ihr könnt uns sensible Themen anvertrauen: Es war mir ganz wichtig, dass wir das unseren Patientinnen vermitteln und sie sich uns gegenüber öffnen können“, sagt Alexandra Blattner in der 54. Folge des Podcasts “Notaufnahme”. Sie ist Psychotherapeutin und war mit Ärzte ohne Grenzen im Nordirak im Einsat

Ukraine: Alltag im Krankenhaus, wenn die Front heranrückt
"In Nähe der Front gibt es vor allem kleine Landkrankenhäuser: da können nachts schon fünf verletzte Personen die vorhandenen Kapazitäten sprengen", sagt Katja Storck in der 53. Folge des Podcasts "Notaufnahme". Sie ist Notfallkrankenpflegerin und war mit Ärzte ohne Grenzen im Osten der Ukraine im Einsatz.
Die drei Krankenhäuser, die sie und ihr Team dort unterstützten, waren nicht nur für schwer

Sudan: kein Notfall, ein Alptraum
“Ich habe keine Träume mehr” sagt Aisha B. Sie ist aus dem Sudan in den Tschad geflohen. Doch dort gab es nichts: keine Infrastruktur, kein Wasser, kaum Nahrungsmittel. Innerhalb kürzester Zeit hat sich ein Camp mit mittlerweile mehr als 200.000 Menschen gebildet. Als eine von wenigen internationalen Organisationen versorgt Ärzte ohne Grenzen die Menschen medizinisch – seit inzwischen mehr als ein

Gesundheitsversorgung für alle – die LGBTQIA+-Community erreichen
„Wenn unsere Arbeit qualitativ hochwertig ist und uns Vertrauen entgegengebracht wird, dann werden wir von unseren Patient:innen weiterempfohlen, das ist unser Ziel,“ sagt Ursula Böhme, in der 51. Folge unseres Podcasts „Notaufnahme“.
In dieser Folge sprechen wir mit verschiedenen Mitarbeitenden von Ärzte ohne Grenzen darüber, wie wir als Organisation die Inklusion von LGBTQIA+-Patient:innen in

Fundraising auf Augenhöhe – So arbeitet Ärzte ohne Grenzen
“Wenn eine Katastrophe eintritt, klingelt meistens unser Spendentelefon und die Menschen fragen, wie sie uns unterstützen können", sagt Jann Chounard. Als Leiter der Fundraising-Abteilung von Ärzte ohne Grenzen Deutschland verantwortet er den Bereich Spendenwerbung- und Verwaltung, mit dem jährlich ca. 250 Millionen Euro für die Organisation eingeworben werden. Von dieser großen Verantwortung, den

Geborgenheit schaffen inmitten von Gewalt: Als Kinderpsychologin im Einsatz
“Es ist die stille Katastrophe, in der ich als Kinderpsychologin arbeite: die Kinder sind schwer traumatisiert, weil sie verschüttet wurden, Verbrennungen erlitten haben, Schlimmes gesehen haben,” sagt Katrin Glatz Brubakk in der 49. Folge des Podcasts “Notaufnahme”. Sie ist Kinderpsychologin und war mit Ärzte ohne Grenzen bereits mehrfach im Einsatz, unter anderem im Geflüchtetencamp Moria auf de

Im Schatten der Klimakrise: Die Auswirkungen von Hitze auf unsere Gesundheit
„Hitzewellen werden zunehmend zur Gesundheitsgefahr. Als ich meine Kolleg:innen in den Projekten dazu befragt habe, hat mich die Dringlichkeit, die das Thema für sie hat, überwältigt“, sagt Marcel-Philipp Werdier in der 48. Folge des Podcasts “Notaufnahme”. Werdier arbeitet bei Ärzte ohne Grenzen in der Kommunikationsabteilung und ist dort Experte für die Klimakrise und deren Folgen für die Gesund

Haiti: Wenn du auf dem Weg in die Klinik dein Leben riskierst
“Wer aus dem Haus geht, hat ein hohes Risiko, zufällig in eine Schießerei zu geraten”, sagt Tankred Stöbe in der 47. Folge des Podcasts “Notaufnahme”. Der Notfallmediziner aus Berlin war schon fast 30 Mal mit Ärzte ohne Grenzen im Einsatz. Zuletzt arbeitete er in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Das Ausmaß der Bandengewalt dort ist enorm und hat selbst den erfahrenen humanitären Helfer

130 Millionen Menschen auf der Flucht: Wie hilft Ärzte ohne Grenzen?
“Die Schutzsuchenden haben immer noch Hoffnung, das bewundere ich sehr”, sagt Erik Engel in der 46. Folge des Podcasts “Notaufnahme”. Er ist Projektkoordinator und hat in zwei Ländern mit großen Geflüchtetencamps für Ärzte ohne Grenzen gearbeitet: Im Tschad war er 2023 für mehrere Monate im Einsatz, als im Nachbarland Sudan der Krieg ausbrach und zehntausende Menschen in wenigen Tagen über die Gre

Frauengesundheit darf kein Luxus sein: Berichte aus Afghanistan und Gaza
"In Rafah mussten die Frauen bereits eine Stunde nach der Geburt das Krankenhaus verlassen und in ihre Zeltunterkunft zurückkehren”, sagte die Hebamme Anja Bezold auf der Veranstaltung “Frauengesundheit darf kein Luxus sein: Berichte aus Afghanistan und Gaza” am 7. Mai im Berliner Refugio. Die Moderatorin Anna Dushime und Ärzte ohne Grenzen-Geschäftsführer Christian Katzer sprachen dort mit Anja B

Ein Moskito kommt selten allein: Malaria in Zeiten der Klimakrise
“Wenn Malaria früh diagnostiziert und behandelt wird, ist die Krankheit sehr gut heilbar”, sagt Sylvia Schaber. Die Ärztin war mit Ärzte ohne Grenzen im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz, wo sie jeweils an der Infektion erkrankte Patient:innen versorgte. In der 44. Folge der “Notaufnahme” berichtet Schaber, worauf es bei der Behandlung ankommt und mit welchen Hürden die

Ohne Handy durch die Sahara?
“Man rennt nicht immer nur um sein Leben - die Gründe für Flucht sind vielfältig”, sagte die Journalistin Özge Inan bei der Veranstaltung “Ohne Handy durch die Sahara” am 19. März im Berliner Holzmarkt. Auf der von Ärzte ohne Grenzen organisierten Veranstaltung sprachen die Migrationsexpertin Marie von Manteuffel und die Moderatorin Anna Dushime mit Inan über die Schicksale von Migrant:innen und M

Globale Gesundheitspolitik: Warum wir echten Wandel statt Wohltätigkeit brauchen
„Der weltweite Umgang mit Gesundheitskrisen ist nicht nur unsolidarisch, sondern auch ineffizient“, sagt Melissa Scharwey. Sie arbeitet in der politischen Abteilung von Ärzte ohne Grenzen und ist Expertin für den Zugang zu Medikamenten und globale Gesundheitspolitik. In der 42. Folge der „Notaufnahme“ erklärt Scharwey, warum viele Menschen nicht angemessen behandelt werden können, obwohl sie schwe

Eine Prothese aus dem 3D-Drucker – Wie Innovationen die Nothilfe verändern
Der flüssige Kunststoff verlässt die Nadel: Schicht für Schicht wird er von der Maschine aufgetragen – das Objekt nimmt immer konkretere Formen an. “Dieser 3D-Drucker kann praktisch jede Prothese drucken, solange sie eine bestimmte Größe nicht überschreitet”, sagt David Treviño. Er berät Logistiker*innen bei bei Ärzte ohne Grenzen und berichtet in der 41. Episode der “Notaufnahme” über den Einsatz

Der erlösende erste Schrei - Geburtshilfe im Südsudan
“Das Krankenhaus von Aweil ist nicht groß - auch die Geburtsstation nicht: Es gibt nur einen Kreißsaal mit drei Betten. Gleichzeitig betreuen wir dort täglich bis zu 50 Geburten, das ist enorm”, sagt Clara Schneider. Schneider ist Redakteurin bei Ärzte ohne Grenzen und berichtet in der 40. Episode der “Notaufnahme” von einem Arbeitsaufenthalt in unserer Geburtsstation in Aweil im Südsudan und den

Sexualisierte Gewalt: tabuisiert und allgegenwärtig
"Mir ist wichtig, dass sich die Überlebenden wahrgenommen und respektvoll behandelt fühlen”, sagt Hannah Efrat Voltmer in der neuen Folge 39 des Podcasts “Notaufnahme”. Die Hebamme war mit Ärzte ohne Grenzen in den vergangenen zwei Jahren im Irak, in der Zentralafrikanischen Republik, in der Demokratischen Republik Kongo und zuletzt in Haiti im Einsatz. Dort begleitete sie fast täglich Überlebende

Wie die Klimakrise krank macht – Besuch in Mosambik
"Es ist überlebenswichtig, dass die Erderwärmung unter 1,5 Grad bleibt”, sagt Elisa de Siqueira in der neuen Folge 38 des Podcasts “Notaufnahme”. Dass die gesundheitlichen und humanitären Auswirkungen sonst fatal sein werden, steht für die politische Referentin und Expertin für die Klimakrise bei Ärzte ohne Grenzen außer Frage. In vielen Projektländern der Hilfsorganisation sind die katastrophalen

Mit 606 Geflüchteten an Bord – Seenotrettung durch Ärzte ohne Grenzen
“Menschen lässt man nicht ertrinken – Punkt”, sagt Annika Schlingheider in der neuen Folge 37 des Podcasts “Notaufnahme”. Dass Schutzsuchende in Seenot gerettet werden müssen, steht für sie als Referentin für humanitäre Angelegenheiten außer Frage. Schlingheider war von April bis Juni auf der Geo Barents im Einsatz, dem Seenotrettungsschiff von Ärzte ohne Grenzen. Dort hatte sie mehrere Rettungen

Wieder in Bewegung kommen – Physiotherapie in der Ukraine
“Ich habe hautnah erlebt, was es heißt, unter Kriegsbedingungen zu arbeiten”, sagt Birgit Schönharting. Die Physiotherapeutin leitete zweieinhalb Monate lang ein neues Rehabilitationsprojekt in der Ukraine. Patient*innen mit sehr schweren Verletzungen sollen dort genesen und lernen, wieder in Bewegung zu kommen. Andauernde Luftalarme verlangten von ihr täglich schwierige Entscheidungen: “Hören wir

Gewalt, Plünderungen, Restriktionen: Erschwerte Nothilfe im Sudan
Der beratende Notarzt Joachim Gruber hatte sich seinen Einsatz im Sudan für Ärzte ohne Grenzen anders vorgestellt: Als er nach der Ankunft im Land in Richtung des Konfliktgebietes aufbrach, das seit dem 15. April von schweren Kämpfen zwischen der Armee und der paramilitärischen Gruppe “Rapid Support Forces” erschüttert wird, musste er wieder umkehren. “Die Behörden untersagten uns, näher an die Ge

Den Krankheiten auf der Spur - eine Epidemiologin berichtet
Malaria, HIV oder Cholera - plötzliche Krankheitsausbrüche stellen die bereits stark ausgelasteten medizinischen Strukturen in der Zentralafrikanischen Republik vor große Herausforderungen. Epidemiolog*innen von Ärzte ohne Grenzen erheben daher vor Ort Daten, um zu verstehen, wie schnell sich Krankheiten verbreiten und welche Menschen besonders betroffen sind. Sie wollen herausfinden, welche Maßna

Erdbeben in der Türkei und Syrien: Wenn Häuser zur Gefahr werden
Die Häuser waren eingestürzt, die Geschäfte geschlossen, die Gespräche verstummt: “Es war wie in einer Geisterstadt”, beschreibt Marcus Bachmann den Eindruck, den er beim ersten Betreten der türkischen Stadt Malatya nach den Erdbeben vom 6. Februar gewann. “Die Stimmung war bedrückend, viele haben ihre Lebensgrundlage und ihre Angehörigen verloren”, berichtet der Notfallkoordinator von Ärzte ohne

Noma - eine vernachlässigte Krankheit
Als die Krankenpflegerin Fabia Casti ihren Einsatz in dem auf Noma spezialisierten Krankenhaus im nigerianischen Sokoto begann, hatte sie nur eine sehr vage Vorstellung von der vernachlässigten Krankheit. “Ich konnte mir überhaupt kein Bild davon machen, was bei Noma konkret passiert, was die Patient*innen durchmachen oder wie ihr Umfeld reagiert”, erzählt die Pflegerin im Podcast. Umso bewegender

Ohne sie bricht alles zusammen: Frauen im afghanischen Gesundheitssystem
Als Ende des vergangenen Jahres die Meldungen über die neuen Verschärfungen in Afghanistan kamen, war bei Stefanie Brockt die Sorge um ihre Kolleginnen groß: Erst hatte die De-facto-Regierung Frauen den Besuch von Universitäten verboten. Kurz darauf folgte dann ein Erlass, der Frauen verbot, für Nichtregierungsorganisationen zu arbeiten. Stefanie Brockt arbeitete als Anästhesistin im Geburtskranke

Behandlung auf Augenhöhe: Wie Patient*innen unsere Projekte mitgestalten
Ärzte ohne Grenzen ist eine Nothilfeorganisation – und dennoch in anhaltenden Krisen für mehrere Jahre im Einsatz. Das wirft die Frage auf, was nachhaltige Hilfe konkret bedeutet. Damit beschäftigt sich Peter Grabitz. Der Arzt engagiert sich in einer Initiative von Ärzte ohne Grenzen, die unsere Projekte noch stärker an den Bedürfnissen der Menschen in den Einsatzländern ausrichten und ihre Mitges

Nothilfe in Syrien – Gewalt und Verzweiflung im Lager al-Hol
Ein Zeltlager mitten in der Wüste: überall liegt Staub, die Sicherheitskräfte sind stark bewaffnet, Zäune begrenzen die Ränder. “Während meiner Einsätze für Ärzte ohne Grenzen habe ich selten eine bedrückendere Lage erlebt als in al-Hol”, erinnert sich Christoph Hey.
Hey arbeitete als Projektkoordinator in dem Geflüchtetencamp im Nordosten Syriens nahe der Grenze zum Irak. Das Lager ist alles a

Die Welt als Arbeitsplatz – Internationale Helfer*innen berichten
Sambia, Sudan, Usbekistan, Sierra Leone, Deutschland: Das sind nur einige der Länder, in denen Norman Sitali für Ärzte ohne Grenzen aktiv war. Seit 22 Jahren schon arbeitet Sitali in verschiedenen Rollen bei der medizinischen Hilfsorganisation, aktuell als sogenannter “Medical Operations Manager” im Berliner Büro. Sein Werdegang zeigt eindrücklich auf, wie eine Karriere als internationaler Mitarbe

Aus Krisengebieten berichten: Mit Kamera, Respekt und Fingerspitzengefühl
"Wir wollen zeigen, dass unsere Patient*innen grundsätzlich starke Menschen sind. Nur in diesem einen Moment brauchen sie Hilfe – und in diesem sind wir als Ärzte ohne Grenzen für sie da." Oliver Barth und Lena Pflüger haben hohe Ansprüche, wenn sie aus Krisengebieten berichten. Beide arbeiten als Redakteur*innen für Ärzte ohne Grenzen. Sie erzählen von den medizinischen Projekten, den Patient*inn
Ankündigung – Wechsel in der Moderation
Unsere Co-Moderatorin Anna Dushime wird bald Mutter. Wir wünschen dir an dieser Stelle alles Gute! Bevor die Journalistin in Elternzeit geht, übergibt sie das Moderationszepter für die “Notaufnahme” an ihre Vertretung. Deren Stimme kennen aufmerksame Hörer*innen vielleicht schon: Christian Conradi ist nicht nur seit langer Zeit Produzent unseres Podcasts, sondern hat auch am Ende jeder Folge imme

Der Appetit muss wiederkommen – Mangelernährung im Südsudan
Chuong wiegt knapp die Hälfte dessen, was ein Kind normalerweise in seinem Alter wiegt. Dazu hat der Zweijährige hohes Fieber und leidet an Malaria und Tuberkulose. “Ich hatte Angst, dass er nicht überleben wird”, erinnert sich der Kinderarzt Nicolas Aschoff. Sein Team arbeitete in unserer Klinik im Vertriebenenlager Bentiu im Südsudan Tag und Nacht daran, den kleinen Patienten zu retten.
Fälle

Intensivstation auf Schienen - Leben retten in der Ukraine
“Werden wir heute Nacht bombardiert?” ─ Anja Wolz weiß es nicht. Die Notfallkoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen ist mit Kolleg*innen und Patient*innen im Keller eines Krankenhauses in Kiew. Sie weiß nur, dass sie die nächsten Stunden nicht schlafen wird. Die Anspannung ist groß, das Adrenalin hält sie wach. Neben ihr werden Menschen medizinisch versorgt, andere lesen besorgt Nachrichten auf ihren

Die Welt schaut weg – Unrecht mit System in libyschen Lagern
Eine junge Mutter liegt auf einer feuchten Matte in einer überfüllten Zelle. Erst vor ein paar Tagen hatte sie einen Kaiserschnitt, ihr Neugeborenes ist neben ihr in einer dreckigen Decke eingewickelt. Es ist der erste Besuch unserer politischen Referentin Marie von Manteuffel in einem libyschen Internierungslager - sie wird ihn nie vergessen.
Viele Geflüchtete können von diesen Schreckensorten

“Ready for rescue!” - Mit dem Schnellboot Leben retten
“Ready for rescue” plärrt es aus dem Funkgerät. Marina legt sofort los, für diesen Moment haben sie und ihr Team tagelang geübt: Ein Boot ist in Seenot auf dem Mittelmeer. Marina Imsiecke und ihr Team machen sich bereit zur Rettung.
Eigentlich wollte Marina Imsiecke nach ihrer Promotion nur eine begrenzte Auszeit nehmen. Ihr Ziel: als Seenotretterin etwas Sinnstiftendes machen und gegen die unha

Was Chirurgie im Krisengebiet bewirkt
Wie soll eine Chirurgin bloß arbeiten, wenn nach einem Erdbeben in der Wand des OPs ein riesiges Loch klafft? Wie die Sicherheit der Patient*innen garantieren und die Wunden sauber halten? Auf solche Situationen war Inga Osmers nicht vorbereitet, als sie zum ersten Mal für Ärzte ohne Grenzen als Chirurgin arbeitete. Die schwierigen Bedingungen zum Beispiel nach dem heftigen Erdbeben in Haiti im Ja

Covid-19 im Konfliktgebiet
Patricia Neugebauer reiste nach Afghanistan, als die meisten anderen Menschen sich in ihre Wohnungen zurückzogen, um der ersten Corona-Welle zu entgehen. In Afghanistan half die Anästhesistin beim Aufbau einer Covid-19-Station. Anderthalb Jahre später machte sie sich erneut auf den Weg in einen Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen, dieses Mal in den Jemen.
In dieser Folge spricht Patricia darüber, wie

Wenn die Welt wackelt – Erdbeben und Gewalt in Haiti
Alles wackelt: Die Erde, die Stromversorgung, die soziale Ordnung. Haiti erlebte in den vergangenen Jahren viele Krisen – das Jahr 2021 war jedoch besonders turbulent und prägend. Die Versorgung mit essenziellen Gütern und damit auch mit medizinischer Hilfe wird immer schwieriger. Während ihres Einsatzes in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince erlebte unsere Kommunikationsexpertin Christina Böhrer hau

Wir bleiben da – Afghanistan nach dem Regierungswechsel
Eine einzige Klinik für 1,5 Millionen Menschen: „Das Krankenhaus, das wir hier betreiben, ist das einzige richtige Provinzkrankenhaus für 1,5 Millionen Menschen, die hier leben“, sagt Maria Fix. Sie ist leitende Krankenpflegerin bei Ärzte ohne Grenzen und arbeitet seit der Machtübernahme in Afghanistan dort in unserem Krankenhaus in Laschkar Gah. Seit die Taliban im August 2021 die Macht übernomme

Wo bleibt die Solidarität? Impfstoffe für den globalen Süden
„Nur knapp 3 Prozent der Menschen in den ärmsten Ländern sind schon geimpft.“ Während in Deutschland und anderen Ländern Europas durchschnittlich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, bleibt der Impfstoff gegen Covid-19 im globalen Süden Mangelware. An Impfkampagnen ist dort häufig noch nicht zu denken. Gleichzeitig ist in Ländern wie Syrien die pandemische Lage katastrophal. Es fehlt

Als Frau Merkel anrief - 50 Jahre Ärzte ohne Grenzen (Teil 2)
„Herzlichen Glückwunsch“, raunt eine tiefe Stimme am Telefon. Als Ulrike von Pilar, Gründungspräsidenten von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, fragt was los ist, antwortet der Unbekannte am anderen Ende: „Na Sie wissen schon“. Was los war: Médecins Sans Frontières – also Ärzte ohne Grenzen - hatte den Friedensnobelpreis gewonnen. Ein geheimnisvoller Anrufer verriet es Ulrike von Pilar verstohlen

Die Initialzündung - 50 Jahre Ärzte ohne Grenzen (Teil 1)
Es sollte alles ganz schnell gehen: Als 13 Ärzte und Journalisten in Paris im Dezember 1971 „Médecins Sans Frontières“ (Ärzte ohne Grenzen) gründeten, hatten sie noch keinen konkreten Plan, wie sie die hehren Ziele ihrer eigenen Charta in die Realität umsetzen könnten. In den folgenden 50 Jahren zeigte sich immer wieder: Medizinische humanitäre Hilfe zu leisten und dabei auf die Missstände in den

Medizin im Sandsturm - Madagaskar in der Ernährungskrise
Der Sand ist überall: auf den Feldern, auf den Straßen. Abholzung und fehlender Regen haben ganze Landstriche im Süden Madagaskars versanden lassen. Die schwerste Dürre seit Jahrzehnten hat die Ernten zerstört, Tausende Menschen sind von Mangel- und Unterernährung betroffen. In dieser Situation hilft Ärzte ohne Grenzen in den ländlichen Regionen in Madagaskar und reist in Dörfer zu den Menschen, d

Rettung auf hoher See
Eine der tödlichsten Fluchtrouten weltweit ist immer noch das Mittelmeer. Allein seit 2015 sind mindestens 30.000 Menschen dort ertrunken – bei ihrem Versuch, vor Gewalt, Unsicherheit und Verfolgung in ihren Heimatländern zu fliehen. Doch die EU-Regierungen nehmen ihre völkerrechtliche Verantwortung nicht wahr und legen ihren Fokus auf den Schutz der Grenzen. Rettungen von in Seenot geratenen Mens

Zurück in die Bewegung – Physiotherapie im Krisengebiet
Raus aus dem Krankenbett, auch wenn man gerade erst operiert wurde? Das fühlt sich für viele Patient*innen erst einmal falsch an. Doch oft ist es unglaublich wichtig, schnell nach einem Eingriff wieder in die Bewegung zu kommen. Das gilt auch für die Projekte von Ärzte ohne Grenzen. Physiotherapeut*innen wie Birgit Schönharting helfen unseren Patient*innen in aller Welt, ihre Bewegungsfreiheit zur

Scherben und Vertreibung - Konflikt in Äthiopien
Die Zerstörung ist nicht zu überhören: Als Philipp Frisch durch ein Gesundheitszentrum im äthiopischen Bundesstaat Tigray läuft, knirschen die Scherben zerborstener Medikamentenflaschen unter seinen Schuhen. Im Bundesstaat Tigray wird seit November 2020 gekämpft, die Menschen fliehen vor der Gewalt. Angriffe auf Kliniken und Gesundheitsstationen haben Hunderttausende Menschen der Gesundheitsversor

Frauengesundheit weltweit – zwischen Covid-19 und anderen Krisen
Covid-19 und Bewegungseinschränkungen, Kriege und Armut: Es gibt viele Gründe, warum Frauen häufig zu wenig medizinische Hilfe erhalten. Dabei sind sie zum Beispiel bei einer Geburt besonders auf gute Versorgung angewiesen. Zum Weltfrauentag sprechen wir in der neuen Folge von „Notaufnahme“ mit der Gynäkologin Parnian Parvanta darüber, was Ärzte ohne Grenzen zur Verbesserung von Frauengesundheit i

In libyschen Lagern - Helfen durch Zuhören
Libysche Internierungslager für Geflüchtete und Migrant*innen sind ein Ort voller Verzweiflung und Gefahren. Unsere Psychotherapeutin Kristin Pelzer erklärt, wie man unter solchen Bedingungen trotzdem psychosoziale Hilfe für die Menschen hinter Gittern leisten kann.
Libyen ist seit Jahren eine Zwischenstation für Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern. Sie hoffen, über Nordafrika den Weg

Wer bekommt den Impfstoff?
Im November 2020 war es endlich so weit: Unter Hochdruck hatten Forscher*innen und Pharma-Unternehmen seit Beginn der Pandemie an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Sars-Cov-2-Virus gearbeitet. Wohl kaum einer medizinischen Forschung fieberten so viele Menschen entgegen, wie diesem Impfstoff. Nun sieht vieles danach aus, dass wir kurz davorstehen, einen funktionierenden Schutz gegen das V

Ein Hoch auf Hühnerknochen
Der Flughafen ist zerbombt, als Annette Werner im Jemen landet. Auf dem Weg ins Krankenhaus sieht sie ausgebrannte Lastwagen, die Ruinen einer Schule. Bei ihrem ersten Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen erlebt die Kinderärztin aus Frankfurt, was es für die Menschen im Jemen bedeutet, seit fünf Jahren im Krieg zu leben.
In dieser Folge von „Notaufnahme“ ist Annette Werner zu Gast und berichtet von si

Moria, Schandfleck Europas
Es ist kalt. Die griechische Insel Lesbos versinkt im Regen. Im Olivenhain, in dem die Geflüchteten leben, fließt das Wasser durch die Zelte. So erlebt Marie von Manteuffel, Expertin für Flucht und Migration bei Ärzte ohne Grenzen, das Flüchtlingslager Moria als sie im Februar dort zu Besuch ist. Seitdem ist einiges passiert: Das Coronavirus brach aus, das Lager ging in Flammen auf. Die Geflüchtet

Am Vorabend der Pandemie
Januar 2020. In Asien breitet sich ein unbekanntes Virus immer weiter aus. Noch denkt man in Europa, es bleibe eine asiatische Angelegenheit. Bei Ärzte ohne Grenzen begannen dennoch sofort die Vorbereitungen auf die Epidemie: Die Nothilfeorganisation unterstützt Länder auf dem ganzen Globus und muss sich darauf einstellen.
Tankred Stöbe, seit 2002 für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz, fliegt buchstä

Im Kampf gegen Ebola
Es geht oft Schlag auf Schlag: Fieber, Abgeschlagenheit, schwere Durchfälle, Delirium, innere Blutungen, Organversagen, Tod. So in etwa entwickeln sich 30 bis 90 Prozent aller Ebola-Erkrankungen. Die hochansteckende Infektionskrankheit ist so tödlich wie kaum eine andere.
Unser Gast, der Tropenmediziner Christian Kleine war schon mehrfach bei akuten Ausbrüchen von Ebola mit Ärzte ohne Grenzen vo

Wie kommt das Bett ins Krankenhaus?
Am Anfang steht sie vor dem großen Nichts: Logistikerin Elisabeth Brandt muss an einem geplanten Einsatzort von Ärzte ohne Grenzen alles aufbauen. Gebäude, Strom- und Wasserversorgung, Fahrzeuge, Sicherheit, Lebensmittel … die Liste nimmt kein Ende.
Ohne Menschen vor Ort kann selbst die erfahrenste Logistikerin so ein Projekt nicht aufbauen. Elisabeth Brandt erzählt aus ihrem Alltag im Einsatz:

Als Helfer im Gewehrfeuer
Menschen in Not sind nicht immer leicht zu erreichen. In der Zentralafrikanischen Republik gibt es viele Regionen, die durch bewaffnete Konflikte gekennzeichnet sind. Für Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen kann der Weg durch diese Gebiete lebensgefährlich sein. Doch deshalb Kranke und Verletzte im Stich lassen?
Das kommt für jemanden wie unseren Gast Amadeus von der Oelsnitz nicht infrage. Sch

Mein erster Einsatz im Südsudan
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Trailer: Notaufnahme – der Podcast von Ärzte ohne Grenzen
Ob Seenotrettung, Mangelernährung oder Naturkatastrophen – unser Podcast „Notaufnahme“ beleuchtet die verschiedenen Herausforderungen der humanitären Hilfe weltweit: Wie gelingt es, Menschenleben zu retten, wenn Gewalt eskaliert? Wie können unsere Mitarbeitenden ein Geflüchtetencamp versorgen, wenn die ganze Region unter Wasser steht? Wie kann unsere psychologische Unterstützung traumatisierte Men
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