
Sozialpsychologie mit Prof. Erb
In diesem Podcast erklärt der Sozialpsychologe Prof. Hans-Peter Erb zentrale Phänomene und Theorien aus der Sozialpsychologie. Jede Folge greift einen einzelnen psychologischen Effekt oder ein Konzept auf und macht ihn verständlich. Anschauliche Beispiele aus dem alltäglichen Leben zeigen, wie sich diese Mechanismen im echten Verhalten der Menschen wiederfinden. Der Podcast richtet sich an interessierte Laien ebenso wie an Studierende, die psychologisches Grundwissen kompakt und unterhaltsam auffrischen möchten.
Folgen

Warum wir einander (nicht) helfen | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Menschen helfen anderen beim Einsteigen in den Bus, bei der Suche nach einem verlorenen Schlüssel oder bei einer Autopanne. Sie spenden für die Opfer einer Überschwemmung und kümmern sich um einen älteren Herrn, dem im Park offensichtlich schlecht geworden ist. Dafür nehmen sie Mühe und Kosten in Kauf. Aber warum? In diesem Beitrag besprechen Charlotte Guiol und Prof. Erb unter welchen Bedingungen

Alkohol und Aggression | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Unter Alkoholeinfluss steigt bei vielen Menschen die Neigung, andere anzugreifen und zu schädigen. Den Zusammenhang zwischen Alkohol und Aggression kennen wir sicherlich alle aus alltäglichen Beobachtungen. Aber was sind die Gründe dafür? Charlotte Guiol und Prof. Erb analysieren in diesem Beitrag die Ursachen dafür, dass auch Menschen, die sonst nicht zu aggressiven Handlungen neigen, angriffsfre

Das Bedürfnis nach Einzigartigkeit
Menschen unterscheiden sich darin, wie sehr sie zeigen wollen, dass sie einzigartig und anders sind als ihre Mitmenschen. Die Psychologie spricht vom Bedürfnis nach Einzigartigkeit (englisch Need for Uniqueness, abgekürzt NfU).Leute mit einem hohen Bedürfnis nach Einzigartigkeit fühlen sich unabhängig von den Bewertungen durch andere, tendieren dazu, sich von Regeln und Konventionen zu befreien un

Frustration und Aggression
Die Idee ist ganz einfach: Wer frustriet wird, reagiert mit Aggression. Frustration stellt sich ein, wenn jemand ein angestrebtes Ziel nicht oder nur mit Verzögerung erreichen kann: Sie freuen sich auf einen angenehmen Feierabend, doch stehen im Stau oder der Bus kommt einfach nicht. Tatsächlich reagieren Menschen in solchen und ähnlichen Situationen vermehrt mit aggressiven Verhaltensweisen. Doch

Brainstorming | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Der Werbefachmann Alex F. Osborn wies seine Arbeitsgruppen bei der Entwicklung von Werbekampagnen an, in Gruppen gemeinsam kreativ zu werden. Dieses Verfahren nannte er Brainstorming. Dabei sollten alle Mitglieder (1) ihre Vorschläge spontan äußern, (2) weder die eigenen noch die Ideen der anderen bewerten und (3) die Geistesblitze der anderen mit den eigenen Gedanken anreichern. Auf den ersten Bl

Aggressive Vorbilder | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Aggressive Handlungen stören das friedliche Zusammenleben. Egal ob Beleidigungen, Diskriminierungen oder gar Handgreiflichkeiten und Böllerchaos an Silvester: Aggressionen, schädigen andere Menschen und letztlich auch die Aggressoren selbst, sofern sie sich verantworten müssen. Menschen sind "Nachmacher" und lassen sich durch aggressive Handlungen anderer dazu verleiten, selbst gewalttät

Teamgeist und Solidarität | Gruppenkohäsion
Wie eng sind die Beziehungen innerhalb einer Gruppe? In Familien sicherlich enger als in der Schulklasse, an der Uni oder bei der Arbeit. Hohe emotionale Bindung an andere Gruppenmitglieder ist ein Hinweis auf hohe Gruppenkohäsion. Was es mit dem Begriff der Kohäsion auf sich
hat und warum hohe Kohäsion nicht immer erwünscht sein muss, besprechen Charlotte Guiol und Prof. Erb in diesem Beitrag.

Soziale Rollen | Das Stanford-Prison-Experiment
Soziale Rollen beschreiben Funktionen, die einzelne Mitglieder innerhalb von Gruppen übernehmen: der Kassenwart im Sportverein, die Professorin an der Uni, der "Klassenkaspar" in der 7 b und so weiter. Rollen sind mit Erwartungen der anderen Gruppenmitglieder verknüpft. Wer eine Rolle übernommen hat, verinnerlicht sie, sodass sie Teil des Selbstkonzepts wird. Das kann zu Rollenkonflikten führen wi

Soziale Gruppen | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Was sind soziale Gruppen? Menschen wissen, welchen Gruppen sie zugehören. Aber wie blickt die Wissenschaft auf den Begriff "Gruppe"? Im Gespräch mit Simon Janssen informiert Prof. Erb über Gruppenphänomene wie das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Normen, soziale Rollen, sozialen Auschluss und den Informationsaustausch in Gruppen.

Soziale Medien - soziale Vergleiche
Beiträge in den sozialen Medien vermitteln den Eindruck perfekter Welten. Der Vergleich mit den vermeintlich Erfolgreichen, den Schönen und luxoriösen Reichen verändert den Blick auf sich selbst und führt
häufig zu einem verringerten Selbstwertgefühl. Oft genug entstehen Neid und ein erhöhter Druck, auch selbst von anderen durch Aufrufe, Likes, und Abos anerkannt zu werden .
Doch wer reagiert am

Sensationslust | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Extremsport, über die Autobahn rasen, Drogen ausprobieren - manchen Menschen verschafft das den erwünschten Kick, andere kämen nie auf solche Ideen. Wer wird Grenzgänger, wem macht das Spaß? Sensationslust wird in der Psychologie unter dem Stichwort Sensation Seeking untersucht. Was sich dahinter verbirgt und wie Sie selbst feststellen
können, ob auch Sie ein Sensation Seeker besprechen Simon Jan

Im Antlitz des Todes
Menschen ist bewusst, dass sie nicht unsterblich sind. Gedanken an die eigene Sterblichkeit lösen Reaktionen aus, die helfen, die mit dem Tod verbundene Angst zu reduzieren. Simon Janssen und Prof. Erb besprechen in diesem Beitrag aus sozialpsychologischer Sicht, welche Möglichkeiten Menschen nutzen, um mit der Endlichkeit der eigenen Existenz umzugehen.

Impulskäufe
Bei Impulskäufen entsteht der Wunsch, das Produkt zu besitzen, spontan in der Kaufsituation. Die Gründe für den Kaufimpuls liegen oft im vermeintlich günstigen Preis, geschickter Werbung oder der Verpackung. Da solche Einflüsse den Menschen meist verborgen bleiben, führen sie nachträglich "rationale Begründungen" für ihre Impulse an. Im Gespräch mit Simon Janssen rät Prof. Erb bei Kaufim

Soziale Bewährtheit | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
"Was die meisten anderen tun, sagen oder denken, kann doch nicht verkehrt sein." Das Prinzip der sozialen Bewährtheit dient Menschen als "Leitplanke" im Alltag, wenn sie im Buchladen nach dem Bestseller Ausschau halten, die Hautcreme kaufen, mit der angeblich 98 % aller Nutzerinnen zufrieden sind, und auf YouTube Videos wählen, die viele Likes bekommen haben. Doch wie so oft: D

Ist die Welt gerecht?
Ist die Welt gerecht? Ein Sprichwort wie "Jeder ist seines Glückes Schmied" legt das nahe. Hinter einer solchen Anschauung verbirgt sich häufig das Motiv, sich selbst psychologisch, nicht aber tatsächlich, vor unangenehmen Folgen zu schützen. Wenn Sie hören, dass eine Person Opfer einer Gewalttat, eines Unfalls oder eine schweren Erkrankung wurde, fallen Ihnen schnell Gründe ein, warum I

Survivorship Bias
Mit "Survivorship Bias" wird eine kognitive Verzerrung bezeichnet, bei der Menschen ihren Fokus auf "die Überlebenden" richten. Wer die Karrieren von Leuten wie Bill Gates oder Taylor Swift betrachtet, vergisst leicht die vielen anderen Beispiele, in denen Start-up-Unternehmen oder der Versuch, berühmt zu werden, nicht zum
Erfolg geführt haben. Dasselbe gilt auch für Ereigniss

Bindungsstile
Kleinkinder entwickeln in den ersten Lebensjahren eine enge Bindung zu ihren primären Bezugspersonen. Die Merkmale solcher Beziehungen lassen sich mit dem Begriff "Bindungsstile" beschreiben. Besonders spannend
daran ist, dass die früh entwickelten Bindungsstile enge Beziehungen auch im Erwachsenenalter bestimmen können: Wie sich die Beziehung zu Mama und Papa gestalteten, dient als &qu

Mündliche Prüfungen
Ob Schule, Beruf oder Studium: In manchen Fächern erfolgen mündliche Prüfungen. Prof. Erb hat selbst hunderte mündliche Prüfungen abgenommen. Im lockeren Gespräch mit Simon Janssen gibt er Tipps dazu, wie ein
Prüfungsgespräch möglichst glatt verlaufen kann. Er weißt auf einige "Don'ts" hin, die es zu vermeiden gilt, damit der Erfolg gesichert ist.

Primacy-Recency-Effekt
Sowohl frühe als auch späte Information haben den größen Einfluss auf Urteile im Alltag - egal ob es sich um die Bewertung einer Flasche Wein, eines anderen Menschen oder die Leistung bei einem Vortrag oder Referat handelt. Was sich psychologisch hinter diesem Phänomen verbirgt und wie Sie es für sich nutzen können behandeln Max Möhlmann und Prof. Erb in diesem Beitrag.

No pain no gain | Bittere Medizin!
Anstrengung (pain) ist in vielen Bereichen die Voraussetzung für ein Fortkommen (gain). Wer zum Beispiel beim Üben, egal ob körperlich oder
intellektuell, die Grenzen austestet, erweitert seine Fähigkeiten. Aber muss denn auch eine Medizin möglichst bitter schmecken oder besonders teuer sein, damit sie wirksam hilft? Tatsächlich nicht. Jedoch besteht
der Zusammenhang zwischen "pain" un

Typisch deutsch!| Klischee und Wahrheit
Typisch deutsch? Vielleicht fallen Ihnen die Pünktlichkeit oder die Effizienz ein? Was typisch deutsch ist, hängt selbstverstänlich auch davon ab, wen man fragt. Das Bild von den Deutschen unterscheidet sich von Land zu Land. Schließlich haben die Deutschen selbst auch ein Vorstellung davon, was für sie typisch ist. Simon Janssen und Prof. Erb besprechen die gängisten Klischees mit einem Augenzwin

Primacy-Recency-Effekt
Sowohl frühe als auch späte Information haben den größen Einfluss auf Urteile im Alltag - egal ob es sich um die Bewertung einer Flasche Wein, eines anderen Menschen oder die Leistung bei einem Vortrag oder Referat handelt. Was sich psychologisch hinter diesem Phänomen verbirgt und wie Sie es für sich nutzen können behandeln Max Möhlmann und Prof. Erb in diesem Beitrag.

Survivorship Bias
Mit "Survivorship Bias" wird eine kognitive Verzerrung bezeichnet, bei
der Menschen ihren Fokus auf "die Überlebenden" richten. Wer die
Karrieren von Leuten wie Bill Gates oder Taylor Swift betrachtet,
vergisst leicht die vielen anderen Beispiele, in denen
Start-up-Unternehmen oder der Versuch, berühmt zu werden, nicht zum
Erfolg geführt haben. Dasselbe gilt auch für Ereig

Die Rekognitionsheuristik
Welche Stadt ist größer, Bielefeld oder Erkenschwick? Sicherlich haben Sie schon einmal von Bielefeld gehört, dagegen ist Erkenschwick viel weniger bekannt. Indem Sie Ihre Erinnerung nutzen, um die Frage zu beantworten, folgen Sie der Rekognitionsheuristik. Das erscheint im vorliegenden Beispiel auch sinnvoll und führt zu dem korrekten Urteil, dass Bielefeld tatsächlich größer ist als Erkenschwick

Monokausalität | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Was ist der Grund für den Krieg in der Ukraine? Was hat die hohe
Inflation ausgelöst? Wir Menschen haben ein großes Bedürfnis, solche Fragen zu beantworten und so Vorgänge in unserer sozialen Umwelt zu erklären. Mit Hilfe einer Erklärung können wir (1) verstehen, was passiert ist, (2) vorhersagen, was kommen wird, und (3) eventuell auch Einfluss auf künftige Ereignisse nehmen. Einzelne Geschehnis

Regression zur Mitte | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Bei Ihrem Spaziergang treffen Sie auf eine Person, die zwei Meter groß
ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Person, die Ihnen
begegnet, kleiner sein wird, ist viel größer als die Wahrscheinlichkeit,
dass Sie eine noch größere Person treffen. Dieses statistische Phänomen
wird Regression zur Mitte genannt, ist vielen Menschen aber nicht
bekannt. Es führt häufig zu Fehlbeurteilungen, zum

Klimawandel: ein soziales Dilemma?
Ein Dilemma bezeichnet eine Art "Zwickmühle": Jede Handlungsoption führt
zu unerwünschten Konsequenzen. In einem Sozialen Dilemma widerspricht
der Nutzen eines Einzelnen den Interessen der Gemeinschaft. Dabei stellt
sich der Nutzen meist sofort, der Schaden für die Allgemeinheit aber
zeitverzögert ein. Ein Beispiel: Alle Menschen, aber auch einzelne
Volkswirtschaften nutzen natürlic

Werte | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Es heißt, unsere Werte werden am Hindukusch oder in der Ukraine
verteidigt. Aber was genau sind eigentlich Werte? Im Gespräch mit Max
Möhlmann nähert sich Prof. Erb dem Begriff aus psychologischer Sicht:
Wertvorstellungen sind generelle und sozial geteilte Einstellungen, die
wünschenswerte Ziele definieren, Handlungsorientierung liefern und zur
Bewertung eigenen und fremden Verhaltens dienen.

Happiness | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Vielleicht eine der ältesten Fragen der Menschheit: Was macht uns
glücklich? Prof. Erb erläutert im Gespräch mit Max Möhlmann, dass Glück
ein subjektives Gefühl ist und inwieweit Geld, Erfolg, Gesundheit,
Partnerschaft und die Hirnchemie das Glücksgefühl bedingen. Die beiden
sprechen auch darüber, wieso die Menschen in skandinavischen Ländern
insgesamt am zufriedensten sind. Schließlich dürft

Was bedeutet "Unconscious Bias"?
"Unconscious Bias" bedeutet übersetzt ungefähr "unbewusste
Voreingenommenheit". Solche Voreingenommenheiten gegenüber anderen
Menschen beeinflussen Entscheidungen im Alltag. Ihre Grundlagen bilden
nicht konkrete Fakten, sondern Vorurteile, eingefahrene Denkmuster usw.
Dabei werden der urteilenden Person die sich ergebenden
Urteilsverzerrungen nicht bewusst (unconscious). O

Ghosting | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
"Ghosting" bezeichnet den plötzlichen, unbegründeten und einseitig
verursachten Abbruch eines Kontakts zwischen zwei Menschen: Nach einem
mehr oder weniger intensiven Austausch meldet sich jemand plötzlich und
unvermittelt gar nicht mehr. Die Häufigkeit dieses Phänomens hat in den
letzten Jahren insbesondere in sozialen Medien und auf sogenannten
"Dating-Plattformen" stark

Groß oder klein, jung oder alt ... Der Binary Bias
Groß oder klein, jung oder alt ... Häufig bewegt sich menschliches
Denken in zwei Kategorien, auch wenn es in Wirklichkeit viele
Abstufungen gibt. Ein Kontinuum wird dabei, manchmal recht leichtfertig
und überschnell, in eine Dichotomie verwandelt. Das kann durchaus
problematisch werden, insbesondere wenn es um richtig und falsch oder
gut und böse geht. In der Psychologie spricht man vom Bina

Persönlichkeit oder Situation?
Was leitet das menschliche Verhalten? Sind es eher unsere Eigenschaften,
die wir in eine Situation mitbringen, oder sind es die Bedingungen, die
in einer Situation herrschen? Persönlichkeit oder Situation? Bei einem
formellen Geschäftsessen zum Beispiel sind die Erwartungen an das
Verhalten stark festgelegt, und insbesondere die situativen Bedingungen
werden das Verhalten der Beteiligten best

Lexikalische Entscheidungen
Lexikalische Entscheidungsaufgaben werden in der psychologischen
Forschung dazu eingesetzt, um einen kleinen Blick in den "Kopf" von
Menschen zu werfen. Damit kann man erfahren, was Menschen gerade gedacht
haben oder an was sie häufig denken. So könnten etwa während der
Pandemie viele Menschen häufig an den Begriff "Virus" gedacht haben. Wie
die lexikalische Entscheidungsauf

Grit: Leidenschaft und Hartnäckigkeit
Grit (deutsch etwa Mumm, Schneid, Biss) ist ein Konzept der Psychologin Angela Duckworth zur Erklärung, warum manche Menschen mehr Erfolg haben als andere. Demnach tragen vor allem Leidenschaft für das, was man tut, und Hartnäckigkeit bei Rückschlägen zum Erfolg bei. Das Grit-Konzept ist insbesondere in der populärwissenschaftlichen Diskussion prominent. Kai Krautter vom Podcast "Positiv korr

Lassen sich Emotionen kontrollieren?
Im sozialen Miteinander können unsere eigenen Emotionen andere
verletzen, peinlich werden usw. Wut auf die Chefin, übermäßige Freude
über die tolle Zensur in der Klausur sind nur zwei Beispiele dafür. Im
Verlauf ihrer Entwicklung lernen Menschen, ihre Emotionen zu regulieren
und Intensität, Dauer und Ausdrucksweise gezielt zu beeinflussen. Wie
wir es schaffen, unsere Emotionen zu regulieren,

Daten fälschen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können leicht dazu verleitet
werden, ihre Daten so zu manipulieren, dass sie vermeintlich
erfolgreiche Forschung dokumentieren. Daten zu fälschen, ist zutiefst
unethisch, widerspricht den Leitgedanken der Wissenschaften und schädigt
massiv das betroffene Fachgebiet. Schließlich wird auch die
Öffentlichkeit über den wissenschaftlichen Fortschritt schwer

Theorie und Empirie
In der Psychologie als wissenschaftliche Disziplin spielen einerseits
theoretische Überlegungen dazu, wie Menschen denken, fühlen und handeln
eine große Rolle. Andererseits sollen sich Theorien auch in der
Erfahrung (oder Empirie) bewähren. Dazu werden empirische Studien
durchgeführt und deren Ergebnisse als Test für die zuvor getroffenen
theoretischen Annahmen angesehen. Über das Verhältnis

Calling und Burnout
Wer mit Leidenschaft bei der Arbeit ist und seiner Berufung (calling)
nachgeht, ist intrinsisch motiviert und erlebt viele positive Aspekte
bei seiner beruflichen Tätigkeit. Ein allzu hohes Engagement kann
allerdings auch schädliche Konsequenzen verursachen. Das Stichwort dazu
lautet "Burnout". Im Gespräch mit Prof. Erb erläutert Luise Hönig vom
Podcast "Positiv korreliert"

Prosoziale Persönlichkeit
Blutspenden, Freiwilligenarbeit und Ehrenamt: Manche Menschen zeigen die
andauernde Tendenz, das Wohl anderer in Betracht zu ziehen und
entsprechend zu handeln. Die Eigenschaft der Prozialen Persönlichkeit
beruht auf Empathie, Hilfsbereitschaft und weiteren Faktoren, die Prof.
Erb und Luisa Winzer in diesem Beitrag besprechen.

Soziale Kategorisierung
Unter Sozialer Kategorisierung versteht man den mentalen Vorgang, bei
dem eine Person jemand anderes oder sich selbst einer sozialen Kategorie
bzw. sozialen Gruppe zuordnet. Man sieht eine andere Person oder sich
selbst als Frau oder Mann, alt oder jung usw. Es handelt sich um einen
automatischen Prozess, der sich praktisch nicht unterdrücken lässt. Zum
einen ist Soziale Kategorisierung nützl

Altruismus
Altruismus ist die Grundlage für Hilfeverhalten ohne Vorteil für die
hilfeleistende Person. Altruismus ist demnach selbstlos und basiert rein
auf empathischer Anteilnahme. Nach dieser Definition bleibt nach wie
vor umstritten, ob es Altruismus beim Menschen überhaupt gibt. Im
Gespräch mit Luisa Winzer erläutert Prof. Erb wie man experimentell
zwischen selbstlosem und egoistisch motiviertem Hi

Gesagt ist geglaubt
Menschen passen das, was sie sagen, an ihre Adressaten an. So spricht man mit einem Kind zum Beispiel anders als mit einem Erwachsenen. Es mag verblüffend erscheinen, aber das, was man gesagt hat, glaubt man am Ende auch. Auf diese Weise entsteht eine sozial geteilte "Realität", die eine Grundlage von Anpassung an das darstellt, was in einer relevanten Gruppe gedacht und geglaubt

Wer A sagt ... Psychologische Konsistenz | Sozialpsychologie mit Prof. Erb
Wer A sagt, muss auch B sagen", lautet eine wohlbekannte Redensart. Konsistenz ("konsequent sein") wird im Alltag positiv bewertet, steht für Willenskraft, Vernunft und Ehrlichkeit. Allerdings können sich reale Bedingungen einer Situation verändern und die psychologisch begründete Konsistenz einer notwendigen Korrektur entgegenstehen. Darüber hinaus lässt sich das Kon

Good Cop, Bad Cop | Die Emotionale Wippe
Der "böse Polizist" droht und flucht, der "gute Polizist" zeigt Verständnis und bietet einnen Kaffee an. Funktioniert diese Verhörtechnik? Im Gespräch mit Luisa Winzer erklärt Prof. Erb, was sich hinter der Einflusstechnik der "emotionalen Wippe" verbirgt, wie sie wirkt und wissenschaftlich untersucht wird. Kann man sich davor schützen, durch die emotionale Wippe unge

Grit: Leidenschaft und Hartnäckigkeit
Grit (deutsch etwa Mumm, Schneid, Biss) ist ein Konzept der Psychologin Angela Duckworth zur Erklärung, warum manche Menschen mehr Erfolg haben als andere. Demnach tragen vor allem Leidenschaft für das, was man tut, und Hartnäckigkeit bei Rückschlägen zum Erfolg bei. Das Grit-Konzept ist insbesondere in der populärwissenschaftlichen Diskussion prominent. Kai Krautter

Relative Deprivation
Relative Deprivation bezeichnet das subjektive Erleben von Benachteiligung. Unter relativer Deprivation glauben Menschen, dass es ihnen ungerechtfertigterweise schlechter geht als vergleichbaren anderen Personen oder Gruppen. Entscheidend ist demnach der soziale Vergleich. Relative Deprivation ist ein entscheidender Motor für sozialen Wandel. Revolutionen, Aufstände, soziale Unruhen usw. können mi

Wut
Mit Wut bezeichnen wir eine sehr heftige, meist aggressive emotionale Reaktion auf fehlerhaftes Verhalten meist nahestehender Personen, wenn diese Handlung als absichtlich, ungerechtfertigt oder vermeidbar angesehen wird. Wie unterscheidet sich Wut von Ärger oder Zorn? Welche Menschen tendieren eher zu Wutanfällen? Sollte man seine Wut ausleben oder unterdrücken? Wie kann man überhaupt mit Wut umg

Erlernte Hilflosigkeit
Wer gelernt hat, dass das eigene Verhalten wenig oder keinen Einfluss auf die augenblickliche Situation hat, unterliegt der erlernten Hilflosigkeit. Ursprünglich in Tierversuchen nachgewiesen und dort als Schutzmechanismus in ausweglosen Situationen verstanden, kann die erlernte Hilflosigkeit auch menschliches Verhalten erklären. Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb besprechen, wie es dazu kommen

Intuition | Wie gut sind Bauchentscheidungen?
Bauchgefühl, Geistesblitz und sechster Sinn: Intuitive Urteile und Entscheidungen treffen Menschen auf der Grundlage von Gefühlen oder einfachen Denkregeln. Aber wie gut sind unsere Bauchentscheidungen? Unter welchen Bedingungen halten sie rationalen Kriterien stand? Und was hat es mit der sogenannten weiblichen Intuition auf sich? Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb nähern sich in dieser Folge

Mentale Buchführung
Die Kosten für eine teure Autoreparatur fallen weniger ins Gewicht, weil erst vor kurzem die Steuerrückzahlung eingegangen ist? Prof. Erb erklärt im Gespräch mit Judith Balzukat, M. Sc., wie Menschen mental ihr Geld verbuchen und welche Vor- und Nachteile die mentale Buchführung mit sich bringt.

Reisen
Pünktlich zur Urlaubszeit: Das Reisen befriedigt das Grundbedürfnis der Menschen, aus Neugier die Umwelt zu erkunden. Zum Reisen motivieren weiter Bedürfnisse nach Erholung, Vergnügen, Bildung zu Fremdsprachen und unbekannten Kulturen, und manchmal treibt die Menschen auch Geschäftliches in die Ferne. Schließlich bedeutet Reisen auch für manchen ein Statussymbol: Die Reise soll sich teuer anhören,

Der Fomo-Effekt
Die Fete steigt ohne mich und beim schönsten Wetter sitzen alle am Strand, nur ich bin bei der Arbeit: Befürchten auch Sie manchmal, etwas zu verpassen? Der "Fear-of-missing-out-Effekt", kurz Fomo-Effekt, beschreibt ein sozialpsychologisches Phänomen, bei dem wir die Erlebnisse der anderen mit unseren eigenen vergleichen. Prof. Erb erklärt im Gespräch mit Judith Balzukat, M.Sc., wie dieser Ef

Hamsterkäufe
Zuzeiten sind Toilettenpapier oder Sonnenblumenöl in den Supermarktregalen rar. Prof. Erb erklärt im Gespräch mit Judith Balzukat, M.Sc., wie die besondere Attraktivität eingeschränkter Waren, das Signal leerer Regale und die Tendenz zu tun, was die anderen vormachen, Menschen dazu bringen, Hamsterkäufen zu tätigen. Darüber hinaus führt allein der Glaube, etwas könnte knapp werden, selbst dazu, En

Lächeln macht glücklich | Die Facial-Feedback-Hypothese
Gefühle beeinflussen unseren Gesichtsausdruck: Wer zum Beispiel glücklich ist, lächelt. Aber geht das auch umgekehrt? Werden wir glücklich, nur weil wir lächeln? Die Psychologie gibt eine eindeutige Antwort: Ja, lächeln macht glücklich. Judith Balzukat, M.Sc. erklärt im Gespräch mit Prof. Erb, was sich hinter der Facial-Feedback-Hypothese verbirgt, und berichtet von einer klassischen Studie zu die

Flow
Bei einem Flowerlebnis gehen Menschen voll und ganz in ihrer Tätigkeit auf und vergessen dabei Raum und Zeit. Prof. Erb erklärt im Gespräch mit Judith Balzukat, M.Sc., welche Voraussetzungen es für einen Flow gibt und welche psychologischen Merkmale mit einem Flow verknüpft sind. Am Ende gibt er Tipps, wie wir Bedingungen herstellen können, um in einem Flow zu gelangen.

Gedankenlosigkeit
Gedankenloses Verhalten bezeichnet den automatischer Ablauf eines "Skripts", wie in einem Drehbuch. In einem klassischen Experiment von Ellen Langer und Kollegen (1978) wirkte eine Placebo-Begründung wie "Darf ich vor am Kopierer, weil ich kopieren muss?" wie eine echte Begründung (z. B. "Darf ich vor am Kopierer, weil es meine Chefin sehr eilig hat?") und erhielt mehr Zustimmung als dieselbe Bitt

Das sensorische Gedächtnis
Wenn Menschen einen Reiz aus der Umwelt aufnehmen, bleibt er für den Bruchteil einer Sekunde im Gedächtnis, selbst wenn wir uns nach einer Sekunde gar nicht mehr daran erinnern können. Der Speicher, in dem solch wahrnehmungsnahe Information festgehalten wird, heißt "sensorisches Gedächtnis" oder "sensorisches Register". Wie man die Existenz dieses Gedächtnisse im Experiment nachweisen kann und war

How do I feel about it?
Unsere Stimmungslage, ob gut oder schlecht, nutzen wir häufig, um andere Menschen oder Dinge zu beurteilen. Wir folgen dabei der „How do I feel about ist“ - Heuristik. Hat die Stimmung allerdings gar nichts mit dem Urteilsobjekt zu tun, liefert sie eine irrelevante oder gar irreführende Information. So beurteilten Versuchspersonen in einer klassischen Studie bei gutem Wetter und entsprechend posit

Die Status-quo-Verzerrung
Veränderungen stellen für uns oft eine Herausforderung dar. Selbst wenn eine Neuerung die objektiv bessere Option darstellt, bevorzugen Menschen häufig den Ist-Zustand oder Status quo. Prof. Erb erklärt im Gespräch mit Judith Balzukat, M.Sc., an welchen Stellen uns die Status-quo-Verzerrung im Alltag begegnet und warum wir Veränderungen im Leben allzu gern vermeiden.

Hochsensibilität – Die wissenschaftlichen Grundlagen
Hochsensibilität ist eine Persönlichkeitseigenschaft, die mit hoher Sensitivität für und starken Reaktionen auf Sinnesreize einhergeht. Schätzungen zufolge können etwa 15 % bis 20 % der Bevölkerung als hochsensibel gelten. Unser Gast Prof. Dr. Philipp Yorck Herzberg, Persönlichkeitspsychologe und psychologischer Diagnostiker, erklärt im Gespräch mit Judith Balzukat, M. Sc. die wissenschaftlichen H

Stimmung und Gedächtnis
Unsere Stimmung, ob gut gelaunt oder schlecht gelaunt, hängt eng mit unseren Gedächtnisinhalten zusammen. Unter guter Stimmung fallen uns beispielsweise eher angenehme Ereignisse wie Urlaub oder bestandene Prüfungen ein (Stimmungskongruenz). Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb besprechen in dieser Folge die Psychologie hinter diesem Phänomen. Sie erklären, warum der Effekt bei schlechter Stimmun

Preisschock an der Tankstelle - Was tun?
Die Spritpreise sind in kurzer Zeit auf ein schockierendes Niveau gestiegen. Aber warum reagieren die Menschen auf die Preisangaben an der Tanksäule mit besonderer Bestürzung? Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb besprechen in dieser Folge, wieso die psychologischen Reaktionen auf den Preisschock an der Tankstelle besonders heftig ausfallen. Darüber hinaus berichten sie, wie sie persönlich mit de

Extraversion
Extraversion, wie auch sein Gegenstück Introversion, ist ein Begriff, der in die Alltagspsychologie Eingang gefunden hat. Doch was steckt aus wissenschaftlicher Perspektive hinter diesem schillernden Konzept? Tatsächlich bestimmt die Extraversion bei besonders hoher oder niedriger Ausprägung wichtige soziale Verhaltensweisen, die wir im Alltag bei uns selbst und bei anderen gut beobachten können.

Wie ich gern wäre und wie ich sein sollte | Selbstkonzeptdiskrepanzen
Zwischen Ideal und Wirklichkeit klafft so manches Mal eine Lücke. Das gilt auch für die Annahmen über unsere eigene Person, dem sogenannten Selbstkonzept. Der Theorie der Selbstkonzeptdiskrepanzen nach reagieren Menschen niedergeschlagen, wenn die Vorstellung vom Selbst nicht dem Ideal entspricht, und ängstlich, wenn Widersprüche dazu auftauchen, wie wir glauben, dass wir seien sollten. Diskrepanz

Selbst handeln oder zuschauen? | Die Actor-Observer-Verzerrung
Die Perspektive entscheidet: Wer eine Handlung selbst ausführt, sieht die Gründe dafür meist in der Situation. Wer die eine andere Person beobachtet, führt die Ursachen für das Handeln dagegen eher auf die Eigenschaften des Akteurs zurück. Judith Balzukat, M. Sc. erklärt in dieser Folge die Psychologie hinter der Actor-Observer-Verzerrung, weshalb sie zu ungerechten Urteilen über andere und selbst

Chunking
Chunking beschreibt ein Modell dazu, wie Menschen Information im Gedächtnis strukturieren. Die Ziffernfolge 1, 5, 0, 2 beinhaltet vier Informationseinheiten, es sei denn, man hat am 15. Februar Geburtstag. Dann lässt sich aus den vier Ziffern eine einzige Informationseinheit, nämlich der Chunk "mein Geburtsdatum" bilden. Diesen Reduktionprozess bezeichnet man in der Psychologie als Chunking. Wie s

Salienz und Aufmerksamkeit
Salienz bezeichnet die Auffälligkeit eines Reizes und damit sein Potenzial, Aufmerksamkeit zu erregen. Ein rosafarbener Elefant im öffentlichen Bus wird bei uns allen hohe Aufmerksamkeit erregen, also psychologisch ausgedrückt einen salienten Reiz darstellen. Was "ins Auge sticht", unterscheidet sich allerdings auch zwischen Menschen und Situationen. Salienz enthält anders als der umgangssprachlic

Der Unterlassungseffekt
Was ist schlimmer: An den Folgen einer Impfung zu erkranken oder wegen unterlassener Impfung zu krank zu werden? Aktiv zu lügen oder die Wahrheit zu verschweigen? Menschen empfinden Unterschiede in der Bewertung von Handlungen und Unterlassungen, selbst wenn sich in beiden Fällen dieselben Folgen ergeben. Bei Handlungen wird eher Vorsatz unterstellt, ein engerer Kausalzusammenhang mit den Folgen u

Moralische Lizenzierung
Moralische Lizenzierung bedeutet, dass ein "gute Tat" erlaubt, eine "böse Tat" zu rechtfertigen. Menschen führen eine Art "moralisches Konto", auf dem sie ihre Tugenden und Laster gegeneinander verrechnen. Das Workout am Morgen "erlaubt" den Genuss von Süßigkeiten am Abend, Energiesparlampen "darf" man länger brennen lassen als nötig und die Erinnerung an besonders ethisches Verhalten in der Verga

Illusion der Kontrolle
Menschen tendieren dazu, ihre Kontrolle über Ereignisse zu überschätzen, selbst wenn diese rein zufallsbedingt sind. Wir haben das Gefühl, dass die Chancen, im Lotto zu gewinnen, höher sind, wenn wir die Zahlen selbst auswählen und nicht zugewiesen bekommen. In der Hoffnung auf eine hohe Würfelzahl würfeln wir mit mehr Kraft und spielen die Würfel sachte, wenn wir uns die Eins wünschen. Die Illusi

Der Glauben in die eigene Intuition
Menschen unterscheiden sich danach, wie sehr sie in ihre eigene Intuition vertrauen. Intuition führt oft zu guten Urteilen und Entscheidungen, wenn sie von viel Erfahrung und Fachwissen profitiert. Umgekehrt kann Intuition aber zu in vorschnelle Urteilen münden, z. B. wenn Stereotype das Urteil über andere Personen stark beeinflussen. Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb besprechen den Glauben in

Neurotizismus
Neurotizismus ist die Bezeichnung für eine Persönlichkeitseigenschaft, die zu den BIG FIVE gehört. Menschen mit einer hohen Ausprägung im Neurotiszismus erscheinen oft aufgeregt, unsicher, leicht reizbar und nervös, unzufrieden und mit einer Tendez zur Schwermut. Niedriger Neurotizismus äußert sich in emotionaler Stabilität und geringer Ängstlichkeit; solche Menschen erscheinen ruhig, gelassen und

Das Soziometer
Das Soziometer ist eine Art innere Kontrollinstanz, die überprüft, wie gut man selbst bei anderen Menschen ankommt und von ihnen akzeptiert wird. Bei Zurückweisung oder sozialem Ausschluss durch andere schlägt es Alarm und leitet Gegenmaßnahmen ein. Befindet sich das Soziometer dagegen "im grünen Bereich", erlaubt sich das Individuum sozial riskante Verhaltensweisen wie zum Beispiel Widerspruch ge

Basisratenfehler
Die Basisrate bezeichnet, wie häufig ein Merkmal innerhalb einer Grundgesamtheit vorkommt. So gibt es z. B. in Deutschland mehr Verkäuferinnen und Verkäufer als Leute, die den Goldschmiedeberuf ausüben. Aus psychologischer Perspektive ist interessant, dass Menschen bei ihren Urteilen häufig die Basisrate vernachlässigen und eher schematisch und auf der Grundlage von Stereotypen urteilen. Prof. Erb

Das Auswahlparadox
Eine große Auswahl, egal ob beim Fernsehprogramm oder im Kühlregal im Supermarkt, ist Ausdruck unserer Überflussgesellschaft und schafft große Freiheiten. Paradox ist allerdings, dass eine zu große Auswahl die Entscheidung erschwert und am Ende dazu beitragen kann, die Entscheidung zu bereuen. Die psychologischen Mechanismen hinter dem Auswahlparadox erklären Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb

Sozialer Status
Sozialer Status beschreibt die Stellung einer Person innerhalb einer Gruppe oder die Position einer Gruppe innerhalb einer Gesellschaft. Ein hoher Status geht mit gewissen Privilegien, aber auch Erwartungen einher. Judith Balzukat, M.Sc. erklärt, wie ein hoher sozialer Status zustande kommt, was der Unterschied zwischen spezifischen und diffusen Status ist und welche Rolle der sozio-ökonomische St

Soziale Erwünschtheit
Menschen, die in Interviews oder mit Fragebogen nach ihrer Meinung befragt werden, tendieren dazu, sozial gebilligte oder gar erwünschte Antworten zu geben. Dahinter steckt zum einen der Wunsch, soziale Ablehung durch andere zu vermeiden, zum anderen aber auch ein gewisses Maß an Selbsttäuschung. Leider beeinflussen derart "verfälschte" Antworten die Qualität vom Umfragen oder psychologischen Mess

Framing
Bei gleichem Inhalt lässt sich eine Botschaft unterschiedlich formulieren. Ein zur Hälfte gefülltes Glas kann als halb voll und ebenso gut auch als halb leer bezeichnet werden. Die "Verpackung" einer inhaltlich neutralen Aussage nennt man Framing. Framing beeinflusst die Bewertung einer Information und stellt Handlungsbereitschaft her. Insofern kann Framing gezielt dazu genutzt werden, andere Mens

Der IKEA-Effekt
Der IKEA-Effekt (und das heißt wirklich so) beschreibt das Phänomen, dass die Wertschätzung für einen Gegenstand oder ein Erlebnis steigt, wenn man Mühe, Anstrengung oder Kosten investiert hat. Das selbst zusammengebaute Möbelstück erscheint also subjektiv wertvoller als dasselbe Möbel, das vollständig montiert geliefert wurde. Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb besprechen im Video, wie es zu d











