
Tschüss Kohle, hallo Zukunft!
In einer Langzeit-Betrachtung dokumentiert MDR AKTUELL die Energiewende und den damit einhergehenden Strukturwandel in den mitteldeutschen Braunkohle-Regionen. Die Reporterin Britta Veltzke und der Wirtschaftsjournalist Ralf Geißler reisen dafür regelmäßig mit dem Mikrofon ins Revier. Sie treffen den Planungschef des Kohleunternehmens Mibrag, der künftig auch die Renaturierung der Tagebaue verantwortet. Sie sprechen mit der Pfarrerin des Dörfchens Pödelwitz, das den Kohlebaggern nur knapp entkommen ist. Und sie stellen Ideen für die Energieversorgung der Zukunft vor. Ab März 2022 gibt es pro Jahr eine Staffel, die ein facettenreiches Bild über die tiefgreifenden Veränderungen durch den Kohleausstieg zeichnet.
Episodes
Energiepark: Wo bleibt der grüne Wasserstoff? 5.2
Im Energiepark Bad Lauchstädt sollen Windkraftanlagen grünen Strom erzeugen, mit dem über einen Elektrolyseur grüner Wasserstoff hergestellt werden kann. Teile des Gesamtprojekts sind fertig. Doch die Projektleiterin Cornelia Müller-Pagel muss auch feststellen: Der grüne Wasserstoff ist in den Mühen der Ebene angekommen. Für 2025 war eigentlich der Einstieg in die Wasserstoffproduktion geplant. Ge
Hohenmölsen: Wandel für die Kinder im Revier 5.1
Der Strukturwandel betrifft auch Kinder und Jugendliche. Sie wachsen in Zeiten der Transformation auf. Sie erleben die Brüche in ihren Familien, in denen oft über Generationen im Tagebau gearbeitet wurde. Das geht nun zu Ende. Andy Haugk ist Bürgermeister von Hohenmölsen, der Kleinstadt mitten im mitteldeutschen Braunkohlerevier. Er ist froh, dass die "Initiative Zukunftsbildung" vor Ort ist, die
Lippendorf: Tschüss Kohle, hallo Gaskraftwerk? 5.4
Das Kraftwerk Lippendorf bei Leipzig ist eines der größten Kohlekraftwerke im Osten Deutschlands. "Wolkenmaschine" nennen es manche, wegen des Wasserdampfs, der aus den großen Kühltürmen aufsteigt. Das Kraftwerk liefert Strom, wenn sonst keiner mehr liefert, beispielsweise bei Dunkelflauten. 2035 soll es abgeschaltet werden. Thomas Brandenburg hat schon Ideen für Alternativen zu dem aktuellen Kraf
Tagebau Profen: Kohle fördern, ausgerechnet mit Ökostrom 5.3
Der Tagebau Profen erlebt einen historischen Moment: Er wächst nicht mehr. Damit geht eine Ära zu Ende, die 75 Jahre währte. Noch wird der Tagebau von der Mibrag betrieben. Doch laut Planungschef Bastian Zimmer fördert das Unternehmen immer weniger Kohle und schaltet das eigene Kraftwerk häufig freiwillig ab. Es lohnt sich schlicht nicht mehr. Stattdessen wird mehr grüne Energie erzeugt mit eigene
Pödelwitz: Neue Bewohner im geretteten Tagebaudorf 5.5
Das Dorf Pödelwitz bekommt Stück für Stück neues Leben eingehaucht. Es kommen weitere Bewohner hinzu, vor allem junge Menschen. Sie engagieren sich im Verein "Pödelwitz hat Zukunft". Und sie haben erstmals ein Dach über dem Kopf. Der Verein will auf einem Hof Jobs und Wohnungen schaffen. Nora Mittelstädt organisiert für den Verein die Arbeitseinsätze. Es gibt viel zu tun. Auch eine alte Bekannte s
Halbzeit: Das erwartet Euch in Staffel 5
Wir gehen in die fünfte Staffel! Das mitteldeutsche Kohlerevier durchlebt weitreichende Veränderungen. Kohleunternehmen versuchen, grün zu werden. An Abbruchkanten entsteht Neues und Kinder lernen, was Wandel bedeutet.
Sonderfolge Pödelwitz: Kirche saniert, und nun?
Pödelwitz in Sachsen. Das Dorf, das von den Kohlebaggern verschont wurde und das nun eine sanierte Kirche hat. Dank Fördergeldern. Doch neue Nachbarn lassen auf sich warten: Wie ein Kohledorf seine Zukunft sucht.
Deutschlands größter Elektrolyseur vor dem Start 4.1
Im Energiepark Bad Lauchstädt will ein Konsortium aus mehreren Firmen zeigen, wie die Energiewende funktionieren kann. Seit mehreren Monaten drehen sich zahlreiche neue Windräder rund um das Industriegebiet. Im Herbst wird nun das Herzstück des Energieparks anfangen, zu schlagen: der Elektrolyseur geht in Betrieb. Er soll mithilfe des Windstroms grünen Wasserstoff erzeugen, der bereits einen poten
Ideen für ausgekohlte Löcher 4.3
Bastian Zimmer ist als Planungschef der Mibrag für die Renaturierung der Tagebaue zuständig. Nicht aus jeder Kohlehalde wird mal ein Badesee. Die meisten Löcher werden mit dem Abraum noch aktiver Tagebaue wieder zugeschüttet. Dort pflanzt die Mibrag Wald an, plant Felder und Windparks. Die Rekultivierung wird Jahre dauern – und viel Geld kosten. Reichen dafür die Rücklagen der Mibrag? Und wie will
Pödelwitz: Meilenstein auf dem Weg zum Modelldorf 4.4
Im Dorf Pödelwitz, das eigentlich den Kohlebaggern weichen sollte, scheint sich nichts vor und nichts zurück zu bewegen. Fast alle Gebäude gehören der Mitteldeutschen Braunkohlen AG und verfallen zusehends – und die Mibrag scheint daran auch nichts ändern zu wollen. Aber es betrifft eben nur fast alle Immobilien. Der Verein Pödelwitz konnte jetzt ein Gebäude kaufen. Es soll die Keimzelle werden fü
Hohenmölsen: Bauen in einer schrumpfenden Stadt 4.2
Hohenmölsen schrumpft, weil mehr Menschen sterben als geboren werden. Das bedeutet für die Kleinstadt mitten im Braunkohlerevier Leerstand: Zu viel Wohnraum für zu wenig Bewohner. Mehrgeschosshäuser wurden bereits abgerissen. Trotzdem setzt Bürgermeister Andy Haugk auf den Neubau von Häusern. Ende 2024 wurde in Hohenmölsen ein neues Wohngebiet fertiggestellt. Mit Blick auf die Bevölkerungsstatisti
Kraftwerk Boxberg – Ein Batteriepark für stabilen Strom 4.5
Thomas Brandenburg hat für die Stadtwerke Leipzig das erste wasserstofffähige Gaskraftwerk Deutschlands gebaut. Nun hat er bei der LEAG angeheuert – Ostdeutschlands größtem Kohlekonzern. Der Ingenieur soll helfen, das Unternehmen für eine grüne Zukunft aufzustellen. Brandenburg plant mehrere wasserstofffähige Gaskraftwerke. Sein erstes Projekt: ein großer Batteriepark direkt neben dem Kohlekraftwe
Trailer: Das erwartet Euch in der 4. Staffel
Wir sind zurück und schauen dem mitteldeutschen Revier dabei zu, wie es sich für eine neue – grünere – Zukunft aufstellt. Ralf Geißler und Britta Veltzke machen den Strukturwandel in fünf Geschichten erlebbar.
Warten auf grünen Wasserstoff 3.5
In dieser Folge trifft Ralf Geißler zum dritten Mal Thomas Brandenburg. Er ist Kraftwerksplaner bei den Stadtwerken Leipzig und hat dort im Süden der Stadt ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk gebaut. Seit einem Jahr liefert es Strom und Wärme für zehntausende Haushalte. Aktuell wird es noch mit Erdgas betrieben. Im Sommer 2026 solle zum ersten Mal ein Test mit Wasserstoff durchgeführt werden, erkl
Hohenmölsen – die Hoffnung liegt auf der "Kippe" 3.4
Hohenmölsen in Sachsen-Anhalt ist eine Stadt, die von der Kohle geprägt wurde. Der Abbau hat die Wirtschaft vor Ort mehr als 100 Jahre lang mitbestimmt. Die Menschen sehen den Kohleausstieg deswegen natürlich als ein Risiko. Bürgermeister Andy Haugk (parteilos) steuert Hohenmölsen durch den Strukturwandel. Derzeit arbeiten noch mehr als 1.000 Menschen bei der Mibrag in der Kohleindustrie, aber es
Ein Labor für die Energiewende 3.3
In dieser Folge ist Ralf Geißler nach Bad Lauchstädt, einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt, gefahren. Im dortigen Energiepark hat er Cornelia Müller Pagel getroffen. Sie leitet den Aufbau des sogenannten „Reallabors Energiewende“. Es besteht aus Windrädern, einem Elektrolyseur, Gasspeichern und Leitungen, die grünen Wasserstoff ins Land transportieren sollen. Das bundesweit einmalige Projekt soll im
Vorsichtiger Optimismus in Pödelwitz 3.2
In dieser Folge fährt Britta Veltzke wieder ins Dorf Pödelwitz. Es sollte eigentlich für die Kohle darunter abgebaggert werden. Die meisten Bewohner waren schon weggezogen als klar war: Das Dorf bleibt. Mit der Frage, wie es dort weitergehen soll, beschäftigt sich der Verein „Pödelwitz hat Zukunft“. Er organisiert unter anderem Veranstaltungen wie das „Repaircafé“. Dort können Menschen ihre kaputt
Ein Kohleunternehmen wird grün 3.1
In dieser Folge mit Ralf Geißler spielt ein "Titanosaurus aus Stahl" eine wichtige Rolle. Beim Kohleunternehmen Mibrag stehen die Zeichen auf Wandel. Im Tagebau Vereinigtes Schleenhain gibt Planungschef Bastian Zimmer Auskunft darüber, wie gut das Kohlegeschäft noch läuft und womit die Mibrag in Zukunft Geld verdienen will. Wegen des Ukraine-Kriegs hatte der Konzern zunächst von der Renaissance de
Trailer Staffel 3: Darum geht es im dritten Jahr
Wir sind zurück im mitteldeutschen Braunkohlerevier. Was bedeutet der Kohleausstieg für die Menschen vor Ort? Es geht um ein ehemals totgeweihtes Dorf, Jobs und die Frage, wie die Energiewende gelingen kann.
Die Renaissance der Kohle 2.1
Bastian Zimmer plant für die Mibrag den Kohlebergbau. Weil Energie derzeit knapp ist, laufen die Bagger im Revier auf Hochtouren. Kohle zu verfeuern, lohnt sich wieder. Der Ausstieg scheint ferner als vor einem Jahr.
Aufwachsen im Revier 2.2
Nele Mäder ist jetzt 15 Jahre alt und wünscht sich mehr Klimaschutz. Doch sie kann auch verstehen, dass Kohlekraftwerke die aktuelle Energiekrise mildern. Eine Schülerin zwischen Klimaangst und der Realität am Tagebau.
Grüne Wärme für Hohenmölsen 2.3
Bürgermeister Andy Haugk sucht für seine Kleinstadt eine neue Wärmequelle. Bislang werden fast alle Häuser in Hohenmölsen über Fernwärme von einem Kohlekraftwerk beheizt. Doch das wird mit dem Kohleausstieg abgeschaltet.
Große Pläne für Pödelwitz 2.4
Pfarrerin Friederike Kaltofen träumt von einem Öko-Dorf Pödelwitz. Der Ort wäre fast den Kohlebaggern zum Opfer gefallen. Die Sanierung der Kirche geht voran. Doch für weitere Pläne braucht es die Zustimmung der Mibrag.
Ein Kraftwerk trotzt der Gaskrise 2.5
Thomas Brandenburg wollte in Leipzig mit einem neuen Gaskraftwerk eine Brücke in die grüne Zukunft bauen. Doch nun ist Gas extrem teuer. Trotzdem hat Brandenburg sein Heizkraftwerk jetzt hochgefahren.
Trailer Staffel 2: Revierbesuche in der Energiekrise
Nach einem Jahr besuchen Britta Veltzke und Ralf Geißler wieder das Mitteldeutsche Revier. Inzwischen ist alles anders: Es herrscht Energiekrise und die Kohlekraftwerke laufen auf Hochtouren. Wie erlebt man das vor Ort?
Extra: Ukraine-Krieg - Wie schnell kommen wir wirklich aus der Kohle raus? 1.6
Mit Putins Krieg in der Ukraine stellt sich die Frage: Sollten wir wirklich bis 2038 die Kohlekraftwerke abschalten und die Tagebaue schließen? Dazu im Interview der Politikökonom Philipp Litz von Agora Energiewende.
Der Mann der Kohlegruben 1.1
Bastian Zimmer ist Planungschef bei der Mibrag - heißt, er plant den Kohle-Abbau in zwei großen Tagebauen in Mitteldeutschland. 2038 soll spätestens Schluss damit sein. Aber auch dann wartet auf ihn noch viel Arbeit.
Das Mädchen und der Ort auf Kohlen 1.2
Nele Mäder ist 14 und wohnt in Michlitz im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. Das Landleben findet sie zwar langweilig, aber Michlitz ist ihr wichtig. Das Dorf soll nicht abgebaggert werden - auch wegen des Klimawandels.
Der Bürgermeister des Wandels 1.3
Andy Haugk ist Bürgermeister von Hohenmölsen. Knapp 10.000 Menschen leben hier, viele von der Arbeit im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. Haugk kämpft dafür, dass sie neue Jobs bekommen werden, auch im Energiesektor.
Die Pastorin und das gerettete Kohle-Dorf 1.4
Friederike Kaltofen ist Pfarrerin von Pödelwitz. Das Dorf am Tagebau Vereinigtes Schleenhain sollte abgebaggert werden. Der Kohleausstieg hat Ort und Kirche gerettet. Nun schmiedet die Pastorin neue Pläne.
Ein Ingenieur träumt von grünem Gas 1.5
Thomas Brandenburg ist Kraftwerksplaner in Leipzig. Dort wird das erste deutsche Kraftwerk gebaut, das nur mit grünem Wasserstoff betrieben werden soll. Trotzdem geht Brandenburg die Energiewende viel zu langsam voran.
Trailer: Tschüss Kohle, hallo Zukunft – Der Podcast zur Energiewende
Kohleausstieg, Energiewende, Strukturwandel - wie erleben das Menschen im mitteldeutschen Revier, wie gestalten, wie bremsen sie es? Hier erklärt das Autorenteam, was Sie in diesem Reportage-Podcast erwartet.
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