
Draussen mit Claussen: ein RefLab-Podcast
Die Kultur der Gegenwart ist voller Religion – ob es einem gefällt oder nicht. Das schafft Anlässe, mit ganz unterschiedlichen Menschen ins Gespräch zu kommen. Es geht um überraschende kulturelle Entwicklungen, neue Kunstwerke oder aktuelle Konflikte. Statt eines journalistischen Frage-Antwort-Spiels versteht sich der Podcast als gemeinsames, ernsthaft-unterhaltsames Nachdenken. Alle zwei Wochen spricht Johann Hinrich Claussen mit einem anderen Gast.
Folgen

Manuel Schmid: Absolute Autorität – in Theologie und Politik
Der globale Rechtsruck hat viele Ursachen. Häufig wird übersehen, dass es auch theologische Faktoren gibt, die eine grosse Rolle spielen. Manuel Schmid hat ein besonders interessantes, hierzulande kaum bekanntes Beispiel untersucht. Der Neu-Calvinismus hat im Kampf gegen liberale Tendenzen im evangelikalen Lager eine theologische Neuausrichtung durchgesetzt. Ihr Kernmotiv ist ein radikalisierter G

Andreas Kubik: Religionsunterricht – das kann sehr gut werden
Pünktlich zum Ende der Sommerferien geht es um ein Thema, das man für nicht so bedeutsam halten könnte, das aber über für das Verhältnis von Staat und Kirche sowie überhaupt für die heutige Religionskultur eine immense Bedeutung besitzt, nämlich den Religionsunterricht.
Hier ist sehr viel in Bewegung, neues Modelle werden eingeführt, alte Abgrenzungen zwischen Konfessionen und Religionen fallen,

In Verbundenheit leben
Im Juni fand in Zürich das KIN-Festival (https://kinshipfestival.ch/) mit grossem Erfolg statt. Es verband Kunst und Engagement. Feministische Stimmen kamen zu Wort, Fragen von Menschen mit Behinderung wurden diskutiert. Reflab war am Festival beteiligt.
Ein Begriff, der sich durch viele der künstlerischen und diskursiven Aktionen zog, war «Verbundenheit». Wie können wir miteinander und nicht nur

Janna Horstmann: Einfach mal über den Gottesdienst reden
Der Gottesdienst ist für viele Menschen ein unbekannter Kontinent, wenn nicht eine ferne Galaxie. Geht da überhaupt jemand hin, findet das noch statt?
So denken manche, die die Kirche nur aus schlechten Nachrichten kennen. Wer aber eigene Erfahrungen gemacht hat (oder machen möchte), findet im Gottesdienst vieles, worüber sich gemeinsam nachzudenken lohnt.
Da ich beim Reflab-Festival im vergange

Thomas Medicus: Literatur als „Werk der Barmherzigkeit“?
Der Schriftsteller Thomas Medicus hat ein außergewöhnliches Buch geschrieben. Es trägt den Titel „Vaterlos“ und wird von ihm als „Tatsachenroman“ bezeichnet. Darin erzählt Medicus vom Suizid seines Vaters und den Folgen für seine Familie.
Lange konnte er sich mit diesen einschneidenden Ereignis seiner Jugend nicht auseinandersetzen. Zu groß waren der Schrecken und die Scham. Nun hat er nach viel

Marah Rikli: eine Behinderung haben – behindert werden
Vom 11. bis zum 27. Juni findet in Zürich etwas Besonderes statt: das KIN Festival. Ein Thema beschäftigt Gesamtleiterin Marah Rikli dabei besonders: das Leben mit Behinderung. Sie ist Autorin, Kuratorin und Aktivistin sowie Mutter eines Kindes mit einer kognitiven Entwicklungsstörung.
Sie weiss aus eigenem Erleben, was es bedeutet, eine Behinderung zu haben, aber auch was es heisst, behindert zu

Jakob Johannes Koch: Warum nimmt der «Kirchen-Vandalismus» zu?
Seit etwa zehn Jahren hört und liest man über immer mehr – und immer krassere – Fälle von Vandalismus in Kirchen. Aber dies ist ein Thema, das sich nicht leicht fassen lässt. Man erfährt nur gelegentlich in vermischten Kurzmeldungen davon – so, als ob es sich um Einzelfälle handelte.
Dabei gibt es Muster – bei Diebstählen, Beschädigungen und Schändungen. Sie zeigen, dass hier um mehr als «Sachbes

Markus Witte: Warum eine Geschichte der Bibel unmöglich ist
Regelmässig lade ich Menschen in meinen Podcast ein, die gerade ein Buch veröffentlicht haben. Dieses Mal mache ich es anders: Ich habe einen Gast bei mir, der gerade an einem Buch arbeitet, das sehr interessant werden dürfte – nur muss er sich eingestehen, dass dieses Buch eigentlich gar nicht möglich ist.
Markus Witte lehrt Altes Testament an der Fakultät für Evangelischen Theologie an Humboldt

Christopher Spatz: Kinder im Krieg
Es ist Krieg, in vielen Regionen der Erde. Besonders Kinder haben darunter zu leiden. Was erleben sie? Und welche Folgen wird dies für ihr späteres Leben haben? Eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg gibt eine Ahnung davon, was auf Kinder in der Ukraine, im Iran, in Gaza, Israel, im Libanon oder Sudan zukommen kann. Gerade hat die Gesellschaft für bedrohte Völker darüber eine Broschüre veröffen

Christian Gürtler: Warum wir über Hass im Internet reden müssen
Langsam fragen sich manche, ob das mit dem Internet wirklich so eine gute Idee war. So viel Hass breitet sich dort aus. Aber was ist Hass eigentlich, und wie gewinnt er eine solche Macht im digitalen Raum?
Darüber spreche ich mit Christian Gürtler. Er ist Dozent am Lehrstuhl für Medienkommunikation, Medienethik und digitale Theologie in Erlangen und arbeitet dort an seiner Doktorarbeit. Wir kenne

Negar Hakim: Kirchen in der islamischen Welt
Wenig, zu wenig weiss man in Europa von dem christlichen Kulturerbe im Nahen Osten und in Nordafrika. Deshalb habe ich gemeinsam mit Negar Hakim ein Heft der traditionsreichen Zeitschrift «Kunst und Kirche» hierüber gestaltet. Hakim arbeitet als Architekturhistorikerin an der Technischen Universität Wien und stammt aus Isfahan im Iran.
Wir sprechen über alte und neue Kirchengebäude in Tunesien, M

Seher Ünlü: Sind Migrant*innen anders krank?
Wenn ein Mensch in eine Arztpraxis kommt, ist wenig Zeit. Dabei bräuchte man für die Untersuchung und Behandlung besonders von psychischen und psychosomatischen Krankheiten Ruhe, um die Hintergründe der Schmerzen, der Ängste und Traurigkeiten zu verstehen. Das gilt besonders für Menschen mit einer Migrationsgeschichte. Sie sind anders krank als die Einheimischen. Aber wie genau „anders“?
Die jung

Philine Claussen: Stricken als Lebenskunst
Es ist nicht zu übersehen: Das Stricken erlebt eine Renaissance. Mit der Corona-Pandemie hat es für viele angefangen. Sie wollten die leere Zeit sinnvoll verbringen. Heute ist es ein gutes Mittel gegen übermäßigen Handy-Konsum und die Anstrengungen der alltäglichen Unruhe. Es ist eine ganz einfache Tätigkeit, zugleich aber kann man Stricken als Ausdruck einer modernen Lebenskunst verstehen.
Sie s

Klaus Mertes: gut-katholisch oder rechts-katholisch?
In den USA wurde es zuerst beobachtet: Seit einigen Jahren wenden sich junge Menschen (besonders junge, intellektuelle Männer) einer besonderen Spielart des Katholischen zu, nämlich einem entschieden konservativen Katholizismus. Wie ist das zu verstehen? Was zieht junge Menschen, die häufig nicht religiös aufgewachsen oder evangelikal geprägt sind, zur alten lateinischen Messe, zu autoritären Vors

Stephan Lehnstaedt: Jüdischer Widerstand
Umfassend ist zur Shoa geforscht worden. Doch jetzt ist ein Buch erschienen, das viele überraschen wird. In «Der vergessene Widerstand» erzählt der Berliner Historiker Stephan Lehnstaedt, wie viele jüdische Männer und Frauen sich gegen den NS-Terror gewehrt haben. Auf sehr unterschiedliche Weise: mit Waffen, im KZ, auf der Flucht, in Verstecken, mit geistigen Mitteln, durch Dokumentation des Unrec

Julia Voss: Natur zwischen Glaube und Macht
Von «der Natur» ist oft die Rede, ohne dass dabei immer klar wäre, was damit genau gemeint sein soll. Wir leben von ihr, lieben sie, erleben uns selbst in ihr, machen uns Sorgen um sie, sind weit von ihr entfernt. «Natur» hat zudem häufiger, als man gemeinhin denkt, eine religiöse Seite. Wir staunen über die Schöpfung, empfinden Ehrfurcht vor ihrer Größe, sind dankbar für ihre Gaben, fühlen uns ve

Johanna Haberer: Weihnachten und der leere Stuhl
Über Weihnachten unterhalten sich theologische Fachleute erstaunlich selten. Dabei gibt das beliebteste christliche Fest immer noch viel zu denken. Johanna Haberer – ehemalige Professorin für christliche Publizistik, überaus beliebte Podcasterin («Unter Pfarrerstöchtern») und jetzt auch Pastorin in einer norddeutschen Kleinstadt – hat viel über Weihnachten, seinen Sinn und seine besondere Freude z

Martin Fritz: Was ist christlicher Nationalismus?
Die Gefahr von rechts ist höchst real. Allerdings gibt es in diesem Feld viel Bewegung und erhebliche Unterschiede. Deshalb ist es wichtig, genauer hinzusehen und präziser zu beschreiben. Nur so kann man die Urteilssicherheit gewinnen, die die Grundlage für das eigene demokratische Engagement ist.
Martin Fritz von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin ist ein Kenner

Lars Castellucci: #wird gut
Wenn es um Politik geht, treffen gegensätzliche, erregte Meinungen aufeinander. Aber was steht hinter diesen Meinungen? In der Seelsorge fragt man: Was ist das Thema im Thema? Das sollte man auch in der Politik häufiger tun. Dann würde man erkennen, dass unter der Meinungsoberfläche bestimmte Gefühle und Erfahrungen liegen, um die es eigentlich gehen sollte. Zum Beispiel Einsamkeit, Abgehängt-sein

Matthias Glaubrecht: Die Fülle des Lebens schützen, betrachten und achten
Alle (zumindest viele) reden vom Klimawandel, aber viel zu wenige vom Artensterben. Beides hängt miteinander zusammen, ist aber nicht dasselbe. Der Verlust an biologischer Vielfalt wird weniger durch die Erderwärmung verursacht als durch die übermäßige Nutzung von Land und Wasser durch den Menschen.
Der Hamburger Biologe und Museumsleiter Matthias Glaubrecht hat darüber ein erhellendes und aufrüt

Claudia Jetter: Evangelikale Frauen – einflussreich und unbekannt
Das Bild, das wir uns vom US-amerikanischen Protestantismus machen, ist stark Trump-fixiert. Unter Evangelikalismus verstehen die meisten Europäer heute eine fundamentalistische, frauenfeindliche religiös-politische Massenbewegung. Dabei kann man über den Evangelikalismus auch anderes berichten – zum Beispiel von sehr wirkmächtigen Frauen.
Diese Frauen-Geschichten aus den vergangenen 200 Jahren k

Eric Nussbaumer: Als Christ Politik machen – wie geht das? (Podcast-Festival)
Es gibt diese Dauerdebatte in Deutschland wie in der Schweiz: «Soll die Kirche politisch sein?» Meist bleibt dabei unklar, wer hier überhaupt mit «Kirche» oder «Politik» gemeint ist. Viel interessanter ist es, mit einem konkreten Menschen zu sprechen, der beides zugleich ist: Christenmensch und politischer Akteur.
Eric Nussbaumer engagiert sich seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Schweizer Poli

Mateo Kries: Design und Religion (was uns die Shaker heute lehren)
Im grandiosen Vitra Museum in Weil am Rhein, mitten im Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich, gibt es noch bis Ende September eine grandiose und ziemlich religiöse Design-Ausstellung zu sehen. Gezeigt werden Alltagsgegenstände und Kunstwerke, die die Shaker vor allem im 19. Jahrhundert geschaffen haben – Design war für sie ein Ausdruck ihres Glaubens, ihrer Lebenshaltung.
Warum das Design

Simon Kuntze: Erfahrungen und Gespräche in der West Bank
Wer sich über die Lage in Israel informieren möchte, hat viele Möglichkeiten. Aber wie ist die Situation zum Beispiel in der West Bank? Was denken und empfinden Palästinenser angesichts des Kriegs im Gaza-Streifen oder über ihre eigenen Konflikte mit der israelischen Regierung und radikalen jüdischen Siedlern? Wie ist überhaupt ihr alltägliches Leben? Davon hört man sehr wenig, aus mehreren Gründe

Yannic Han Biao Federer: «Ohne meine Trauer wäre ich ärmer»
Der Kölner Autor Yannic Han Biao Federer hat gerade ein sehr berührendes Buch veröffentlicht. In «Für immer seh ich dich wieder» erzählt er von einem großen Unglück, das seine Freundin und ihn getroffen hat: Wegen einer seltenen Komplikation starb ihr erstes Kind im Mutterleib. Da die Schwangerschaft schon sehr weit fortgeschritten war, musste Gustav Tian Ming geboren werden. Den Eltern blieb nur

Olivia Gnauert: Wie viel Handy ist zu viel?
Alle reden von Handysucht. Aber was ist das eigentlich? Das Phänomen ist neu und entfaltet eine extreme Dynamik. Es stehen machtvolle Kräfte dahinter. Zum Glück haben sich die psychologische Wissenschaft und die Psychotherapie des Themas intensiv angenommen. Hier geht es nicht um schnelle, manchmal überdramatische Urteile.
Vielmehr wird versucht, die Begriffe zu klären, die Phänomene genau zu bes

Henning Flad: Neue Entwicklungen beim deutschen Rechtsextremismus – ein Update
Mit Henning Flad von der «Arbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus» hatte ich schon zwei Podcasts aufgenommen, die sehr gut aufgenommen worden sind. Dieses Mal habe ich ihn danach gefragt, welche neue Entwicklungen und Dynamiken er bei den Rechtsradikalen innerhalb und außerhalb der AfD wahrnimmt – und wie sich das im internationalen Vergleich ausnimmt.
Überrascht hat mich, dass er eine Wie

Stephan Jütte: Direkte Demokratie auch für Deutschland?
Es ist ein hochaktuelles politisches (aber nicht tagespolitisches) Thema: Die Demokratie hat ein Repräsentanz-Problem. Das heißt: Zu viele Menschen fühlen sich von den politischen Parteien und Amtsinhabern nicht vertreten. Demokratische Parteien sollen der politischen Meinungsbildung und Entscheidungsfindung dienen, aber immer weniger Menschen engagieren sich in Parteien. Die Folge: Politik und Be

Anita Haviv: Ziviles Engagement in Israel
Natürlich kann man einiges über die Lage in Israel und den palästinensischen Gebieten aus den Medien erfahren. Aber es ist doch zu wenig, zu einseitig in der einen oder anderen Richtung. Zugleich sind durch den Krieg Möglichkeiten zur Begegnung abgeschnitten. Aber wie geht es Menschen in Israel – tief verletzt durch das Terrorpogrom der Hamas, schwer verunsichert durch das Versagen von Militär und

Psychologists for Future: Seelisch gesund in der Klimakrise
Die Klima-Krise ist nicht nur eine politische, technische und wirtschaftliche Großherausforderung, sondern auch eine psychologische. Wie gewinnen wir eine innere Haltung, mit der mir unser Leben und Handeln verändern können? Wie vermeiden wir, dass wir verhärten und gesprächsunfähig werden? Wie schützen wir uns vor Gefühlen der Vergeblichkeit und Sinnlosigkeit? Wie bleiben wir stabil, hoffnungsvol

Christian Kuhnt: Musik für alle – Kultur ohne Arroganz
Kein Mensch lebt ohne Kultur. Aber oft reden wir von «Kultur» so, als sei dies etwas für Leute, die etwas Besseres sind oder sich dafür halten. Immer noch unterscheiden wir zwischen «hoch» und «populär», «Ernst» und «Unterhaltung». Dadurch schließen wir die meisten Menschen von dem aus, was als «Kultur» gelten darf.
Christian Kuhnt leitet seit vielen Jahren eines der größten Musikfestivals Europa

Theaterkollektiv Turbo Pascal: Den Glauben spielen – eine Performance
Im vergangenen Oktober habe ich in den Berliner Sophiensälen die Performance «Faith Fiction» des Kollektivs Turbopascal miterlebt. Das war ein einmaliges Erlebnis, das mich immer noch beschäftigt. Den Glauben mitten im vermeintlich säkularen Berlin, in einer interaktiven Theaterperformance zum Thema machen – wie das gelingen kann und was dabei herauskommt, darüber spreche ich mit Angela Löhr und F

Ruth Conrad: Warum wir mit dem Predigen noch lange nicht am Ende sind
Sie gehört zu jedem evangelischen Gottesdienst, aber aus unerfindlichen Gründen war sie noch nie ein Thema in diesem Podcast. Nun gibt es einen guten Anlass, dies zu ändern. Ruth Conrad, Professorin für Praktische Theologie in Berlin, hat gerade ein Kompendium zur Homiletik veröffentlicht. Aber keine Angst, es ist kein kiloschweres Handbuch, sondern ein sehr gut lesbares Essay. Darin zeigt sie, wa

Olaf Zimmermann: Die Kunstfreiheit verteidigen! Aber gegen wen?
«Die Kunst ist frei. Eine Zensur findet nicht statt.» So oder ähnlich kann man es in allen Verfassungen demokratischer Staaten lesen. Kunstfreiheit ist ein unverzichtbares Menschenrecht. Aber sie ist in Gefahr. In den vergangenen zehn Jahren hat sich vor allem in Deutschland vieles verändert, was Anlass zur Sorge gibt.
Olaf Zimmermann ist der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, des Dachverb

Thomas Zippert: Terror und Seelsorge
In der Not für die Seele sorgen – das ist zu einer kirchlichen Arbeit geworden, die hohe Anerkennung findet, auch bei nicht-religiösen Menschen. Vor besondere Herausforderungen wird die Notfallseelsorge durch Terroranschläge gestellt. Davon hat es in jüngster Zeit in Deutschland mehrere gegeben. In den Nachrichten heißt es dann regelmäßig: «Die Angehörigen werden seelsorgerlich betreut.» Thomas Zi

Markus Zink: Kirchenräume weiter denken, nutzen, gestalten!
Der Umbruch, in dem sich die europäischen Kirchen befinden, hat auch eine architektonische Seite: Was soll aus all den Kirchbauten werden? Diese Frage kann man auch auf säkuläre Kulturbauten anwenden. In Deutschland wird man sich absehbar nicht mehr die vielen Museen, Theater, Opern und Kulturhäuser leisten – und nicht mehr wie bisher nutzen – können. Doch dieser Frage hat sich die Kulturpolitik b

Martin Schäuble und Ina Lambert: Über sexualisierte Gewalt reden
Martin Schäuble ist ein sehr anerkannter Jugendbuchautor, der sich schwierigen Themen stellt. In «Draußen mit Claussen» hat er vor einem Jahr über seinen Roman «Alle Farben grau» gesprochen, in dem er vom Suizid eines Jugendlichen erzählt. In seinem neuen Buch «Warum du schweigst» geht es um sexualisierte Gewalt im Breitensport. Dazu hat er intensiv recherchiert, mit Betroffenen und Fachleuten ges

Gottesbilder – Menschenbilder
Das Verbot, sich Bilder von Gott zu machen und sie zu verehren, hat für das Christentum eine grundsätzliche Bedeutung. Würde man denken, besonders in der reformierten Schweiz. Aber wie ist es zu verstehen, dass in der Christentumsgeschichte so unzählbar viele und verwirrend unterschiedliche Gottesbilder gemalt, gezeichnet, geschnitzt, geformt und gefilmt wurden? Es scheint ein unstillbares Bedürfn

Berthold Vogel: Einsamkeit und Ressentiment – undemokratische Gefühle?
Warum treffen Menschen politische Entscheidungen, die man selbst so gar nicht nachvollziehen kann? Weil sie böse Menschen sind? Warum sind rechtsextreme Personen und Positionen zurzeit so erfolgreich? Viele der bisherigen Antwortversuche bleiben an der Oberfläche und gehen nicht auf die tieferen – emotionalen, existentiellen – Ursachen ein. Das aber unternimmt die soziologische Studie «Einsamkeit

Petra Bendel: Was die Wissenschaft über Migration sagt
Asyl und Migration sind die großen Erregungsthemen dieser Tage. Dafür gibt es Gründe. Die Verunsicherung ist groß. Sie wird aber auch geschürt. Verstörende Nachrichten, massive Bilder, verwirrende Debatten machen es einem nicht leicht, eine angemessene Haltung und Ausrichtung zu finden.
Was zu oft übersehen wird: Es gibt eine inzwischen gut etablierte Migrationsforschung, in der Fachleute aus unt

Dorothea Weltecke: Wie Religionen auch ohne «Toleranz» zusammenleben können
Die Berliner Historikerin Dorothea Weltecke hat ein aufregendes Buch geschrieben, das viele Vorstellungen von dem umstürzt, was «das» Christentum, «das» Judentum oder «der» Islam sein sollen. Eine ihrer Thesen in «Die drei Ringe. Warum die Religionen erst im Mittelalter entstanden sind» (München 2024) lautet, dass die drei monotheistischen Religionen sich erst in einer langen gemeinsamen Geschicht

Critical Classics: Bachs Johannespassion – diskriminierungsfrei?
Welcher Text und welche Musik sind eigentlich heilig und dürfen nicht verändert werden? Die Initiative Critical Classics hat es vor kurzem gewagt und das Libretto von Mozarts „Zauberflöte“ verändert. Denn einige Stellen wirken heute diskriminierend, frauenfeindlich. Durften sie das – sollten sie es gar? Das hat ein ziemliches Medienecho ausgelöst. Manche stimmten zu, andere schimpften über Cancel

Anselm Schubert: Der diverse Christus
Mit kaum etwas anderem lassen sich Gemüter so verlässlich in Wallung bringen wie mit ungewohnten Verbindungen von Religiösem und Geschlechtlichem. So war es zuletzt wieder nach der Eröffnungsshow der Olympischen Spiele in Paris zu erleben: Rechtskatholiken wollten da einen Drag Queen-Christus erkannt haben. Bei der folgenden, unnötigen Debatte zeigte sich erneut, wie wenig die selbsterklärten Vert

Raubgut zurückgeben
In dieser Folge geht es um ein riesiges Thema. Zum Glück habe ich meine liebe Kollegin Johanna Di Blasi dazu eingeladen, die sich hier richtig auskennt. Wir beiden beschäftigen uns seit einiger Zeit, ganz unabgesprochen und von verschiedenen Seiten, mit den Themen Kolonialismus, Postkolonialismus, Geschichte der christlichen Mission. Das ist ein weites, umkämpftes, aber auch sehr interessantes Fel

Friedrich Kleine: Was macht die Seele im Gefängnis?
Es heißt, dass das Gefängnis ein Spiegel der Gesellschaft sei. Nur, wie kann man in einen Spiegel schauen, wenn man sich nicht vor ihn stellt? Deshalb habe ich einen alten Bekannten aus Vikarszeiten in der Justizvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel besucht. Friedrich Kleine arbeitet dort als evangelischer Gefängnisseelsorger. Anschaulich erzählt er mir von seinem besonderen Arbeitsalltag. Wie er mo

Kristian Fechtner: Mild religiös
Vielleicht gibt es doch mehr Religion hierzulande, als man gemeinhin annimmt. Man müsste sich nur neugieriger und unbefangener umsehen. Dann würde man feststellen, dass erstaunlich viele Menschen gern in Kirchen gehen, um eine Kerze zu entzünden. Oder kleine Bronzeengel verschenken. Oder sich sorgfältig auf Weihnachten vorbereiten. Oder heimlich beten. Oder regelmäßig Konzerte geistlicher Musik be

Karin Berkemann: Kirchbauten gehören allen!
In Deutschland hat ein «Kirchenmanifest» für Aufsehen gesorgt. Es will eine öffentliche Debatte um die Zukunft kirchlicher Gebäude anstoßen – die nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Schweiz nötig ist. Noch gibt es einen einzigartigen Reichtum an alten und modernen Kirchbauten. Bislang wurde er von den evangelischen und katholischen Kirchenmitgliedern mit ihren Kirchensteuern finanziert

Wolfgang Kraushaar: Wie man über den Israel-Palästina-Konflikt diskutieren sollte
Das Leben und Leiden der Menschen in Israel wie in Gaza und dem Westjordanland geht uns in Europa an. Leider stehen Sachkenntnis und Meinungsfreude selten in einem angemessenen Verhältnis. Vor allem kommt es zu vielen sprachlichen Entgleisungen und diskursiven Verhetzungen.
Der renommierte Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar hat nun ein Buch veröffentlicht, das für dringend benötigte Orient

Serra Tavsanli: Johann Sebastian Bach und seine «Welt-Musik»
Er galt als der fünfte Evangelist des deutschen Protestantismus und ist doch längst ein universaler Komponist. Die Musik von Bach fasziniert heute Menschen in allen Teilen der Erde – egal, ob und wie sie religiös geprägt sind. Ein Beispiel dafür ist die aus der Türkei stammende und heute in Deutschland lebende Pianistin Serra Tavsanli. Schon als Kind begegnete sie in Istanbul Bachs Musik – dies so

Juliane Stückrad: Die Dorfkirche – ethnologisch betrachtet
Nichts erscheint so vertraut und heimatlich wie die Dorfkirche, auch für Städter. Doch man bekommt einen ganz anderen Sinn für ihre religiöse, kulturelle und soziale Bedeutung, wenn man sie mit den Augen einer Ethnologin betrachtet. Idyllische Projektionen lösen sich dann auf, und es kommt eine überraschend vielfältige Wirklichkeit zum Vorschein.
Die Ethnologin Juliane Stückrad hat vor kurzem ein

Jörg Herrmann: Wie eine Pracht-Straße «arisch» wurde
Der Neue Wall ist eine der teuersten Straßen Hamburgs. Ein Luxusgeschäft reiht sich ans andere. Doch wem gehören die prächtigen Häuser heute, und wem haben sie früher gehört? Während der NS-Diktatur wurden hier viele jüdische Menschen ihres Eigentums beraubt. Ein Projekt der Evangelischen Akademie der Nordkirche hat diese Geschichte nun erforscht – Haus für Haus. Warum und wie sie dies getan hat,

Jörg Lüer: Die Ukraine besuchen (nicht nur einmal)
An diesen Krieg kann man sich nicht gewöhnen. Aber die mediale Berichterstattung stumpft auch ab. Deshalb ist es wichtig, wenn Menschen die Ukraine besuchen und wir ihnen zuhören. Dr. Jörg Lüer, Geschäftsführer des katholischen think tanks «Justicia et Pax», war gerade – zum wiederholten Mal – dort und kann aus erster Hand berichten.

Nicola Kuhn: Koloniale Erbstücke – bei uns zu Hause
Kolonialismus ist nach langem Schweigen wieder ein öffentliches Thema. Es gibt heftige Debatten über Unrecht, Wiedergutmachung, Rückgabe von Beutestücken. Aber was heisst das für einen selbst? Wo finden wir in unserer Familiengeschichte, in unseren eigenen vier Wänden koloniale Erbstücke, die uns zu einer persönlichen Aufarbeitung bewegen? Die Kulturjournalistin Nicola Kuhn (Tagesspiegel) hat darü

Alte Kunst neu sehen
Es ist gar nicht so leicht, Menschen heute den Sinn und die Schönheit alter christlicher Kunst nahezubringen. Im Berliner Bode-Museum aber lässt man sich dafür viel Überraschendes und Augenöffnendes einfallen. Ein Gespräch mit der Kuratorin Maria Lopez-Fanjul y Diez del Corral.

Warum ist die AfD in Ostdeutschland so erfolgreich (und nicht nur dort)?
Drei Landtagswahlen sowie Kommunalwahlen in Ostdeutschland könnten in diesem Jahr der in großen Teilen rechtsextremen AfD hohe Gewinne bringen. Wie ist das zu erklären, und was bedeutet es für die Demokratie? Erklärungsversuche eines der besten Kenner des ostdeutschen Rechtsextremismus, David Begrich (Miteinander e.V.).

Mit jungen Muslimen in Deutschland über den Nahost-Konflikt sprechen
Der Krieg zwischen Israel und der Hamas hat viele Opfer. Auch in Europa treibt er die Menschen um und verschärft Konflikte zwischen Gruppen, die sich im Alltag zu selten direkt begegnen. Wie denken und empfinden junge Muslime in Deutschland darüber? Wie kann man mit ihnen argumentieren? Ein Gespräch mit Imam Scharjil Ahmad Khalid von der Khadija-Moschee in Berlin-Pankow.

Bilder zum Sich-Aufschwingen
Caspar David Friedrich fasziniert, nicht nur in diesem Jubiläumsjahr. Aber worin besteht diese Faszination genau? Das ist gar nicht so leicht zu sagen. Helfen kann zum Glück die Kunsthistorikerin Dr. Birte Frenssen vom Pommerschen Landesmuseum Greifswald, Friedrichs Heimatstadt. Sie erklärt, was seine Landschaftsbilder so bedeutsam macht, wo sie einen religiösen Sinn in sich tragen und Menschen ei

Die dunkle Seite der Emanzipation
Die „Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche“ (HuK) setzt sich seit langem für Gleichberechtigung ein. In den deutschen Kirchen hat sie viel bewirkt. Nun aber hat sie einen verstörenden Aspekt ihrer Geschichte aufarbeiten lassen: ihre fehlende Abgrenzung von Pädosexuellen.

Haben die Menschenrechte einen christlichen Ursprung?
Nicht wenige Zeitgenossen meinen, Christentum und Menschenrechte wären Gegensätze. Dabei gibt es auch christliche Begründungen einer Rechtskultur der Glaubensfreiheit und Toleranz. Eine berühmte Forschungsthese behauptet sogar: Die Menschenrechte hätten einen religiösen Ursprung. In ihrer preisgekrönten Dissertation hat die Rechtswissenschaftlerin Annabelle Meier sie überprüft. Ihre Arbeit ist wic

Jazz und Spiritualität
Musik kann, so heisst es, eine Art Gottesdienst sein. Oder religiöse Erfahrungen eröffnen. Besonders häufig wird das über den Jazz gesagt. Aber wie genau ist das zu verstehen, zu spielen und zu hören? Ein Gespräch mit dem Saxophonisten und Autor Uwe Steinmetz.

Bruder Franz – über ein radikales und frohes Leben
Kein Heiliger wurde so verehrt. Aber in protestantischen Gegenden kennt man ihn kaum. In säkularen Zeiten gerät er ins Vergessen. Der Jugendbuchautor Alois Prinz hat jetzt das Leben des Franz von Assisi so erzählt, dass er plötzlich wieder interessant und gegenwärtig wird.

Irina Rastorgujewa: Diktaturen verstehen – mit Hilfe der Literatur
Diktaturen sind Staatsmaschinen, die Menschen verschlingen. Um ihre Mechanik zu verstehen, kann die Literatur helfen. Nun hat die aus Russland stammende Autorin Irina Rastorgujewa eine große, bisher unbekannte Erzählung über den stalinistischen Terror ins Deutsche übersetzt (Georgi Demidows «Fone Kwas»). Was lehrt sie uns heute?

Sabine Dreßler: Christlich für Menschenrechte eintreten
Gerade ist der sehr lesenswerte 3. Ökumenischer Bericht zur Religionsfreiheit erschienen. Am Beispiel des Menschenrechts auf Religions-, Gedanken- und Gewissensfreiheit schaut er auf Grundfragen und verschiedene Länder in der Ferne – und damit auch auf die Menschenrechtslage bei uns. Ein Gespräch mit Sabine Dressler, die als Geschäftsführerin für die Fertigstellung dieses wichtigen Textes gesorgt

Klima und Kirche
«Protestantismus» hatte von Beginn an auch mit «Protest» zu tun. Das gilt auch für die Gegenwart der ökologischen Krisen und Konflikte. Wie soll die evangelische Kirche hier Stellung beziehen? Was kann sie für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit tun? Was wäre ihr unverwechselbarer Beitrag? Ein Gespräch mit Anna-Nicole Heinrich, der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Dorothee Sölle – was bleibt von dieser protestantischen Ikone?
Sie war die erste prominente Theologin in Deutschland. Vor zwanzig Jahren ist sie verstorben. Was bleibt von ihrem Werk und ihrem Engagement? Ein Gespräch mit dem Theologen und Journalisten Konstantin Sacher. Er hat zum Gedenktag das Buch „Dorothee Sölle auf der Spur. Annäherung an eine Ikone des Protestantismus“ geschrieben.

Neu nachdenken über Prostitution: Sexkauf verbieten?
Elke Mack hat vor kurzem eine rechtliche und rechtsethische Studie mit dem Titel „Sexkauf“ veröffentlicht, die in Deutschland für großes Aufsehen in Politik und Medien gesorgt hat.

Suizid – worüber wir reden sollten
Über Suizide, vor allem von jungen Menschen, wird wenig gesprochen. Zum einen, weil es unfassbar ist. Zum anderen, weil man Nachahmung befürchtet. Der Jugendbuchautor Martin Schäuble aber hat es versucht. Basierend auf einer wirklichen Geschichte, hat er einen Roman über den Suizid eines 16-jährigen Jungen geschrieben („Alle Farben grau“).

Weniger werden
Die evangelische Kirche in Deutschland verliert Mitglieder – in epochalem Ausmaß. Zugleich herrscht in der Kirche eine seltsame Sprachlosigkeit. Viele scheinen zu verstummen. Wie kann man die aktuelle Entwicklung verstehen, wie mit ihr umgehen? Ein Gespräch mit Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutsche Kulturrats und streitbarer Protestant.

Himmlische Verse aus dem «Irrenhaus»
In Italien gilt Alda Merini als eine der größten Dichterinnen der Moderne. Ihre Verse bezeugen ein beispielloses Leben aus Schmerz, Krankheit, Gewalt, Glaube, Liebe und Freude. Die Theologiestudentin Magdalena Bredendiek hat sie jetzt für den deutschsprachigen Raum entdeckt.

Das Wenige ist das Wesentliche
Wie kann ich mich auf das konzentrieren, was ich wirklich brauche? Wie kann ich mich befreien aus der Spirale des Konsums und der Selbstentfremdung im Digitalen? Der Schriftsteller und Dramaturg John von Düffel hat darüber ein bemerkenswertes Buch geschrieben.

Ein anderer Blick auf Äthiopien
Vor wenigen Wochen sprach ich über den äthiopischen Bürgerkrieg mit einer Frau, die aus Tigray stammt. Heute nehme ich das Thema wieder mit einer anderen Perspektive auf den Konflikt. Ich spreche mit Sebastian Brandis, der die Stiftung „Menschen für Menschen“ leitet und gerade aus Äthiopien zurückgekehrt ist. Er hat Interessantes über dieses Land zu erzählen, auch über seinen eigenen Lebensweg.

Anton G. Leitner: «Ein Leben für die Poesie»
Wie kaum ein anderer hat sich Anton G. Leitner als Autor und Verleger der Poesie verschrieben. Seine wunderbare Zeitschrift „Das Gedicht“ feiert deshalb gerade groß ihren 30. Geburtstag. Einen besonderen Sinn hat Leitner für religiöse Spuren in der zeitgenössischen Lyrik. Aber wann kann man sagen, dass ein Gedicht religiös sei?

Wie können wir über Missbrauch sprechen – miteinander?
Sexualisierte Grenzüberschreitung und Gewalt sind endlich ein öffentliches Thema. Aber haben wir schon eine richtige Form gefunden, ehrlich und persönlich darüber zu sprechen? Und zwar nicht nur „darüber“, sondern miteinander? Ein Gespräch mit dem katholischen Theologen und Familientherapeuten Justinus Jakobs (Kinder- und Jugendheim der Caritas, Rheine).

Die Vertreibung christlicher Gemeinschaften aus dem Nahen Osten
Die europäische Christenheit hält sich immer noch für den Nabel der Welt. Zurzeit kreist sie am liebsten um die eigene Krise. Hilfreich wäre ein Perspektivwechsel. Claudia Rammelt könnte dabei helfen. Sie forscht seit vielen Jahren an der Universität Bochum über die Lage christlicher Gemeinschaften im Nahen Osten. Zugleich engagiert sie sich im Netzwerk „Migrationskirchen vor Ort“. Denn beides hän

Albrecht Philipps: Ein Besuch im Ost-Kongo
Im Osten Kongos wüten immer noch grausame Unruhen. Aber hierzulande scheint sich niemand mehr dafür zu interessieren. Albrecht Philipps hat diese Region kürzlich mit einer Delegation der evangelischen Landeskirche von Westfalen besucht. Er hat Erschütterndes erlebt und versucht, seine Eindrücke zu sortieren.

Vom Leben erzählen, von der Liebe, dem Altern und vom Sterben
Helga Schubert ist eine wunderbare Schriftstellerin. Wunderbar ist auch die Geschichte ihres Schreibens. Vor über fünfzig Jahren fing sie an, damals noch in DDR, dann war es lange still um sie. 2020 aber gewann sie wie aus dem Nichts den Bachmann-Preis, und das Buch dazu – „Vom Aufstehen“ – wurde ein großer Erfolg. Jetzt ist das neue Buch der 83-Jährigen erschienen: „Der heutige Tag. Ein Stundenbu

Äthiopien: ein vergessener Bürgerkrieg
Tigray ist uns näher, als wir vielleicht meinen. Der dortige Bürgerkrieg stellt grundsätzliche Fragen, auch über die Bedeutung christlicher Kultur und über die Rolle der Kirchen in diesem Konflikt. Ein Gespräch mit der ursprünglich aus Tigray stammenden Wissenschaftlerin Aster Gebrekirstos.

Wolfgang Kraushaar: Wie verteidigt man die Demokratie?
Es heißt, die Demokratie sei in Gefahr. Radikalisiert sich die Klimabewegung? Oder ist rechter Terror die eigentliche Bedrohung? Ein Gespräch mit Wolfgang Kraushaar, einem der besten Kenner und Analytiker von Protestbewegungen und extremistischem Terror.

Nur Ben Shalom: Lebensmelodien – Musik im Angesicht der Shoah
„Berlin ist für mich wie ein offenes Grab“, sagt der jüdische Klarinettist Nur Ben Shalom. Gerade deshalb hat er sein einzigartiges Musik-Projekt „Lebensmelodien“ genannt. Auch zwischen 1933 und 1945 haben jüdische Musikerinnen und Musiker komponiert und musiziert, einfache jüdische Menschen haben gesungen. Unter Verfolgung, in Ghettos und Lager, angesichts des nahenden Todes haben sie mit ihrer K

Ach, das Kreuz!
Man kann den Eindruck bekommen, dass über das Kreuz nur noch erbittert gestritten wird. Der Sinn und die Sinnabgründe des wichtigsten christlichen Symbols geraten da meist aus dem Blick. Zum Glück hat Kathrin Müller gerade ein wunderbares Buch über die „Objektgeschichte“ des Kreuzes geschrieben, das die Höhen und Tiefen dieses Symbols ausmisst. Sie zeigt, was am Kreuz bleibend faszinierend und ans
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