
Sozusagen
Sozusagen! ist ein Podcast des Bayerischen Rundfunks über die deutsche Sprache. Er richtet sich an Liebhaber der Sprache statt an Rechthaber und beleuchtet in Gesprächen, Glossen und Kommentaren alte und neue Phänomene des Deutschen. Themen sind sprachliche Entwicklungen, Ausdrücke und Besonderheiten des alltäglichen Sprachgebrauchs.
Folgen

„Reden und reden lassen“: Teresa Reichl über Sprachwandel
Die Debatte um Sprachverfall ist uralt.

DaBay und die Bairisch-KI: Drei Dialektforscher erzählen
Teil von was Größerem sein: Das geht jetzt leicht. Einfach mitmachen bei der Dialekt-App DaBay - und mit den Ergebnissen Münchner Dialektforscher glücklich machen.

Pfeffer, Pfirsich, Paradies: Persische Wörter im Deutschen
Wörter wandern - oft über lange Zeiträume, weite Strecken und durch mehrere Sprachen hindurch.

Warum sich die Linguistik fürs Autofahren interessiert
Die Sommerferien haben begonnen. Bedeutet für viele: lange Autofahrten, sozusagen das Nadelöhr in den Urlaub.

Reels: Das Ende des deutschen Feuilletons?
Alle sind am Handy, alle gucken Reels. Wie verändert der Konsum dieser Kurzvideos auf Social Media unsere Diskurskultur?

Berufsösterreicher! Sportgesicht! Die hohe Kunst des Schimpfens
Thomas Mann wusste Opponenten sehr fein zu beleidigen. Karl Kraus schimpfte eh unentwegt.

To Do: Aufstehen, Zähne putzen, diese Folge über Listen hören
Sie ist das Rückgrat jeder guten Tagesstruktur: die Liste. Um gut durch den Tag zu kommen, reicht meistens eine.

Wenn Politiker ihre Texte von KI schreiben lassen
Thüringens Ministerpräsident hat es getan, Mario Voigt. Und der Bundesminister für Digitales auch, Karsten Wildberger.

Der weibliche Blick: Gunna Wendt und das biografische Schreiben
"Ich möchte nicht, dass Sie denken, Sie hätten was mit mir - die Wahrheit ist, dass ich etwas mit Ihnen habe"

Können Kommas Leben retten?
Warum Schülerinnen und Schüler unbedingt die Kommasetzung lernen sollen - und wie das gelingen kann.

In die Sprache zurückfinden: Magdalena und ihr Schlaganfall
Magdalena ist 32, als sie ihre Sprache verliert: Schlaganfall. Mit viel Kraft findet sie die Worte wieder - so gut, dass sie nun davon erzählen kann.

Warum in der Türkei immer mehr Deutsch gesprochen wird
Die Welt spricht Englisch? Vielleicht. Aber Europa spricht Deutsch. Überwiegend zumindest.

„Sprechen“ von Daniela Dröscher: Wie das Missverstehen beim Verstehen hilft
Als Autorin schreibt Daniela Dröscher erfolgreich Romane, doch mit dem gesprochenen Wort kämpfte sie jahrelang.

Wie lerne ich professionelles Sprechen, Clemens Nicol?
"Mut zur Wampe!", fordert der professionelle Sprecher und Sprechtrainer Clemens Nicol. Denn: Ohne entspannten Bauch kein entspannter Atem, und das ist der Schlüssel zu gutem Sprechen.

Institutsprosa? Warum Schreibschulen in Deutschland lange verdächtig waren
Saša Stanišic war an einer, Julie Zeh auch, und Clemens Meyer sowieso.

Kann denn Liebe Sünde sein? Der Schlagertexter Bruno Balz
Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frau'n. Oder: Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern: Jahrhunderthits, geschrieben von einem so unbekannten wie brillanten Texter.

Wieso das -ß- aus Sulzbach-Rosenberg kommt
Manche sagen Eszett, andere scharfes S: Gemeint ist der Buchstabe -ß-, den so nur wir im deutschen Sprachraum verwenden - meist in der "Sulzbacher Form" (im Bild die Nr. 4), die 1667 in Bayern erfunden wurde, in Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz.

Wieso das -ß- aus Sulzbach-Rosenberg kommt
Manche sagen Eszett, andere scharfes S: Gemeint ist der Buchstabe -ß-, den so nur wir im deutschen Sprachraum verwenden - meist in der "Sulzbacher Form" (im Bild die Nr. 4), die 1667 in Bayern erfunden wurde, in Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz.

Der Thesaurus linguae Latinae in München - der größte Zettelkasten der Welt
Der Thesaurus linguae Latinae ist das weltweit umfassendste Wörterbuch der lateinischen Antike:

Schreiben in finsteren Zeiten: Literatur unterm Hakenkreuz
Deutschland 1933-1945: Deutschsprachige Autorinnen und Autoren dieser Zeit verstummten, wurden verfolgt, manche warfen sich den Nationalsozialisten an den Hals, manche verließen das Land

Wenn das W zum Endgegner wird - über das Stottern
"Lass dir Zeit!" hört David Hugendick oft, wenn wieder ein verhaltensauffälliger Konsonant seinen Redefluss stört.

Ladinisch - die unbekannte Sprache der Olympischen Spiele
Wenige Tage noch, dann geht's los - Olympische Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo.

Das Goethe-Institut - wo die Welt unsere Sprache lernt
Pflegekräfte aus Vietnam, Informatiker aus Kolumbien, Mechatronikerinnen aus Mexiko: Das Goethe-Institut ist der zentrale Akteur bei der Gewinnung von Fachkräften im Ausland.

Schriftarten von Goethe bis heute
Schrift spielt in unserer Kultur eine wesentliche Rolle.

»Sondervermögen«: Was macht ein Wort zum Unwort?
Das Unwort des Jahres 2025 lautet »Sondervermögen«.

Was verrät Literatur über unsere Gegenwart, Steffen Martus?
Dass Literatur schlauer macht, dass sie uns Welten eröffnet oder dass wir durch sie die Welt, in der wir leben, erst richtig sehen lernen, das ist eine Pathosformel, ein Klischee, das immer wieder bemüht wird.

Wie Gaea Schoeters so gut Deutsch gelernt hat
Deutsch lernen mit dem "Tatort": Die belgische Autorin Gaea Schoeters ("Trophäe", "Das Geschenk") erzählt uns, wie sie in unsere Sprache fand - und auch, wieso Fleischwurst ein Text-Problem sein kann und wie sie fühlt, ob Bücher gut übersetzt sind.

Österreichisches Deutsch: Kampf um Anerkennung
Seit rund 300 Jahren wird über die Definition und Anerkennung des Österreichischen Deutsch als Standard diskutiert - bis heute.

Linguistik der Lüge
Lügt man eigentlich, wenn man ein Toupet trägt? Das würden die meisten vermutlich verneinen. Im Normalfall sprechen wir erst von einer Lüge, sobald die Täuschung in Worte gegossen und die Unwahrheit gesprochen oder geschrieben ausformuliert ist.

Sprachschöpfer Jean Paul - Ein Gespräch zum 200. Todestag
Irrer Typ, dieser JEAN PAUL (1763-1825): Las wie ein Verrückter (alles), schrieb wie ein Besessener (55.000 Seiten), wurde geringgeschätzt (Schiller, Goethe) und hochverehrt (Celan, viele viele Leserinnen und Leser). Ein Sprachmagier war er, ein Sprachschöpfer und Sprachegroßrausbringer: Begriffe wie "Angsthase" und "Weltschmerz" kennen wir durch Jean Paul, sie sind sozusagen die Schaumkronen auf

Die Telefonistin als Spracharbeiterin
Wer vor gut 100 Jahren ein Telefonat führen wollte, gelangte zuerst in die Zentrale. Dort meldete sich eine Telefonistin, die die gewünschte Verbindung aufbaute, bei Fragen half und zudem Auskünfte gab - als Herz und vor allem Stimme dieser neuen Technologie Telefon. Über die Sprach- und Kommunikationsarbeit dieser Telefonistinnen spreche ich mit der Schweizer Forscherin Larissa Schüller. Ihre fri

Sind so viele Hände
Unser Sprachmagazin heute brüderlich mit Herz und vor allem Hand. Knut Cordsen macht sich Gedanken über dieselbige, die in der Politik so gerne ausgestreckt, gereicht und ausgeschlagen wird. Spracharbeit als Handarbeit.

Des is fei schäi: Christine Ganslmayer über das Fränkische
Vorurteile über die Franken gibt es reichlich, etwa die oft zitierte Wortkargheit.

Je erratischer, desto mächtiger: Was leisten eigentlich Laien?
Ob wir in der Bahn sitzen oder kochen, Radio hören oder zur Wahl gehen - Experten sind wir dabei nicht. Das meiste, was wir im Alltag tun, tun wir als Laien. Der Soziologe Fran Osrecki hat dieser Figur nun eine eigene Studie gewidmet. Seine These: Gerade der uninformierte, der desinteressierte Laie ist ein Motor moderner Vergesellschaftung. Und das vor allem im politischen Raum. Warum - das erklär

Als die Schwiegertochter noch "Schnur" genannt wurde
Muhme und Base, Eidam und Schnur: Deutsche Verwandtschaftsbezeichnungen, die einem in der Literatur noch begegnen, im echten Leben aber schon nicht mehr. Der Buchautor Matthias Heine hat sich jetzt auf die Spur solcher kuriosen Begriffe begeben - und erzählt in seinem neuen Buch 181 Wortgeschichten von Aar über Nietenhose bis Zuchthäusler ("Verschwundene Wörter", Duden Verlag).

Your ticket is not guilty: Wie spricht die Deutsche Bahn mit uns?

Sozusagen! - Das ist ja nicht zum Aushalten!

Krise des Lesens: Bald eine „Kulturtechnik der Wenigen“?
Das Lesen steckt in der Krise. Nach Belegen dafür muss man nicht lange suchen. Die Buchverkäufe sind in den letzten zehn Jahren fast um ein Drittel zurückgegangen. Und auch die Lesefähigkeit nimmt ab. Jeder fünfte Deutsche scheitert an längeren Texten, sagen aktuelle Studien. Sogar die Unis sind von dieser Entwicklung betroffen. Was bedeutet das für die Geisteswissenschaften, für die das Lesen ja

Nein und Amen: Maike Schöfer über die große Kraft eines kleinen Wortes
In ihrem neuen Buch »Nö! Eine Anstiftung zum Neinsagen« schreibt die Berliner Pfarrerin Maike Schöfer aus queerfeministischer Perspektive über die vielen Facetten des NEIN. Warum feiern wir das Ja-Wort, aber nicht das Nein? Und warum fällt uns Nein sagen oft so schwer? Im Interview erzählt Maike Schöfer, warum das Nein eines der feministischsten Worte ist, die wir haben - und warum in jedem Nein a

Nach Mannheim in die Emosprachschmeicheldusche
In Mannheim entsteht gerade das Forum Deutsche Sprache, ein "einzigartiger Ort, um die deutsche Sprache gemeinsam zu erleben und zu erforschen". 2028 soll es eröffnen - und schon jetzt ist Kuratorin Pamela Pachl zu uns ins Studio gekommen. Sie erarbeitet zusammen mit vielen KollegInnen die Dauerausstellung und berichtet uns von sozialen Robotern, geöffneten Fenstern und einer "Emosprachschmeicheld

Sprache in Bombennächten
Krieg verändert das ganze Leben. Augenblicklich verändert er die Wahrnehmung, er schärft das Bewusstsein, denn das Leben wird plötzlich durch die existenzielle Ausgesetztheit zu einem Balanceakt. Alle Veränderungen betreffen natürlich auch die Sprache. Die Rhetorik verschärft sich in Zeiten des Krieges. Sprache wird zum Mittel politischer Aufstachelung und Diffamierung, aber in Sprache formiert si

Was können wir von Vögeln über Sprache lernen, Onur Güntürkün?
Tauben, Delfine und Krokodile: Der Hirnforscher Onur Güntürkün ist der Entstehung des menschlichen Denkens auf der Spur und forscht dabei nicht nur am Menschen. Bei Versuchen mit Tauben fand er unter anderem heraus, dass sie in der Lage sind, englische Vokabeln zu lernen und dabei ähnliche Strategien nutzen wie Grundschulkinder. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus den USA zeigen zudem: Auch da

„Aktivistisch“: Wie ein Wort zum Kampfbegriff wird
Eine "woke Aktivistin" sei sie und daher ungeeignet für das Amt einer Verfassungsrichterin. Das wurde Frauke Brosius-Gersdorf in den letzten Tagen oft vorgeworfen. Das ist falsch, diskurslinguistisch allerdings interessant. Im Gespräch erläutert Prof. Kersten Roth die politischen Implikationen der Aktivismus-Schelte - und: Wieso sich der Vorwurf gegen Brosius-Gersdorf letztlich gegen den wissensch

Schlüssel zum alten Ägypten: Der "Stein von Rosetta"
Alte Rätsel lösen, geheimnisvolle Schriften entziffern: Gibt es was Spannenderes? Um das Jahr 1800 wollten Europas Wissenschaftler die ägyptische Bilderschrift entschlüsseln, die Hieroglyphen. Damit kamen sie aber erst weiter, als ihnen der "Stein von Rosetta" in die Hände fiel. In dieses damals etwa 2000 Jahre alte Fragment einer Stele waren drei Textblöcke gemeißelt - in Hieroglyphen, in Altgrie

Bayerns Vorschulkinder und ihre Sprachtests
"Allen Kindern in Bayern die bestmöglichen Startchancen zu Beginn ihrer Schullaufbahn ermöglichen" - diesen Anspruch formuliert Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). Besonders wichtig dabei: die Sprache. Deswegen waren nun bayernweit einige zehntausend angehende Vorschulkinder beim Deutschtest. Knapp 24.000 dieser Buben und Mädchen müssen (und dürfen) jetzt in den "Vorkurs Deutsch". Wir frag

Von Linguine und Linguistik: DUDEN-Chefredakteurin Dr. Laura Neuhaus
Wie schafft es ein Wort in den Duden? Warum können diskriminierende Wörter noch im Duden nachgeschlagen werden? Und was haben Spaghetti und Linguine mit der Arbeit der Duden-Chefredakteurin zu tun? Das alles verrät Dr. Laura Neuhaus, seit Ende letzten Jahres die neue Leiterin der Duden-Redaktion, in dieser Folge "Sozusagen!" über die Rolle des wichtigsten Standardwerks der deutschen Sprache.

Warum so viele Letten jetzt Deutsch lernen
Heute schon über Lettland nachgedacht? Nein? Dachten wir uns. Lohnt sich aber! Denn Lettlands Sprachenlandschaft ist in Bewegung: Russisch wird von der Regierung immer weiter an den Rand gedrängt, es verstummt im Radio und verschwindet aus den Stundenplänen. Dafür ist Deutsch groß im Kommen: Immer mehr Lettinnen und Letten lernen unsere Sprache - und geben dafür erstaunliche Gründe an.

Diese Computerlinguistin kämpft gegen Verschwörungstheorien
Ein Browser-Plugin, das Verschwörungstheorien sofort erkennt und uns warnt? Genau die Welt von Stephanie Evert. Sie ist Professorin für Korpus- und Computerlinguistik in Erlangen - und erzählt uns von ihrem Fach, das Informatik und Sprachwissenschaft zusammenbringt.

Theater ohne Text: Regisseurin Marie Schleef braucht zum Sprechen keine Worte
Einen preisgekrönten, literarischen Text auf die Theaterbühne bringen - ohne, dass auf der Bühne ein einziges Wort gesprochen wird? Regisseurin Marie Schleef hat genau das für das Staatstheater Wiesbaden gemacht. Den Gewinnertext des Bachmannpreises aus dem Jahr 2023 inszenierte sie komplett ohne gesprochenen Text. In der Geschichte "Er putzt” von Valeria Gordeev folgen wir der Hauptfigur Konstant

Neue Verletzlichkeit: Wie in Podcasts über Politik gesprochen wird
Wie geht es dir? - Oder: Machst du eigentlich Therapie? - Solche Fragen stellen wir normalerweise Freundinnen und Freunden. In letzter Zeit werden sie aber immer öfter auch an Politikerinnen und Politiker gerichtet. Vor allem in Gesprächspodcasts herrscht ein Ton der Intimität, die Erwartung, dass die Spitzenpolitik aus der Rolle tritt, sich menschlich zeigt. Woher kommt das - und was verrät diese

"Irgendwie so total spannend" - Interview mit dem Autor Wolfgang Kemp
Als Kunsthistoriker habe er immer eine besondere Beziehung zur Sprache gehabt - weil er damit Bilder zu beschreiben versuchte. Kemp beobachtet einen großen Hang zu Füllwörtern und einen Trend, das Deutsche immer mehr wie eine Amtsprache klingen zu lassen. Julie Metzdorf hat mit Wolfgang Kemp über sein Buch "Irgendwie so total spannend - Unser schöner neuer Sprachgebrauch" gesprochen.

Wie bitte lernen Kinder so viele Sprachen?!?
Wie viele Sprachen kann man gleichzeitig lernen? Mit dieser Frage beginnt eine Pressemitteilung der Uni Potsdam. Es geht darin um die Arbeit der Psycholinguistin Natalie Boll-Avetisyan in Ghana. Sie hat dort erforscht, wie viele Sprachen Kleinkinder Tag für Tag zu hören bekommen - und auch, ob darin der Grund liegen könnte für das erstaunliche Sprachentalent, das in Ghana viele Erwachsene an den T

Worte als Waffen: Putins Kriegsrhetorik
Nichts von dem, was Wladimir Putin tut, ist überraschend - man muss ihm nur gut zuhören. Das meint Riccardo Nicolosi, Professor für slavische Sprach- und Literaturwissenschaften. Er hat die Reden des russischen Präsidenten analysiert und seine Ergebnisse als Essay mit dem Titel "Putins Kriegsrhetorik" veröffentlicht. Mit uns begibt er sich auf rhetorische Spurensuche: Ist Putin ein guter Redner? W

Braucht der BR Nachrichten auf Bairisch?
"Narichten op Platt" - Nachrichten auf Plattdeutsch: Die sendet Tag für Tag der Norddeutsche Rundfunk in Hamburg. Wieso denn eigentlich? Wer soll das verstehen? Und vor allem: Kann sich der Bayerische Rundfunk da eventuell was abschauen? Wir sprechen (auf hochdeutsch!) mit unserem lieben NDR-Kollegen Jürgen Fitschen, und das ist dann auch unser bayerisch-norddeutscher Beitrag zum 75. Geburtstag de

Los, beleidige mich! Ein Battlerap-Star berichtet
Sein Kampfname klingt wie Papa Schlumpf. Sein Leben ist der "Battle Rap", also: die Kunst der Beleidigung. Sein Buch darüber ist fertig ("Battle Rap", Ventil Verlag). Und was ihn an dieser Form der Sprachkunst so fasziniert, das erzählt er uns jetzt: Der Rapper Papi Schlauch alias Rafael Schmauch. Berlin, was geht!

Warum Tunesien von uns alte Sprachaufnahmen erhält
Im Ersten Weltkrieg (1914-1918) waren in Deutschland viele Kriegsgefangene inhaftiert, Etliche von ihnen stammten aus Afrika. Eine Gruppe Sprachwissenschaftler machte sich das damals zunutze und nahm mit den Gefangenen Beispielsätze in deren Sprachen auf. Was die Probanden eigentlich erzählen wollten, interessierte die "Königlich Preußische Phonographische Kommission" allerdings herzlich wenig. Di

Tendenziell rechts? Zur Bildsprache der Künstlichen Intelligenz
Trump als Linebacker, Elon Musk als römischer Gladiator: Wer heute noch auf X unterwegs ist, dem oder der begegnen solche Bilder immer wieder. Im Trump-Lager liebt man Bild-KIs und die satten, hyperrealistischen Heldenbilder, die sie entwerfen. Und nicht nur die Rechtslibertären in den USA, auch die extreme Rechte in Deutschland hat einen Narren gefressen an KI-Bildgeneratoren. Kein Wunder, sagt d

Die Sprache der Außenpolitik
"Die Sprache der Außenpolitik ist mein Handwerkszeug", sagt unser heutiger Gast Jörg Lau. Als Zeit-Journalist schreibt er über all die Konflikte, die uns von Woche zu Woche mehr beschäftigen: Lau schreibt über den Krieg in der Ukraine und den Zeitenwechsel in Europa, über entfesselte Großmächte und deutsche Versuche, der Weltlage beizukommen. Dabei versucht er, Floskeln und Phrasen zu vermeiden. K

Übersetzung von "Mein Kampf": Wo Hitlers Sprache heute weiterwirkt
"Remigration", "Wir werden sie jagen", "Systempresse" und Immigranten als "Ungeziefer", das es "auszurotten" gilt: In Europa wie auch in Übersee sind demagogische Reden und nationalsozialistisches Vokabular in den politischen Diskurs zurückgekehrt. Der Übersetzer Olivier Mannoni kennt sich damit aus: Er hat viele Werke zur NS-Zeit ins Französische übertragen - darunter die gut 700 Seiten von "Mein

Sprachen, die es bald nicht mehr gibt
7000 Sprachen gibt es auf unserer Welt. Noch!, muss man sagen - denn etwa 3000 dieser Sprachen werden wohl noch in diesem Jahrhundert verstummen. Nun erscheint der "Atlas der vom Aussterben bedrohten Sprachen" (Dumont). Co-Autor Stefan Schnell ist heute unser Gast - und erzählt uns, was eigentlich so schlimm daran ist, wenn eine Sprache in Vergessenheit gerät.

Wie sexistisch sind ChatGPT und Co.?
Künstliche Intelligenz findet immer mehr Einzug in unseren Alltag und erleichtert so manchen Arbeitsschritt. Doch sie kann auch Stereotype verstärken und die Benachteiligung von bestimmten Geschlechtern befördern, wie sich etwa bei KI-Recruiting-Tools zeigte. Wie sich genderspezifische Vorurteile auch in KI-Sprachmodellen wie ChatGPT manifestieren - und was man dagegen tun kann, erklärt die Inform

Wer hat Angst vorm Sprachverfall? Der Germanist Philip Kraut im Gespräch
Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod? So what, sagt der Germanist Philip Kraut von der Humboldt Uni in Berlin. Denn eines weiß er: Die Klage über den Verfall des Deutschen ist so alt wie die deutsche Sprache selbst. Und gute Nachrichten: Es gibt sie noch immer. Wissenschaftlich seien solche Thesen jedenfalls nicht haltbar. Und auch im Alltag plädiert Kraut für mehr Entspanntheit im Umgang mit sprach

Schöpfer des Bayerischen Wörterbuchs: Wer war Johann Andreas Schmeller?
Er gilt als Begründer der Dialektologie: Johann Andreas Schmeller. Als erster setzte er sich systematisch mit der bayerischen Mundart auseinander. Obwohl er aus allerkleinsten Verhältnissen stammte, wurde er zu einem der wichtigsten Sprachforscher des 19. Jahrhunderts. Der Germanist Werner Winkler setzt sich schon seit Jahrzehnten mit dem Werk von Schmeller auseinander und hat ihm jetzt eine neue

Rainer Kaufmann, unbequemer Journalist in Tiflis
"Kaufmanns Kaukasische Post" - unter diesem Titel berichteten wir 2019 über einen Journalisten, der seinerzeit in Georgien eine deutschsprachige Zeitung herausgab. Wie ist es seinem Blatt seitdem ergangen? Wie präsent ist die deutsche Sprache noch in Georgien? Und: Wie beurteilt Rainer Kaufmann jetzt die verfahrene Lage im Land? Die einen fordern dort die enge Bindung an Europa, die anderen wollen

Einfach nur zum abfeierm: Clemens J. Setz über Twitterpoesie
Sie ist das wohl kurzlebigste Genre der Literaturgeschichte: die Twitterpoesie. Mit großer Lust am Spiel und voll sprachlicher Sprengkraft finden die oft anonymen Poetinnen und Poeten auf der Plattform auch für die abgenudeltsten Gefühle neue Ausdrucksformen. Seit Elon Musks Übernahme und Umstrukturierung des Netzwerks verlassen immer mehr Menschen "X", wie es nun heißt; Accounts, die zu lange ina

Jiddisch in Bayern: Auf einen Schmus in die Boazn
Jiddisch: Eine Sprache, die in Bayern jahrhundertelang gesprochen wurde - und über die doch viel zu wenige Menschen etwas wissen. Museumsdirektorin Carmen Reichert will das ändern: Mit einer Ausstellung in ihrem Jüdischen Museum Augsburg Schwaben (JMAS) und auch mit diesem schönen Interview. Zu erfahren etwa: "Boazn" kommt aus dem Jiddischen. "Schmusen" heißt eigentlich was ganz anderes. Und: Jidd

Der Wuschel, der Hörer, die Engel
Wie spricht man die Stadt der Engel richtig aus? Was beschäftigt unseren Hörer Helmut A. Seidl aus Augsburg? Und wieso hilft ein Außerirdischer den Engländern beim Deutschlernen? Fragen über Fragen - und Antworten gibt es auch. Im Studio: Hendrik Heinze und Julia Cortis aus dem Sozusagen!-Team.

Was spricht man eigentlich auf Mallorca?
Die größte Baleareninsel wird oft anmaßend das "17. Bundesland Deutschlands" genannt. Tausende Deutsche urlauben oder leben sogar hier - und so hört man an vielen Orten: Deutsch. Was aber sollte man sprechen, wenn man nicht als teutonischer Tourist auffallen will und die Einheimischen zumindest in ihrer Muttersprache begrüßen möchte? Spanisch? Ist eine Möglichkeit, schließlich ist es auch eine der

Maria Degtiarenko, Sprachschul-Chefin aus Odessa
Schlimm genug, dass man fliehen muss - und dann begegnet einem schon die nächste Herausforderung: Man muss ankommen. Deutsch lernen! Maria Degtiarenko leitet die Sprachschule "Bayerisches Haus" in Odessa und engagiert sich in zudem in ihrer neuen Heimat München für die Sprachschule DUSMO: Sie weiß, welche Hürden Ukrainerinnen und Ukrainer hier zu überwinden haben, wie schwer der Sprachkurs fällt -

Eskayan – oder: Die letzte Sprache der Welt
Eine Philippinen-Insel, ein Dschungelvolk, eine rätselhafte Plansprache: Eskayan. Mit uns spricht der australische Anthropologe und Linguist Piers Kelly - der seit 20 Jahren zu verstehen versucht, wie ein Volk, in dem die wenigsten schreiben und lesen konnten, zu einer eigenen, aufwändig konstruierten Sprache kam, mit eigenem Vokabular und vor allem: eigener Schrift. Erstmals ausgestrahlt im April

Automatensprache: Was macht KI mit unserer Sprache und Literatur?
In dieser Folge geht es um Sprachbots - und die Fragen: Was macht KI mit unserer Sprache? Und welche Folgen hat es für Literaturschaffende, aber auch für die Gesellschaft, wenn wir Sprache automatisieren? - Damit befasst sich auch die Essaysammlung "Automatensprache", die die Literaturübersetzerin Claudia Hamm herausgegeben hat. Im Gespräch plädiert sie für einen kritischeren Umgang mit Sprachrobo

Selich sin die Sanfdmüdichn: Die Bibel jetzt auf Fränggisch
Selich sin die Sanfdmüdichn, ihna werd die ganze Erdn ghörn. Selich sin däi, wous hungerd und durschd nach der Grechdichkeid, sadd solns wern... Die Bergpredigt auf Fränkisch, Matthäus 5, 5-6. Brauchts des? Aber ja, meint unser Gast, der Pfarrer Claus Ebeling: Er und seine MitstreiterInnen übersetzen die Bibel ins Fränkische. Das Neue Tesdamend (sic) ist soeben erschienen, das Alte Tesdamend in Ar

Gehören Emojis in den Duden?
Jeder kennt sie - grinsend, greinend, grummelnd, grübelnd: Emojis, diese kleinen Grimassen, die unsere digitalen Chats bevölkern, ja, ohne die Kommunikation eigentlich gar nicht mehr denkbar ist. Eine aktuelle linguistische Studie zeigt jedoch: Ganz so einfach ist die Sache mit den Emojis dann doch nicht. Schon ein simples Smiley kann aufs kommunikative Glatteis führen. Warum das so ist und was he

Was das wieder unkostet!
Bedeuten "kostenlos" und kostenfrei" dasselbe? Und wie ist es mit "Kosten" und "Unkosten"? Unser Hörer Werner M. aus Saarbrücken schließlich hat weder Kosten noch Mühen gescheut, um uns seine Frage zu übermitteln: "In manchen Bezirken könnte neu gewählt werden müssen" - da fragt er uns, ob es mit ein paar Verbformen weniger nicht auch hätte getan sein können.
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