
Bücher im Gespräch
In diesem Podcast des Leibniz-Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) sprechen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über ihre neuen Publikationen. Die Gespräche bieten Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten aus den Bereichen Literatur- und Kulturwissenschaft. Der Podcast richtet sich an ein akademisches und interessiertes Publikum.
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Episode 31: Koselleck
Falko Schmieder spricht mit Georg Simmerl (beide ZfL) über den von ihm herausgegebenen Band »Geschichte im Widerstreit. Beiträge zur Historisierung Reinhart Kosellecks« (Göttingen: Wallstein 2026), der Kosellecks Denken einer kritischen Neuperspektivierung unterzieht, indem politische und theoriegeschichtliche Fragen in den Mittelpunkt gerückt werden.
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Reinhart Koselleck (1923–2006) gi
Episode 30: Wissensgeschichte des Verhaltens
Sophia Gräfe (HU Berlin) und Georg Toepfer (ZfL) sprechen über den von ihnen herausgegebenen Band »Wissensgeschichte des Verhaltens. Interdisziplinäre Perspektiven« (Berlin/Boston: De Gruyter 2025). Das Buch untersucht, wie sich an verschiedenen Orten und in verschiedenen Disziplinen Wissen über Verhalten gebildet, verändert und institutionalisiert hat.
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Doch was ist eigentlich Verhalt
Episode 29: Peripherie und Verbannung
Ivana Perica und Aurore Peyroles (beide ZfL) sprechen über ihre Bücher »Politics, Literature and Tertium Datur« (London: Bloomsbury 2025) und »Voyages au bout de la banlieue« (Berlin: De Gruyter 2025). Beide eint die Neugier für die Peripherie und Phänomene der Verbannung und des Ausschlusses. Trotz unterschiedlicher Schauplätze, Zeiten und Gegenstände treten die Bücher als einander ergänzende Unt
Episode 28: Nachdenken über Belarus
Nadine Menzel (Universität Bamberg) und Nina Weller (ZfL) sprechen über ihre Bücher zur gesellschaftlichen Situation und (Protest-)Kultur in Belarus.
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2020 kam es im Gefolge der Präsidentschaftswahl in Belarus zu den größten Massendemonstrationen seit dem Ende der Sowjetunion. Das Lukaschenka-Regime begegnete ihnen mit massiven Repressionen. Keine drei Monate nach Beginn der Proteste e
Episode 27: Afrotopia
Jenaba Samura spricht mit Liola Mattheis (beide ZfL) über ihren Essay »Afrotopia. Schwarze Konstruktionen von Gender und Sexualität« (Berlin: Querverlag 2025). Darin kritisiert sie die weitverbreitete Vorstellung, dass Schwarzsein und Queerness einander ausschließen, und untersucht die Verwobenheit von Geschlecht und Sexualität mit kolonialen Praktiken und Prozessen der Rassifizierung.
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Episode 26: Ernst Jünger
Detlev Schöttker spricht mit Claude Haas über sein Buch »Die Archive des Chronisten. Ernst Jüngers Werke und Korrespondenzen« (Wallstein 2025). Darin zeigt er Jünger als Chronisten des 20. Jahrhunderts, der keineswegs bloß historische Tatsachen aneinanderreiht, sondern sich als Geschichtsdeuter versteht. Das auf mittelalterliche und frühneuzeitliche Vorbilder zurückgehende Darstellungsverfahren de
Episode 25: Historizität und Historisierung
Henning Trüper spricht mit Falko Schmieder über sein Buch »Unsterbliche Werte. Über Historizität und Historisierung« (Wallstein 2024). Darin setzt er sich mit elementaren geschichtsphilosophischen Kategorien und Methoden auseinander und unterzieht die Geschichtswissenschaft einer grundlegenden Kritik. Denn diese, so seine Diagnose, ist nicht nur, wie schon Koselleck befand, theorie-, sondern auch
Episode 24: Klassische Tragödie
Claude Haas spricht mit Eva Geulen über sein Buch »Der König, sein Held und ihr Drama. Politik und Poetik der klassischen Tragödie« (Wallstein 2024). An der vermeintlich überholten Form der klassischen Tragödie interessieren ihn vor allem ihre Unwahrscheinlichkeit und der Kontrast zwischen Formstrenge und unterschwelligem Chaos. Außerdem bietet sie Anknüpfungspunkte für Debatten über die Rückkehr
Episode 23: Geschwister-Logik
Stefani Engelstein (Duke University) spricht mit Stefan Willer (HU Berlin) über ihr Buch »Geschwister-Logik. Genealogisches Denken in der Literatur und den Wissenschaften der Moderne« (Berlin: De Gruyter 2024). Darin spürt sie Geschwisterbeziehungen nach, die in Genealogien oft zugunsten der vertikalen Abfolge der Generationen vergessen werden. Welche neuen Perspektiven eröffnet der Blick auf hori
Episode 22: Politik der Wahrnehmung
Oliver Precht spricht mit Katrin Trüstedt (beide ZfL) über sein Buch »Der rote Faden. Maurice Merleau-Ponty und die Politik der Wahrnehmung« (August Verlag 2023). Darin stellt er den französischen Philosophen und Phänomenologen als politischen Denker vor, von dessen Haltung zur eigenen Gegenwart wir einiges für den Umgang mit den großen Fragen unserer Zeit – von der Klimakrise bis zum Postfaktisch
Episode 21: Begriffsgeschichte des 20. Jahrhunderts
Falko Schmieder und Georg Toepfer (beide ZfL) sprechen über das Lexikon »Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen«, das seit 2024 kontinuierlich im Open Access im Schwabe Verlag erscheint. Die Einträge analysieren politisch-soziale und kulturelle Schlüsselwörter des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und ermöglichen es so, die Veränderungen kollektiver Einstellungen und po
Episode 20: Schwarzes Europa, literaturwissenschaftlich
Gianna Zocco und Sandra Folie (beide ZfL) sprechen über den Band »Sketches of Black Europe in African and African Diasporic Narratives« (2024), der sich mit Imaginationen Europas in afrikanischer und afrodiasporischer Literatur und Kunst beschäftigt.
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Die Beiträge eint das Interesse an den Erzählperspektiven Schwarzer Künstler:innen und ihren Überlegungen darüber, was es heißt, europäi
Episode 19: Dokumentarische Ästhetiken
Matthias Schwartz (ZfL) und Clemens Günther (FU Berlin) sprechen über den Band »Documentary Aesthetics in the Long 1960s in Eastern Europe and Beyond« (Brill 2024). Sie betrachten literarische Formen wie Memoiren, Gerichtsprotokolle und Reiseberichte, aber auch das dokumentarische Theater, neue Spielarten des Dokumentarfilms und Konzeptkunst in Ost- und Westeuropa sowie den USA.
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Währe
Episode 18: Stellvertretung
Katrin Trüstedt spricht mit Oliver Precht (beide ZfL) über ihr Buch »Stellvertretung. Zur Szene der Person« (Konstanz University Press 2022). Entlang literarischer Beispiele beleuchten sie die Figur der Stellvertretung, die unser gesellschaftliches und politisches Leben prägt und in gegenwärtigen Debatten um die Rechte der Natur neue Aktualität gewinnt.
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Was heißt es, für andere zu spre
Episode 17: Postdigitale Literatur
Hanna Hamel (ZfL) und Eva Stubenrauch (Humboldt-Universität zu Berlin) unterhalten sich über den Band »Wie postdigital schreiben? Neue Verfahren der Gegenwartsliteratur« (transcript 2023). Dabei sprechen sie unter anderem darüber, was das Postdigitale ist und welche historischen Vorläufer gegenwärtige Schreibverfahren haben.
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Die Gegenwartsliteratur wird häufig aus literatursoziologisc
Episode 16: Nach der Erinnerung
Matthias Schwartz (ZfL) und Heike Winkel (Bundeszentrale für politische Bildung) unterhalten sich über ihren gemeinsam mit Nina Weller (ZfL) herausgegebenen Band »After Memory. World War II in Contemporary Eastern European Literatures« (de Gruyter 2021). In ihrem Gespräch ergründen sie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Erinnerungskulturen in West- und Osteuropa.
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Um die Jahrtaus
Episode 15: Europäische Denker im Kalten Krieg
Barbara Picht und Moritz Neuffer (beide ZfL) unterhalten sich ausgehend von Barbara Pichts Buch »Die ›Interpreten Europas‹ und der Kalte Krieg« (Wallstein 2022) über die Selbsterforschung europäischer Intellektueller der Nachkriegsjahrzehnte. Was hat die veränderte Weltlage nach dem Zweiten Weltkrieg für diejenigen bedeutet, die sich von Berufs wegen mit der kulturellen, sprachlichen und wissensch
Episode 14: Stil
Pola Groß und Claude Haas sprechen über die von ihnen mitherausgegebenen Bände »Neue Nachbarschaften: Stil und Social Media in der Gegenwartsliteratur« und »Der Stil der Literaturwissenschaft«.
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Wer in der Literaturwissenschaft vom Stil spricht, ist schnell mit dem Vorwurf des Elitismus konfrontiert, denn Stilanalysen stehen unter dem Verdacht, rein werkimmanent und damit realitätsfern
Episode 13: Stimme, Klang, Musik
Frauke Fitzner und Denise Reimann sprechen über ihre Bücher »Der hörende Mensch in der Moderne. Medialität des Musikhörens um 1900« (Göttingen: Wallstein 2021) und »Auftakte der Bioakustik. Zur Wissensgeschichte nichtmenschlicher Stimmen um 1800 und 1900« (Berlin/Boston: de Gruyter 2022).
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Beide Autorinnen nehmen Phänomene aus dem Bereich der Sound Studies in den Blick, denen in den Sa
Episode 12: Warlam Schalamow – Biographie und Poetik
Franziska Thun-Hohenstein spricht mit Stefan Willer über ihre Warlam Schalamow-Biographie »Das Leben schreiben« und den von Gabriele Leupold übersetzten Briefband »Ich kann keine Briefe schreiben« (beide Berlin: Matthes & Seitz 2022). Einleitend erzählt Andreas Rötzer, Verleger von Matthes & Seitz, wie er auf den Autor Schalamow gestoßen ist und welche Bedeutung dieser für den Verlag hat.
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Episode 11: Unsterblichkeit
Tatjana Petzer spricht mit Martin Treml über die von ihr herausgegebene Anthologie »Unsterblichkeit. Slawische Variationen« (Berlin: Matthes & Seitz 2021).
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In den gegenwärtig hitzig geführten Diskussionen um Trans- und Posthumanismus ist das Thema Unsterblichkeit geradezu allgegenwärtig. Im Vordergrund stehen dabei zumeist US-amerikanische und westeuropäische Autoren und Konzepte, slaw
Episode 10: Politische Ökologie
Leander Scholz spricht mit Falko Schmieder (beide ZfL) über sein Buch »Die Regierung der Natur. Ökologie und politische Ordnung« (August Verlag 2022).
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Mit dem Aufkommen der politischen Ökologie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist eine Wende von einer anthropologischen zu einer ökologisch-terrestrischen Anschauung der Welt zu beobachten. An diesem Bewusstseinswandel interessiert Lea
Episode 9: Formfragen
Rabea Kleymann und Eva Geulen (beide ZfL) unterhalten sich über ihre Bücher »Formlose Form« (Wilhelm Fink 2021), »Aus dem Leben der Form« (Wallstein 2021) und »Formen des Ganzen« (Wallstein 2022).
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Die literaturtheoretischen und ästhetischen Diskurse des 20. Jahrhunderts waren von einer Haltung gegen die Form gekennzeichnet, sie privilegierten stattdessen Formabbau und Formlosigkeit. I
Episode 8: Adorno und das Glück
Pola Groß spricht mit Falko Schmieder (beide ZfL) über ihr Buch »Adornos Lächeln. Das ›Glück am Ästhetischen‹ in seinen literatur- und kulturtheoretischen Essays« (Berlin: De Gruyter 2020).
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In jüngster Zeit ist ein wiedererwachtes Interesse am Denken Theodor W. Adornos festzustellen, der dabei allerdings allzu häufig vorschnell zum Kulturpessimisten abgestempelt wird. In ihrer Lektüre
Episode 7: Kulturwissenschaftliche Zeitschriftenforschung
Moritz Neuffer und Barbara Picht (beide ZfL) unterhalten sich über kulturwissenschaftliche Zeitschriftenforschung, Neuffers Buch »Die journalistische Form der Theorie. Die Zeitschrift ›alternative‹ 1958–1982« (Göttingen: Wallstein 2021) und den Versuch, »mit den Mitteln einer Zeitschrift in die Verhältnisse ihrer Zeit einzugreifen«.
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Es gibt zwei Arten, sich als Historiker*in mit Zeits
Episode 6: Übergänglichkeit der Natur
Hanna Hamel (ZfL) spricht mit Oliver Grill (LMU) über ihr Buch »Übergängliche Natur. Kant, Herder, Goethe und die Gegenwart des Klimas« (Berlin: August Verlag 2021).
In ihrem Buch »Übergängliche Natur« versucht Hanna Hamel zu klären, was sich unter übergänglicher Natur verstehen lässt. Dabei legt sie nicht nur das aufklärerische Erbe zeitgenössischer Positionen offen, sondern lenkt den Blick vor
Episode 5: Chor
In ihren aktuellen Büchern »Chor-Denken« (Paderborn: Wilhelm Fink 2020) und »Chor und Theorie« (Konstanz: KUP 2021) nähern sich Sebastian Kirsch (ZfL) und Maria Kuberg (Universität Konstanz) dem Verhältnis von Chor und Denken bzw. Theorie einmal aus theater-, einmal aus literaturwissenschaftlicher Perspektive.
Fluchtpunkt aller europäischen Verhandlungen des Chorischen ist die antike Tragödie mi
Episode 4: Selbstübersetzung
Karine Winkelvoss (Universität Rouen) und Stefan Willer (HU) sprechen über »W. G. Sebald, l’économie du pathos« (Paris: Classiques Garnier 2021) und »Selbstübersetzung als Wissenstransfer« (Berlin: Kulturverlag Kadmos 2020).
Karine Winkelvoss und Stefan Willer sprechen – auch anhand eigener Erfahrungen – über die Selbstübersetzung als Thema und Modus literatur- und kulturwissenschaftlichen Arbeit
Episode 3: Seuchenjahr
Henning Trüper (ZfL) spricht mit Christoph Paret (Uni Wien) über sein Buch »Seuchenjahr« (Berlin: August Verlag 2021).
In einem 96-teiligen Langessay unternimmt der Historiker Henning Trüper den Versuch, Ordnung ins pandemische Geschehen zu bringen. Mit dem Philosophen Christoph Paret spricht er über die Verwandtschaft von Phobie und Theorie, die Bedingungen und Möglichkeiten politischen und mora
Episode 2: Klassiker des russischen und sowjetischen Films
Barbara Wurm (HU Berlin) spricht mit Matthias Schwartz (ZfL) über »Klassiker des russichen und sowjetischen Films«, Bd. 1 & 2 (Marburg: Schüren 2020).
»Für uns ist der Film die wichtigste aller Künste«, teilte Lenin 1922 seinem Volkskommissar für Bildungswesen, Anatolij Lunačarskij, mit. Und so nimmt es nicht Wunder, dass das neue Medium in der Sowjetunion so stark gefördert und subventioniert wu
Episode 1: Hegels Logik
Patrick Eiden-Offe (ZfL) spricht mit Falko Schmieder (ZfL) über Patrick Eiden-Offe: »Hegels ›Logik‹ lesen. Ein Selbstversuch« (Berlin: Matthes & Seitz 2020).
Veröffentlicht am 15.3.2021.
In einem langen Berliner Winter hat Patrick Eiden-Offe den Selbstversuch gewagt und sich jeden Morgen eine Stunde in die »Wissenschaft der Logik« vertieft. Mit Falko Schmieder spricht er über persönliche Zugänge
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