
Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast
Ungehalten ist ein autobiografischer Podcast von Nelia und Alexander. Die beiden gehen der Frage nach, wie die Kindheit mit dem späteren Erwachsenenleben zusammenhängt und ob es nie zu spät ist, eine glückliche Kindheit zu haben. Im Mittelpunkt steht das Thema Wochenkinder: Kinder, die unter der Woche außerhalb der Familie lebten und nur am Wochenende nach Hause kamen. Sie erzählen ihre eigenen Geschichten und sprechen mit Erziehungswissenschaftlern und Psychotherapeuten über die Folgen für Kinder, Eltern und Erzieher. Dabei soll auch geklärt werden, wie es den ehemaligen Wochenkindern heute geht.
Folgen

08 - Eine Erzieherin erinnert sich: Nähe war nicht erwünscht
Sie war 16, als sie in eine DDR-Wochenkrippe kam – nicht als Kind, sondern als Auszubildende. Ruth, Jahrgang 1953, erzählt in dieser Folge, was sie dort erlebt hat: Säuglinge, die zu zehnt in einem Zimmer lagen, Bett an Bett, mit einem Laufgitter in der Mitte. Ruth beschreibt die sterile Übergabesituation an einer großen Glastür: Eltern klingelten, das Personal nahm die Kinder entgegen und schloss

07 - Wochenkrippe: Trauma inklusive? Eine Psychologin klärt auf.
In dieser Folge von „Ungehalten" ist die Diplom-Psychologin und Traumatherapeutin Katharina Kautzsch zu Gast, um die Wochenkrippenerfahrung aus fachlicher Perspektive einzuordnen. Sie erläutert Konzepte wie den Totstellreflex, die „traumatische Zange" und die Rolle von Oxytocin bei der Bindungsregulation. Anhand der Unterscheidung zwischen Löwenzahn- und Orchideenkindern erklärt sie, war

06 - Eine Mutter erinnert sich: Karlas Sicht auf die Wochenkrippe
In dieser besonderen Folge von „Ungehalten" lädt Alexander seine eigene Mutter Karla als Gast ein, um die Perspektive der Elterngeneration auf das Thema Wochenkrippe zu ergänzen.Karla, Jahrgang 1944, in Westpommern geboren und als Kleinkind auf der Flucht nach Leipzig gekommen, wuchs selbst größtenteils bei ihrer Großmutter auf, da ihre Mutter arbeiten musste. Sie berichtet von ihrem Wunsch n

05 - Allein gelassen: Alexanders Kindheit in der Wochenkrippe
In dieser sehr persönlichen Folge von „Ungehalten" öffnet sich Podcast-Host Alexander und erzählt erstmals ausführlich von seiner eigenen Kindheit als Wochenkind in der DDR der 1970er Jahre. Schon mit neun Monaten wurde er unter der Woche in eine Wochenkrippe in Leipzig gegeben, weil seine alleinerziehende Mutter keine andere Betreuung fand und schon nach sechs Wochen wieder arbeiten musste.Z

04 - Sandy - Adoptiert nach dem Wochenheim
Was bedeutet es, wenn frühe Trennungserfahrungen gleich mehrfach zusammenkommen?In dieser Folge ist Sandy Graf zu Gast. Sie verbrachte ihre ersten Lebensjahre als Wochenkind in der DDR und wurde später adoptiert. Als Erwachsene begann sie, nach ihrer Herkunft zu suchen – und stieß dabei auf Antworten, mit denen sie nie gerechnet hätte.Wir sprechen über Identität, Scham, Loyalität, die Suche nach d

03 - Selbstständig, verschlossen und einsam - Leben nach der Wochenkrippe
In Folge 3 beschäftigen wir uns mit den Langzeitfolgen der Unterbringung in der Wochenkrippe im Erwachsenenleben.Eine Studie der Uni Rostock zeigt: 92% der befragten ehemaligen Wochenkinder haben mindestens eine psychische Diagnose, darunter soziale Phobie, depressive Störungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Zum Vergleich: In der Allgemeinbevölkerung sind es 43%. Auch unsicheres Bindung

02 - Still, fixiert und angepasst - Alltag in der Wochenkrippe
Wie sah der Alltag in der Wochenkrippe konkret aus? In dieser Folge sprechen wir über Betreuungsschlüssel, die nur auf dem Papier standen, über Kinder, die zum Spielen in Boxen lagen, über Nächte, in denen Säuglinge an ihren Gitterbetten fixiert wurden. Wir sprechen über 19 Minuten individuelle Zuwendung pro Kind und Tag, über Isolierzimmer für kranke Kinder und über den möglichen Einsatz von Beru

01 - Satt, sauber und allein - abgegeben in der Wochenkrippe
Nelia und Alexander sind Wochenkinder – aufgewachsen in DDR-Krippen, wo Kinder ab der sechsten Lebenswoche von Montag bis Freitag untergebracht waren, ohne persönliche Kleidung, ohne eigenes Spielzeug, ohne elterliche Nähe.In ihrem Podcast „Ungehalten" gehen sie der Frage nach, was diese frühe Erfahrung mit einem macht – und was sie bis heute prägt. Welche Spuren hinterlassen fehlende Bindung

00 - Trailer: Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast
Willkommen bei "Ungehalten" – dem autobiografischen Podcast der Wochenkinder. Wir sind Nelia und Alexander. Wir wollen herausfinden, wie die Kindheit mit dem Erwachsenenleben zusammenhängt und ob es tatsächlich nie zu spät ist, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.Wir wollen erklären was Wochenkrippen sind, was das mit den Kindern, den Eltern und Erziehern gemacht hat und wie es den
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