
WDR 3 Kulturfeature
Außergewöhnliche Biografien und neue Perspektiven auf Kultur und Gesellschaft - das WDR 3 Kulturfeature erzählt besondere Geschichten, die im Kopf bleiben und die Welt bewegen. Hier anhören und downloaden.
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Mit Worten die Gespenster bannen – Das literarische Labyrinth des Antonio Lobo Antunes
Antonio Lobo Antunes gehört zu den großen literarischen Stimmen Portugals. Seit Ende der 70er Jahre veröffentlicht er umfangreiche, hochkomplexe Romane, die den Mythos der ehemaligen Welt- und Seemacht demontieren. Ein Arsenal macht-, geld- und sexgieriger Figuren bevölkert Antunes Werk, doch zugleich sind diese Menschen Opfer ihres selbstverschuldeten Unglücks. Von Kerstin Kilanowski.
Einzelne Menschen lernen, die Menschheit nicht – Der Holocaust-Überlebende Leslie Baruch Brent
Als Forscher macht Leslie Baruch-Brent bahnbrechende Entdeckungen auf dem Gebiet der Immuntoleranz, als Aktivist engagiert er sich für die gesellschaftlichen Underdogs. Im Jahr 2019 kurz vor seinem Tod trifft ihn die Autorin Heike Tauch in London. Von Heike Tauch und Florian Goldberg.
Einmal muss das Fest ja kommen. Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze
Ingeborg Bachmann, die Lyrikerin, und Hans Werner Henze, den Komponisten, verband mehr als eine Künstlerfreundschaft. Doch worauf ihre Beziehung gründete, war von Anfang an in ein geheimnisvolles Dämmerlicht gehüllt. Von Helmut Böttiger.
Maria und die schweren Jungs von Warschau
Praga heißt ein Stadtteil in Warschau, in dem die Armut groß und die Kriminalität hoch ist. Alkoholiker, Dealer und Hehler hängen vor heruntergekommenen Häusern ab, und nicht wenige Warschauer meiden diesen Bezirk. Von Johanna Rubinroth und Tanja Krüger.
Der Klang der Vielfalt – Ein Trans-Chor findet seine Stimmen
Wenn Menschen ihr Geschlecht angleichen, verändern sie häufig auch ihre Stimme. Für den ausgebildeten Sänger Marius Bernard war dieser Prozess so herausfordernd, dass er während seiner Transition beinahe aufgehört hätte zu singen. Um anderen diese Erfahrung zu ersparen, gründete er das “Berliner Transemble” – einen der wenigen Chöre für trans Menschen in Deutschland. Von Nele Dehnenkamp und Timo
Die Pianistin Martha Argerich – Königin des Klaviers
Martha Argerich ist eine lebende Legende. Seit ihrer Jugend verblüfft die argentinisch-schweizerische Künstlerin mit großem Ausdruck und schier unerschöpflicher Energie auf der Konzertbühne. Von Matthias Kremin.
H.W. Henze: Gepflasterte Wege eines Komponisten
Hans Werner Henze war einer der bedeutendsten Komponisten Deutschlands: politisch links, intellektuell vernetzt, wohlhabend und stark angefeindet. Eine Spurensuche zu seinem 100. Geburtstag am 1. Juli. Von Holger Preuße und Philipp Quiring.
Jōhatsu in Japan – Wenn Menschen verdunsten
Jedes Jahr verschwinden in Japan Tausende Menschen spurlos. Bekannt als Jōhatsu, oder „die Verdunsteten“, geben sie ihr altes Leben auf. Um ihr Untertauchen perfekt zu organisieren, lassen sich einige von professionellen Dienstleistern unterstützen. Von Andreas Hartmann.
Die neue Welt der alten Klänge: Die Kuijken-Brüder
Viele Märchen erzählen von drei Brüdern, die die Welt erobern wollen – wie die Kuijkens, die in den 1960ern zu den „Jungen Wilden“ gehörten und barocke Klänge mit neuen Ideen und Impulsen belebten. Von Thomas Daun.
Hommage à György Kurtág
György Kurtág, 100 Jahre alt, gilt als einer der einflussreichsten lebenden Komponisten. Seine Musik charakterisieren extreme Konzentration und Verdichtung. Ein Portrait Von Jean-Claude Kuner.
Ausweitung der Kunstzone – Vom Glück, Editionen zu besitzen
Kunsteditionen sind mehr als bloße Vervielfältigungen. Als kulturelle Artefakte verkörpern sie ein demokratisches Versprechen: Kunst ist für alle da, nicht nur für eine Schicht betuchter Sammlerinnen und Sammler. Von Thorsten Jantschek.
Es war Frieden. Was würden wir daraus machen?
Am 8. Mai 1945 kapituliert Deutschland, der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Wie fühlte sich dieser Moment an – in Berlin, London oder an der Front? Archivtöne und Tagebucheinträge fangen Augenblicke zwischen Erleichterung, Jubel und tastender Hoffnung ein. Von Martin Hartwig und Lydia Heller.
"Steck nie den Kopf in eine Hundehütte!" – Mit den Peanuts die Welt sehen
Im Oktober 1950 veröffentlichte Charles M. Schulz seinen ersten „Peanuts“-Strip. Die kurzen Geschichten um Charlie Brown und seine Freunde gelten als comicgewordene Philosophie. Von Markus Metz und Georg Seeßlen.
Hört das nie auf? Lebenslanges Üben
Hören Musiker irgendwann auf zu üben? Oder verwandelt sich das Üben in eine Lebenshaltung? Mit jeder Übeminute kann man wertvolle Zeit totschlagen – oder dem Sinn des Lebens auf der Spur sein. Von Martina Seeber.
Harper Lee, Truman Capote und der amerikanische Süden
Harper Lee und Truman Capote, zwei der großen amerikanischen Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts, verband eine Kinderfreundschaft. Haus an Haus wuchsen sie in einer ländlichen Kleinstadt in Alabama auf. Was sie literarisch bewegte, ist dort bis heute präsent. Von Marc; Schönfelder Bädorf.
Antigone im Amazonas – Milo Rau und das Ungeheuer Mensch
Milo Rau sucht in seinen Theaterinszenierungen nach einer Politik des Widerstands. Mit Schauspielern und Aktivisten aus der brasilianischen Landlosenbewegung erarbeitete er seine Version des antiken Tragödie „Antigone“. An dem Ort, an dem vor 30 Jahren die brasilianische Militärpolizei ein Blutbad unter protestierenden Landarbeitern anrichtete. Von Nina Hellenkemper.
Kein Leben wie im Märchen – Frieda Fischer und ihr Museum für Ostasiatische Kunst
Erst bestaunt und verehrt, dann von den Nazis verfolgt: Frieda Fischer-Wieruszowski; Mitbegründerin des „Museums für Ostasiatische Kunst“ in Köln. Von Berit Hempel.
Indien und die Beatles – Auf den Spuren einer anhaltenden Faszination
Blumenbekränzte Popstars in einem Ashram am Ufer des Ganges – diese Fernsehbilder gingen rund um den Globus. Es war ein medienwirksames Aufeinandertreffen von westlicher und östlicher Kultur. Doch wer hat eigentlich wen inspiriert? Von Sigrid Pfeffer.
Alexander der Kluge: Portrait des Intellektuellen als staunendes Kind
Schreiben hieß für ihn: Alternativen denken. Alexander Kluge erforschte Phänomene des Alltags - mit politischer Verantwortung, Neugier und der Spielfreude eines Kindes. Mit 94 Jahren ist der große Kreative unter den Intellektuellen gestorben. Von Cornelia Zetzsche.
Podcast-Empfehlung: Riefenstahl – Influencerin des Bösen
Leni Riefenstahl – der Name ist bis heute weltbekannt. Sie gilt als eine der einflussreichsten deutschen Filmregisseurinnen. Das Krasse daran: Ihre größten Erfolge waren Propagandafilme für Hitler und sein Regime. Bis zu ihrem Tod hat Riefenstahl aber ihre Verstrickung mit den Nazis kleingeredet und dabei oft gelogen, was das Zeug hält. Von Katja Paysen-Petersen.
Der Sound der Erde – Eine Expedition in den Boden
Der Boden unter unseren Füßen ist voller Leben. Mit speziellen Mikrofonen stößt man dort in ein Reich außerirdisch wirkender Klänge vor: Es knarzt und knurpselt, es knackst und knistert. Aber dieses Leben ist bedroht. Von Anna Marie Goretzki.
Der Mann im Mond – Ein Radio-Ballett mit Charlie Chaplin
Wenn überhaupt ein Einzelner das Kino verkörpern kann, dann wohl er: Charlie Chaplin, der Tramp, der Stummfilmkomiker, der Filmproduzent. Wer war dieser kleine Mann mit Stöckchen, über den die ganze Welt gelacht hat? Von Evelyn Dörr.
Der Beat ist die Revolution – Der Schriftsteller Peter Schneider
Peter Schneider, Sohn eines Kapellmeisters, ist mit Musik groß geworden. Zum Solo-Violinisten fühlte er sich nicht berufen, er wurde Schriftsteller. Jetzt ist der große Chronist der 68-Bewegung gestorben. Von Theo Roos.
Die Kraft der Reduktion – Minimalismus in der Kunst
Steve Reich und andere Vertreter der Minimal Music haben die Musikwelt beeinflusst. Club Music wie House oder Techno sind die populärste Spätfolge. Minimalismus findet sich aber auch in anderen Kunstbereichen wie der Malerei, dem Film oder dem Design. Von Rainer Praetorius.
Anatomie der Melancholie. Der bosnische Autor Dževad Karahasan
Vor 30 Jahren im Februar 1996 endete die blutige Belagerung der Stadt Sarajewo im Herzen Bosniens. Der Schriftsteller Dževad Karahasan hatte der Stadt während des Bosnienkrieges mit seinen Büchern eine unverwechselbare Stimme gegeben. Von Tobias Wenzel.
„Ich versuchte jemand zu sein“ – der italienische Cantautore Luigi Tenco
Auch für diese unruhige Zeiten war es ein außerordentlicher Akt des Protests:
1967 erschoss sich der italienische Sänger und Cantautore Luigi Tenco nach seinem Auftritt beim Schlagerfestival San Remo. Von Ariane Kessissoglou.
Das Märchen von Nettetal - Die unglaubliche(n) Geschichte(n) des Dinçer Güçyeter
In „Unser Deutschlandmärchen“ erzählt Dinçer Güçyeter von Kindheit und Familie, von Migration und den Widersprüchen des Aufwachsens in Deutschland. Im Gespräch mit Manuel Gogos zeigt der türkische Autor, wie er aus Erinnerungen Literatur formt. Von Manuel Gogos.
Mit Knackfrosch, Kiesel und Kassette - Die Komponistin Carola Bauckholt
Wie klingt die Welt, die uns umgibt? Die Komponistin Carola Bauckholt verwandelt Alltagsgeräusche in Musik: Da gibt es Schlagzeuger, die mit knarzenden Regenjacken und Reißverschlüssen performen und Sängerinnen, die mit Hilfe eines Staubsaugers die Luft neu vertonen. Von Sabine Fringes.
Die Stumme Kattrin mit zwei „T“
Gemeinsam mit seiner Frau fasst der DDR-Theaterregisseur Peter Kupke bei einem Auslandsaufenthalt den Entschluss in Dänemark zu bleiben. Ihre Tochter Kattrin lassen sie in der DDR zurück – ein Entschluss mit Folgen. Von David Zane Mairowitz.
Von der Poesie des Abschieds – Gespräche mit Julian Barnes
Julian Barnes gehört zu den großen europäischen Erzählern. Elegant hat er die Gattungsgrenzen des Romans verschoben, um existenzielle Fragen zu erkunden. Am 19. Januar wird der englische Schriftsteller Julian Barnes achtzig Jahre alt. Von Thomas David.
Kinder, Kunst, Karriere – Mütter im Kulturbetrieb
„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ – so lautet ein geflügeltes Wort, und man möchte sofort ergänzen: „Familie ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Von Teresa Schomberg.
Im Zug nach Nirgendwo – Das unwahrscheinliche Leben des Songtexters Fred Jay (1/2)
"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo", "Rasputin", "Ti Amo" – keiner hat in den 70er-Jahren so viele erfolgreiche Schlager geschrieben wie Fred Jay. Und doch ist der Mann, der "dem Schlager die Poesie zurückgab", ein Unbekannter. Von Fabian Gerhardt und Roland Gerhardt.
Im Zug nach Nirgendwo – Das unwahrscheinliche Leben des Songtexters Fred Jay (2/2)
"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo", "Rasputin", "Ti Amo" – keiner hat in den 70er-Jahren so viele erfolgreiche Schlager geschrieben wie Fred Jay. Und doch ist der Mann, der "dem Schlager die Poesie zurückgab", ein Unbekannter. Von Fabian Gerhardt und Roland Gerhardt.
Das Meer ist niemals still
Das Meer fasziniert Komponisten seit der frühen Barockzeit. Sie beschreiben in ihrer Musik, was sie wahrnehmen: Bewegung, Stille, Wind, Dunkelheit, Rhythmus. Das Meer ist Urgewalt und mystisch überhöht. Ein Sehnsuchtsort. Von Nora Bauer.
Stoffwechsel – Wie KI die Modewelt umkrempelt
Künstliche Intelligenz hält Einzug in eine Welt, die lange als Inbegriff von Kreativität und Individualität galt. „Stoffwechsel“ erzählt, wie Designerinnen, Studierende und Labels mit dieser neuen, digitalen Mitgestalterin ringen – und sich dabei neu erfinden. Von Sabine Oelze und Luerweg Susanne.
LICHT – Eine Klangspur zu Haydn, Stockhausen und Schubert
Licht und Musik haben eines gemeinsam, sie berühren die Sinne und die Seele. Von Monika Buschey.
Der Deutschland-Äquator: Musik und Mensch von West nach Ost
Zwischen dem Selfkant und Görlitz liegen 640 Kilometer Luftlinie. Wie klingt die Strecke zwischen dem westlichsten und dem östlichsten Punkt Deutschlands, 35 Jahre nach der Wiedervereinigung? Von Friedemann Dupelius.
ISUMA – FILMEN AM RANDE DER WELT
Seit über 30 Jahren produzieren Zacharias Kunuk und sein Kollektiv Spielfilme und TV-Programme auf Inuktitut, der Sprache der Inuit. Weltberühmt wurde die Produktion „Der schnelle Läufer“, die in Cannes eine goldene Palme gewann. Von Jane Tversted und Martin Zähringer.
Auf einem Ohr taub. Mit dem Jazz-Noise-Kollektiv The Dorf durchs Ruhrgebiet
25 Musikerinnen und Musiker aus dem Ruhrgebiet bilden The Dorf - ein Jazz-Noise-Kollektiv, das Komposition und Improvisation ebenso vereint wie Gemeinschaftssinn und Kollaboration. Von Sascha Wundes.
Asta und Frede Oder: Guten Morgen Frau Nielsen
Sie war die erste Diva des deutschen Stummfilms: Asta Nielsen. Geboren in Dänemark, arbeitete die Schauspielerin 25 Jahre lang in Deutschland, bevor sie es 1937 verließ. Mit über 70 telefonierte Asta Nielsen regelmäßig mit einem Verehrer, der alle ihre Gespräche aufzeichnete. Von Lisbeth Jessen.
Das Mysterium der Zeitlosigkeit – Bibers „Rosenkranz-Sonaten“ und das radikal Moderne
Der Komponist Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) hat seine fünfzehn Mysterien Sonaten den Geheimnissen des Rosenkranzes gewidmet. Sein Zyklus für Violine und Generalbass galt damals als radikal modern und zählt noch heute zum Schwierigsten, was das Repertoire des Frühbarock zu bieten hat. Von Janko Hanushevsky.
Gefiederte Musen – Musik, von Vögeln inspiriert
Lange bevor es den Menschen gab, erfüllte der Gesang der Vögel den Planeten.
Ihre Melodien inspirierten Dichter und Komponisten. Und gaben dem Menschen Rätsel auf: Warum singen sie? Und wovon? Von Sabine Fringes.
Reise unter die Gehirnschale eines Riesen – Sieben Abschweifungen zu Jean Paul
"Titan" hieß nicht nur sein mit phantastischen Vorschüssen finanzierte Riesenroman. Ein Titan war der Autor Jean Paul selbst, was die schiere Anzahl beschriebener Seiten betrifft. Vor 200 Jahren ist der Großmeister der skurrilen Einfälle gestorben. Von Holger Noltze.
Unmögliches denken – Poesie und Visionen: Der Schriftsteller Arthur C. Clarke
Arthur C. Clarke war einer der größten Science-Fiction-Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er nahm vorweg, was heute Selbstverständlichkeit ist – und doch an Rätselhaftigkeit nicht eingebüßt hat. Von Rainer Praetorius.
Jeder muss seinen Wahnsinn selbst verantworten – der Kölner Schriftsteller Dieter Wellershoff
Er erfand das Etikett „Neuer Realismus“, in dessen Namen Rolf Dieter Brinkmann auf die Barrikaden ging. Dann wechselte Dieter Wellershoff die Seiten, um selbst als Schriftsteller die bürgerliche Gesellschaft zu sezieren. Ein Portrait zum hundertsten Geburtstag. Von Gisa Funck.
Die Bad-Boy-Story: Komponist George Antheil
Er brachte maschinelle Rhythmen und Flugzeugpropeller ins Konzert: George Antheil sorgte im Paris der 1920er Jahre für Skandale – die Musik wirkt noch 100 Jahre später elektrisierend und beunruhigend. Von Sabine Fringes.
Go for trash! Der Aktionskünstler HA Schult
HA Schult ist einer der ersten Künstler, die sich das Thema Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben haben. Weltberühmt wurde er durch seine tausend Trash People, die er seit 1996 rund um den Globus schickt. Von Sabine Fringes.
Der unbekannte Georg Kreisler – Abgründe und Absurditäten
Einige seiner bösen Lieder wie "Tauben vergiften im Park" sind Teil unseres allgemeinen Kulturgutes geworden. Daneben gibt es einen unbekannteren Georg Kreisler, den Komponisten ernster Musik, den Romanautor und Verfasser zweier Opern. Von Markus Metz und Georg Seeßlen.
Porträt des Literatur-Nobelpreisträgers László Krasznahorkai
Er gilt nicht nur als einer der bedeutendsten Schriftsteller Ungarns. Als "Meister der Apokalypse" ist László Krasznahorkai ein international gefeierter Autor. Jetzt hat er den Literatur-Nobelpreis bekommen. Von Thomas David.
Die letzten Venezianer. Eine Stadt kämpft ums Überleben
30 Millionen Besucher im Jahr: Venedig versinkt in den Touristenfluten. Doch die lokale Politik treibt den Ausverkauf der Stadt weiter voran. Wer profitiert davon? Von Petra Reski und Christopher Weingart.
Matsutake – Ein Pilz im Anthropozän
In jedem Herbst wird der Matsutake-Pilz zu einem begehrten Geschenk in Japan. Er lässt sich nicht kultivieren. Entsprechend komplex sind die Bedingungen, unter denen er gewonnen wird – und hoch die Beträge, die für ihn gezahlt werden. Von Jean-Claude Kuner.
Der süße Fluch des Bandoneons – Eine transatlantische Reise
Das Bandoneon wurde als wehmütige Stimme des argentinischen Tangos weltberühmt. Einst repräsentierte die Bergmannsorgel den Anspruch deutscher Kumpel auf kulturelle Emanzipation.
Zusammen mit dem argentinischen Bandoneonisten Gabriel Rivano sucht das Feature von Jakob Weingartner nach der deutschen Seele im singenden Blasebalg. Es besucht seine Geburtstätte in einem winzigen Dorf im sächsischen
Verborgenheit – Auf der Suche nach dem Dichter Eduard Mörike
Eduard Mörike ist schon zu Lebzeiten als idyllischer Schwabe bezeichnet worden. Diesen Ruf ist er bis heute nicht losgeworden. Dabei ist vieles in seinem Werk von untergründiger Spannung getragen. Von Norbert Hummelt.
Die drei Leben der Connie Converse – Die Frau, die den Folk erfand und verschwand
Was für eine Stimme! Was für abgefeimte Melodiebögen! Und erst die Texte: böse, durchtrieben, feministisch, witzig und poetisch. Als Connie Converse in den frühen 50er-Jahren nach NYC kam, brachte sie Songs mit, die den Folk hätten verändern können. Von Monika Kursawe.
Van Gogh, Vermeer, Raffael – Auf der Suche nach verschollenen Meisterwerken
Van Goghs Porträt seines Arztes Dr. Gachet, ein Interieur mit zwei Frauen von Vermeer beim Konzert, das Bildnis eines jungen Mannes von Raffael: Drei Kunstwerke, die seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich zu sehen waren. Werden sie wieder auftauchen? Von Stefan Koldehoff und Johannes Nichelmann.
aaaaaaaaaa Klingende Monotonie
Die Kunst der Monotonie: wer sich darauf einlässt, wird den inneren Reichtum der Einzeltöne erleben. Ein Feature auf (fast) nur einem Ton. Von Julian Kämper.
Irre Gärten – Mit Jorge Luis Borges durchs Labyrinth
Die Textwelten des Schriftstellers Jorge Luis Borges verzweigen sich ins Unübersehbare. Auf einer der Inseln Venedigs kann man sich ganz real in ihnen verlaufen. Von Andra Joeckle.
Bis die Atombomben fielen – Dacia Marainis Kindheit in einem japanischen Internierungslager
Dacia Maraini ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen Italiens. Erst jetzt im hohen Alter erzählt sie von verstörenden Kinderjahren in einem japanischen Gefangenenlager im zweiten Weltkrieg. Von Corinne Orlowski.
Ich hatte drei Leben. Mikis Theodorakis – ein Porträt
Als Musiker und Aktivist verkörperte Mikis Theodorakis wie kein Zweiter das Gewissen Griechenlands in seinen düstersten Tage. Eine Hommage zum 100. Geburtstag. Von Sabine Huthmann und Friederike Wigger.
Reprogrammiert euch! – Arbeit, Zukunft und Science-Fiction
Warum arbeitest Du eigentlich? Willst Du oder musst Du? Was wäre, wenn Du nicht müsstest? Aktuelle Science-Fiction-Literatur denkt unsere Arbeitswelt konsequent weiter, spitzt zu, sucht Alternativen. Denn: the future is unwritten. Von Tim Schleinitz und Swantje Reuter.
Herz über Kreuz - Ein Comingout in der Freikirche
Magdalena ist Mitte 30 und Mutter dreier Kinder, als sie an der Einsicht nicht mehr vorbeikommt, dass es Frauen sind, die sie begehrt - und keine Männer. Allerdings: Seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr ist sie Mitglied einer christlich-evangelikalen Freikirche. Von Monika Kursawe.
Der Brocken ist ein Deutscher – Harry Heines Reise durch den Harz
Im September 1824 wandert ein Göttinger Student durch den Harz. Der romantische, im Ton aber ironische Text, den der 26jährige darüber verfasst, wird später als erster Teil der Reisebilder erscheinen und den literarischen Ruf Heinrich Heines begründen. Von Lorenz Hoffmann.
Freak Like Me: Wem gehört die Musik, zu der wir tanzen?
Kaum jemand kennt den Namen Tish Bailey – doch ihre Stimme ist weltberühmt. Mit der Zeile „You need a freak like me to make love to your body“ prägte sie einen der bekanntesten House-Tracks aller Zeiten. Ein Feature auf den Spuren einer vergessenen Stimme, einer transatlantischen Freundschaft – und der Schattenseiten der Musikindustrie. Von Lydia Meyer und Nils Altland.
Drama Deutsche Einheit – Grass, Brecht und der 17. Juni
Berlin, 17. Juni 1953: Günter Grass ist auf dem Weg zum Potsdamer Platz. Menschenmassen, wohin man sieht, sowjetische Panzer eingeklemmt in der Menge. Auf der anderen Seite des Platzes steht Bertolt Brecht. Über den Intellektuellen in der Revolution wird Günter Grass später ein umstrittenes Lehrstück schreiben. Von Cornelia Epping-Jäger und Jean Claude Kuner.
Jiddischland – Eine verschollene Operettengeschichte
Lehár und Strauß sind Dauerbrenner auf den Bühnen. Wenig wissen wir dagegen über Abraham Goldfaden, Joseph Rumshinsky oder Alexander Olshanetsky. Auch sie haben Operetten geschrieben - jiddische! Von Sylvia Roth.
Ein Schriftsteller-Leben: Thomas Mann (2/2)
Sein beharrliches Ethos führt Thomas Mann zu einer immensen Arbeitsleistung als Schriftsteller und Publizist. Beide schützen seine Position einer Weltöffentlichkeit gegenüber und helfen gegen die Urangst vor dem Letzten Gericht. Von Hermann Kurzke.
Ein Schriftsteller-Leben: Thomas Mann (1/2)
Thomas Mann will es seiner Frau, der Welt und dem verstorbenen Vater zeigen, dass er als Bürger wie als Künstler seinen Mann zu stehen vermag. Er will DER repräsentative Nationaldichter werden. Die meisten Pläne scheitern. Von Hermann Kurzke.
Durch die Blume hören – Sounds auf Pflanzenbasis
Die Farbenpracht der Pflanzenwelt ist übers Radio nicht vermittelbar. Geschweige denn ihr Duft. Ihre akustischen Dimensionen aber sehr wohl. Was teilen die Pflanzen uns mit? Von Julian Kämper.
Nur für Hartgesottene! Wege zu Carlo Gesualdo
Die wenigsten Komponisten treten auch als Mörder hervor. Ganz anders Gesualdo da Venosa. Der Schöpfer eines einmaligen Klangstils ermordete die Ehefrau mit Liebhaber und seine vermeintliche Tochter. Von Hildburg Heider.
Innere und äußere Landschaften in den Gedichten von Simon Armitage, John Burnside und Alice Oswald
Ein Ortsbesuch im Imaginären: Einmal über die gesamte britische Insel führt die Erkundung der britischen Gegenwartslyrik. Von Michael Hillebrecht.
Aus Sand gebaut – Die Skulpturen der Künstlerin Jeewi Lee
Am Anfang steht die künstlerische Faszination für Sand. Dann hatte Jeewi Lee die Idee, einzelne Sandkörner originalgetreu zu großen Skulpturen zu machen. Eine Erkundung zwischen Kunst und Technik beginnt. Sie endet in einer Ausstellung. Von Thorsten Jantschek.
Maestro der Comebacks – João Carlos Martins im Portrait
Der Pianist und Dirigent João Carlos Martins ist in seiner Heimat Brasilien ein Superstar. Kurz vor seinem 85. Geburtstag verabschiedet er sich jetzt von der Bühne. Eine Lebensgeschichte so ungewöhnlich wie seine Musik. Von Jean-Claude Kuner.
Umgang mit den Tätern – NS-Erinnerungskultur heute
Auch 80 Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft stellt sich die Frage: wie erinnern? Und: an wen? Stärker als früher wendet sich die Forschung heute den Tätern zu und nimmt die Verantwortung "ganz normaler" Menschen in den Blick. Von Horst Konietzny.
Die Lieder der Pioniere oder der Soundtrack für die DDR
Für die Staatsführung der DDR waren die Lieder 'Gebrauchsgegenstände': für die Identifikation mit Staat und Partei. Mit dem Ende der DDR verschwand auch ihre Staatsmusik. Nur Erinnerungen bleiben. // Von Nora Bauer/ WDR 2023/ www.radiofeature.wdr.de Von Nora Bauer.
Schreibende Arbeiter – Fließband, Stift und Schreibmaschine
Um 1960 beginnen sich in BRD und DDR Arbeiterinnen und Arbeiter in organisierten Schreibgruppen zu treffen. Sie schreiben über Alltag und Arbeit und bilden sich. Eine Bewegung entsteht und fordert die etablierte Literaturszene heraus.// Von Paul Kother/ WDR 2023/ www.radiofeature.wdr.de Von Paul Kother.
Nocturnal – Variationen über John Dowland und Benjamin Britten
Die beiden britischen Komponisten John Dowland und Benjamin Britten trennen 400 Jahre. Janko Hanushevsky beleuchtet die Beziehung zwischen den beiden epochalen Instrumental-Meistern und findet eine gemeinsame melancholische Grundstimmung. // Von Janko Hanushevsky/ WDR 2025/ www.radiofeature.wdr.de Von Janko Hanushevsky.
Das Haus Böhm – Eine Architektendynastie
Gottfried Böhm war einer der wichtigsten deutschen Architekten der Nachkriegszeit. Noch bis zu seinem Tod hat er eng mit seinen Söhnen zusammengearbeitet. Wie gehen sie mit dem gewaltigen Erbe des Vaters um? Von Marc Bädorf.
Der vierte Mann – Der Zitherspieler, Heurigenmusiker und Komponist Anton Karas
Für die Stadt Wien war Mitte April 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende. In der düsteren Nachkriegskulisse der geteilten Stadt drehte Carol Reed seinen Film "Der dritte Mann" - weltberühmt durch die Musik von Anton Karas. Von Alfred Treiber und Richard Goll.
Der Kunstraub von Düsseldorf – Wie aus Verlust Kultur entsteht
Ein historischer Skandal: der Kernbestand der Alten Pinakothek in München ist zweifelhafter Herkunft. Es handelt sich dabei um die Bilder der ehemals weltberühmten Düsseldorfer Gemäldegalerie. Der lange Kampf um die Rückgabe blieb erfolglos. Doch dem Kunststandort Düsseldorf hat das nicht geschadet. Von Stefan Zednik.
Im Astral-Bereich – Der Anthroposoph Joseph Beuys und Rudolf Steiner, der Künstler
Rudolf Steiner zog an und stieß ab. Noch 100 Jahre nach seinem Tod scheiden sich an dem Begründer der Anthroposophie die Geister. Doch Steiners Impulse wirken bis heute fort.// Von Manuel Gogos/ WDR 2011/ www.radiofeature.wdr.de Von Manuel Gogos.
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